Beiträge von C. S.

    weder noch


    die alte Zufahrt zum Schloss hat keinen eigenen Straßennamen, ist jedoch von Kasranienbäumen gesäumt. Es war meinerseits kein Straßenname gemeint sondern eine ortsbeschreibende Formulierung


    ^^

    Ja, die alten Gemäuer mit den blauen Schutzplanen sind weg


    genau, das ist die alte Mühle. Die begradigte Parthe floss vormals direkt neben der Mühle unter der heute so heißenden Ossietzkystr. hindurch.


    https://wfs-ev.de/geschichte_leipzig_sch%C3%B6nefeld

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    Das Ensemble des Schlosses wird weiter "bereinigt", die völlig ruinöse ex Schmiede (wenn ich das richtig im Vorübereilen gelesen habe) ist abgerissen. Es handelt sich um die baulichen Reste nördlich der Kastanienallee Richtung Parthe.


    Jetzt müsste gegenüber noch die alte Mühle wieder eine ebensolche werden... *träum*

    ^ Oha, das ist ja in der Tat ziemlich kompliziert abgefasst. Die Zusatzvereinbarungen sind leider nicht allesamt erläutert. Immerhin gibt es mehrere Länder mit Initiativen, etwas zu ändern.

    ^eine Kerosinbesteuerung ist gemäß dem weltweit gültigen Chicagoer Abkommen nicht zulässig. Da ist das dünnere Brett zum Bohren, den Preis für Kerosin anderweitig zu erhöhen.

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    mein Ausgangspunkt war ja, dass aufgrund des Arbeitskräftemangels sich zukünftig in den Logistikhallen keine top-bezahlte Fachkräfte tummeln mögen, dafür endlich nicht mehr unterbezahlte Sklaven, sondern mit rund 14 Euro/h deutlich über dem Mindestlohn entlohnte Arbeiter. Diesen Fortschritt gibt es nur dank des enormen Wachstums dieser Branche.

    Halleluja - was ist denn hier los?


    Wie leben zum Glück und im Gegensatz zu weiter östlichen Regionen in einem funktionierendem Rechtsstaat. Der schützt sowohl Wirtschaftsinteressen (manchmal macht er das arg intensiv) und auch die Freiheitsrechte - da gibts nichts dran zu rütteln. Also darf demonstriert und gestreikt werden. Ohne Wenn und Aber.


    Dass betroffene Unternehmen nun laut schimpfen ist deren Recht und Pflicht. Ob die Demo oder deren Ziele sinnvoll sind, interessiert prinzipiell gar nicht. Es gibt weitaus dümmere und vor allem gewalthaltige Demos. Was nun Schaden, Nötigung, "Terrorismus" (alter Falter!) ist, wird die Justiz klären, dazu ist diese da.


    Meine Meinung zum Inhalt der Demo: Das Pferd wird am falschen Ende gezäumt - denn Ursache des Unmuts ist nur vordergründig die Nachtfrachtfliegerei, sondern dahinter steckt das globalisierte arbeitsteilige Wirtschaftsgefüge. Dies erfordert offenbar solche Hubs. Also wäre die Wirtschaft das Demoziel. Ob es was bringt? Ich glaube kaum.

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    der GroKo Plan, LEJ zur Nummer 1 zu machen, kommt - so schätze ich - nach der Erweiterung des DHL Hubs der Erfüllung recht nahe. Zu den heutigen Mengen kämen dann noch mal gut 30% dazu, dann ist Frankfurt in Sichtweite. Aktuell ziehen die allerdings schneller an (+28% im Mai, LEJ "nur" +18% bei 2/3 des Frankfurter Volumens). In Europa liegen noch Amsterdam knapp und Paris CDG deutlich vor uns. Neben DHL und amazon agiert ja noch die AirBridgeCargo, welche täglich mehrere Routen mit 747 fliegen.

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    Diese Unterschiede zwischen Leipzig & Dresden sind seit dem Zusammenbruch der Alt-Wirtschaft 1990ff typisch. Frühzeitig wurde mit der Chip-Industrie eine Schlüsseltechnologie an Land gezogen, passend zur TU Dresden. Leipzigs Uni ist (heute) Geisteswissenschaftlich geprägt, das war sie nicht immer. Schlägt sich auch auf die Vernetzung zur Wirtschaft durch.


    Ein Aber: Wenn es jetzt nicht die Dynamik getrieben von der Branche einfacher Jobs gäbe (Hotelerie nicht vergessen), würde sich rundherum auch nicht so viel ansiedeln / halten / entstehen. Kritisch zu sehen ist das gnadenlose Lohndumping in diesen Sektoren. Dies stoppte eben erst, als die Arbeitskräfte rar wurden. Werden sie allerdings so rar, dass ganze Betriebe auf dem Trockenen sitzen, dann würgt sich die Entwicklngsdynamik auch ab. Abgewürgte Wirtschaftentwicklung macht noch länger von Hilfszahlungen / Finanzausgleichen abhängig. Über Nacht gleicht sich ein 30 Jahre lang aufgebauter Rückstand nicht aus. Doch nach und nach entstehen auch Jobs im produktiven Sektor.


    Der Zuzug egal woher sichert das weitere Aufbauen der Wirtschaft insgesamt. Mehr Einwohner bedeuten auch mehr Jobs im besser bezahlten Bereich: Mehr Lehrer, mehr Ärzte, mehr Versorgung / Verwaltung etc.


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    Ich bin erstaunt über den Vergleich AfD - Grüne, als wären es Antipoden. Kurze Exkurs in die Politik. Eine AfD ist tiefste Provinzialität, weil diese zu wählen bedeutet, dass man seine Unzufriedenheit nicht anders auszudrücken vermag als den lautesten Schreihals anzukreuzen welcher bei Lichte betrachtet eine rechtsextreme menschenverachtende und krass rückwärtsgewandte Partei ist, weder mit Konzepten und erst recht nicht mit Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft ausgestattet. Mit mehr internationalem Weitblick ausgestattet ist leicht zu erkennen, dass es sattsam Gründe für Protest und Veränderungsdruck gibt. Doch weitaus intelligentere Formate zum Ankreuzen angeboten werden. Das Einwanderungsthema aus 2015 ist abgestorben, die arbeiten sich jetzt an der Pandemie ab und dann wird die nächste Sau gesucht... Je mehr davon Stimmen bei Wahlen bekommen, desto schwieriger wird eine Regierungsbildung, desto kompromissbehafteter und damit wenig schlagkräftig. Denn nicht aus Trotz sondern aus gutem Grunde sollten die nie in echte Verantwortung / Regierungsbeteiligung kommen. Zwar würde man schnell entzaubert sehen, was für Taugenichtse dahinter stecken, doch geraten auch sensible Daten / Zugänge und Informationen in Hände, die das nie bekommen sollten. 1932 hat man auch geglaubt, den österreichischen Spinner als Beruhigungspille die Kanzlerschaft zu geben, Folgen sind bekannt.

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    Hier muss ich wiederum widersprechen:


    Ganz verkehrt ist die Kritik nicht, dass Logistik-Schieber nicht DIE Nuggets in Sachen Kaufkraft sind. ABER. Durch die enormen Erweiterungen findet eben jener beschrieben Kampf um die Arbeiter über den Lohn statt. Während vor wenigen Jahren Dumping und Ausbeutung zum Aufstocken (zahlt die Kommune) führten und eben keinen Kaufkraftzuwachs brachten, sind die neuen Lohnlevel von 13 bis 14Euro/h enorme Verbesserungen, den alle Arbeitgeber mittragen müssen. Das ist eines der Ergebnisse des gewaltigen Wachstums. Ohne dieses wäre es echt mehr Hungerleiden. Und genau diese Wandlung setzt die Dynamik in Gang, dass der Zuzug nicht in Armut versaggert sondern den Familien mehr bietet wovon in 10 - 20 Jahren mehr Benefit erwächst für neue Ideen und neue Gründungen als weiterhin unterm Mindestlohn zu versauern.


    Korrekt ist auch, dass ich mich auf die Airport-Logistik bezog, halt weil ich da etwas minimalen Einblick habe. Die Ergänzungen zu anderen Branchen zeigen ja den Effekt von Wachstumstreibern. Mit dem Ausbau des DHL Hubs wie geplant auf 96 Standplätze (mehrfach genutzt mehr als 100 Jets / 24h) und dem amazon-Hub der PrimeAir mit geplanten 65 Flügen (meine Informanten sprachen da von Widebodies!) katapultiert sich LEJ durchaus an die Nummer 1 in Europa!

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    da muss ich widersprechen!


    In der Logistik-/Verladebranche braucht es Leute, die kräftig ziehen, schieben, zerren, heben und stapeln können. Das erfordert kein Studium, nur Durchhaltevermögen. Und soll keineswegs alle RampAgents als blöde hinstellen, es ist eine leicht anlernbare Tätigkeit. Wenn du im Berufsverkehr der DHL mitreist, siehst du die breite Streuung der Arbeiter.


    Provinzieller Mief entsteht durch wenig Kenntnis über die Welt außerhalb der sichtbaren Stadtgrenzen (des Tellerrandes), die Sichtweisen über den Tellerrand hinaus bringen naturgemäß alle Zuzügler aus größeren Entfernungen mit. Und mit Verlaub: Allein die Wahlergebnisse der Region (leider auch in Teilen der Stadt) zeugen von enormer Provizialität.

    ist es nicht egal, woher Menschen kommen? Erstens sind es alles Menschen und zweitens profitiert Leipzig mehrfach davon:

    - mehr Internationalität = weniger Provinzieller Mief

    - mehr Einwohner = Arbeitskräftepotenzial

    - weiteres Wachstum = beste Argumente gegen Blender und Untergangsverschwörungslenker.


    Arbeitskräftepotenzial muss in der Tat hoch gehalten werden, denn der Bedarf ist immens. Gehen wir zum Beispiel in der Logistikbranche davon aus, dass diese am Flughafen DHL verdoppelt (braucht dann gut und gern 2.000 weitere Leute zu den 6.000 bestehenden), gleichzeitig amazon mit PrimeAir sein EuropaHub in Vollbetrieb setzt (Personalakquise läuft im Moment, 2.000 Leute werden für den Start eingestellt) und beiersdorf im Norden ein Hub errichtet (400) usw usw... ergibt es inzwischen einen Kampf um die Resource Mensch über den Lohn. Mit 13.86 Euro brutto / Stunde wirbt Bezoz Truppe, mit 14 Euro/Stunde + Nachtzuschläge wirbt DHL diese wieder ab. Das sind nur zwei Player. Wenn kein Nachschub kommt, stirbt auch die wirtschaftliche Entwicklung in ihren Trends ab. Obwohl man dringend deren Steueraufkommen braucht. Tja, Wohnungen bauen muss forciert werden!

    Wenn die Informationen stimmen, kommt heute ca. 18 Uhr wieder einmal die AN225 als größtes Flugzeug der Welt vorbei. Flug ADB005F aus (Kiew)-Gostomel. (GML)


    Übermorgen vormittag (11 Uhr) solls als ADB005 weiter nach Accra gehen.

    der Otto-Runki-Platz ist sicher ein kleines Geviert, stadtklimatisch "nur" auf den unmittelbaren Bereich wirksam (entsiegelt z.B.) Wesentlich störender finde ich die Überbauung weil eben dieser Platz eine ansprechende Grüngestaltung hat. Die Notwendigkeit von Schwimmhallen ist unbestritten, doch nur 2 km Luftlinie entfernt ist die Schwimmhalle Nordost. Da sind Ecken wie Sellerhausen aus meiner Sicht schlechter versorgt, oder Reudnitz.

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    im Bestand bereits tausender neuer Einwohner bedeutet dies nach wie vor erst vor zur Tresckowstr. laufen und dann wieder die ganze Bahnsteiglänge zurück. Trotz weniger Meter Luftlinie in zahlreichen Fällen. So wichtig wie diese Anbindung ist, auch die S3 fährt derzeit NUR alle 30 Minuten. Ganztägige Verdichter könnten erst in Jahren dazu kommen.