Ryan Air hat sich auch von anderen deutschen Flughäfen zurückgezogen, nämlich solchen, die nicht in ihr Beuteschema passen (DUS, STR). Übrigens solchen Flughäfen, die ähnlich hohe Gebühren wie der BER haben. Die Aufteilung TXL = normal, SXF = billig, gibt es nun seit 2020 nicht mehr. Sollten die ernsthaft so blöd gewesen sein, zu glauben, sie könnten die FBB mit medialem Getöse erpressen?
BER Sonstiges
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Bousset Du gehst davon aus, dass Ryanair Berlin mehr braucht als Berlin Ryanair. Das halte ich für fraglich.
Richtig ist, dass nicht nur Berlin beim Flugverkehr im Vergleich zurückfällt - sondern ganz Deutschland. Das war verkehrspolitisch gewollt - insofern gilt es das zu respektieren. Heute kaum noch vorstellbar, dass Frankfurt mal der grösste Flughafen Europas war.
Man muss halt bereit sein, die Konsequenzen dieser Politik zu tragen. Berlin bezahlt einen Preis dafür, dass es zu erreichen im Vergleich teurer und umständlicher wurde. Das ist ein Faktor beim Kollaps der Berliner Club- und Partyszene ebenso wie beim Bedeutungsverlust der Kunstszene. Mal kurz am Wochenende ins Berghain fliegen - oder zu einer Ausstellung? Das war mal. -
Hallo,
wieso war es einmal? Es gibt noch Easyjet, Eurowings und Wizzair. Alle drei wachsen am Standort.
Wenn Ryanair es vorzieht, rabiat gegen gewerkschaftliche Organisation vorzugehen, ist es ihre Entscheidung so mit ihren Mitarbeitern umzugehen (recht bitter).
Ich bin mir sicher, dass Ryanair in einem 1/2 Jahr wieder verkündet, eine Basis aufzumachen. Schließlich hat man bis dahin alles an fliegendem Personal in Deutschland gefeuert und kann bei null beginnen. Ihren Hangar bauen sie schließlich auch noch.
Ryanair kann sich definitiv nicht leisten, den deutschen Markt komplett abzuschreiben.
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Gehe ich davon aus, dass Ryanair Berlin mehr braucht als der BER? Habe ich nicht geschrieben. Es scheint so, dass mittlerweile alle von Ryanair genervt sind und am BER wird das nachgeholt, was anderernorts in D schon passiert ist, dass schrieb ich. Die Gebühren sind ja keine willkürliche Preisgestaltung.
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Sie sollten schon wissen, wie viel Geld an solchen Flügen hängt? Wie viel Wirtschaftskraft?
Die verlagert sich zurzeit einfach woanders hin. Berlin wird dadurch also schwächer von der Wirtschaftskraft.
Sie brauchen dringend neue Verbindungen und sollten verhandeln.
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Heute kaum noch vorstellbar, dass Frankfurt mal der grösste Flughafen Europas war.
Wann auch immer das gewesen sein soll; so war es höchstens irgendwann zur Mitte des letzten Jahrhunderts und wir würden von maximal ein paar Millionen Passagieren pro Jahr sprechen. Seeeehr alte Kamellen... Und absolut nicht mit heutigen Maßstaben zu vergleichen.
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Ein Versuch der faktenbasierten Einordnung:
1)Ryanair hat am BER die einzige Basis mit Betriebsrat, der einem neuen Schichtmodell nicht zugestimmt haben soll (Quelle aero). Dann kündigen sie also die Schließung der Basis an, werden sich aber nicht vom BER komplett zurückziehen.
2) Flughafengebühren werden nicht willkürlich festgelegt. Sie richten sich auch nach dem Aufwand, der an jedem Flughafen betrieben werden muss. Man darf daran erinnern, dass der BER nicht als Billigflughafen konzipiert wurde und obendrein auch noch haufenweise Schulden hat.
3) Gebühren sind abhängig von vielen Faktoren und lassen sich schlecht in Form eines Rankings vergleichen. Nach 2) haben die großen Hubs FRA und MUC hohe Gebühren. Es folgen DUS, HAM, STR, CGN und BER mit etwas weniger. Danach wird es dann entsprechend immer günstiger, bis hin zu Standorten wie Memmingen, Weetze, Hahn usw.
4) Von den großen unter 3) genannten Standorten operiert Ryanair nur noch von HAM, BER und CGN aus! BER hat mit Abstand die meisten Flugverbindungen von Ryanair.
Fazit: Es ist nicht schön für den BER bei Ryanair Einbußen zu haben, er kann aber auch nicht von seinen Gebühren runter (es sei denn man subventioniert das mit Steuergeldern). Ryanair selbst müsste erkennen, dass ihr Geschäftsmodell a la Weetze, Memmingen und Hahn am BER nicht mehr in diesem Maß funktionieren kann. Wäre vielleicht was für einen Flughafen Berlin-Neuhardenberg
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Die Rheinische Post berichtet über internationale Verbindungen der DB. So seien 2025 25 Millionen Fahrgäste im grenzüberschreitenden Verkehr unterwegs gewesen, 30% mehr als noch 2019. Leider wird zwar keine etwaige neue ICE-Verbindung Berlin-Warschau erwähnt, aber dafür Berlin-Kopenhagen und Berlin-Paris. Beide Routen haben zwar durchaus stattliche Reisezeiten im Zug, sind aber dennoch direkte Konkurrenz zu Flugangeboten ab dem BER.
Das Plus bei der DB von 30% kann sich allemal sehen lassen und es ist naheliegend, dass das auch auf Passagiere zurückgeht, die diese Strecken einst geflogen sind.
Da mit Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf Deutschlands größte Flughäfen allesamt recht nah zu einer Grenze liegen, wäre es also nicht verwunderlich, dass der Fernverkehr hier Kunden abgeworben hat und diese Flughäfen u.a. auch deshalb die Passagierzahlen von 2019 noch nicht wieder erreicht haben.
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ICE nach Warschau kommen frühestens Anfang der 30er-Jahre, sobald die bestellten ICE3 NEO mit Polen-Zulassung ausgeliefert werden. Bis dahin dürfte die PKP ihre IC Berlin-Warschau auf einen 2-Stunden-Takt ausgebaut und beschleunigt haben.
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^ Eigentlich wäre es zuvor möglich. Eine Verbindung von Berlin - Gesundbrunnen nach Warschau besteht bis heute noch .Da könnte man doch auch von Gesundbrunnen bis zum BER verbinden. Aber es handelt sich nicht von der DB sondern Euro City.
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Ergänzend zu meinem Post von Freitag: Berlin-Oslo wird ab 2028 auch angeboten
Ist natürlich deckungsgleich mit der Direktverbindung nach Kopenhagen, aber geht dann halt noch darüber hinaus. Es werden mit dieser Verbindung zukünftig also drei ab dem BER erreichbare Ziele direkt per ICE mit Berlin verbunden: Kopenhagen DK, Göteborg SE und Oslo NO.
Aus der Pressemitteilung gehen auch ein paar interessante Zahlen des grenzüberschreitenden Fernverkehrs hervor: So sah im Jahr 2025 München-Zürich ein Plus von 27% ggü. 2024, FFM-Paris +22%, Köln-Brüssel +16% -
^Dadurch erhöht sich nebenbei auch deutlich die Frequenz nach Kopenhagen, was man auch nicht unterschätzen sollte. Es gibt dann 4 tägliche Direktverbindungen nach Kopenhagen, 2 davon mit einem modernen ICE. Spätestend wenn sich die Fahrtzeit dann noch irgendwann von 7 auf 4 Stunden reduziert, wird es sicher nicht nur für Bahnfans eine attraktive Alternative darstellen. Es dürfte dann faktisch sogar meist schneller und bequemer sein als im Flieger. Bei Göteborg geht die KI dagegen vorerst von knapp 12 Stunden aus, für Oslo schreibt die Bahn offiziel sogar von 14-15 Stunden. Selbst wenn sich das perspektivisch dann auf 9 respektive 11-12 Stunden reduziert, kann ich mir hier keine allzu starken Effekte für den BER vorstellen.
Aber warum nicht gleich mal der Blick zurück in die Gegenwart: Der April hat den BER einmal mehr gebeutelt. Alleine nach Nahost hat man gegenüber dem Vorjahr 84.000 Paxe verloren und einer der größten Wachstumsmotoren der letzten Flugpläne ist somit erstmal brutal abgewürgt worden. Der Lufthansa-Streik hat dann noch weitere 40.000 Paxe gekostet. Unter dem Streich kam man zwar nicht bei -124.000 aber doch bei -91.000 Paxen oder -4,1% heraus. Das Jahr läuft also weiterhin alles andere als rund. Nur der März war knapp im Plus, sonst nur Probleme auch wenn es wohl meist keine hausgemachten waren. Zum Winter dann noch die Ryanair-Geschichte, die ich zwar auch mit zunehmender Gleichgültigkeit gegenüber der Airline und ihres Erpressungsgebahrens bewerte aber die faktisch dennoch weitere Einbußen bedeuten werden. Es ist eigentlich nur noch schwer vorstellbar, wie da noch ein zartes Plus oder zumindest eine schwarze Null herauskommen könnte.
Quelle Airportzentrale -
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Nun ja, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hat ihre optimistische Prognose von Januar revidiert und rechnet für alle deutschen Flughäfen mit einem gebrauchten Jahr - Link adv.aero/dreifache-belastung - Stagnation der Passagierentwicklung. Wohlfeil, dass man nach Entlastung bei der Luftverkehrssteuer ruft .
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^ Eigentlich wäre es zuvor möglich. Eine Verbindung von Berlin - Gesundbrunnen nach Warschau besteht bis heute noch .Da könnte man doch auch von Gesundbrunnen bis zum BER verbinden. Aber es handelt sich nicht von der DB sondern Euro City.
Gesundbrunnen wird während der Arbeiten auf der Stadtbahn angefahren, sonst gehen die Züge über ebendiese. Die Eurocities der PKP werden übrigens in Deutschland von DB Fernverkehr betrieben, da sie Kooperationszüge sind.
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Wann kommt denn die U-Bahn Verlängerung bzw. eine U-Bahn direkt zum BER?
Zumindest hat das heute die stellvertretende Bürgermeisterin in London verkündet.
2 tägliche Maschinen nach Doha starten zumindest wieder am BER täglich.
Abwarten, wann die 3 wieder eingesetzt wird!
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Wann kommt denn die U-Bahn Verlängerung bzw. eine U-Bahn direkt zum BER?
Mit großer Sicherheit gar nicht.
Zumindest hat das heute die stellvertretende Bürgermeisterin London verkündet.
Was hat die Londoner Bürgermeisterin mit dem BER zu tun?
2 tägliche Maschinen nach Doha starten zumindest wieder am BER täglich.
Abwarten, wann die 3 wieder eingesetzt wird!
Zur Zeit wird 12/7 geflogen. Ab Juni 14/7 und ab 17. Juni wieder 17/7, also drei tägliche Flüge an drei Wochentagen.
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Eurowings stationiert zum Winter 2 neue Jets am BER
Damit hat die Lufthansa-Tochter dann wie easyJet 11 Jets in Berlin. Das kompensiert den Ryanair-Rückzug sicher nur teilweise (-7 fest stationierte Jets bzw. -50% Kapazitäten). Es ist aber doch ein gutes Signal. In einigen Fällen wird man auch direkt gestrichene Verbindungen ersetzen (als Beispiel wird hier Bologna genannt). Verlauten ließ Eurowings ansonsten auch noch, dass man an den BER glaube. Man stimmt jedoch zugleich auch zu, dass Deutschland insgesamt zu teuer sei und wieder konkurrenzfähiger werden müsse.
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Eurowings geht weiter in die Offensive
Den kommenden Ausbau hatte ich ja bereits angeführt. Spannend ist aber auch die nun genutzte Rhetorik, die mE direkt Ryanair attackiert bzw. einen bewussten Kontrapunkt setzt. Man nennt den BER einen "guten Standort" mit breitem, attraktivem Kundenprofil (Reisen/Tourismus, Business, Point-to-Point und Besuche bei Familien und Bekannten). Zudem erklärt man wahlweise, dass man "gerne" oder aber "mit Stolz" in neu entstehende Lücken stoße. Dabei bestätigt man auch unverhohlen, was Burkhart Kieker umgekehrt bereits angesprochen hatte: Man hat direkt darüber verhandelt, wer in welche Lücke stoßen könnte.
Nachdem man noch vor wenigen Jahren mit 3 Maschinen gestartet sei, verfolge man nun klar das Ziel, sich als Nummer 1 an dem strategischen Standort zu etablieren, wie man es auch bereits in den darauffolgenden Airports Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn erreicht habe. Die Stationierung von Jet Nr. 10 und 11 sowie die Ausweitung des Flugplans auf rund 50 Ziele und höhere Frequenzen sei dabei noch immer "nicht das Ende der Fahnenstange", denn man habe "noch mehr vor".
Verbunden mit diesen euphorischen Tönen ist allerdings erneut auch eine gewisse Erwartungshaltung an Politik und Flughafenbetreiber. Man sei gewissermaßen in Vorleistung gegangen - und nun müssten auch die Kosten runter. Zuletzt habe man schon nur die Hälfte der Preissteigerungen an die Kunden weiter geben können.
Übrigens auch noch spannend: Ein Analyst gab zu verstehen, dass die von Ryanair als Begründung genannten (oder ggf. vorgeschobenen) Gebührenerhöhungen überhaupt nicht anstanden. Im Gegenteil: Wer expandiere, erhalte Incentives. Das gilt dann wohl vermutlich auch für Eurowings. Spannend ist das ja auch, weil man mW ja wohl erst nach Verbesserung der Finanzlage überhaupt mit Incentives arbeiten darf und nun offenbar mit diesem Hebel operiert.
Morgenpost
Berliner Zeitung Paywall
Flixbus verstärkt massiv die BER-Anbindung
Auch hier wird auf eine direkte Kooperation verwiesen, die in 2025 gestartet war und nun nochmals massiv ausgebaut werde. Einige Beispiele für neue oder verstärkte Direktverbindungen zum BER:
- Leipzig (630k Einwohner) erhält im Sommer statt bislang 4 nunmehr bis zu 9 tägliche Verbindungen
- höhere Frequenzen in einige der größten Städte Polens: Breslau (640k EW, #4 in Polen): bis zu 13 tägl. Frequenzen, Posen (540k EW, #5): bis zu 15x/tägl., Stettin (ca. 400k EW, #7): bis zu 12x/tägl.
- neue Direktverbindungen nach Görlitz, Zittau, ins Erzgebirge und zur Ostsee
- höhere Frequenzen nach Schwerin, Jena und Chemnitz
- 2025 gehörte der BER bereits zu den Top 10 Haltestellen im Flixbus-Netz und war der meistfrequentierte Flughafen
- 2026: werden bis zu 155 Busse täglich zum BER fahren und 90 deutsche sowie 60 polnische Städte direkt mit dem Flughafen verbinden
PM BER
Kurz gesagt: Der BER arbeitet weiter an strategischen Kooperationen, wobei man sich auch nicht zu sehr auf die Deutsche Bahn verlässt, die ja zuletzt mit der Eröffnung der Dresdner Bahn und der Direktverbindung BER-Cottbus auch wichtige Meilensteine erreicht hatte. Und auch das Ryanair-Gebaren kontert man so gut es eben geht. Wobei sich die Analysten nach wie vor sicher zu sein scheinen, dass Ryanair ohnehin früher oder später zurück kehren wird. -
Moin,
da kann man mal sehen, was Ryanair für eine Erpresserbude ist. Bin mal gespannt, wann sie (schon aufgrund des Hangars) wieder aufkreuzen.
Bei Flixbus ist es sehr interessant, ich hoffe, der BER entwickelt das weiter. Hatte mal vernommen, dass Flix, wenn sie denn weiter wachsen, die Busse und Züge mehr verzahnen wollen. Somit ist der Bus teilweise der Zubringer zum Zug. Wenn man bedenkt, dass die DB nicht gewillt ist, wenigstens das ursprüngliche Verkehrskonzept von 2012 (für den Fernverkehr) umzusetzen, sollte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Flixtrain aus Richtung Hannover, über Nord-Süd-Tunnel des HBF's fährt und dort entweder die Passagiere abfliegen oder per Bus weiterbefördert werden. Bahnhof/Autobahn sind ja vorhanden.
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da kann man mal sehen, was Ryanair für eine Erpresserbude ist.
Sehe ich genauso. Die Nachfrage ist nicht vorhanden, weil RyanAir da ist. RyanAir ist da, weil die Nachfrage vorhanden ist. Ziehen sie sich zurück, schöpfen früher oder später andere Airlines das Nachfragepotenzial des BER ab. Aus meiner Sicht sitzt der Flughafen hier am längeren Hebel.
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