Beiträge von sweet_meat

    Danke für den Fund der tollen Zusammenfassung. Ich favorisiere ganz klar die Varianten 2 oder 3, die Variante 2 scheint mir dabei bisher vom Gesamtkonzept am stimmigsten und auch am weitesten ausgearbeitet. Die neue Oper (in die Straßenflucht gedreht ist) am Sparkassen-Areal sitzt perfekt und beim neuen Schauspiel (ebenfalls an die Neue Mainzer gedreht), ermöglicht sogar ein wneig Park zurück zu gewinnen. Bitte gerne genau so machen.

    Variante 1 finde ich bei Weitem am schlechtesten, da der Eingriff in das Wallservitut zu hoch und ja eigentlich auch absolut unnötig und überflüssig ist. Die Variante wird mit dem neuen Kräfteverhältnis im Römer, aber sicher auch gerade deshalb nicht realisiert.

    Variante 4 stelle ich mir organsiatorisch am kompliziertesten vor. Man kann ja hier nicht Stück für Stück vorgehen, wie bei der Realiserung von zwei getrennten Spielstätten sondern muss Beides komplett schließen und erst mal tabula rasa machen.

    Hier hat es in Laufe der letzen Tage auch bereits ordentlich Luft gegeben.

    Auf dem zweiten Bild wird auch nochmal deutlich, wie sehr der bereits erwähnte Bestandsbau (Allerheiligenstraße 3|links im Bild) ein würdiges Pendant auf der Gegenseite nötig und verdient hat. Umso schöner, dass wir jetzt auf einen eben Solchen zu steuern.

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    Bilder von mir.

    Wahrscheinlich trifft mich jetzt gleich der Schlag oder ein Shit-Storm, aber ich finde die frei gelegte Front der Neun Mainzer Straße eigentlich ganz nett anzusehen und dachte in den letzten Tagen der Abbruch bereits, dass die Straßenfront mit der dahinter anschliessenden Skyline eine ganz nette Wirkung hat. Könnte man doch fast so lassen – flux den Park verbreiten, vielleicht um die Häußerflucht der Goethestraße aufzunehmen ein kleiner, zweistöckiger Pavillion oder ein Cafe, Terasse davor, Grün drum herum – fertig!? :p

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    Bilder von mir.

    Ist natürlich illusorisch und wird nicht passieren, aber ich fände es tatsächlich ganz nett, wenn die dem Park zugewandten Gebäudeseiten in Zukunft auch mehr wie Fronten behandelt und diese weitgehend zum Park hin geöffnet würden. Derzeit endet der Park leider viel zu oft an Mauern, Hinterhöfen und abweisenden Rückseiten.

    Die Tatsache dass man so eine Welle macht und dem Ganzen eine „angmessene Präsentation“ ermöglichen möchte, ist ja ein starkes Indiz dafür, dass man sich dessen durchaus bewusst ist. Würde man jetzt all das Brimborium machen um dann nur das Modell eines 160er Investoren-Klotzes zu enthüllen, wäre es ja umso schlimmer und man hätte sich selbst sicher keinen Gefallen damit getan.

    Wenn man weniger als erhofft und gefordert bauen wollte, würde man das sicher eher zeitnah tun und ggf. versuchen das mit Corona-bedingt, unsicheren wirtschaflichen Aussichten zu begründen.

    Gefällt, Gefällt sehr gut. Wirkt sehr großstädtisch aber doch auch nicht zu brachial, sondern kleinteilig und lädt zum verweilen ein. Erinnert ein wenig an klassiche Straßenzüge in Paris oder Madrid.

    Ich freue mich vorallem auch schon auf die Kombination des neuen Kopfbaus (links im ersten Bild) mit dem gegenüberliegenden historischen Gebäude (Klick zu Google StreetView). Die Allerheiligen Straße 3 (hoffe die Adresse stimmt) ist meines Erachtens eines der schönsten historischen Gebäude der Stadt und wurde viel zu lange vernachlässigt. Nun rückt dieses Gebäude durch diese Stadtreparatur der Extraklasse wieder in ein würdiges Umfeld.

    Wenn dann noch die zuvor (im Zeil-Thread) erwähnte Anbindung an die Zeil kommt und die Revitalisierung sowie der Gestatungswille in beide Richtungen ausstrahlt, bin ich wunschlos glücklich.

    Ich habe mich gerade gefragt, ob es nicht Sinn machen würde die im Zuge des Main Yard Projekts neu enstehende „Grüne Gasse“ bis an die Zeil heran zu verlängern. Das würde das (derzeit gefühlt noch im Hinterhof) entstehende Quartier noch wesentlich attraktiver anbinden und für eine ordentliche Belebung der Ecke sorgen.


    So weit ich weiß wäre das theoretisch auch gar nicht mal so kompliziert, da einer solchen Anbindung an die Hauptgeschäftsstraße lediglich das Gebäude der ehemalichen Stadtbibliothek im Weg steht. Das war zwischenzeitlich mal an einen 1-Euro-Shop (EXPO Zeil) vermietet, steht jetzt aber wieder leer und müsste ja eigentlich eine städtische Liegenschaft sein, oder?


    Zum besseren Verständnis habe ich den Gedanken mal flott unter der Zuhilfenahme der DAF-Prokjektkarte und Google-Maps visualisiert...

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    Quelle: DAF-Prokjektkarte | Google-Maps – von mir editiert

    Hahaha RYAN-FRA , 179 Meter wären tatsächlich eine Katastrophe.
    War nicht die Rede davon, man möchte auf jeden Fall die Höhe des Messeturms übertreffen?

    Das wären ja dann 256,5 Meter + X oder?

    270 - 280 Meter wären schon nice? Wenn er diese Höhe bekommt fände ich auch eine Verjüngung gut, gerne auch eine Verfüngung zur Antenne als Abschluss - sowas wirkt eigentlich auch immer gut. Von der Kubatur her könnte ich mir gut sowas wie den Gran Torre in Santiago (click Wikipedia) oder den Wilshire Grand Tower in LA vorstellen.

    Und wenn es denn doch wieder mal gestapelte Kisten (wovon auch ich grundsätzlich so gar kein Fan bin) werden sollten, dann bitte wie beim Maha Nakhon in Bangkok (click Wikipedia).

    Ich bin schon sehr gespannt und hoffe mal auf keine weitere quadratische Kiste mit einem einfallslosen Überhang oder minimalistischen Knick.

    Hatte ich auch so verstanden Regent – alles jut. :p

    Tja, der Steurgeld verbrenndene Banker und der Steuergeld versprühende Sprayer sind sicherlich zwei sehr gegensätzliche Pole. Beide scheinen jedoch zu tatsächlich zu glauben (oder sich einzureden), dass sie schaden lediglich irgendwelchen abgehobenen Großkonzernen oder der Regierung schaden – dabei triffts unterm Strich uns alle: Omas Rente, das Schulklo der Kids, Schlaglöcher vor der Haustür...

    Vielleicht ist ja tatsächlich die „Tja, so ist die Welt halt.“-Haltung von uns allen (da nehme ich mich nicht aus) auch ein Teil des Problems. Die Tatsache dass wir als Gesellschaft alles einfach achselzuckend akzeptieren, so manch Fehlverhalten augenscheinlich sogar noch belohnt und gefeiert wird, ist da sicher nicht hilfreich. Für manche Dinge (und dazu sollte auch Sachbeschädigung und Vandalismus gehören) sollte man sich eher schämen, als sich auch noch damit zu brüsten wie geil man doch ist. Aber ich glaube ich/wir driften damit vielleicht ein wenig zu sehr ins philosophische ab.

    Zurück zur City... Die derzeitig rapide Zunahme an Graffity und Tags, ist ja mit ziemlicher Sicherheit auch der Abwesenheit anderer Menschen auf Grund des Lockdowns geschuldet. Im öffentlichen Raum könnte das bei einer Wiederbelebung der Straßen und Gassen sicher auch wieder etwas nachlassen oder sich zumindest ein wenig zurück auf Brücken, Unterfrührungen und Industiegelände zurückziehen. Was die Gleisanlagen bzw. U- und S-Bahnhöfe der Bahn betrifft, wirds über kurz oder lang wahrscheinlich auf eine Video-Überwachung wie in anderen Ländern raus laufen, oder? Die Diskussion um Drehkreuze am Eingang gabs ja schon öfter und die wurde meines Wissens jedes Mal als zu kosteninesiv abgebügelt.

    ...relativ normale Typen mit normalen Jobs...

    ...die es cool finden auf diese Weise unser aller Steuergeld zu verplempern und es somit auch in Kauf nehmen, dass dringend nötige Investionen an anderen Ecken (z. B. Schulsanierungen, Gesundheitswesen, Infrastruktur,...) nicht möglich sind! Sorry, aber als „NORMALE TYPEN“ würde ich die jetzt vielleicht nicht unbedingt bezeichnen!?

    Natürlich nicht. Es besteht aber ja trotzdem generell eher ein anhaltender Mangel an Wohnenraum, als im Büro- und Hotel-Segment. Und durch die Pandemie angestoßenen strukturellen Veränderungen in beiden Segmenten, wird sich das ja mittelfristig nicht unbedingt ändern, oder?

    VIelleicht bin ich ja auch zu naiv, aber wäre es dann nicht eher an der Zeit den Wohnanteil in neuen Projekten signifikant zu erhöhen um vielleicht auch einfach ein wenig Druck aus dem ohnehin angespannten Markt zu nehmen? Selbst wenn dies vielleicht nur mittelfristig und über Umschichtungen passiert? Der Frankfurter der sich im Riverside oder PDT eine Wohnung genommen hätte, würde ja dann im Zweifel nicht auch noch im Westend oder Nordend suchen und dort den qm-Preis in die Höhe treiben. Das wäre natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber besser als nichts.


    Natürlich könnte man jetzt auch argumentieren, dass durch die Schaffung moderner Büroflächen, nicht mehr zeitgemäße Büroflächen frei werden die man dann wiederum im Wohnraum umwandeln könnte... Aber hier ist das Marksegment-Argument ja auch wieder das gleiche und auch hier würde man erst über einige Umwege zur Ertlastung des Wohnungsmarkt kommen. Im Zweifel muss man ja ohnehin Beides tun um nachhaltig gegen zu steuern.

    Ich fürchte einfach die Tage der reinen Hotel- oder OfficeTower sind mittelfristig gezählt, weil der Flächen-Bedarf so nicht mehr gegeben sein wird, oder?

    Mod: Drei Beiträge einer allgemein gewordenen Diskussion aus dem Thread zum Union-Investment-Hochhaus hierher verschoben.



    Ich frage mich tatsächlich gerade warum auf einmal wieder bevorzugt Büros und Hotels gebaut werden, wo doch gerade deren Auslastung nach Corona ja keineswegs als sicher gilt...

    BÜROS: Sollte sich der Trend zur Remote-Arbeit vortsetzten, wovon man ja wahrscheinlich ausgehen kann, würde die Nachfrage im Bürosegment doch ziemlich einbrechen, oder?

    HOTELS: Sobald man wieder ohne Einschränkungen Reisen kann, wird der Hotelsektor zwar sicher wieder hoch fahren. Aber auch hier werden höchst wahrscheinlich wesentlich weniger Geschäftsreisende absteigen als in der Vergangenheit und die waren ja zuvor die Umsatztriber in den Hotels oder? Zumal mit den Veränderungen der Messen auch hier keine extrem besucherstarke Wochen anfallen, oder?

    WOHNRAUM: Wohingegen der Mangel an Wohnraum ja immer noch immens und die Nachfrage extrem hoch zu sein scheint, oder hat sich das gelegt!?

    Nun ja, wenn jemand stumpfsinnig auf Randale und Zerstörung aus ist, lässt sich das wahrscheinlich tatsächlich nur schwer bis gar nicht vermieden.


    Gerade die Tags dauern in der Regel ja nur wenige Sekunden und sehen halt leider auch demensprechend aus. Ich finde Street Art an sich super – aber dieses infantile Gekritzel hat ja nichts mit einem künstlerischem Ausdruck oder einer gesellschaftskritischen Haltung zu tun. Mich würde aber tatsächlich mal interessieren, was so im Kopf von „Taggern & Co.“ vorgeht. Was wollen Sie mit dem Geschmiere denn überhaupt bezwecken? Für was soll es gut sein oder wem soll es schaden?

    Die Kosten dafür tragen am Ende ja wir alle, also auch die Verusacher selbst oder deren Familie und Freunde. Entweder müssen Steuergelder (die an anderer Stelle dann leider fehlen) dafür genutzt werden, das Geschmiere im öffentlichen Raum zu Entfernen. Private unternehmen wie z. B. die Bahn (um mal wieder den Bogen zurück zu Diskussion zu schalgen) wird die Instandhaltung von deren Anlagen unterm Strich ja sicher auch über die Preisgestaltung der Fahrpreise wieder rein holen. Das Ganze ist also nicht nur nicht schlau, sondern auch übelst asozial.

    Wenn es dabei wirklich nur um ein wenig Fame und Anerkennung innerhalb der Sprayer-Szene geht, wäre das ja echt ein wenig armselig, oder? Hier sind ja anscheinend auch einige Leute mit Verbindungen in die Szene dabei, ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren.

    Da kann ich Dich beruhigen, der größte Turm steht gar nicht dirket neben der Commerzbank, sondern im etwas zurück versetzt im Areal. Am nächsten an dem CoBa-Tower dran, müsste der zweit größte Turm stehen.

    Allerdings lässt es ich natürlich nicht vermeiden, dass es aus einigen Perspektiven so wirkt als wäre der größte Trum näher dran. Hier würde es dann aber optisch auch kaum einen Unterschied machen, wenn der größte Turm der auf dem Areal am weitesten weg stehen würde. Auch dann würde sich aus zwei Blickwinkeln der gleiche Effekt beobachten. Genauso wie sich die Türme aus zwei Blickwinklen gegenseite nahezu komlett verdecken werden.

    Wow. Danke für diese super strukturierte und verständliche Erklärung. Jetzt ist sogar bei mir der Groschen gefallen.

    Nur jetzt frage ich (als absoluter Looser-Laie, sorry falls die Frage blöd ist) mich: Wie verbindet man denn dann die Decken mit den bereits fertigen Stützen, die werden ja sicher nicht nur durch die Tallierung an Ort und Stelle gehalten, oder?

    Es ging glaube ich auch eher darum, dass das Kürzel „EU“ für „Europäische Union“ steht und nicht für den Europäischen Kontinent oder eben Europa im Allgemeinen. Die von mir verlinkte Liste heißt daher auch „Liste der Hochhäuser in Europa;)

    Wollte auch niemanden über geografische Gegebenheiten zu belehren, sondern eher das Missverständniss zwischen Euch Beiden ausräumen. Sorry, wenn das falsch rüber kam.

    Ich kann mit den Rekorden tatsächlich gar nicht so viel anfangen und bin spätenstens seit Dubai die Skala des Vernünftigen gesprengt hat, eher raus.
    Aber ich fürchte Ihr redet gerade aneinander vorbei. Russland liegt zwar zum Teil (u. a. Moskau) auf dem europäischen Kontinent ist aber ja nicht Mitglied der EU.

    Höchstes Hochhaus des Europäischen Kontinents ist also natürlich nicht drinne, aber höchste Hochhaus der Europäischen Union ist kein Problem. Dafür brauchen wir noch nicht mal bauen, das haben wir demnächst ohnehin schon. Wenn Großbritannien am Ende des Jahres die EU verlässt und „The Shard“ in London (mit seinen 306 Metern strukturelle Höhe) aus der Liste fällt, steht der gute alte „Commerzbank Tower“ (mit seinen 259 Metern struktureller Höhe) wieder auf Platz 1 der Europäischen Union.

    Dazu hier auch ein Link zur „Liste der Hochhäuser in Europa“ auf Wikipedia.

    Selbst wenn es am Ende nur noch schäbige Plätze geben würde, würden die Kids doch trotzdem nachts irgendwo auf der Gass abhängen. Zumindest solange der Corona-Notstand weiter besteht, die meißten Clubs und Parties dicht sind, wird sich da sicher nicht viel dran ändern.

    Hier müßte man eher ein wenig über Dinge wie Etikette im öffetnlichen Raum, Rücksicht auf Mitmenschen, soziales Verhalten reden. Da liegt derzeit so einiges im Argen und halbstarke Rühestörer sind dabei nur ein Problem von vielen.

    Das ist aber sicher kein Problem das man über abweisende, unwirtliche Plätze mit geringer Verweildauer lösen wird.

    Salopp gesagt: Ich zeihe doch auch nicht auf 'ne Müllhalde, nur damit meine nervigen Bekannten nicht mehr zu Besuch kommen!?