Beiträge von Äppler111

    Die (zu) massiv wirkenden Balkone an den recht filigranen Baukörpern geben den Wohngebäuden eine unangenehme Schwere, die dem eigtl. recht hochwertigen Ensemble einen merkwürdigen Hinterhof-Charakter verleiht.

    Das war auch mein erster Eindruck von den schweren dicken bunkerartigen Balkonen. Aber dann kam der Einwand, dass die Bewohner Privatsphäre bräuchten. Nun ja, auch ich habe einen Balkon in der ersten Etage, der aus einer Betonplatte mit luftigem Geländer besteht, und es ist viel heller und freundlicher ohne Lebensqualität einzubüßen. Ein schwarzes oder dunkelgraues mattes Geländer hätte hier an dieser Stelle Wunder gewirkt, die Fassade wäre viel freundlicher und offener.

    Die Züge nach London dürfen nicht von normalen, öffentlich zugänglichen Gleisen verkehren. Die Bahnsteige müssen komplett getrennt und umzäunt sein. Passagiere erhalten nur Zugang nach einer Pass- und Gepäckkontrolle mit Röntgengeräten wie am Flughafen, übrigens durch britisches Zoll- und Grenzpersonal. Für all diese Geräte und Personal muss ausreichend Platz vorhanden sein und bedingt daher größere Umbauten an einem der Bahnsteige.


    Ein Brexit hat mit der Zukunft der ICEs nach London nichts zu tun, es hängt alleine an den Business-Plänen der Bahn, ob diese Züge in die Strategie der DB Fernverkehr passen. Momentan hat die Bahn keine positive Kosten-Nutzen-Rechnung und somit kein Interesse. Aber das kann sich jederzeit ändern. Von daher kann Bahnsteig 1/1a immer noch dafür freigehalten werden.

    Die beiden Flughafenbahnhöfe sind noch lange nicht an der Kapazitätsgrenze. Der Fernbahnhof verträgt noch einiges an Passagieren und Zügen. Und wenn mal innerhalb von 20 Minuten vier Züge nacheinander nach Köln fahren wollen fasst man eben zwei zu einem Flügelzug zusammen, wie die Amsterdamer und Brüsseler ICEs, die sich dann erst in Köln abkoppeln. Der Regionahnhof verträgt ebenso noch mindestens zwei Zugpaare pro Stunde mehr, eher drei.

    Es gibt viele Gründe für Kostensteigerungen: Absichtlich von Baufirmen zu niedrig kalkulierte Kosten um die Ausschreibung zu gewinnen, Inflationsrate ist vier mal so hoch wie noch vor drei Jahren, Lohnkosten sind extrem gestiegen, längere Bauzeiten durch strengere Umweltvorschriften, strengere Lärmvorschriften und bessere Sicherheitsvorschriften, kurze Strecken kosten verhältnismäßig mehr als lange Strecken, usw usw.


    Ausserdem, Tunnelstrecken kosten fast überall mehr als früher. Also wenn schon Paris als Gegenbeispiel genannt wird habe ich auch ein anderes Beispiel: Die San Francisco U-Bahn kostet 920 Millionen Dollar. Pro Meile!

    Andere echte Europäische Metropolen sind aber viel großer als Frankfurt und können die Innenstädte meiden. Die haben ganz andere Probleme. Finde mal z.B. in Paris in den Arrondissements 1 bis 7 eine Fläche für ein Hochhaus. In Frankfurt müssen Hochhäuser nicht auf die Außenbezirke ausweichen.


    Wenn ich denke, dass in den 70ern z.B. das Shell-Hochhaus nur das erste einer ganzen Kette von Hochhäusern in den Außenbereichen der Stadt hätte werden sollen graust es mir richtig.

    Wenn wir die Kostensteigerungen mitberechnen, die es bei solch großen Projekten immer wieder gibt, werden wir zufrieden sein wenn es unter einer Milliarde Euro bleibt. Das ist aber für eine Stadt wie Frankfurt schon ein Brocken. Da muss sich das ganze Rhein-Main Gebiet und der Staat Hessen beteiligen wenn es finanziell gestemmt werden soll. Sonst kommen gleich die Gegner mit ihren "wie viele Krankenhäuser und Schulen könnte man damit bauen"-Schildern. Obwohl, die kommen bestimmt auch so.

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    Das geht höchstens für Bahnnetze, wo alle Wagen die Türen immer an den selben Stellen haben. Also eher Metros. Bei der Bahn gibt es alleine für den ICE sechs verschiedene Varianten, mit verschiedenen Abständen zwischen den Türen, mit nur einer Tür pro Seite usw. Dann gibt es umgekehrte Wagenreihungen, Ersatzzüge mit komplett anderem Wagenmaterial usw. Dann gibt es noch viel mehr Variationen bei den ICs und ECs.

    Ich sehe ihr habt keine Kinder im Kindergartenalter. :)


    Der Spielplatz ist toll und modern, besser als die meisten die ich besichtigt hatte. Und es hatte keiner einen Sandkasten. Verständlich, denn es ist sehr mühsam den Sand aus den Klamotten und Schuhen der Kinder zu bekommen bevor es wieder in die Räume geht.


    Also alles ok hier. Wir sollten über jeden Kindergarten frog sein, gerade in Frankfurt, wo nicht jeder so großzügig, modern, schick, und schön gelegen ist wie dieser hier.

    Ich finde den Hydranten sehr passend. Ich denke, dass ihn nur die wenigsten Passanten bemerken werden, weil er vom Stil her wirklich gut da hinpasst. Wäre er in der Farbe des Brunnengeländers anstatt wie frisch gegossen würde man denken er ist so alt wie die Häuser. :)