Beiträge von WOVA1

    Strassenbahn-Bau in der Binger Strasse - so langsam wird man fertig.

    Ursprünglich sollte es ja im Mai 2026 fertig sein - nach einer Baustellenübersicht in der Druck-AZ will man die Binger Strasse jetzt in Ende Juni für den PKW-Verkehr in beide Richtungen freigeben. Die Strassenbahn soll ab 10.August dort Testfahrten unternehmen.

    Stand der Dinge - vom Münsterplatz aus:

    iskcwxlw.jpg

    Vom Alicenplatz aus:

    jvvhqbgi.jpg

    PS.: Alle Bilder von mir.

    Ebersheim - Baugebiet 'An der Wiese'

    zuletzt #342

    Da baut man zügig - nach drei Monaten ist bei drei Häusern das Erdgeschoss im Bau, bei zwei weiteren das Kellergeschoss. Acht Häuser sollen es werden.

    Der Betonkanal liegt auch in Stücken abfahrbereit.

    Bilder von der Baustelle:


    mimjxzgo.jpg

    9g4byqoc.jpg


    Und noch ein anderes, kleineres Bauprojekt - im Ortszentrum von Ebersheim ( Ecke Weedengasse / Weinbergstrasse ).

    Da entstehen unter dem Namen 'Wohnanlage Rieslinghof" acht Eigentumswohnungen + Carport. Bis vor ein paar Jahren stand da ein älteres Wohngebäude und Schuppen / Scheune. Dann jahrelang ein Bauzaun mit Werbung für Röder Immobilien. Die Wohnungen werden offenbar via kleinanzeigen.de für Preise von 4.500 bis 5.000 EUR / qm angeboten. Den angegebenen Fertigstellungstermin von Dezember 2026 halte ich für optimistisch.

    Dort gibt es auch die einzige Visualisierung, die ich gefunden habe. Danach fügt sich das mindestens von der Kubatur ganz gut in die umliegende Bebauung ein - zwei Stockwerke und Satteldach mit Dachgauben. Die Ecke wird durch einen Eckgiebel betont .

    Bilder von der Baustelle - Respekt vor den Leuten, die dieses Gerät für den Spundwandbau über die engen Straßen dorthin geschafft haben, ohne sichtbare Flurschäden zu hinterlassen : iqauvren.jpg

    gfkackg7.jpg


    PS.: Alle Bilder von mir.

    ^

    Danke Schmittchen für die Erklärung.

    Das Hochhaus sieht ja nicht schlecht aus.

    Nur frage ich mich, was eine Mainzer Aufbaugesellschaft da in Niederrad tut. Zuviel Geld auf dem Konto, zu hohe offene Kreditlinie ?

    Kein Grundstück in Mainz oder im Mainzer Umland für ein Studentenwohnheim ? Ein Neubau in Niederrad dürfte den im Mainz Studierenden recht wenig bringen. Das Risiko trägt auf jeden Fall direkt oder indirekt die Stadt Mainz.

    ^

    Auf der Seite der MAG (Link: mag-mainz.de/) sind da über dem Eingang ein paar farbige vertikale Dreiecke zu sehen. Vom Anbau aber nur das begrünte Dach.

    In der Beschreibung heißt es :

    Dekoratives Anführungszeichen

    Geplant sind insgesamt 364 Apartments. Diese teilen sich in 220 vollmöblierte i Live Micro-Living Apartments und 144 Serviced Apartments der Marke Rioca - The Brazilian Design Hotel auf. Im Erdgeschoss des Gebäudes entstehen zusätzliche gewerbliche Flächen. Ergänzend soll das Areal um rund 1.800 m² Neubau-Nutzfläche erweitert werden. Dadurch können neben einer 6-zügigen Kindertagesstätte weitere 12 Wohnungen realisiert werden.

    Sind diese Micro-Living Appartments und Serviced Appartments eigentlich eine Wohn- oder eine Gewerbenutzung ( ähnlich wie ein Hotel ) ?

    GFZ-Kaserne an der Goldgrube

    zuletzt #351

    Man glaubt es ja nicht, aber tatsächlich reißt die Firma AWR-Abbruch seit April die Kasernenbauten im Süden des Areals ab. Ich konnte noch keine Bilder davon machen - Parkplätze sind da rar.

    Im Juli 2025 erwarb die GVG eine Fläche von 77.654 qm von der BIMA Link: gvg-mainz.de/projekte/stadtquartier/. Weitere 16.000 qm behält die BIMA, um dort Wohnungen für Bundesbedienstete zu bauen.

    Einen Bebauungsplan gibt es auch - allerdings seit 2021 wieder in der Planstufe 1 Link: mainz.de/service-nutzen/dezernate-und-aemter/aemter/stadtplanung/stadtquartier-gfz-kaserne

    Danach sollen im Norden und Westen des Areals Gewerbebauten entstehen - der 'Biontech-Campus'. Dadurch von den verkehrsreichen Strassen abgeschirmt sollen im Osten und Süden 450 Wohnungen, 2 Kitas und ein Quartiersplatz mit der Ortsverwaltung für die Oberstadt und Läden für die Nahversorgung entstehen.

    Wäre ja sehr erfreulich, wenn da nach 20 Jahren Leerstand tatsächlich gebaut würde.

    ^

    Nun ja, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hat ihre optimistische Prognose von Januar revidiert und rechnet für alle deutschen Flughäfen mit einem gebrauchten Jahr - Link adv.aero/dreifache-belastung - Stagnation der Passagierentwicklung. Wohlfeil, dass man nach Entlastung bei der Luftverkehrssteuer ruft .

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man mal überlegt, wie viele Flieger alleine das ersetzt

    Naja, ich fahre ja selbst lieber Bahn denn zu fliegen - allein die Sicherheitskontrolle erinnert mich immer an ein Gatter für Schafe, wo sie einzeln zwecks Ohrmarken und Impfung durchgetrieben werden.

    Aber die Antwort auf die Frage ist bei Berlin - Paris : vermutlich ersetzt ein Zug ein Flugzeug - eventuell sogar weniger als genau eins. Und die schlechte Nachricht - ist die Stecke noch länger, verschiebt sich dies zugunsten des Flugzeugs.

    Rechnen wir mal:

    Zug: acht Stunden Fahrzeit plus optimistische zwei Stunden um den Zug zu wenden ( einmal durchputzen, Grauwasser entsorgen + Frischwasser/ sonstige Vorräte auffüllen) ergibt 10 Stunden Blockzeit pro Stecke. Optimistisch schafft es der Zug einmal hin und wieder zurück am Tag. Und bietet so zwischen 400 und 600 Plätze pro Richtung ( 800 Plätze haben wohl nur die TGVs auf der Kanal-Route).

    Flugzeug: Nimmt man eine A321 ( kann auch eine alte CEO sein), hat man so 200 Plätze. Reine Flugzeit sind so knapp zwei Stunden. Plus eine Stunde um den Flieger zu drehen ( Billigflieger schaffen das schneller) Macht drei Stunden Blockzeit pro Stecke. Geht man hart an die Nachtruhe des Flughafens heran, kann der Flieger dreimal am Tag hin und zurück fliegen. Man hat auch 600 Plätze pro Richtung. Und man kann das Flugzeug ev. ab Paris nachts noch nach Algier schicken - rund ums Mittelmeer gibts eh kaum Nachtflugverbote.

    Und: die europäischen Bahnen sind als nationale Unternehmen Jahrzehnte in Sachen Standardisierung hinter der Fliegerei zurück. Das etwa eine SCNF oder eine Deutsche Bahn einen TGV morgens / vormittags mal von Berlin nach Hamburg und zurück sprinten lässt , um den Zug dann am Nachmittag Berlin-Paris zu fahren - wird noch eine Weile dauern. In der Fliegerei wäre es nicht bemerkenswertes.

    ^

    Nach einer Pressemitteilung der Amprion von Ende März sollen die Bohrarbeiten auf dem Kapellenberg und auf der Langenhainer Seite des Lorsbachtals jetzt bis Oktober ausgesetzt werden ( Link .amprion.net/Presse/Presse-Detailseite_92737.html ).

    Man plant zur Anbindung nach Kriftel offenbar zwei Tunnel - einen von der Langenhainer Seite runter ins Lorsbachtal und einen vom Lorsbachtal durch den Kapellenberg. Wie soll man es auch sonst machen ? Sich in offener Bauweise durch die Wälder zu arbeiten und dann eine Schneise zu hinterlassen, würde wohl kaum akzeptiert werden. Nebenbei ist der Kapellenberg ja auch noch archäologisch vermint ( steinzeitliche Höhensiedlung ).

    Rhein-Main-Link

    oder : irgendwoher muss der Strom für die schicken Rechenzentren ja kommen..

    Nachdem es in den letzten Jahren ja sporadisch Zeitungsartikel über den Verlauf der Trasse gab (oder wo die Trasse nach Ansicht der Kommunalpolitik auf keinen Fall verlaufen soll), hat der Bauherr Amprion inzwischen die Trasse, mit der er in das Planfeststellungsverfahren gehen will, zwischen Eppstein und Riedstadt 'flurstückgenau' festgelegt. Entsprechend ist man Anfang März damit zwischen Wiesbaden, Hofheim und Hochheim auch schon auf Roadshow gegangen.

    Da es zu dem Thema hier im Forum bisher kaum etwas gibt, erstmal eine Zusammenfassung von der Webseite von Amprion ( Link: amprion.net/Netzausbau/Unsere-Projekte/Rhein-Main-Link/ ).

    Rhein-Main-Link ist ein 'Energiekorridor' und soll im Endausbau eine Leistung von 8 GW Windstrom von der Nordsee-Region ins Rhein-Main-Gebiet und Rhein-Neckar-Gebiet bringen können.
    Zu diesem Zweck werden auf dem größten Teil der Strecke vier 525 KV Gleichstromleitungen nebeneinander verlegt - jede Leitung überträgt 2 GW.
    Dabei besteht jede einzelne Leitung aus drei Erdkabeln - Plus, Minus und Rückleiter ( Reserve ?) - Kabel. Also insgesamt 12 Kabel parallel.
    Jedes einzelne Kabel hat einen Durchmessser von 14 - 16 cm und ein Gewicht von 40 - 60 Kg pro Meter.
    Geliefert werden die Kabel auf Spulen in so etwas über 1 Km Stücken - das gibt eine Menge Schwertransporte.

    Da das übrige Stromnetz ja auf Wechselstrom ist, braucht man Netzverknüpfungspunkte (NVPs) - vulgo Konverter, die aus Wechselstrom Gleichstrom machen und umgekehrt. Fünf davon sind vorgesehen - im Norden einer so grob südlich des Jadebusens, wo die Leitung wohl auch mit aus der Nordsee kommenden Gleichstrom-Kabeln verknüpft werden soll.
    Im Süden sind es vier - zwei im Rhein-Main-Gebiet ( Kriftel und Hofheim-Marxheim). Die beiden anderen südlicher. einer im Bereich Hessisches Ried ( Umgebung von Gernsheim/ Biblis ) und einer in Bürstadt ( wo ehedem das KKW Biblis mal 2,6 GW eingespeist hat ).
    Der Flächenbedarf eines solchen NVPs wird mit 10 ha angegeben. Der im Norden wird vermutlich größer sein, da er ja vier Leitungen versorgt.
    Der Kostenrahmen für das gesamte Projekt wird mit 15 Mrd. EUR + X angegeben.

    Bauverfahren:
    Bei der ( wohl noch billigere ) offene Bauweise gräbt man einen Graben von 1,8 Meter Tiefe und 5- 6 Meter Breite pro Leitung. Die Leerrohre für die Kabel werden dann in Flüssigboden in 1.4 - 1,6 Meter Tiefe verlegt. Insgesamt braucht man temporär 65 - 75 Meter Breite für Baustrassen und den Bodenaushub. Was man hinterlässt, ist ein Schutzstreifen von 30 - 40 Meter Breite mit eingeschränkter Nutzbarkeit.
    Bauen darauf ist tabu, aber auch Bäume und alles, was tiefe Wurzeln hat wie etwa Weinstöcke. Betroffene Landwirte sind skeptisch, wie weit sich dies landwirtschaftlich nutzen lässt. Zum einen wegen dem Flüssigboden, der halt auch Zement enthält (einen tragfähigen Untergrund braucht man bei den Kabelgewichten schon). Zum anderen haben diese Kabel natürlich auch einen Widerstand und erwärmen den Boden um 1 - 2 Grad.

    Muss man die Kabel tiefer verlegen, etwa um Verkehrstrassen, Gewässer oder schützenwerte Gebiete zu durchqueren, greift man zur geschlossenen Bauweise.
    Dies ist entweder die Horizontal Directional Drilling (HDD) - Methode, mit der man so bis einen Kilometer kommt.
    Weiter wohl nicht, weil man ansonsten die Kabel nicht mehr in die Leerrohre eingezogen bekommt, ohne sie über die Streckgrenze zu bringen.
    Wenn es denn weiter als einen Kilometer sein muss, greift man zu Methoden des Tunnelbaus.

    Zeitplan: nach Link hessenschau.de/wirtschaft/rhein-main-link-verlauf
    Im Laufe des Jahres 2026 möchte man die Planfeststellungsunterlagen für alle hessischen Abschnitte fertigstellen, um in 2028 mit den Bauarbeiten anfangen zu können. Vorab laufen aber schon Baugrund-Erkundungen.
    Ab 2033 sollen dann die ersten zwei Gigawatt aus Windparks durch die Leitungen nach Bürstadt (Bergstraße) fließen.
    Die Leitung nach Hofheim-Marxheim (Main-Taunus) soll 2035 fertig sein. Die Inbetriebnahme der Leitungen nach Kriftel (Main-Taunus) und Biblis (Bergstraße) ist für 2039/2040 geplant.
    Man will allerdings alle vier Leitungen auf einmal bauen - wobei dann halt für die später vorgesehenen Leitungen nur die Leerrohre verlegt werden.

    Verlauf der Trasse : Link (https://www.amprion.net/Netzausbau/Uns…_zugangsabfrage)
    Von södlich des Jadebusens südöstlich durch Niedersachsen ( drei Planfeststellungsabschnitte ). In der Gegend von Hameln schwenkt der Verlauf auf süd-südwest und geht durch das östliche NRW ( ein Planfeststellungsabschnitt ).
    Hessen ( sechs Planfeststellungsabschnitte ) wird im Kreis Waldeck-Frankenberg erreicht - dann geht es Richtung Süd östlich an Gießen vorbei.
    Zwischen Butzbach und Bad Nauheim geht es dann wieder Richtung Südwest - durch den nördlichen Hochtaunus-Kreis und den östlichen Zipfel des Rheingau-Taunus-Kreises.

    Der Main-Taunus-Kreis wird bei dem Eppsteiner Stadtteil Niederjosbach erreicht. Dann geht es westlich von Bremthal ( zu Eppstein ) und Wildsachsen ( zu Hofheim ) weiter Richtung Süd.
    Zwischen Wildsachsen und Breckenheim ( zu Wiesbaden ) sollen dann die Leitungen nach Kriftel und Hofheim-Marxheim abzweigen - die Hauptleitung quert die A3 und auch die Schnellbahntrasse, die ja in der Gegend im Tunnel verläuft.
    Weiter geht es zwischen Wallau und Nordenstadt, westlich an Delkenheim vorbei Richtung Hochheim.
    In Hochheim hatten ja die ersten Planungen, die vorsahen, daß man sich in der offenen Bauweise quer durch die Weinberge arbeiten wollte, für einigen Aufruhr gesorgt. Inzwischen will man die Weinberge zwischen Kostheim und Hochheim in der geschlossenen Bauweise queren. Dann geht es über die Mainwiesen Richtung A671-Mainbrücke, bei der der Main untertunnelt wird.
    Die Trasse folgt dann der Linie A671, Mainspitz-Dreieck und A60, die zwischen Ginsheim und Bauschheim gequert wird.
    Dann geht es weiter Richtung Trebur, was östlich umgangen wird, bis zu den Riedstädter Stadtteilen Wolfskehlen, Goddelau und Crumstadt - so etwas östlich des Kühkopf.

    Persönliches Fazit:
    Das gibt für das westliche Rhein-Main-Gebiet Baustellen, die mit dem Bau der Schnellbahnstrecke nach Köln in den 90ziger Jahren vergleichbar sind. Allerdings wird man nachher weniger davon sehen.
    Ob der Baubeginn tatsächlich 2028 sein wird ? Man mag es bezweifeln..

    Dekoratives Anführungszeichen

    Realistisch betrachtet wird es sich eher wie ein Berserker für das Stadtbild verhalten ähnlich wie der alte Schellbau.

    Ja, die Mainzer bauen die Dinge an den Ort, an dem sie waren..

    Wenn man träumen dürfte:

    Statt des Gutenberg-Museums der Altstadt angepasste Stadthäuser - Wohnungen zu einem Innenhof, Gastro/Läden zu den Gassen.

    Im Römischen Kaiser und dem Hotel Schwan findet das Stadtmuseum einen würdigeren Platz als derzeit, wo es kaum jemand auf der Zitadelle findet.

    Und das Gutenberg-Museum landet auf dem Karstadt-Areal - vermutlich hätte man sogar einen Teil des Kaufhauses gar nicht abreissen müssen. Die meisten Exponate mögen eh kein Tageslicht.

    Lerchenberg - 'Junges Wohnen '

    (Referenz zu #338)

    Inzwischen ist das Hotel Lerchenberg Geschichte - leider auch der Garten des Hotels. Es war ja ein U-förmiger Komplex aus drei kleineren Gebäuden.

    Na gut, so war es auch kommuniziert - Bäume gibt es auch im angrenzenden Park genug.

    Bilder von der Baustelle:

    ">

    Hier zu sehen die Lage des Grundstücks zwischen den Punkt-Hochhäusern aus den 70zigern und den etwas später gebauten Wohnscheiben.

    (nebenbei: von den oberen Etagen der Punkt-Hochhäuser hat man einen Ausblick, der kaum zu übertreffen ist. Je nach Seite über den Rheingau oder das Rhein-Main-Gebiet - Lerchenberg ist ja der zweithöchste Stadtteil von Mainz nach Ebersheim).

    ">

    Mit dem Rücken zur Baustelle - der 'Dorfplatz' von Lerchenberg mit dem noch abgedeckten Brunnen und dem Eingang zu der Ladenzeile ebenfalls aus den 70zigern. Vor ein paar Jahren hat man die etwas aufgehübscht. Aber Läden tun sich da schwer - vermutlich liegt es auch an den Flächen, die den Anforderungen heute nicht mehr entsprechen. Dafür gibt es einige Imbisse/Restaurants, Post und soziale Einrichtungen, die sich dort eingemietet haben.

    ">

    PS: Alle Bilder von mir.

    ^

    Meine Meinung dazu: die einzige Perspektive, aus der das Rathaus gut aussieht, ist die von der Kasteler Seite bzw. von der Maaraue. Da sieht es aus wie eine (helle) Festung und erinnert an die Festungshistorie von Mainz.

    Ansonsten ist der ganze Komplex mit Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz, der Brücke über die Rheinstrasse, der Galerie am Eisenturm bis zum Brand recht merkwürdig. Man hat in den 70zigern nach dem Motto gebaut 'Fussgänger bitte in den ersten Stock' - um im Erdgeschoss mehr Platz für Verkehr und Tiefgaragen zu haben ? Entsprechend sind die Haupteingänge der neuen Gebäude auch im ersten Stock - oder beim Rathaus noch merkwürdiger erster Stock etwas abgesenkt. Die Verbindungen zum Strassenniveau sind meist dunkle Löcher - etwa die Treppe runter zum Rhein oder die schon länger gesperrte Ex-Rolltreppe von der Rathausbrücke zur Rheinstrasse.

    Damit hat man aber auch die älteren Gebäude wie das Heilig-Geist, diese älteren Häuser rund ums Hotel Havanna oder den Eisenturm ins Abseits gestellt.

    Auf dem Strassenniveau ist der Raum für Fussgänger dort irgendwo zwischen banal und unwirtlich.

    Ich befürchte, dass man diese Struktur mit der teuren Renovierung des Rathauses jetzt erstmal zementiert hat - man wird wohl den Jockel-Fuchs- Platz etwas aufhübschen. Aber ob das viel bringt, wage ich zu bezweifeln - es wird eine zugige Dachfläche bleiben.

    ^

    So weit - so schön.

    Allerdings steigen die Kosten mal wieder - so um 16 Mio EUR auf jetzt 124,5 Mio.EUR.

    Ursprünglich waren mal 70 Mio. genannt. 2020 waren es dann 104 Mio.

    Link: https://mainzund.de/kosten-fuer-die-mainzer-rathaus-sanierung-steigen-auf-fast-125-millionen-euro

    Für 125 Mio. EUR hätte man so einige Schulen von den Containern befreien können.

    Irgendwie schon eine Art Luxuskonsum - oder funktioniert Mainz schlechter, seit die Stadtverwaltung in dem Ex-Bank-Bau an der Grossen Bleiche sitzt ?

    Und die Vorland-Brücke ( Lenneberg-Hochstrasse ) bröckelt wohl weiter. Deshalb sperrt man sie ab heute bis Mitte März nachts ( von 21.00 - 05.00 Uhr ), um die Fahrbahnen weiter in die Mitte zu verlegen. Womit die Schiersteiner Brücke aus Richtung Wiesbaden auch gesperrt ist - schließlich kann man in Mainz-Mombach ja nicht abfahren ( Link: https://www.swr.de/swraktuell/rhe…sperrt-100.html).

    Die andere Seite des 'Mainzer Rings' (A671 / A60) sieht auch nicht besser aus - da hat man die Vorlandsbrücke bei Hochheim ja schon vor Jahren mit einen Stahlunterbau massiv gestützt. Jetzt wird die Mainbrücke vom 20. März bis Ende April komplett gesperrt, um die Fahrbahnübergangskonstruktionen zu sanieren (Link: https://www.autobahn.de/betrieb-verkeh…tavsburg-update).

    Ebersheim - Baugebiet 'An der Wiese'

    (Referenz #339 )


    Im Dezember sah dieses alte Regenwasser-Rückhaltebecken noch so aus:

    ts32ssfr.jpg">

    Inzwischen hat man die Vegetationsschicht abgetragen und zusammengeschoben - gar der Kran steht schon.

    59lrbitx.jpg">

    Von der anderen Seite :

    gad2zbnb.jpg">

    Meißel und Zange für den Bagger deuten darauf hin, daß der Beton-Kanal wegkommt. An diese Seite soll nach dem Bebauungsplan E68 ( Link : gint.mainz.de/gint1/umn-www/themen/links/a61/pdf/3796_Plan.pdf ) die Tiefgarage entstehen. Die Baumreihe rund um das Gelände bleibt wohl weitgehend erhalten.

    Nach dem Bebauungsplan ist das Gelände 1,9 ha groß - davon sind 0,85 ha Netto-Bauland.

    Sieht zwar alles sehr ländlich aus - ist auch Ortsrandlage. Die nächste Bushaltestelle ist so 200 Meter entfernt. Zum örtlichen Einkaufszentrum und zur nächsten Kita sind es so 500 - 600 Meter. Lediglich die Grundschule im Ort ist so einen knappen Kilometer entfernt .

    PS: Alle Bilder von mir.

    ^

    Ja, so konstruiert man einen geschlossenen Immobilienfonds. Die persönlich haftende Elbtower Verwaltungs GmbH hat das stolze Eigenkapital von 25 K EUR, wenn man Northdata trauen darf. Alle anderen haften bis zur Grenze ihres Kommanditanteils - mindestens wenn sie ihn eingezahlt haben.

    Lupp und Iduna werden vermutlich kein frisches Geld einbringen, sondern ihre alten Forderungen in Kommanditanteile wandeln und dafür ihre Grundschuld streichen oder rangmäßig zurückstufen. Damit wird Platz für neue Hypotheken. Und vermutlich wird Lupp seinen Kommanditanteil nach der Fertigstellung zeitnah verkaufen - für ein Bauunternehmen ist eine solche Beteiligung totes Kapital.

    Wirklich schräg an diesem Konstrukt ist die Absicht der Stadt Hamburg, Teileigentum an dem Turm zu erwerben und damit eine Eigentümergemeinschaft mit diesem Immofonds zu bilden. Wird sich vermutlich so um das Jahr 2050 rächen, wenn der Verwalter des Turms die häßlichen Wörter 'Sanierungsbedarf' und 'Sonderumlage' auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung setzt. Bis dahin sind die Herren Kühne, Becken und Rossmann sehr wahrscheinlich auf dem Friedhof, die Kommanditanteile gehören wer weiß wem. Dann kommt der klassische Konflikt vieler WEGs zwischen Eigennutzern ( Stadt Hamburg ) und Vermietern. Wenn man Pech hat, können oder wollen die lieben Miteigentümer keine Sonderumlage zahlen. Dann kann man sie zwar verklagen, dauert aber ewig. Wenn man selbst darin wohnt ( mit dem Museum ), hat man dann letztlich defacto doch die Gesamthaftung.

    Wenn man schon öffentliches Geld für den Turm gibt, wäre es besser, sich an dieser Elbtower Projekt GmbH & Co KG zu beteiligen - dann hätte man dort auch etwas mitzubestimmen.

    Wiesbaden-Biebrich Zollamt/Zollspeicher

    Da gibt es mal eine gute Nachricht - die Stadt Wiesbaden hat den Zollspeicher verkauft. Diverse Medien berichteten - hier als Beispiel ein Link wiesbaden-lebt.de/landeshauptstadt-verkauft-zollspeicher-in-biebrich.

    Bisher war es seit 20 Jahren ein 'Lost Place' direkt neben der Bushaltestelle/ dem Anleger am Rheinufer und vergammelte. Zur Geschichte des Areals mit einem Bild vom Zustand hier der Link: verborgenes-wiesbaden.de/zollspeicher-biebrich. Wenn ich es noch recht in Erinnerung habe, war es mal an eine Immobilienfirma verkauft, die dort Wohnungen der Oberklasse realisieren wollte. Woraus aber nichts wurde - 2022 ging das Ensemble aus Zollspeicher und (denkmalgeschützem) Zollamt wieder nach langem Rechtsstreit an die Stadt Wiesbaden.

    Gekauft hat es die Wilhelm Heckel Gmbh - ein Hersteller/Händler/Servicebetrieb für Holzblasinstrumente mit 180 Jahren Tradition. Die haben ihren Sitz zur Zeit in einem Hinterhof (von aussen kaum sichtbar) an der Stettiner Strasse in Biebrich - also so Luftlinie 300 Meter entfernt. Der Link zum Internet-Auftritt der Firma heckel.de. Deren Instrumente kosten auch gebraucht so einen mittleren fünfstelligen Betrag. Kaufpreis soll 1 Mio. EUR sein - was wohl durch den Zustand des Gebäudes begründet ist.

    Diese Mio. EUR soll in die Renovierung des benachbarten denkmalgeschützen Zollamtes fliessen - allerdings wird dafür noch ein Nutzungskonzept gesucht.

    Vielleicht könnte man es ja einfach mal mit günstiger Miete dem Betreiber der Biebricher Traditionseisdiele am Rheinufer anbieten, wo ja an jedem Sommerabend die Schlange der Kunden bis auf die Rheingaustrasse steht - dann hätte man zwei Traditionsbetriebe zusammen.

    Mal wieder ein paar Bilder vom Strassenbahn-Bau in der Binger Strasse.

    Die Schienen sind verlegt, die eine Fahrspur stadtauswärts hat man jetzt in die Mitte der Strasse auf die Gleise gelegt. Als nächstes geht es jetzt wohl an die Herstellung der Haltestellen in beiden Richtungen.

    Blick aus Richtung Münsterplatz - der Radfahrer hatte Glück, nicht von einer Schlange Autos berghoch gescheucht zu werden..

    f9rvgirt.jpg">

    Blick aus Richtung Alicenplatz

    lssadflv.jpg">

    Am Alicenplatz baut man noch an der Entwässerung.

    iuybgopw.jpg">

    Und auf der Brücke über die Bahngleise noch an den Fugen auf dem Fussweg.

    6iwsm9we.jpg">

    Beifang: südöstlich der Brücke hat man zwischen den Bahngleisen und dem Cityport-Parkhaus ein ziemlich großes Areal freigeräumt. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, waren da Abstellgleise und Lokschuppen. Will man da bauen oder ist das nur Altlasten-Sanierung ?

    quoh95go.jpg">

    Beim Bauprojekt der Wohnbau ( siehe #56 ) in der Grossen Langgasse gab es letzte Woche in der AZ die Meldung, daß man eine Zeitkapsel vergraben hätte ( mit natürlich einer Tageszeitung und einer Flasche Wein ). Von Aktivität ist aber nichts zu sehen - man hat die Grube bis zu den Enden der Betonpfähle wieder mit Splitt aufgefüllt.

    8nnabzzj.jpg">

    Immerhin sieht das benachbarte Haus in der Welschnonnengasse bezugsbereit aus.

    PS: alle Bilder von mir.

    ^

    Naja, so in 500 km Entfernung östlich soll bis 2032 der neue Warschauer Flughafen entstehen - ausgelegt auf 40 Mio. Passagiere, mit Bahnhof für das polnische Hochgeschwindigkeitsnetz, mit viel Platz für weitere Erweiterungen ( 3000 ha) und vermutlich ( da weit weg von größeren Städten ) ohne Nachtflugverbot.

    Das könnte ja schon eine Konkurrenz werden.