Beiträge von sweet_meat

    Das sage/schreibe ich normaler Weise ja auch des öfteren, aber in diesem Fall hätten die Nachbarbauten am Besten direkt mit verschwinden sollen. Das zur Linken angrenzende Gebäude ist gefühlt nur einen Schritt von Bauruine entfernt und in einem erbärmlichen Zustand – trotz diverser Verschlimmbesserungen innerhalb der letzten Jahre. Und das Gebäude zur Rechten ist leider auch nicht gerade eine archetektonische Perle. Die Obergeschosse versprühen hier eher den Charme einer Einkaufsstraße in Bruchköbel (no offense), als den Vibe der Hauptflaniermeile, mitten in der Frankfurter City.

    Sicherleich ist der Neubau gewöhnungsbedürfitg und vielleicht auch nicht unbedingt jedermanns Sache, mit mehr Orientierung an den Nachbarn wäre hier aber leider nichts (aber auch wirklich gar nichts) gewonnen gewesen. :p

    Mit Werbung zupflastern, kann ja ohnehin auch keine Lösung für ein architektonisches Armutszeugnis sein. A la – Oh dieses Gebäude ist aber hässlich und Abweisend geworden, lass es uns lieber mal flott großflächig abdecken!? Das gleiche gilt für Efeu & Co.! Wenn man eine begrünte Fassade auch als solche plant und dies das Ziel ist – sehr, sehr gerne. Aber doch bitte nicht als Ausrede für Sparmaßnahmen oder als Notlösungs-Sichtschutz für einen architektonischen Offenbarungseid.

    Man hätte nur ein weeenig an der unterschiedlichen Winkelung der Steckmetall-Elemente drehen müssen um dem Kasten mehr Struktur und etwas Form zu geben. Das hätte wahrscheinlich schon einen gehörigen Unterschied gemacht (einfach nur im Zusammenspiel mit natürlichem Licht und dessen Schattenwürfen) und hätte an der Klassifizierung als „offenen Garage“ ja auch nichts geändert.

    Das schreit schon eher nach Faulheit, Ignoranz und Gleichgültigkeit oder eber einfach nur Profitmaximierung – vielleicht aber auch einer Mischung aus allen Dreien. Unterm Strich kommt halt im schlimmsten Fall mal wieder ein unwirtlicher Unort mit Hinterhofflair mitten im Viertel raus, aber wenn der Turm vermietet ist/wird – kann's dem Entwickler ja auch egal sein. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Schade!

    Es wäre echt eine Frechheit, die formlose Kiste einfach nur mit minimalst unterschiedlich gewinkelten Trittblechen zu zutackern – vor allem angesichts der Qualität der umgebenden Architektur. Man kann von jedem dort angrenzden Projekt halten was man will (ist ja am Ende auch ein wenig eine Geschmacksfrage), aber bei jedem Einzelnen hat man sich nicht wenig Gedanken über die Architektur, Sturktur und Fernwirkung gemacht. Bei dieser Hinterhofverkleidung, die maximal noch bei einem Technikaufbau oder einem Verteilerkasten würdig wäre, wohl eher nicht.

    Der Vergleich von Adama mit dem Busbahnhof Parkahaus ist zwar zutreffend, aber skuriler Weise doppelt bitter – da es sich dabei ja um ein Provisorum handelt, das mittelfristig einem späteren Neubau weichen sollte.

    Super kreativ ist der Name „CBT / Central Business Tower“ jetzt nicht wirklich, das stimmt wohl. Das hätte man ggf. tatsächlich schicker und weniger informativ verpacken können. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass der Name bei der internationalen Vermarktung ganz gut funktionieren kann. Da er eben schnörkellos, direkt und schnell die wichtigsten Markenwerte an die wesentliche Zeilgruppe kommuniziert. Der „CBD / Central Business District“ ist in vielen internationalen Großstädten ja durchaus ein sehr gebräuchlicher Begriff und löst bei den meisten innerhalb dieser Zielgruppe sicherlich direkt eine Assoziation aus. Und Mermale, wie klar, direkt, schnell, präzise und schnörkellos haben in der Zielgruppe sicher auch keine schlechten Ratings.

    Und da die Architektur des Gebäudes mit seinen treppenartigen Öffnung nach oben, ja ohnehin auch recht plakativ mit Assoziationen wie „steigende Kurse“ oder eben pauschal „Prosperität“ arbeitet, finde ich Business im Namen tatsächlich gar nicht so weit weg.


    Plaza fände ich hier übrigens auch ein wenig am fehl am Platz, da dieser Bestandteil eines Namens im Regelfall immer auf einen öffentlichen Raum/Platz (z.B. Skyline Plaza) verweist oder eben oft auch einfach nur eine tatsächliche Adresse wiedergibt.

    Also ich finds super, dass der Campanile-Entwurf nun doch noch umgesetzt wird.
    Wenn auch wesentlich kleiner und an anderer Stelle, aber besser so und spät als nie. =)


    Die recht überraschende Aufnahme ist von der sensationellen Hi.Res.Cam auf dem Main Plaza, der Zoom von mir.

    Ich hatte ja auch nicht von der Logik der Wähler gesprochen hans.maulwurf , sondern mich auf folgenden Gedankengang bezogen...

    Schon sehr smart Parteien zu wählen die den eigenen Wirtschaftszweig absägen werden. Sorry, aber ich komm aus dem Lachen kaum mehr raus 😂

    ...der implizierte die Frankfurter wären eben nicht sehr smart weil sie einer Partei die Stimmen gegeben hätten, die nicht ihren wirtschaflichen interessen entspricht. Das fand er anscheinend irgendwie belustigend, währen er in einer Stadt und in einem Bundesland lebt in der ja bereits genau das gleiche passiert ist. Das finde ich nun wiederum sehr lustig. Glashaus und so... 8o

    Nach deiner Logik also genauso smart wie die Stuttgarter, die hatten nämlich wenn ich mich da recht erinnere gar nicht soviel anders gewählt. Auch hier hat Grün die Nase vorn und dabei ist dort der Hauptsitz von Mercedes-Benz und Porsche.

    Sorry, aber da komme ich gerade auch aus dem Lachen kaum mehr raus 😂

    Danke für den Fund der tollen Zusammenfassung. Ich favorisiere ganz klar die Varianten 2 oder 3, die Variante 2 scheint mir dabei bisher vom Gesamtkonzept am stimmigsten und auch am weitesten ausgearbeitet. Die neue Oper (in die Straßenflucht gedreht ist) am Sparkassen-Areal sitzt perfekt und beim neuen Schauspiel (ebenfalls an die Neue Mainzer gedreht), ermöglicht sogar ein wneig Park zurück zu gewinnen. Bitte gerne genau so machen.

    Variante 1 finde ich bei Weitem am schlechtesten, da der Eingriff in das Wallservitut zu hoch und ja eigentlich auch absolut unnötig und überflüssig ist. Die Variante wird mit dem neuen Kräfteverhältnis im Römer, aber sicher auch gerade deshalb nicht realisiert.

    Variante 4 stelle ich mir organsiatorisch am kompliziertesten vor. Man kann ja hier nicht Stück für Stück vorgehen, wie bei der Realiserung von zwei getrennten Spielstätten sondern muss Beides komplett schließen und erst mal tabula rasa machen.

    Hier hat es in Laufe der letzen Tage auch bereits ordentlich Luft gegeben.

    Auf dem zweiten Bild wird auch nochmal deutlich, wie sehr der bereits erwähnte Bestandsbau (Allerheiligenstraße 3|links im Bild) ein würdiges Pendant auf der Gegenseite nötig und verdient hat. Umso schöner, dass wir jetzt auf einen eben Solchen zu steuern.

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    Bilder von mir.

    Wahrscheinlich trifft mich jetzt gleich der Schlag oder ein Shit-Storm, aber ich finde die frei gelegte Front der Neun Mainzer Straße eigentlich ganz nett anzusehen und dachte in den letzten Tagen der Abbruch bereits, dass die Straßenfront mit der dahinter anschliessenden Skyline eine ganz nette Wirkung hat. Könnte man doch fast so lassen – flux den Park verbreiten, vielleicht um die Häußerflucht der Goethestraße aufzunehmen ein kleiner, zweistöckiger Pavillion oder ein Cafe, Terasse davor, Grün drum herum – fertig!? :p

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    Bilder von mir.

    Ist natürlich illusorisch und wird nicht passieren, aber ich fände es tatsächlich ganz nett, wenn die dem Park zugewandten Gebäudeseiten in Zukunft auch mehr wie Fronten behandelt und diese weitgehend zum Park hin geöffnet würden. Derzeit endet der Park leider viel zu oft an Mauern, Hinterhöfen und abweisenden Rückseiten.

    Die Tatsache dass man so eine Welle macht und dem Ganzen eine „angmessene Präsentation“ ermöglichen möchte, ist ja ein starkes Indiz dafür, dass man sich dessen durchaus bewusst ist. Würde man jetzt all das Brimborium machen um dann nur das Modell eines 160er Investoren-Klotzes zu enthüllen, wäre es ja umso schlimmer und man hätte sich selbst sicher keinen Gefallen damit getan.

    Wenn man weniger als erhofft und gefordert bauen wollte, würde man das sicher eher zeitnah tun und ggf. versuchen das mit Corona-bedingt, unsicheren wirtschaflichen Aussichten zu begründen.

    Gefällt, Gefällt sehr gut. Wirkt sehr großstädtisch aber doch auch nicht zu brachial, sondern kleinteilig und lädt zum verweilen ein. Erinnert ein wenig an klassiche Straßenzüge in Paris oder Madrid.

    Ich freue mich vorallem auch schon auf die Kombination des neuen Kopfbaus (links im ersten Bild) mit dem gegenüberliegenden historischen Gebäude (Klick zu Google StreetView). Die Allerheiligen Straße 3 (hoffe die Adresse stimmt) ist meines Erachtens eines der schönsten historischen Gebäude der Stadt und wurde viel zu lange vernachlässigt. Nun rückt dieses Gebäude durch diese Stadtreparatur der Extraklasse wieder in ein würdiges Umfeld.

    Wenn dann noch die zuvor (im Zeil-Thread) erwähnte Anbindung an die Zeil kommt und die Revitalisierung sowie der Gestatungswille in beide Richtungen ausstrahlt, bin ich wunschlos glücklich.

    Ich habe mich gerade gefragt, ob es nicht Sinn machen würde die im Zuge des Main Yard Projekts neu enstehende „Grüne Gasse“ bis an die Zeil heran zu verlängern. Das würde das (derzeit gefühlt noch im Hinterhof) entstehende Quartier noch wesentlich attraktiver anbinden und für eine ordentliche Belebung der Ecke sorgen.


    So weit ich weiß wäre das theoretisch auch gar nicht mal so kompliziert, da einer solchen Anbindung an die Hauptgeschäftsstraße lediglich das Gebäude der ehemalichen Stadtbibliothek im Weg steht. Das war zwischenzeitlich mal an einen 1-Euro-Shop (EXPO Zeil) vermietet, steht jetzt aber wieder leer und müsste ja eigentlich eine städtische Liegenschaft sein, oder?


    Zum besseren Verständnis habe ich den Gedanken mal flott unter der Zuhilfenahme der DAF-Prokjektkarte und Google-Maps visualisiert...

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    Quelle: DAF-Prokjektkarte | Google-Maps – von mir editiert

    Hahaha RYAN-FRA , 179 Meter wären tatsächlich eine Katastrophe.
    War nicht die Rede davon, man möchte auf jeden Fall die Höhe des Messeturms übertreffen?

    Das wären ja dann 256,5 Meter + X oder?

    270 - 280 Meter wären schon nice? Wenn er diese Höhe bekommt fände ich auch eine Verjüngung gut, gerne auch eine Verfüngung zur Antenne als Abschluss - sowas wirkt eigentlich auch immer gut. Von der Kubatur her könnte ich mir gut sowas wie den Gran Torre in Santiago (click Wikipedia) oder den Wilshire Grand Tower in LA vorstellen.

    Und wenn es denn doch wieder mal gestapelte Kisten (wovon auch ich grundsätzlich so gar kein Fan bin) werden sollten, dann bitte wie beim Maha Nakhon in Bangkok (click Wikipedia).

    Ich bin schon sehr gespannt und hoffe mal auf keine weitere quadratische Kiste mit einem einfallslosen Überhang oder minimalistischen Knick.

    Hatte ich auch so verstanden Regent – alles jut. :p

    Tja, der Steurgeld verbrenndene Banker und der Steuergeld versprühende Sprayer sind sicherlich zwei sehr gegensätzliche Pole. Beide scheinen jedoch zu tatsächlich zu glauben (oder sich einzureden), dass sie schaden lediglich irgendwelchen abgehobenen Großkonzernen oder der Regierung schaden – dabei triffts unterm Strich uns alle: Omas Rente, das Schulklo der Kids, Schlaglöcher vor der Haustür...

    Vielleicht ist ja tatsächlich die „Tja, so ist die Welt halt.“-Haltung von uns allen (da nehme ich mich nicht aus) auch ein Teil des Problems. Die Tatsache dass wir als Gesellschaft alles einfach achselzuckend akzeptieren, so manch Fehlverhalten augenscheinlich sogar noch belohnt und gefeiert wird, ist da sicher nicht hilfreich. Für manche Dinge (und dazu sollte auch Sachbeschädigung und Vandalismus gehören) sollte man sich eher schämen, als sich auch noch damit zu brüsten wie geil man doch ist. Aber ich glaube ich/wir driften damit vielleicht ein wenig zu sehr ins philosophische ab.

    Zurück zur City... Die derzeitig rapide Zunahme an Graffity und Tags, ist ja mit ziemlicher Sicherheit auch der Abwesenheit anderer Menschen auf Grund des Lockdowns geschuldet. Im öffentlichen Raum könnte das bei einer Wiederbelebung der Straßen und Gassen sicher auch wieder etwas nachlassen oder sich zumindest ein wenig zurück auf Brücken, Unterfrührungen und Industiegelände zurückziehen. Was die Gleisanlagen bzw. U- und S-Bahnhöfe der Bahn betrifft, wirds über kurz oder lang wahrscheinlich auf eine Video-Überwachung wie in anderen Ländern raus laufen, oder? Die Diskussion um Drehkreuze am Eingang gabs ja schon öfter und die wurde meines Wissens jedes Mal als zu kosteninesiv abgebügelt.

    ...relativ normale Typen mit normalen Jobs...

    ...die es cool finden auf diese Weise unser aller Steuergeld zu verplempern und es somit auch in Kauf nehmen, dass dringend nötige Investionen an anderen Ecken (z. B. Schulsanierungen, Gesundheitswesen, Infrastruktur,...) nicht möglich sind! Sorry, aber als „NORMALE TYPEN“ würde ich die jetzt vielleicht nicht unbedingt bezeichnen!?

    Natürlich nicht. Es besteht aber ja trotzdem generell eher ein anhaltender Mangel an Wohnenraum, als im Büro- und Hotel-Segment. Und durch die Pandemie angestoßenen strukturellen Veränderungen in beiden Segmenten, wird sich das ja mittelfristig nicht unbedingt ändern, oder?

    VIelleicht bin ich ja auch zu naiv, aber wäre es dann nicht eher an der Zeit den Wohnanteil in neuen Projekten signifikant zu erhöhen um vielleicht auch einfach ein wenig Druck aus dem ohnehin angespannten Markt zu nehmen? Selbst wenn dies vielleicht nur mittelfristig und über Umschichtungen passiert? Der Frankfurter der sich im Riverside oder PDT eine Wohnung genommen hätte, würde ja dann im Zweifel nicht auch noch im Westend oder Nordend suchen und dort den qm-Preis in die Höhe treiben. Das wäre natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber besser als nichts.


    Natürlich könnte man jetzt auch argumentieren, dass durch die Schaffung moderner Büroflächen, nicht mehr zeitgemäße Büroflächen frei werden die man dann wiederum im Wohnraum umwandeln könnte... Aber hier ist das Marksegment-Argument ja auch wieder das gleiche und auch hier würde man erst über einige Umwege zur Ertlastung des Wohnungsmarkt kommen. Im Zweifel muss man ja ohnehin Beides tun um nachhaltig gegen zu steuern.

    Ich fürchte einfach die Tage der reinen Hotel- oder OfficeTower sind mittelfristig gezählt, weil der Flächen-Bedarf so nicht mehr gegeben sein wird, oder?

    Mod: Drei Beiträge einer allgemein gewordenen Diskussion aus dem Thread zum Union-Investment-Hochhaus hierher verschoben.



    Ich frage mich tatsächlich gerade warum auf einmal wieder bevorzugt Büros und Hotels gebaut werden, wo doch gerade deren Auslastung nach Corona ja keineswegs als sicher gilt...

    BÜROS: Sollte sich der Trend zur Remote-Arbeit vortsetzten, wovon man ja wahrscheinlich ausgehen kann, würde die Nachfrage im Bürosegment doch ziemlich einbrechen, oder?

    HOTELS: Sobald man wieder ohne Einschränkungen Reisen kann, wird der Hotelsektor zwar sicher wieder hoch fahren. Aber auch hier werden höchst wahrscheinlich wesentlich weniger Geschäftsreisende absteigen als in der Vergangenheit und die waren ja zuvor die Umsatztriber in den Hotels oder? Zumal mit den Veränderungen der Messen auch hier keine extrem besucherstarke Wochen anfallen, oder?

    WOHNRAUM: Wohingegen der Mangel an Wohnraum ja immer noch immens und die Nachfrage extrem hoch zu sein scheint, oder hat sich das gelegt!?