Lehrter Stadtquartier & Hauptbahnhof Umfeld

  • Also da dreht sich mir alles um bei den Legoklötzchen aus Plastik und ich lobe mir die KSP-Kisten.

    Ich halte es eher da mit Kopenhagen. Die Dänen haben nordischen Stil:
    http://www.google.de/imgres?imgurl=…ved=0CC4QrQMwBA

    http://www.mydenmark.net/wp-content/upl…-Copenhagen.jpg

    http://www.archdaily.com/244775/photogr…anica-kus/f-25/

    http://www.evolo.us/architecture/3xn-designed-bella-sky-hotel-to-be-a-new-landmark-on-copenhagen-skyline/#

    http://2modern.blogs.com/photos/uncateg…indwellings.jpg

    http://archrecord.construction.com/projects/portf…e-exterior3.jpg

    Auch um nochmal meine Wasserthese zu untermauern. Kopenhagen hat vermutlich die beste moderne Architektur der Welt. Der Blick dorthin ist sicher besser, als der in die Schweiz oder gar nach fernost.

    2 Mal editiert, zuletzt von Rotes Rathaus (16. Januar 2015 um 22:19)

  • Naja, man kann sich so ein Monument in Kugelform, in chrom/silber schon ganz nett vorstellen.

    Die Architektur aus Kopenhagen ist natürlich sehr gut. Die erste Variante. Das Opernhaus sehe ich eher als Bausünde.

  • Endokins Kugelhaus auf dem Kreisverkehr (#942) sollte man mit Japhers Loch-Würfel (#939) kreuzen und man erhielte den Todesstern. Bitte mit funktionierendem Laser, der sofort gnadenlos das im Endausbau befindliche Humboldthafen-Haus vaporisiert ;)

    Blockrand finde ich hier auch genau richtig - von der städtebaulichen Struktur her, dem Schwarzplan, ist die Hbf-Umbauung, wie andere und ich schon geschrieben haben, sehr gelungen: Begleiten der Spree, Platzwände zum Washingtonplatz, klare Räume, angemessene innerstädtische Dichte.

    Das Kennedyhaus dürfte ganz schön werden, insbesondere eben durch jenes blockrandeigene Folgen der Grundstücksgrenze, das eine elegant abgeschnittene fast Haussmann'sche Ecke zur Moltkebrücke schafft. Zusammen mit dem Steigenberger hat man damit immerhin zwei hochwertige, seriöse, maßvoll zurückhaltende und großstädtisch wirkende Gebäude, die den Star Hbf angemessen in die Stadt einbetten.

    Ich bete, dass die östliche Platzseite des Washingtonplatzes, also das zweite der Humboldthafen-Torhäuser, sich keinesfalls an seinem vermurksten Gegenüber, sondern lieber an Kennedyhaus und Steigenberger orientiert! Zwar wäre damit eine Symetrie der Bebauung an der Einfahrt zum Humboldthafen unmöglich, aber aufgrund einer dafür nötigen Wiederholung der weißen, für mich völlig unästhetischen, plumpen Baumarktfertigteilefassade auch fast verschmerzbar. Pest oder Cholera - keine Symetrie an der Hafeneinfahrt oder ein äußerst mäßiger Washingtonplatz sind die Optionen - dank dieses miesen Renditeschrotts auf viel zu prominentem, entscheidenden Grundstück, der wie ein Dorn im ganzen Ensemble steckt und m.E. empfindlich stört. Dagegen ist das (auch von mir) viel gescholtene kleine Meininger lächerlich harmlos und für das Wirken seiner Platzseite mittlerweile ohne Belang. Wie schlecht das weiße Torhaus ist, zeigt sich am besten im direkten Vergleich dieser beiden: Man kann eigentlich froh sein, dass auf der kleinen, krummen und direkt an den Gleisen gelegenen Restfläche mit dem Meininger überhaupt etwas gebaut wurde - sehr pragmatisch natürlich, da konnte gar nichts Edles entstehen. Aber was hätte man dagegen am Humboldthafen auf diesem 1a-Luxus-Bauplatz doch für kühne Möglichkeiten gehabt?!?! Eigentlich alle....

    Wo ich mir einen Solitär wünsche, wäre endlich mal in Form eines frei stehenden Hochhauses mit 150 m auf dem Europaplatz. Dazu habe ich seit Ewigkeiten leider überhaupt nichts (konkretes) mehr gehört oder gelesen.

    23 Mal editiert, zuletzt von Baukunst (17. Januar 2015 um 01:45)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man den Hauptbahnhof tatsächlich zum Eyecatcher machen möchte, müsste man allerdings das Glasdach vollenden. Und diese Möglichkeit ist leider in weite Ferne gerückt, da sich die DB bekanntlich gegen die Vollendung des Glasdaches ausgesprochen hat. Die Europacity kann daher nur mit einem Eyecatcher aufwarten, der nicht fertiggestellt ist. Das ist eine schwache Performance.


    M.M.n. tut das Dach so wie es jetzt ist der Ästhetik des Gesamtbaus kein Abbruch. Obwohl; der Flickenteppich mit den Holzplatten die provisorisch für kaputte Scheiben eingesetzt werden nervt schon ein bisschen.

    Ich frag mich ja ob das mit dem Dach groß Thema wäre hätte Gerkan sich nicht von Anfang an bis heute öffentlich so häufig darüber echauffiert. ;)

    Und selbst wenn die Bahn das Dach verlängern würde, groß erfreuen könnte man sich daran eh nicht, da die Neubauten um den Bahnhof herum (insbesondere die am Humboldthafen) von allen Seiten nur einen eingeschränkten Blick zulassen werden. Das finde ich umso bedauerlicher je mehr architektonische Banalitäten in seiner Nähe entstehen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Investor hat die Planung wieder auf 0 gesetzt. Es soll nun ein komplett neues Konzept für die Brache entwickelt werden. Laut Investor sei die Finanzierung von Hotelflächen einfach schwieriger geworden. Vermutlich wird es hauptsächlich Büronutzung (so viel zum neuen Konzept).
    Mit Aukett + Heese wird wohl weiterhin geplant, allerdings nicht mit dem alten Entwurf. Es soll jedenfalls kein Architektenwettbewerb geben.


    Schon etwas länger, aber es scheint langsam wieder etwas Bewegung in die Entwicklung der Brache zu kommen. Aktuell läuft wohl ein Architektenwettbewerb für das HG-Projekt zu laufen. Name: “Grand Central Berlin – Bürogebäude und Hotel“.
    Wobei HG das Baufeld MK2 (östlich) und die OVG (Humboldthafen 1) das Baufeld MK1 (westlich) entwickelt.

  • Update - Kennedy-Haus und Umfeld


    Trotz solider Fassaden wirkt es etwas öde. Ich frage mich, warum die Straßen zwischen den vier Würfeln so schmal sind. In der Umgebung gibt es mehr als genug leeren Platz. Wenigstens eine Reihe Straßenbäume hätte diesen Gassen gut getan.

  • ... wie elegant das Kennedy-Haus doch ohne diese miese Verkleidung gewirkt hat. wirklich schade. Die Schießcharten-Fenster scheinen sich hier inflationär auszubreiten.

  • Die Schießschartenfenster sind leider bloß Ausdruck des Unvermögens, ein Ausbauraster von z.B. 1,35 m, welches man braucht um unterschiedliche Bürogrößen darstellen zu können, ansprechend auf die Fassade zu bringen. Man könnte beispielsweise nur jede zweite Achse mit einem Natursteinband versehen und dafür jeweils in der Mitte ein Aluminiumprofil für den Wandanschluss vorsehen. Dies würde die Fassade direkt viel großzügiger wirken lassen. Aber für solche Lösungen müsste man ja kreativ sein und die grauen Zellen benutzen. Die Schießscharten sind keine architektonische "Mode", sondern die schlechte Lösung eines Problems aus der Praxis, welches leider dauerhaft besteht. (Solange nicht alle Büronutzer auf Großraumbüros umsteigen... :) )

  • Für mich ist das Kennedy-Haus sehr wohl elegant!

    Die Art der Fenstergestaltung des Kennedy-Hauses ist weit besser als irgendwelche horizontalen Fensterbänder. Von horizontalen Fensterbändern bekomme ich Alpträume! Aus der Schießschartenoptik resultiert eine vertikale Gliederung und damit eine gewisse Eleganz, die ich bei vielen Fassaden mit Fensterbändern vermisse.

    Begriff "Schießschartenoptik":
    Im Grunde genommen ist auch der Begriff "Schießschartenoptik" falsch gewählt. Die Fenster sind zwar tatsächlich dünn wie Schießscharten, aber es kommt wenige Zentimeter daneben bereits das nächste Fenster. Man soll mir mal eine Burg/Festung zeigen, bei der die Schießscharten so nah beieinander liegen wie bei dieser Fassade. Ich würde beim Kennedy-Haus schätzen, daß Stein- und Glasanteil etwa gleich groß sind. Stein- und Glasfläche würde ich auf etwa 50%:50% schätzen. Kann mir bitte jemand eine Festung/Verteidigungswerk zeigen, bei der die Schießscharten 50% der Mauerfläche ausmachen?

    Häuserfront von Meininger, Steigenberger und Kennedy-Haus:
    Und daß sich diese Fensteroptik inflationär ausbreitet, sehe ich nicht so. Gleich nebenan haben wir das Steigenberger mit würfelförmigen Fenstern, die völlig anders angeordnet sind. Die Fassaden der Häuserfront von Meininger, Steigenberger und Kennedy-Haus sind alle unterschiedlich, da kann sich niemand beschweren, daß es langweilig sei bzw. zu wenig Unterschiede geben würde.

    Wenn man mal genau hinschaut, kann man feststellen, daß man sich beim Kennedy-Haus große Mühe gegeben hat. Sowohl Material als auch Ausführung sind enorm hochwertig. Im vierten Geschoss hat man einen Fassadenvorsprung eingearbeitet. Und auch die steinernen Horizontalen, die die Grenzen der einzelnen Geschosse markieren, laufen nicht immer über die gesamte Fassadenbreite. Zwischen drittem und vierten Stock läuft diese Linie wenige Meter vor der Eckkante auf der linke Seite aus. Zwischen zweitem und drittem Stock läuft diese Linie vor der Eckkante auf der rechten Seite aus. In einigen Details hat man sich richtig Mühe gegeben.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    .. Aus der Schießschartenoptik resultiert eine vertikale Gliederung und damit eine gewisse Eleganz...
    ...Und das sich die Fensteroptik inflationär ausbreiten, sehe ich nicht so....

    Das finde ich gerade nicht. Die vertikale und horizontale Gliederung halten sich optisch die Wage und so erscheint für mich ein verschwommener Eindruck eines Kreuzrasters, irgendwas gräuliches...
    mit inflationär meine ich in der näheren Umgebung: Tour Total, OVG, Bundesministerium für Forschung, diverse Hotels, die neue Verkleidung der Charité und etwas entfernt das Innenministerium und der BND-Klotz.
    Allesamt auch wenn in Material unterschiedlich, die selbe Ausprägung der Fassaden-Verkleidung.

  • Ja natürlich sehen die Fassaden von Meininger und Steigenberger anders aus, weil Hotels nicht in Achsrastern sondern in Zimmern geplant werden. Dann kann ein Fenster auch die volle Zimmerbreite haben. Bei Bürogebäuden hingegen bestimmt der Bedarf an Flexibilität der inneren Raumaufteilung in verschiedene Bürogrößen oftmals zu einem erheblichen Teil das äußere Erscheinungsbild.

    Der Begriff Schießschartenoptik wird doch nur verwendet, weil er schön anschaulich ist. Es liegt ja wohl auf der Hand, dass ein Bürogebäude und eine Burg/Festung zwei verschiedene Dinge sind. Die meisten Bürogebäude - sogar in Berlin - haben ja auch keine Zugbrücke, keinen Wachturm und keine Katapulte im Innenhof stehen... oder etwa doch? ;)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die vertikale und horizontale Gliederung halten sich optisch die Wage ...

    D'accord. Sehe ich ähnlich. Finde ich aber nicht schlimm.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...mit inflationär meine ich in der näheren Umgebung: Tour Total, OVG, Bundesministerium für Forschung, diverse Hotels, die neue Verkleidung der Charité und etwas entfernt das Innenministerium und der BND-Klotz.

    Jetzt weiß ich, wie du es gemeint hast. Scheint momentan tatsächlich ein architektonischer Trend zu sein. Aber jeder Trend geht irgendwann zu Ende. Und dann wird die Häufigkeit dieses Fassadentrends wieder zurückgehen und andere Trends werden folgen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die meisten Bürogebäude - sogar in Berlin - haben ja auch keine Zugbrücke, keinen Wachturm und keine Katapulte im Innenhof stehen...

    Jetzt, wo du es sagst, fällt mir das auch auf, daß die Wachtürme und Katapulte fehlen!
    Aber immerhin sagt man: My home is my castle. :)

  • Kennedyhaus

    Siehe nat. auch weiter oben :)

    Die bereits abgerüstete Seite des Kennedyhauses zeigt, dass das Ergebnis weit hinter der Visualisierung/Werbung zurückbleibt. Ein weiterer grauer Schlitzfenster-Kasten am Hbf:

  • Ich bin echt sauer. :mad:

    Warum sieht man auf allen Visualisierungen hell-leuchtenden Sandstein, wenn man sich am Ende für Dunkelgrau, also so ziemlich das Gegenteil entscheidet. Der helle Stein war das Einzige, was dem Gebäude ein Minimum an Ästhetik gegeben hätte. Bei Regen, wenn der dunkle Stein dann noch dunklere Flecken kriegt, wird das Teil aussehen wie eine Bauruine aus den 60ern.

  • Uwah...alles grau in grau. :( Man würde meinen, man könnte vorher abstimmen, welche Fassade welche Materialität und Farbe bekommt, damit am Ende ein interessanteres, abwechslungsreicheres Ensemble gebildet wird.
    Die Gegend um den Bahnhof ist an Ödnis und Langeweile kaum zu überbieten. Das wird nach dem Alexerplatz Berlins neuer Unort, für den sich niemand so recht erwärmen kann und den man bei Erreichen vor allem erst mal schnell wieder hinter sich lässt. Liebe Frau Lüscher und Co.: Setzen, sechs! D:

  • 4 graue Würfel sehe ich da. Gebe euch da vollkommen Recht!
    Es ist ja nicht die grüne Wiese vor den Toren, sondern ein sehr zentraler Platz direkt in der Mitte Berlins. Was haben sich die Planer nur dabei gedacht?
    Tipp: Schaut mal nach Großbritannien oder die Niederlande. Dort kann man interessant beobachten wie in modernen, neuen Geschäftsvierteln individuelle, ästhetische Elemente hinzugefügt werden, so dass sich auch der öffentliche Raum einfügen kann.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Uwah...alles grau in grau. :( Man würde meinen, man könnte vorher abstimmen, welche Fassade welche Materialität und Farbe bekommt, damit am Ende ein interessanteres, abwechslungsreicheres Ensemble gebildet wird.
    Die Gegend um den Bahnhof ist an Ödnis und Langeweile kaum zu überbieten. Das wird nach dem Alexerplatz Berlins neuer Unort, für den sich niemand so recht erwärmen kann und den man bei Erreichen vor allem erst mal schnell wieder hinter sich lässt. Liebe Frau Lüscher und Co.: Setzen, sechs! D:


    Hä? Das ist echt Meckern auf hohem Niveau! Sicherlich ist die Architektur nicht optimal, aber: Ich kenne keinen einzigen Bahnhof in Deutschland, der ein attraktiveres Umfeld hat als der Berliner Hauptbahnhof. Wäre der Alexanderplatz so ein Unort, warum ist er dann gerade bei Touristen so beliebt...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wäre der Alexanderplatz so ein Unort, warum ist er dann gerade bei Touristen so beliebt...

    Weil man quasi ohne eigenes Zutun dort abgeworfen wird und unzählige Möglichkeiten vorfindet sein Geld zu versenken. An der architektonischen Qualität liegt es ganz sicher nicht. Wobei zumindest der Alex noch das ein oder andere Dekor aufzuweisen hat (Brunnen, Weltzeituhr) - bei diesem Quartier hier scheint man sich wohl auf die Kernfunktionen Anreisen, Schlafen, Abreisen beschränken zu wollen. Für den konsumtechnischen Notbedarf gibts ja immer noch den Bahnhof.