Beiträge von porteño

    In besagtem Geschäftsbericht spricht die ABG davon sich in einem Bieterverfahren gegen eine Reihe von Investoren durchgesetzt und wohl "die besseren Argumente" gehabt zu haben. Was für ein Unsinn, wenn man bedenkt dass eine Vorkaufssatzung erlassen worden ist und die Stadt alles daran gesetzt hat, eine Folgenutzung als Büroimmobilie zugunsten von Wohnungen, Schule, Kitas, usw. zu verhindern.

    Beim T4 wird heute eine Decke betoniert, bei der man zum ersten Mal die Grundform des Turms erkennen kann. Außerdem scheinen dort Auflagerplatten in regelmäßigen Abständen einbetoniert zu werden, was für die Verwendung von Fertigteilen ab hier spricht.

    Jetzt werden bereits über zahlreiche Beiträge hinweg viele richtige und falsche Argumente ausgetauscht, aber aus meiner persönlichen Sicht läuft es auf folgendes hinaus:


    Zusätzliche Regulierung (keine Hochhäuser, keine Flächenversiegelung, usw.) kann niemals ein Knappheits-/Preisproblem (zu wenig (bezahlbare) Wohnungen in Frankfurt) lösen. Jeder staatliche Eingriff der solche Grundprinzipien ignoriert wird scheitern. Das Knappheits-/Preisproblem löst sich nur Rückgang der Nachfrage (z.B. aufgrund von zu hohen Preisen oder Demographie), aber darauf würde ich in Frankfurt bei Niedrigzinspolitik der EZB, verfügbaren Gehältern und der Entwicklung der Stadt nicht wetten, oder Ausweitung des Angebotes (z.B. inkl. Wohnhochhäuser). Die agierenden Personen in der Stadtpolitik dürften das auch verstehen, denn sie sind ja (mit Ausnahme des OB ;)) nicht auf den Kopf gefallen.


    Für mich ist daher die zusätzliche Regulierung ohne Strategie zur Ausweitung des Angebotes klar ideologisch getrieben. Man nimmt die drohende Verschlimmerung des Problems ideologisch in Kauf (Stichwort Baulandbeschluss!) und gaukelt den Wählern, die solche Zusammenhänge nicht verstehen oder nicht interessieren, mit Slogans wie "Mieten runter!" den Willen vor irgendetwas gegen das Problem tun zu wollen. Obwohl die Maßnahmen das Problem logisch gesehen nicht lösen können! Klingt das nicht nach dem Inbegriff von Ideologie?

    Es könnte noch einen weiteren Grund geben. Bei der Wahl zwischen offener Baugrube und Deckelbauweise könnte auch eine Rolle spielen, dass bei der Deckelbauweise der Zeitraum der größten Grundwasserabsenkung wesentlich kürzer sein dürfte und man auch viel schneller eine große Gebäudemasse auf der Bodenplatte stehen hat (weil die Teildeckel bereits gebaut sind), so dass die Wasserhaltung früher wieder reduziert bzw. abgeschaltet werden kann. Dies dürfte bei der Genehmigung der Wasserhaltung beim RP Darmstadt keine unwesentliche Rolle spielen, denn was die Fördermengen und Dauer angeht, ist man doch bestimmt hier an der Grenze von dem was man in Deutschland überhaupt genehmigt bekommen kann.

    Eschborn wird für mich immer ein städtebauliches Rätsel bleiben. Eines der am besten gelegenen Grundstücke nahe an der einzigen guten ÖPNV Anbindung wird nun mit einem Rechenzentrum bebaut. In anderen Quartieren/Ländern würde dort ein gemischt-genutztes Projekt entstehen mit Wohnen, Hotel, Gastro und Veranstaltungsflächen. Aber hier müssen die dort Arbeitenden dann an Rechenzentren vorbeilaufen um nach 10-15 min Fußmarsch ihr Büro auf der westlichen Seite des Gebietes zu erreichen? Ergibt das Sinn?

    Die Frage ist vor allem auch, wer an dieser Stelle 60.000 m2 Bürofläche braucht... mehr Wohnungen hätten vielleicht mehr Sinn gemacht und würden bald realisiert werden. An dieser Stelle wird niemand spekulativ ohne Vorvermietung den Büroteil beginnen, also kann man sich auf ein paar Jahre Brache einstellen.

    Also für mich klingt das nach einem Problem für Herrenknecht und Herrenknecht alleine trägt die Verantwortung, wenn die TBM kaputtgeht. Vorausgesetzt der deutlich mehr als erwartete Verschleiß, der zum Ausfall führte, ist auf mangelhafte Herstellung der TBM oder fehlerhafte Planung der TBM zurückzuführen. Nur das Baugrundrisiko, d.h. Boden anders als erwartet, könnte beim Auftraggeber liegen und dann könnte sich der TBM Hersteller vielleicht hierauf berufen.


    Von dieser Webcam wird man die Arbeiten übrigens gut beobachten können, oder?

    Viele Investoren würden versuchen diese Person zu schmieren, um sich entsprechende Höhenvorteile zu erkaufen.


    Das ist schon eine dreiste und unbelegte Unterstellung. Große Teile der Berliner Politik sehen Gesetze eher als nette Empfehlungen die man aus ideologischen Gründe ignorieren darf während Investoren sich an die Gesetze halten. Schon mal überlegt was einem Projektentwickler droht, wenn man ein 100 Mio. Gebäude an einen Investoren verkauft und nachher kommt Korruption bei der Genehmigung ans Licht...

    Ich finde, das ist eine ganz bemerkenswerte Leistung - wenn sie denn klappt (aber ich will da nicht unken; warten wir's einfach mal ab).


    Herr Frosch, diese Bauweise gab es doch beim Deckelbau des Palais Quartier auch - da der Deckel nicht auf temporären Stützen sitzt, sondern auf den tatsächlichen späteren Stützen, hat man diese sehr aufwendige Bauweise. Der Vorteil - wie beim Palais Quartier - ist ja am Ende dass G&P dann gleichzeitig nach oben und nach unten bauen kann... :)


    Man könnte vermuten, dass die Fertigteilstützen erst einmal "nur" in den frischen Beton der Pfähle eingesteckt werden, denn sie müssen erst einmal ja nur den Deckel tragen. Und oben geht es beim Deckel eher um horizontale Kräfte aus der Baugrube und nicht so viel um das Gewicht der Untergeschoss 2 Decke (die Aussteifungsebene bzw. der "Deckel"). Der untere profilierte Bereich der Fertigteilstützen wird dann vielleicht mit den Pfählen und der Bodenplatte beim Bewehren der Bodenplatte verwoben und alles mit einer ordentlichen Portion Beton verbunden.

    Eine kritische Rede von al-Wazir zum Flughafenausbau und keine Teilnahme am "Spatenbild" wäre vielleicht die richtige Lösung gewesen.


    Aber vielleicht war es Fraport sogar ganz Recht, dass er nicht teilnimmt... ;)

    m.Ro80:


    Bitte entschuldige meine Wortwahl, aber was für ein Unsinn. :confused:
    Entgegen dem Eindruck, den man hier im Forum manchmal gewinnen könnte, werden Hochhäuser weder rein zur Verschönerung der Skyline noch für den sich einem Flaneur bietenden Anblick gebaut, sondern aus wirtschaftlichen, architektonischen und städtebaulichen Überlegungen. Dass die Büromieten im Bankenviertel das Doppelte vom Europaviertel betragen zeigt, dass die Büronutzer ähnlich denken. Das Image von Frankfurt gewinnt viel mehr durch die Dichte und Urbanität des Bankenviertels als durch einen einzelnen Turm am Rand.

    Was für ein Verderben? Die Erhöhung des Mietspiegels? Jede neu gebaute Wohnung verringert marginal den Druck auf den Wohnungs- und Investmentmarkt. Es ist ein Irrglaube zu meinen, man könnte durch Unterdrückung der Marktdynamik die Situation verbessern. Jemand der eine "Luxuswohnung" für 700.000 EUR kauft, zieht eine andere Wohnung frei (mit meistens niedrigerem Preis) oder vermietet seine neu gekaufte Wohnung.


    Nur mit einer geschickten Lenkung der Marktkräfte seitens der Stadt wird sich die benötigte Anzahl an Wohnungen in Frankfurt errichten lassen, Akteure wie AGB & Co. werden ihre Rolle spielen, aber es niemals alleine stemmen können. Und dem Markt müssen sinnvolle und wirtschaftliche Möglichkeiten gegeben werden, sonst nimmt niemand das Risiko zu Bauen auf sich.