Opernplatz 2 – Neubau 2025–27

  • Die Löcher zu den mutmaßlichen Katakomben unter der Neuen Mainzer Straße werden nicht etwa verschlossen, sondern offenbar in den Neubau integriert (Klick für die sehr hochauflösende Version):

    Bild: Pepper

  • Opernplatz

    Im südlichen Abschnitt der Baustelle ist jetzt das von epizentrum am 23. Mai vorausgesagte Wachstum des Rohbaus an mehreren Stellen voll im Gange:

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    Fotos von mir

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    Danke. Traurig ist allerdings, dass man es bis heute nicht geschafft hat, ein Bauschild mit Visualisierung anzubringen, damit alle Bürgerinnen und Bürger sehen können, was dort eigentlich gebaut wird. Am schönsten Platz der Stadt.

    Meiner Meinung nach sollte so etwas zusätzlich zum verpflichtenden Bauschild auch für Projektentwickler zur Pflicht werden. Transparenz wäre hier wirklich nicht zu viel verlangt. Oder warum macht man das nicht? Angst vor den Reaktionen? Ich verstehe es nicht.

  • Die erste vollständige Reihe der Betonstützen steht bereits. Umso erstaunlicher ist es und ja ich wiederhole mich da, dass am Opernplatz 2 noch immer kein Bauschild mit einer Visualisierung des Projekts zu sehen ist.

    An die Verantwortlichen:

    Ob Family Office, Lang & Cie, oder wer auch immer hier federführend ist: Wo bleibt die Visualisierung?
    Haben die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt kein Recht darauf zu sehen, was an dieser prominenten Stelle gebaut wird?

    Gerade an einem Ort wie dem Opernplatz, in direkter Nachbarschaft zur Alten Oper und mitten im Frankfurter Stadtraum, sollte Transparenz eigentlich selbstverständlich sein. Ein nüchternes Pflichtbauschild reicht hier nicht aus. In Frankfurt ist es längst üblich, größere Projekte mit einer Visualisierung vor Ort zu zeigen. Schon allein, damit sich Passanten ein Bild machen können.


    Kurz gesagt: Wenn dort schon gebaut wird, sollte man den Menschen auch zeigen, was dort entsteht. Alles andere wirkt unnötig intransparent.


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    Bild: Adama

  • Im Vergleich mit dem Bauarbeiter mit dem gelben Helm ergibt sich eine Höhe der Stützen im Erdgeschoss von ca. 6 Metern, das ist schon beachtlich.

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    Das fertige Gebäude wird die Baumwipfel der Taunusanlage knapp überragen. Die Aussicht vom Dach aus wird hervorragend sein.

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    Fotos: Beggi

  • Zum Opernplatz 2 gibt es inzwischen eine Projektwebsite mit Visualisierungen. Dort kann man sich zumindest einen Eindruck vom geplanten Gebäude verschaffen.

    Persönlich halte ich das Projekt allerdings für eine ziemliche Fehlplanung. Der Entwurf wirkt auf mich wie ein austauschbarer weißer Kasten und wird durch seine Höhe den Blick auf Four Frankfurt vom Opernplatz aus deutlich beeinträchtigen. Besonders schade finde ich, dass dadurch eine meiner Lieblingsperspektiven auf das Ensemble weitgehend verloren geht. Von Tower 4 wird künftig nahezu nichts mehr zu sehen sein, und bei Tower 1 verschwindet ein Teil des unteren Bereichs hinter dem Neubau. Dadurch geht die schlanke, elegante Wirkung des Turms aus dieser Blickrichtung weitgehend verloren.

    Auch entlang der Hochstraße wird die Sicht auf die Alte Oper erheblich eingeschränkt. Statt des heutigen offenen Blicks bleibt künftig nur noch ein vergleichsweise schmaler Blickkorridor zum Opernplatz. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen, auf eine Bebauung dieses Grundstücks zu verzichten und die Fläche der angrenzenden Taunusanlage zuzuschlagen. Das hätte diesem prominenten Ort deutlich mehr Aufenthaltsqualität verliehen.

    https://opernplatz2.de/location/



    Mod: Website und Visualisierungen sind hier bekannt.

  • Sorry, aber das ist doch kein rationales Argument - ein Grundstück in dieser Lage brach liegen zu lassen, nur um eine gewisse Sichtachse zu erhalten?

    Am wichtigsten Platz der Stadt gehört auch ein Gebäude das diesen umrahmt, unabhängig davon, ob man den Entwurf gut findet oder nicht.

  • Von einer Brache habe ich überhaupt nicht gesprochen. Mein Vorschlag war, die Fläche der Taunusanlage zuzuschlagen und als öffentlichen Grün- und Aufenthaltsraum zu gestalten. Das ist etwas völlig anderes als ein ungenutztes Grundstück. Gerade vor dem Hintergrund von Entsiegelung, Klimaanpassung und mehr Stadtgrün finde ich die Frage durchaus berechtigt, ob an jeder prominenten Stelle zwingend ein weiteres Gebäude entstehen muss.

  • noTh1ng hat aber trotzdem Recht. Der Platz braucht eine Einrahumung, Sichtachsen auf Hochhäuser können da nun wirklich kein Grund dagegen sein.

    Allerdings gehört an einen der wichtigsten und zudem letzten verbliebenen schönen Plätze der Stadt auch eine deutlich schönere Architektur, die bei Stil, Kubatur, Höhe, Dachform, Gliederung und Farbton deutlich bezug auf die anderen Gebäude des Platzes nimmt. Nichts davon leistet der aktuell vorgesehene Entwurf. Traurig, dass die Stadt das einfach so zulässt, und schlichtweg eine Frechheit vom Projektentwickler ausgerechnet hier ein regelrechtes Geheimnis um den Entwurf zu machen - offensichtlich weil man ganz genau weiß dass der Schrei der Entrüstung riesig wäre.

  • Naja, es ist ein schicker gelungener Bau und umrahmt die Ecke ziemlich passend. Ich wüsste jetzt nicht warum es deswegen in Frankfurt einen riesigen Schrei der Entrüstung geben sollte.

  • Zumal „umrahmt“ auch viel eher auf die Neue Mainzer Straße zutrifft als auf den Opernplatz. Um das vermeintliche Drama mal ein wenig zu entschärfen, hier eine kleine Übersicht auf Basis der Karte im Geoportal Frankfurt.

    Die Adresse Opernplatz 2 ist am Ende ja schon etwas mehr Marketing als reale Wirkung am Platz selbst. Der Neubau steht lediglich mit seiner recht schmalen Kopseite zum Platz und dies an seiner äußersten Ecke. Er wird zum größten Teil durch recht massive Bäume verdeckt und auch der Abgang zur U-Bahn separiert dieses Teilstück des Platzes nochmal vom Platz selbst. Eine wirklich begrenzende Wirkung des Platzes, ist optisch also eigentlich gar nicht vorhanden, da der Bau gefühlt dann doch recht weit abseits davon steht.


    Screenshot der Karte: geoportal.frankfurt.de | Edit: von mir

    Das heist natürlich nicht, dass man dort irgendein funktionelles (diesen wunderschönen Platz massiv abwertendes) Monstrum hin stellen darf, weil man es ohnhin kaum wahrnimmt. Aber davon sind wir ja mittlerweile weit entfernt. Wäre noch Luft nach oben gewesen – jep. Hätte es auch viel schlimmer kommen können – oh ja!

    Das Ding ist nun ohnehin im Bau und kommt so – macht also besser euren Frieden damit.
    Ich hoffe die Relativerung des letztendlichen Impacts auf den Platz selbst, hilft euch ein wenig dabei.

  • Die Frage ist nur, ob die Bäume davor erhalten bleiben oder nicht. Das erscheint zumindest fraglich, denn ein großer Retailer wie Hermes wird sich vermutlich ungern komplett hinter Grün verstecken. Zu hoffen wäre es trotzdem.

    Etwas anderes:

    Das Projekt Opernplatz Zwei wurde mit dem Real Estate & Architecture Award 2026 in der Kategorie „Architectural Design“ ausgezeichnet.

    Jury-Beurteilung:

    „Opernplatz Zwei überzeugt durch eine souveräne Verbindung aus städtebaulicher Präzision, eleganter Architektur und nachhaltiger Gebäudekonzeption. An einem der prominentesten Standorte Frankfurts fügt sich das Projekt respektvoll in das Umfeld der Alten Oper ein und setzt zugleich einen eigenständigen, zeitlosen Akzent. Die helle Natursteinfassade, die abgerundeten Gebäudeecken und die großzügigen Eckfenster verleihen dem Gebäude eine klare Identität. Gleichzeitig stärkt der Entwurf den Stadtraum entlang der Neuen Mainzer Straße und schafft durch Gastronomie, Handel sowie eine zweiseitig zugängliche Lobby neue Offenheit im Erdgeschoss. Das durchdachte Energiekonzept mit Fernwärme, Wärmepumpen, Geothermie und Wärmerückgewinnung unterstreicht den zukunftsorientierten Anspruch des Projekts.“

    Mehr dazu die Tage.


    ---> https://hammerschmidt.team/artikle/opernp…ture-award-2026

  • Kaum zu glauben. Jetzt würde ich gerne mehr darüber erfahren, wie sich die Jury zusammengesetzt hat, welche anderen Kandidaten in der Auswahl standen und nach welchen Kriterien ausgewählt wurde. Es ist keine Referenz in der Mitteilung angegeben.

    Einmal editiert, zuletzt von Gaube (6. Juli 2026 um 15:06)

  • Opernplatz 2

    Heute, im Vorbeigehn, konnte ich zum Opernplatz hin ein rasantes Höhenwachstum des Rohbaus feststellen.
    Zum Vergleich die Fotos von Europäer vom 17. Juni.

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    Rechts im Hintergrund sieht man, dass es auch am entgegengesetzten Ende der Baustelle weiter in die Höhe geht.