Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread

  • ^^ Die Frage nach den unterschiedlich großen Fensteröffnungen habe ich mir auch schon vor einiger Zeit gestellt. Als habe mir dann als Antwort zurechtgelegt das diese unterschiedlich großen Öffnungen benutzt werden um Schalungs- und , Stützteile und anderes Material einfacher in den Rohbau hinein- und heraus zu bewegen. Später werden die Öffnungen dann so zugemauert das sie einheitlich sind.


    Ich weiß nicht inwiefern meine Theorie schlüssig ist, aber ich halte sie für bombenmäßig :lach: Allerdings erklärt das in meinen Augen auch nicht hundertprozentig warum die Fensteröffnungen mal bis ganz auf den Boden gehen, mal einfach nur wesentlich weiter in Richtung Boden gehen und warum sie so "unregelmäßig" auftreten. Vielleicht hat ja jemand eine bessere Erklärung als ich!

  • Zumindest auf der Ecke Lustgarten / Schlossfreiheit ist der Grund, dass hier ursprünglich auch schmale Fenster vom Untergeschoss waren, die auch wieder so angebracht werden, auch wenn es kein Untergeschoss mehr gibt.




    Das Untergeschoss war durch eine Balustrade bzw. Absperrung gesichert, sa dass es von der Ferne nicht sichtbar war.


    Aber auf der Schlossplatzseite weiß ich auch nicht warum hier plötzlich die Öffnungen sich ändern. Es hat auch hier Fenster des UG gegeben. Ich habe aber in einem Grundrissplan entdeckt, dass am Schlossportal II gleich links das Treppenhaus lag und möglicherweise dadurch die Fensterreihe des Untergeschosses unterbrochen war und an der Fassade nur Scheinfenster zu sehen waren. Kann noch folgende Bilder dazu hinzufügen:





    Fotos: Landesbildstelle Berlin, Märkische Museum,

  • ^^ Abwarten, es handelt sich ja nur um den Betonkern. Darauf wird nach Fertigstellung des Rohbaus eine etwa ca. 50 cm tiefe Schicht Ziegelmauerwerk sowie die Wärmedämmung angebracht. Danach kommen die Sandsteinelemente. Der Bau wird also noch anschwellen.

  • Die Stella-Ostseite bietet derzeit einen interessanten Anblick. In der Mitte aber sind zehn Pfeiler, die um eine halbe Breite aus der Fassadenfront heraus ragen. Soll dort der Eingang hervorgehoben werden, etwa im Stil eines Porticus? Das wäre neu aber durchaus in meinem Sinne! :daumen:


    Auch wenn ich eine portikusähnliche Hervorhebung des Eingangs für wünschenswert fände, halte ich das "Hervorspringen" der Pfeiler für banaler. Zudem springen nicht alle 10 Pfeiler etwas vor sondern nur 5 (genau hinschauen;)). Da in diesem Bereichs des Ostflügels weitere Wände und Zwischendecken (wie an den seitlichen Bereichen) fehlen, müssen die tragenden Pfeiler einfach einen größeren Querschnitt aufweisen um die Last abzutragen. Dieser größere Querschnitt geht in diesem Bereich wohl auf Kosten der dortigen Wärmedämmung - die wird dünner, bzw. kann bei den drei Pfeilern in der Mitte faktisch ganz entfallen, da diese im Erdgeschoss eh frei stehen. Wenn man genau hinschaut erkennt man die "dickeren" Pfeiler auch auf dem Grundrissplan.

  • Schade, schade, schade...
    Aber Danke für die Info, Kieselgur!


    Eine stärkere Strukturierung der Ostfassade halte ich trotzdem für wünschenswert.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. ;)

  • Die FAZ widmet sich mal wieder dem Berliner Baugeschehen zu ... halb ernst - halb spöttisch ... Schwerpunkt dieses Mal: das Stadtschloss ("Schlossnachbau mit Abluftfassade nach Osten" ... diese Umschreibung der Stella-Fassade passt nach meinem Geschmack ganz gut).


    FAZ

  • Mal ne Frage zwischendurch...


    Die Portale werden ja zu beiden Seiten komplett rekonstruiert, aber wie schaut es denn mit dem Raum dazischen aus? Der Durchfahrt sozusagen? Original oder "glatt"? Wie sah das denn früher original aus? Stein oder Putz?

  • @ merlinammain

    Man spürt bei jedem Satz des FAZ-Artikels, dass der Autor die Schlossfassaden-Rekonstruktion nicht mag
    und dass er die qualifizierten Debatten der letzten 22 Jahre nicht kennt oder zumindest ignoriert.
    Die Lesermeinungen dazu sind auch nicht besser.


    Was soll man da machen?


    Ganz einfach: weiter bauen! :lach:

  • Als ich es letztes Jahr las, wollte ich es nicht glauben, aber jetzt ist durchaus vorstellbar, dass der Rohbau bis Ende des Jahres steht. Dass es dann nochmal 4,5 Jahre bis zur Eröffnung braucht, ist zunächst kaum nachvollziehbar. Aber gut Ding will eben Weile haben...

  • Tag der offenen Tür am 1. Juni

    Wie die Berliner Morgenpost in einem Artikel von heute berichtet, wird es am 1. Juni möglich sein die Baustelle (kostenfrei) zu besichtigen. :)


    Außerdem gibt es ein paar Infos zum Baufortschritt und zum Spendenaufkommen welches bislang nicht für alle Schmuckelemente reicht. Beim Portal reicht es beispielsweise nur für "die schweren Sandsteinteile des Portals" - jetzt sollen es unter anderem auch die Amerikaner mit einem Fundraising Dinner (u. a. Bush senior) im Herbst richten.


    Weiterhin ist das Dachcafè erstmal gestrichen.

  • "... ist das Dachcafè erstmal gestrichen. "


    Das ist ja merkwürdig.
    Es müßte sich doch ein Betreiber finden lassen, der diese drei Mio € investiert.
    Bei DER Aussicht über die Linden bis zum Brandenburger Tor sollte das irgendwie zu organisieren sein, oder? :zunge:

  • Ja, eigentlich müsste sich die Gastronomie doch sogar darum reißen, dort ein Cafe/Restaurant eröffnen zu können. Bester Platz und schönste Aussicht in ganz Berlin. Aber, wie so oft, habe ich das Gefühl, dass es den Leuten hier einfach noch an Vision und Fantasie fehlt, um sich auszumalen, wie sehr Berlin, seine Bewohner und Besucher vom Humboldtforum im Gewand des Schlosses profitieren werden.

  • ^^^ Vielleicht warten potentielle Betreiber aber einfach auch nur ab. 3 Mio Euro sind ja nun keine Kleinigkeit um die in der Gastronomie mal eben vorzufinanzieren, zumal es nicht gesagt ist, dass mit den 3 Mio das Dachcafé auch komplett fertig ist - vielleicht hat man damit gerad mal den Rohbau.


    Mancher potentielle Betreiber mag vielleicht auch gehofft haben, dass die Stiftung den Rohbau auch selber erstellt und man nur mieten bräuchte.


    Und das Berliner Baustellen gerne mal etwas länger dauern ist sicher auch nicht gerade motivierend, wenn man diesen Geldbetrag vorfinanzieren soll, ohne dass man Gewissheit hat ab wann Einnahmen garantiert sind.


    Hoffen wir das Beste: Wenn der Baufortschritt weiter so gut läuft springt da vielleicht auch noch kurzfristig ein Betreiber auf den Zug auf, wenn die sichere Fertigstellung / Eröffnung absehbar ist.:)

  • Tag der offenen Baustelle am 1. Juni 2014

    Am kommenden Sonntag, den 1. Juni 2014, lädt die Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum alle Interessierten zu einem Tag der offenen Baustelle ein. Von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie es auf dem Areal aussieht. Neben Führungen gibt es auch ein begleitendes Musikprogramm. Der Eingang zur Baustelle befindet sich an der Humboldtbox, wo es wohl wieder einen großen Andrang geben wird. Schon vor einem Jahr, als lediglich der Grundstein zu besichtigen war, kamen bereits 15.000 Besucher.


    http://sbs-humboldtforum.de/Ve…/Weitere-Veranstaltungen/
    http://www.rbb-online.de/kultu…erliner-stadtschloss.html

  • TV Berlin hat sich ausführlich mit Manfred Rettig, dem Vorstand der Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum, auf der Baustelle unterhalten:


    Teil 1


    Teil 2


    Sehr informativ: Informationen zum Tag der offenen Baustelle, Etappen beim Bau, Einhaltung des Kostenrahmens, etc.

  • Ein paar Schnappschüsse vom heutigen Tag der offenen Baustelle

    Künftiger Schlüterhof mit Fernsehturm im Hintergrund


    Künftiger Schlüterhof mit dem Berliner Dom im Hintergrund


    Blick vom künftigen Schlüterhof (in Richtung Südwest) durch die Baustelle


    Die künftige Passage mit Blick Richtung Breite Straße


    Die künftige Passage mit Blick Richtung Museumsinsel (im Hintergrund das Alte Museum)


    Blick von der Museumsinsel durch die Passage Richtung Breite Straße


    Blick durch die künftige Eingangshalle Richtung Nord


    Blick durch die künftige Eingangshalle Richtung Ost


    So könnte die künftige Eingangshalle einmal aussehen


    Fotos sind von mir