Beiträge von sweet_meat

    Der AfE-Turm (Link zu Wikipedia) auf dem Campus Bockenheim, zuletzt wegen seines markenten Grafittys auch Elfenbeinturm genannt, dürfte der letzte Riese sein, der gallen ist. Er wurde am 2. Februar 2014 gesprengt und machte Platz für die Entwicklung des One Forty West (Wikipedia-Link). Erbaut wurde er bis 1972, er wurde insgesammt also 42 Jahre alt.

    In der Regel werden die Hochhäuser in Frankfurt allerdings eher revitalisiert und umgebaut als abgerissen. Und ich könnte mir vorstellen, dass sich diese Tendenz im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und die Diskussion um „graues Gold“ (gerade bei Großprojekten wie HH) auch noch weiter verfestigt.

    Ich kann mir die Aufstockungen auch noch nicht so richtig vorstellten, da ja nicht nur die Struktur eines Gebäudes erweitert werden muss, sondern auch die Technik (wie Aufzüge, etc.) noch erweitert werden müssen. Vielleicht ist das auch einfacher als ich es mir jetzt vorstelle, aber in meinem Kopf ist das alles auf die aktuelle Gebäudehöhe optimiert und nicht so einfach erweiterbar.

    Allerdings habe auch irgendwie im Hinterkopf, dass zumindest bei einem der nun möglichen Aufstockungs-Kadidaten (ich meine es war der Marienturm, kann mich aber auch irren), während der Gründungsphase mal die Diskussion aufkam, dass dort sehr viel massiver Unterbau für ein nicht allzu hohes Gebäude zum Einsatz kam!?

    Ich frage mich schon seit einiger Zeit was eigentlich aus dem Projekt „Umbau, Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Ludwig-Börne-Schule in der Seilerstraße 36“ geworden ist. Das Gebäude steht seit weit über 10 Jahren leer und dort passiert leider überhaupt nichts. Was schon recht seltsam ist, wenn man bedenkt, dass zur gleichen Zeit erwogen wird auf Grund von extremen Platzmangel externe Flächen zu astronomischen Preisen (z.B. auf der Zeil, Industriehof, etc. ...) anzumieten!?

    Die ursprüngliche Projektlaufzeit war mal für 2012-14 angegeben. Nachdem damals aber lediglich ein gelinde gesagt recht „unausgegorenes“ Wettbewerbsergebnis der Baufrösche präsentiert wurde, verschwand das Projekt in Gänze von unserem Radar und aus der Öffentlichkeit.

    Im Zuge meiner Recherche zum Thema, bin ich nun auf der Webseite der Baufösche über eine (nun ja nennen wir es mal) „Weiterentwicklung“ des Entwurfs mit dem Projektjahr 2025 gestoßen. Das Einzige, was ich auf Basis der recht mangelhaften Datenlage dem Entwurf bisher abgewinnen kann, ist die Öffnung des Grundstücks zum Park hin. Der Rest trifft jetzt nicht so unbedingt meinen Geschmack. =O

    Ich verstehe zudem auch nach über 10 Jahren immer noch nicht so ganz, warum man ausgerechnet diese Seite des Gebäudes für die Erweiterung verwendet. Könnte man nicht auch genauso gut den Vorplatz zum Friedberger Tor hin als Erweiterungsfläche nutzen und den Schulhof auf die nun verplante Fläche versetzen. Den so enstehenden Innenhof könnte man dann auch gut zum Park hin öffnen und die Schokoladenseite des Gebäudes bliebe dabei unverbaut.

    Nun ja, das angekündigte erste Quartal hat ja immerhin noch 27 weitere Tage.
    Dann wäre allerdings auch dieser Zeitrahmen mal wieder verstrichen. :rolleyes:
    Hoffen wir einfach mal das Beste.

    Vielleicht läuft das Ganze ja nach dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut!“ und der Inhalt wird phänomenal.
    Dann wäre ich trotz der mehr als vier Jahre Verspätung wieder recht versöhnlich gestimmt. 8o

    Das war zwar nicht ganz das was ich im Sinn hatte, als ich von einer recht einfach zu erreichenden Verbesserung mit wenig Aufwand und überschaubarem Budget schrieb. Aber besten Danke für die Anregungen und die aufwändingen Visualsierungen.

    Ich habe jetzt dann auch mal flott visualisert, was mir vorschwebte. Hat mangels Zeit und fehlender Upload-Datenbank nur ein wenig länger gedauert.

    Zum Einstieg erst mal das Ganze als GIF anmiert, ich denke Stufe zwei würde schon einen gehörigen Unterschied machen und das mit recht einfachen Mitteln. Man könnte das vertikale Fenserband in der Mitte des Gebäudes Aufgreifen und auf der Spitze optisch fortführen. Sicher nicht kompliziert zu bewerkstelligen und kann ja nach Materialität teurer aber auch günstiger ausfallen. Meines Erachtens nach, ein easy Task.

    Noch feiner wäre es natürlich, wenn man die reduzierete Art Deco Anlehnung bis zur Spitze hin fortführt und dem Ganzen einem sich verjüngenden Abschluss mit zentrierter Antenne gönnt, wie in Stufe drei visualisiert. Dadurch würde man dann ggf. auch keine maximale Nutzhöhe überschreiten, oder?

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    Und da die GIF-Umsetzung zwar nett zum direkten Vergleich aber natürlich auch immer ein wneig pixelig ist, hier die zwei Varianten auch nochmal als JPGs.

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    Originalmotive: Groß und Partner, Bearbeitung: sweet_meat

    Die Materialität habe ich hierbei jetzt erst mal komplett außen vor gelassen und mich lediglich auf die Kubatur bzw. Rohform konzentriert. Je nach Materialmix oder Anmutung, kann das Endergebnis dann natürlich noch mehr oder weniger veredelt werden. Aber ich denke selbst mit den Verblendblechen des Technikaufbaus (wie hier verwendet) erkennt man bereits, dass da noch was geht, wenn man denn will.
    8o

    Nun ja, es wäre jetzt sicherlich auch kein Problem gewesen, die nun leider recht uninspirierte Box noch irgendwie ansprechend zu gestalten. Das müsste man ja nicht als massiven Betonaufbau machen, sondern könnte auch sicherlich schon recht viel mit ein paar Metallstreben und Verblendungen erreichen. Kann mir kaum vorstellen, dass gerade der Part nun Budgetär unmöglich sein sollte.

    Da lags wohl eher am Willen. Wirkt ein wenig so, als wäre nach der Pflicht die Luft raus gewesen und die Kür ist dann quasi auf der Strecke geblieben.

    Nun ja die Busse zind ja zum Teil auch die Gray Line „Hop On/Off“ Sightseeing-Busse, die brauchen nun mal Stops in der City. Unkomplizieret zu zentralen Anlaufpunkten und Sights zu gelangen ist ja gerade deren Konzept und die Paulskirche, Römer, Altstadt und Co. sind ja nunmal Sights.

    Selbst wenn wir nur die Parkhäuser mit Tempo 30 anbinden, wird da ordentlich Betrieb herrschen. Der tägliche Rückstau vor´m Parkahus am Konmarkt ist immens und die Verkehrssicherheit für die Fahrräder ohne gesonderten Radstreifen nicht unbedingt sehr hoch.

    Ich verstehe Deinen Ansatz thom66 . Mir erscheinen die relativ geringen 2-3 Meter, die man dadurch noch raus holen würde, allerdings zu gering für den riesen Aufwand der dahinter steht und die zusätzlichen Komplikationen die der Umbau nach sich zieht.

    Gerne, die Übersicht hatte schon ein paar Tage auf'm Buckel und ist aus einem noch sehr frühen Stadium der Bebauungsgerüchte bzgl. dieser Ecke. Daher lag sie zum Glück bereits auf abload bevor die Schotten dicht gemacht wurden und ich habe sie jetzt hierfür einfach recycelt.

    Die möglichen Bebauungsorte sind dabei keine offiziellen Angaben aus irgendeiner Stelle, sondern entspringen eher meinen Schlussfolgerungen und Vor-Ort-Beobachtungen. Ursprünglich ging es mir bei der Kartenerstellung auch eher darum aufzuzeigen, dass diese Ecke eher ein suboptimialer HH-Standort ist. Hier muss vorraussichtlich immens in die eigentlich unter Schutz stehende Bestandsbeauung eingegriffen werden, wärend schräg gegenüber (Ecke Friedensstraße / Weißfreuenstraße in Grün) ein kompletter Block mit qualitativ nicht besonders herausragender Architektur und stetig wechselnden Mietern oder Leerstand vor sich hin vegetiert.

    Wenn es tatsächlich nur die beiden rort markierten Gebäude trifft, könnte ich mich ggf. noch irgendwie damit anfreunden. Das rechte Gebäude, die Neue Mainzer Straße 31 (auf Wiki) könnte streng genommen auch jetzt schon lediglich eine vorgebaute Fassade sein. Aber die ehemalige Geschäftskundenfiliale der Commerzbank (Kaiserstraße 30 auf Wiki) sollte meines Erachtens auf alle Fälle komplett erhalten werden.

    Was die Höhe betrifft, so hatte ich da tatsächlich eine falsche Höhnangabe übernommen. Danke fürs Korrigieren Äppler .

    Die richtigen Abgaben sind:

    TaunusTurm mit 170 m

    EuroTower mit 148 m

    Global Tower mit 108 m

    K26 mit 75 m

    TT-Wohnhochhaus mit 63 m


    Dann würde ich mir (rein auf Basis der umliegenden Höhen) ca. 130 Meter oder höher als der TT wünschen. Allerdings ist das Ganze ja auch kein Wunschkonzert und TS hat da sicher noch einige wesentliche relevantere Aspekte als nur die optische Höhenstaffelung zu berücksichtigen.

    Auch wenn ich selbst kein Freund von Spielotheken bin Äppler , würde ich mal behaupten, dass der fragwürdige Mieter noch lange kein Grund ist, das Gebäude abzureissen. Das Haus Frankfurt (Neue Mainzer Straße 24 auf Wiki) ist in der Liste der Baudenkmäler, das direkt angenzende Pallazo Wallot (Neue Mainzer Str. 26 / Kaiserstr. 25 auf Wiki) ebenso und die Beiden sind zudem noch in einem Block mit dem Junior Haus (Kaiserstraße 19 auf Wiki). Das in dem Block irgendwas passiert ist daher recht unwahrscheinlich. Wenn überhaupt trifft es die Zeile zur Friedenstraße hin (auf der Übersicht unten in grün gekennzeichnet), welche kein großer Verlust wäre.


    Umso mehr wundert es mich das das genannte Areal jetzt in den Blick der Entwickler rückt. Denn auch die ehemalige Geschäftskundenfiliale der Commerzbank (Kaiserstraße 30 auf Wiki) sowie die Neue Mainzer Straße 31 (auf Wiki) sind auf der Liste der Baudenkmäler. Bei Ersterem werden sogar eplizit „originale Fenster- und Portalgitter sowie Interieurs“ erwähnt. Das kann am Ende ja nicht nur die Fassade erhalten bleiben, oder?

    Ich fände es echt sehr schade, wenn es hier wieder auf eine unwürdige, vorgehängte Fassade raus laufen würde.

    Aber ich Stimme Dir insofern zu, dass wenn schon gebaut werden würde, dann müsste es zumindest eine vernünftige Höhe, mit Staffelung gegenüber den direkten Nachbarn sein.

    Direkt daneben sind:
    TaunusTurm mit 170 m
    EuroTower mit 138 m

    Global Tower mit 108 m

    K26 mit 75 m
    TT-Wohnhochhaus mit 63 m


    Dementsprechend würde mal sagen, er sollte schon irgendwo bei ca. 150 Metern einparken.

    Es würde mich aber auch ohnehin wundern, wenn die Entwicklung hier plötzlich so maßgeblich vom „Tishman Speyer Pattern“ abweicht. Bei den aktuelleren Projekten waren das immer und die 170-180 Meter, eine einfache quadratische Grundform, durch einen gestalterischen Kniff (abgekantete Spitze, Fuge die den Baukörper optisch teilt, etc.) visuell aufgewertet. Stets optisch ansprechend und trotzdem eine recht hohe Rentabilität – würde mich wundern wenn's hier anders werden würde.

    Hier noch mal eine etwas ältere Karte, die die theoretisch für Entwicklungen in Frage kommenden Flächen im Umfeld in Grün eingezeichnet hat. Gelb wären theoretisch auch mögliche aber unwahrscheinliche Kandidaten und die Rot markierte Ecke ist die um dies es geht. Wobei die Ecke selbst das Einzige Gebäude ohne Denkmalschutz ist. Das zweite Gebäude rechts davon ist die als Kulturdenkmal aufgelistete Neue Mainzer 30.


    kanndasweg2b9dgq.jpg
    Screenshot: Google Maps | Markierungen von mir.

    Hier auch mal der Link zur kompletten Liste der Baudenkmäler auf Wikipedia.

    Vorab – Ich weiß nicht so wirklich wie die Situation vor Ort ist und ob es sinnige Alternativen für Menschen mit Geheinschränkung gibt.

    Aber wenn Du eine Geheinschränkung hast und darauf angewiesen bist, hast Du (obwohl es extrem wiederlich ist, menschliche Ausscheidunge aller Art in einem Aufzug vorzufinden) ja oft leider keine Wahl. Entweder Du benutzt das ekelhafte Transportmittel oder Du drehst um und gehst/fährst wieder nach Hause. Insofern ist die Tatsache, dass die hygenischen Zustände daneben sind, kein Argument die Barrierefreiheit einzuschränken. Es ist eher ein Argument dafür, die Aufzüge & Co. öfter zu reinigen und gerade in schwierigen Lagen besser im Blick zu behalten.

    Wenn natürlich direkt um die Ecke eine funktionierende Alternative zur Verfügung steht, sollte man natürlich darüber sprechen ob der Aufzug Sinn macht. Gerade eben weil es eben mit dem bloßen Vorhandensein von Aufzügen nicht getan ist, die müssen auch gewartet und gereinigt werden. Anstelle von zwei Aufzügen die nur selten funktionieren oder in desolatem Zustand sind, ist natürlich ein Aufzug vernünftigen Zustand besser. Nur keine, sollte halt eben keine Option sein.

    ^ Der Artikel „en español“ grob übersetzt und zusammen gefasst:

    Madrid hofft das Rennen um den Sitz der Europäischen Agentur zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLA) gegenüber Paris, Frankfurt, Rom, Brüssel, Dublin, Wien, Riga für sich zu Entscheiden.

    Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben am Montag über das Verfahren zur Wahl des AMLA-Sitzes geeinigt. Erstmals wird das Europäische Parlament einbezogen und erhält die gleiche Entscheidungsbefugnis wie den nationalen Regierungen. „Der Rat und das Europäische Parlament haben zusammengearbeitet, um einen Auswahlprozess zu gewährleisten, der für alle Kandidaten transparent, fair und gleich ist“, sagte der Rat in einer Erklärung.

    Das Verfahren sieht vor, dass die Vertreter der Staaten ihre Kandidaturen bei beiden Institutionen präsentieren müssen.
    Die Bewertungskriterien dabei sind unter anderem:
    das mögliche Datum, an dem die Agentur nach ihrem Inkrafttreten einsatzbereit sein kann
    die Anbindung und Erreichbarkeit des Hauptsitzes
    das Vorhandensein von Bildungseinrichtungen für die Kinder ihrer Arbeitnehmer
    der Zugang zum Arbeitsmarkt, sowie soziale Absicherung und zur Gesundheitsversorgung für Familienangehörige
    die geografische Ausgewogenheit bei der Verteilung der anderen Einrichtungen im Gebiet der EU

    Die Entscheidung wird von Rat und Parlament in einem informellen Treffen auf politischer Ebene getroffen, beide Institutionen erhalten dabei die gleiche Stimmenzahl. Bereits im Januar ist geplant, dass die Europäische Kommission veröffentlicht, ob die neun Kandidaten in Frage kommen.

    Die ALMA wird dann die Aufgabe haben, in der ersten Start-Phase, bis zu 40 Finanzunternehmen mit einem hohen Risiko der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung auswählen und diese überwachen.

    Madrid hat in Brüssel versucht mit „qualifiziertem Personal im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung“ zu punkten und als Standort den Crystal Tower (Link zum Turm auf Wikipedia) ins Rennen Vorgeschlagen. Der Standort im Norden der Stadt, liegt in der Nähe des Flughafens und der Bahnhöfe und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Zudem ist Madrid ist eine der wenigen europäischen Hauptstädte, die
    keine Europäische Agentur beherbergt.


    Meine Anmerkungen zum Artikel:

    Die Verteilung spricht natürlich klar für Madrid. Die öffentliche Anbindung ist recht gut, auch wenn bei der Lage vielleicht noch etwas Luft nach oben ist (vergleichbar vielleicht mit der EZB im Ostend).

    Eher suboptimale Faktoren für Madrid, könnten der generell schwächelnde Arbeitsmarkt sein, die (im Vergleich zu DE) geringere Qualität der Absicherung und Gesundheitsvorsorgung (tangiert Leute in der Gehaltsklasse aber ggf. auch nur bedingt) und definitv die Sprachbarriere. Mit English kommt man in Madrid und Spanien allgemein leider nicht sehr weit. Klar im Business-Bereich gehts irgendwie, aber wenn man dort mittel- und längerfrsitig leben will, kommt man um gute Spanisch-Kenntnisse leider nicht drum herum.

    Ja, abweisender hätte man das Erdgeschoss wohl nicht gestalten können. Wirkt wie eine Kapitulation gegenüber den Graffity-Sprayern oder isses vielleicht schon fast eine Einladung? Schon klar, man ist da direkt am Bahndamm und die Aufenthaltsqualität ist per se nicht gerade die höchste, vielleicht wäre es aber ja eine Option gewesen nicht noch aktiv dazu beizutragen.

    Bereits eine andere Optik der TG-Verkleidung hätte hier Wunder gewirkt. Man hätte zum Beispiel mit grauen Lamellen, die Optik der Rollos oben drüber aufnehmen können. Ich verstehe nicht, warum dieser offensichtlihe Fehler in der Ecke immer wieder gemacht wird, nahezu die komplette City West (vor allem entlang der Voltastraße) nutzt eine ähnliche Architektur. Das Resiltat ist ein Viertel mit einer Aufenthaltsqualität, die nahezu gen null tendiert. Selbst nach Jahrzehnten der Fertigstellung, ist dort kaum öffentliches Leben, Gastro, etc. vorhanden und ab 17:00/18:00 Uhr (Büroschluss) herrscht Stille. Dagegen ist auf der oft kritisiereten Europa-Allee das blühende Leben, trotz der ewigen Baustelle.

    Da der erste Post in diesem Thread von 2007 ist und aktuell wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowieso auch nicht damit zu rechnen ist, dass man umgehend in die Umsetzung geht, ist das sicher zu verschmerzen. News sind natürlich immer toll und ich freue mich auch mega wenn's hier asap weiter geht, aber kann auch gut und gerne noch ein paar Wochen/Monate länger drauf warten.

    Im zweiten Quartal nächsten Jahres könnten zudem (den neusten Prognosen zufolge) die Zinsen ggf. auch wieder fallen. Das wäre ja auch nicht das schlechteste Umfeld für eine Weiterverfolgung der Planung.

    Also streng genommen wurde es ja lediglich ein (max. zwei) Mal erwähnt. Schmittchen schrieb davon in der Projektbeschriebung,Wolfman-Ai hat es dann nochmal positiv hervor gehoben und ich hab dann eigentlich nur darauf Bezug genommen. Das Thema stand aber eigentlich jetzt nicht gerade unbedingt im Zentrum der Diskussion. Es war lediglich eines der Argumente, warum der Entwurf für die Ecke als eine gute Lösung angesehen werden könnte. Es ging dabei eher darum ob die Architektur, etc. für die Ecke passt oder nicht.

    Was das von Dir angesprochene Thema betrifft:
    Sozialer Wohnunsbau bedeutet soweit ich weiß, dass die Vermieter eine finanzielle Förderung vom Staat bekommen und dafür ihre Wohnungen zu einem günstigeren Preis (unter dem Marktniveau) vermieten. In einer Stadt wie Frankfurt, wahrscheinlich leider notwendig um die Gentrifizierung zumindest ein wenig auszubremsen bzw. es Arbeitern in Jobs mit niedrigen Einkommen (auf die die Stadt ja auch verzichten kann) ermöglichen in der City zu wohnen.

    Generell wäre es natürlich super, wenn günstige Mieten allen zugute kommen würde, aber wie magst Du das denn technisch regeln? Und ich kann auch Deine Aussage bez. „der Mitte der Gesellschaft“ nicht ganz nachvollziehen. Tritt die „Mittelschicht“ dann jetzt nach unten, weil (gefühlt alle Schaltjahr) mal für wirtschaftlich noch schlechter gestelltellte Personen etwas geförderter Wohnraum abfällt? Ich hoffe nicht.

    Wäre natürlich schön gewesen, wenn das angestrebt worden wäre, war allerdings an der Stelle schon eher unwahrscheinlich. Zumal man auch berücksichtigen muss, dass nur weil dann neu gebaut werden würde, nicht zwangsläuftig eine Stadtreparatur damit einher gegangen wäre. Es gibt ja leider genügend Beispiele für fragwürdige Architektur bei aktuellen Projekten. Zudem wäre bei einem spektakulären, wertigen Neubau dann wahrscheinlich wohl auch eher nicht der benötigte "soziale Wohnraum" geschaffen worden.

    Der Entwurf sieht meines Erachtens recht solide aus. Wenn die Materialien halten was das Rendering verspricht, wäre das schon wesentlich mehr, als ich an der Ecke erwartet hätte.

    Sehr gute Nachrichten.
    Die erste Visu sieht gut aus (ansprechende Architektur und wertige Materialien) und die Entwicklung hat das Potential die Ecke ordentlich aufzuwerten. Mehr Wohnraum an der Stelle ist sicher auch eine gute Nachricht.

    Ich habe zudem ein wneig die Hoffnung, dass die Aufbruchsstimmung auch auch gleich den direkten Nachbarn aka Alte Gasse 5 (rechts danben im ersten Bild) erfasst und wir auch da demnächst einen Umbau sehen. Das Gebäude ist der architektonsiche TIefpunkt der ganzen Ecke und der Nachtclub im Keller des Gebäudes auch leider einer der Gründe für die vermehrte Polizei-Präsenz vor Ort. Soweit ich mich erinnern kann, gabs auch dafür bereits Pläne, diese scheinen nur eintweder nicht so recht voran zu kommen oder im Sande verlaufen zu sein. Hoffen wir mal auf das Beste.



    Mod: Zu Plänen für die Alte Gasse 5 hier entlang.

    Okay, dann lass mich dies eben kurz umfomulieren: Bei der Suchtproblematik (wie auch bei den meisten anderen Themen) handelt es sich um eine vielschichtige Gemengelage, der man daher seltenst mit einer einfachen Antwort begegnen kann – auch wenn man sich das wünschen würde.

    Während der Corona-Zeit haben wir uns in einem Ausnahmezustand befunden, in denen man durch zum Teil erhebliche Eingriffe in Grundrechte versucht hat eine Pandemie zu bekämpfen und die Gesellschaft zu schützen. Ich glaube, wir können froh recht sein, dass das nicht dem Normalzustand in unserer Gesellschaft entspricht. Zudem gab es zum Teil erheblichen Wiederstand und gesellschaftliche Spannungen deswegen (mal ganz egal ob gerechtfertigt oder nicht). Du willst doch jetzt nicht ernsthaft, dass das zur Blaupause der neuen Norm wird.

    Und wenn über Nacht (wegen eines Staatsbesuchs) Obdachlose und Junkies aus einer Innenstadt entfernt wurden, ist damit doch noch lange nicht die Problematik selbst gelöst. Wo sind sie denn jetzt bitte hin? Bleiben sie nun für immer weg? Sind die Junkies jetzt plötzlich clean und starten morgen einem der Vororte mit einem Job in ein geregeltes Leben? Was bedeutet denn dieses so gern beschworene „harte Vorgehen“ in letzter Instanz genau? Was geanu sollte man denn mit diesen Menschen genau machen, damit das Problem nachhaltig gelöst ist?

    Und von einer „dysfunktionalen Regierung“ und der „Tyrannei weniger“ zu fabuliern, weil einem die Zustände in einem Stadtviertel nicht zusagen, ist genau das was ich meine. Die Zustände im Bahnhofsviertel sind aktuell schlimm, keine Frage – aber daraus ein Versagen der Regierung abzuleiten...!?