Beiträge von porteño

    Es könnte noch einen weiteren Grund geben. Bei der Wahl zwischen offener Baugrube und Deckelbauweise könnte auch eine Rolle spielen, dass bei der Deckelbauweise der Zeitraum der größten Grundwasserabsenkung wesentlich kürzer sein dürfte und man auch viel schneller eine große Gebäudemasse auf der Bodenplatte stehen hat (weil die Teildeckel bereits gebaut sind), so dass die Wasserhaltung früher wieder reduziert bzw. abgeschaltet werden kann. Dies dürfte bei der Genehmigung der Wasserhaltung beim RP Darmstadt keine unwesentliche Rolle spielen, denn was die Fördermengen und Dauer angeht, ist man doch bestimmt hier an der Grenze von dem was man in Deutschland überhaupt genehmigt bekommen kann.

    Eschborn wird für mich immer ein städtebauliches Rätsel bleiben. Eines der am besten gelegenen Grundstücke nahe an der einzigen guten ÖPNV Anbindung wird nun mit einem Rechenzentrum bebaut. In anderen Quartieren/Ländern würde dort ein gemischt-genutztes Projekt entstehen mit Wohnen, Hotel, Gastro und Veranstaltungsflächen. Aber hier müssen die dort Arbeitenden dann an Rechenzentren vorbeilaufen um nach 10-15 min Fußmarsch ihr Büro auf der westlichen Seite des Gebietes zu erreichen? Ergibt das Sinn?

    Die Frage ist vor allem auch, wer an dieser Stelle 60.000 m2 Bürofläche braucht... mehr Wohnungen hätten vielleicht mehr Sinn gemacht und würden bald realisiert werden. An dieser Stelle wird niemand spekulativ ohne Vorvermietung den Büroteil beginnen, also kann man sich auf ein paar Jahre Brache einstellen.

    Also für mich klingt das nach einem Problem für Herrenknecht und Herrenknecht alleine trägt die Verantwortung, wenn die TBM kaputtgeht. Vorausgesetzt der deutlich mehr als erwartete Verschleiß, der zum Ausfall führte, ist auf mangelhafte Herstellung der TBM oder fehlerhafte Planung der TBM zurückzuführen. Nur das Baugrundrisiko, d.h. Boden anders als erwartet, könnte beim Auftraggeber liegen und dann könnte sich der TBM Hersteller vielleicht hierauf berufen.


    Von dieser Webcam wird man die Arbeiten übrigens gut beobachten können, oder?

    Viele Investoren würden versuchen diese Person zu schmieren, um sich entsprechende Höhenvorteile zu erkaufen.


    Das ist schon eine dreiste und unbelegte Unterstellung. Große Teile der Berliner Politik sehen Gesetze eher als nette Empfehlungen die man aus ideologischen Gründe ignorieren darf während Investoren sich an die Gesetze halten. Schon mal überlegt was einem Projektentwickler droht, wenn man ein 100 Mio. Gebäude an einen Investoren verkauft und nachher kommt Korruption bei der Genehmigung ans Licht...

    Ich finde, das ist eine ganz bemerkenswerte Leistung - wenn sie denn klappt (aber ich will da nicht unken; warten wir's einfach mal ab).


    Herr Frosch, diese Bauweise gab es doch beim Deckelbau des Palais Quartier auch - da der Deckel nicht auf temporären Stützen sitzt, sondern auf den tatsächlichen späteren Stützen, hat man diese sehr aufwendige Bauweise. Der Vorteil - wie beim Palais Quartier - ist ja am Ende dass G&P dann gleichzeitig nach oben und nach unten bauen kann... :)


    Man könnte vermuten, dass die Fertigteilstützen erst einmal "nur" in den frischen Beton der Pfähle eingesteckt werden, denn sie müssen erst einmal ja nur den Deckel tragen. Und oben geht es beim Deckel eher um horizontale Kräfte aus der Baugrube und nicht so viel um das Gewicht der Untergeschoss 2 Decke (die Aussteifungsebene bzw. der "Deckel"). Der untere profilierte Bereich der Fertigteilstützen wird dann vielleicht mit den Pfählen und der Bodenplatte beim Bewehren der Bodenplatte verwoben und alles mit einer ordentlichen Portion Beton verbunden.

    Eine kritische Rede von al-Wazir zum Flughafenausbau und keine Teilnahme am "Spatenbild" wäre vielleicht die richtige Lösung gewesen.


    Aber vielleicht war es Fraport sogar ganz Recht, dass er nicht teilnimmt... ;)

    m.Ro80:


    Bitte entschuldige meine Wortwahl, aber was für ein Unsinn. :confused:
    Entgegen dem Eindruck, den man hier im Forum manchmal gewinnen könnte, werden Hochhäuser weder rein zur Verschönerung der Skyline noch für den sich einem Flaneur bietenden Anblick gebaut, sondern aus wirtschaftlichen, architektonischen und städtebaulichen Überlegungen. Dass die Büromieten im Bankenviertel das Doppelte vom Europaviertel betragen zeigt, dass die Büronutzer ähnlich denken. Das Image von Frankfurt gewinnt viel mehr durch die Dichte und Urbanität des Bankenviertels als durch einen einzelnen Turm am Rand.

    Was für ein Verderben? Die Erhöhung des Mietspiegels? Jede neu gebaute Wohnung verringert marginal den Druck auf den Wohnungs- und Investmentmarkt. Es ist ein Irrglaube zu meinen, man könnte durch Unterdrückung der Marktdynamik die Situation verbessern. Jemand der eine "Luxuswohnung" für 700.000 EUR kauft, zieht eine andere Wohnung frei (mit meistens niedrigerem Preis) oder vermietet seine neu gekaufte Wohnung.


    Nur mit einer geschickten Lenkung der Marktkräfte seitens der Stadt wird sich die benötigte Anzahl an Wohnungen in Frankfurt errichten lassen, Akteure wie AGB & Co. werden ihre Rolle spielen, aber es niemals alleine stemmen können. Und dem Markt müssen sinnvolle und wirtschaftliche Möglichkeiten gegeben werden, sonst nimmt niemand das Risiko zu Bauen auf sich.

    ^ Apfelbaum, mit einer solchen Denkweise würden die Gärten am äußeren Rand entlang der Stadtmauer bestehen, sprich entlang der Wallanlage, noch heute bestehen. :nono:


    1. Jede gebaute Wohnung ist besser als eine nicht gebaute Wohnung in der derzeitigen Situation, egal in welchem Preissegment und egal was dort vorher war (Bahnflächen, Schrebergärten, Büroflächen, Ackerland,...).


    2. Sogar wenn ausschließlich Mietwohnungen im geförderten und Sozialwohnungsbereich auf umgewidmeten Schrebergartenflächen entstehen würden, wären die Betroffenen und Anwohner dagegen und dies weiß die Politik leider nur zu gut (manche sogar für sich zu nutzen). Es würden sich neue Argumente dagegen finden lassen. NIMBYs kann man mit Logik nicht überzeugen.


    3. Das Argument "im Ausland teuer verkaufen" ist Schwachsinn. Der Anteil dieser Art von Investmentwohnungen ist zwar konzentriert in teueren innenstadtnahen Prestigeprojekten, aber im Vergleich zur Gesamtlage irrelevant. Lässt sich aber gut mit Meinungsmache betreiben...

    Nur mal am Rande erwähnt sei, dass die B-plan-mäßige MK-Ausweisung jede Wohnnutzung verbietet und nicht mal ausnahmsweise zulässt.


    Plan-AS => B-Plan B851 Gateway Gardens => Textteil => Art der baulichen Nutzung => Nicht zulässig sind: Wohnungen.


    Ok, aber die Ausweisung als MK-Gebiet alleine heißt nicht, dass keine Wohnungen erlaubt sind. In Ausnahmefällen, z.B. wenn dies aus städtebaulichen Gründen erforderlich erscheint, sind Wohnungen im MK möglich. Beispiel: Die Frankfurter Innenstadt/Bankenviertel.

    Es ist ein Irrglaube zu denken, dass man lediglich dem Architekten Freiraum und einen Auftrag geben muss, um Städtebau mit Qualität, mit Stil und mit neuen Stilelementen entstehen zu sehen. Ebenso wird der Begriff Investorenarchitektur oft falsch verwendet. Man muss davon ausgehen, dass Ideenlosigkeit auf Seiten der Architekten genauso oft wie der Kostendruck auf Seiten der Bauherren zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. In dem Fall hier ist Stefan Forsten eventuell einfach auf einen Bauherren mit Gespür für Architektur und Ästhetik gestoßen.

    Aktueller Stand beim Praedium. Zwar ist es schwierig genau zu sagen, wie das Endergebnis wirken wird, da immer noch so viele Gerüste herumstehen, aber es scheint als ob das Äußere nicht wirklich zu den Premiumpreisen passt, die man in den oberen Etagen verlangt. Ganz abgesehen von den Grundrissen...



    Parkend: Der zuletzt gebaute Abschnitt ist quasi fertig und es wurde direkt damit begonnen, die Tiefgarage der beiden verbleibenden Häuser entlang des Europagartens auszuheben (siehe Bildvordergrund). Das müssten die Häuser Versailles Park und Louise-Marie Park sein.



    Zwei Zusatzbilder für alle Freunde von größeren Kranansammlungen: