Emirates muss nicht unbedingt wirtschaftlich denken, da sein Eigentümer Verluste großzügig ausgleicht. Schau dir die Eigentümerstruktur an, es ist eine Staatsfluglinie, die sich aus Prestigegründen auch unwirtschaftliche Strecken leisten kann, vor allem, solange sie da mit ihr Drehkreuz am Golf füttern kann, dessen Betrieb natürlich auch staatlich subventioniert wird.
BER Sonstiges
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Prestigegründe für Flugangebote gibt es auch in der LH-Gruppe. Das Langstrecken-Angebot der Austrian ab Wien könnte Lufthansa auch über MUC abwickeln und Geld sparen. Sind die Langstreckenangebote ex VIE unrentabel? Wahrscheinlich nicht, aber aus unternehmerischer Sicht ließe sich Profit noch maximieren, zum Nachteil der Fluggäste. Du musst unterscheiden zwischen unrentabel und wenig rentabel. Das Emirates einfach fliegt, was es will, ohne Rücksicht auf Verluste, müsste dann auch mal belegt werden.
Staatlicher Einfluss muss sich nicht ausschließlich in der Eigentümerstruktur zeigen. In der Corona-Pandemie hat der Bund auch der Lufthansa das Überleben gesichert und würde das wohl wieder tun (richtigerweise). Abschließend gedacht: Wer füttert in Deutschland seine auch mit staatlichen Mitteln finanzierten Drehkreuze MUC und FRA zulasten ebenso mit staatlicher Beteiligung finanzierten Flughäfen in Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf und Berlin?
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Das ist eine gewagte These angesichts des EU-Beihilferechts; staatliche Hilfen für Betriebe in privater Rechtsform aber in öffentlichem Eigentum müssen behandelt werden wie Firmen in privatem Eigentum. Gerade der BER hat dazu einschlägige Erfahrungen gemacht. Inwiefern wird FRA, der Ausbau oder der Betrieb, mit staatlichen Mitteln finanziert? Oder subventioniert? (den Sonderfall Corona lassen wir mal weg). Das wüsste ich zu gern.
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Glaubst Du der Ausbau der Flughäfen wird ohne Landesmittel finanziert? Wohl kaum. Dann dürfen alle Flughäfen neben FRA und MUC auch erwarten, dass ihre Entwicklung nicht zu Lasten der genannten Drehkreuze ausgebremst wird. Ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen und darum geht es in der aktuellen Debatte.
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Ich strebe nicht an, zu glauben, sondern zu wissen. Nach allem, was man so recherchieren kann, finanziert FRAPORT den 2007 genehmigten Ausbau (Landebahn NW, T3, PTS und alles andere) mit Kapitalmarktdarlehen. Soweit öffentliche Gelder in Rede stehen, handelt es sich um ein verzinsliches 400-Mio-€-Darlehen der EIB. Das ist aber keine Subvention, sondern ein Kredit. Klar ist, sollte FRAPORT überschuldet sein, müssen die Aktionäre ran, wozu das Land Hessen und die Stadt Frankfurt gehören; aber davon ist FRAPORT -im Gegensatz zum BER - indessen weit entfernt. kurzum: keine Subventionen!
In der aktuellen Debatte geht es darum, das hochsubventionierte Fluglinien Marktanteile abgreifen , um ihre Hubs zu füttern, zu Lasten der hiesigen Hubs. Das darf man im Hinblick auf nationale deutsche Interessen durchaus hinterfragen. Das Berliner Interesse ist ein völlig anderes, versteh ich schon, aber es geht in dieser Sache halt nicht allein um Berliner Interessen.
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Ich bin der Meinung, dass sich der Markt (trotz eindeutiger Tendenz zu einer Verlagerung an die Golf-Hubs) mittelfristig ausgleichen wird. Wer heute schon vergleicht, kommt mit Qatar und Turkish günstiger Richtung Asien als mit Emirates ab München oder Frankfurt. Jetzt werden sich Richtung Asien eben die Golf-Airlines das Geschäft gegenseitig streitig machen und für Wettbewerb sorgen… das ist gut für die Berliner und Brandenburger.
Blöd nur, dass der BER wahrscheinlich somit für weitere direkte Asien-Strecken damit eher unattraktiver wird.
Innerhalb Europas deckt die Lufthansa Group am BER viel mit Eurowings ab und Richtung Nord- und Südamerika geht es halt mehrmals täglich über die zahlreichen Drehkreuze in Europa.
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Die Politik zeigt sich offen, über die Emirates-Verbindung in die VAE.
Da können wir gespannt sein.
Schön wäre es, wenn die Deutsche Lufthansa auch mal in Berlin ihr Angebot ausbaut!
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Ich bin kein Experte für Flugverkehr, aber ich kenne kein Land auf der Welt, in dem die nationale Fluggesellschaft vom Flughafen der Hauptstadt aus so wenig zu bieten hat. Und damit meine ich nicht Flüge, die von Tochtergesellschaften unter anderen Namen durchgeführt werden. Die Deutsche „Luft Hansa” wurde in Berlin gegründet, und trotz gegenteiliger Behauptungen ist die Deutsche Lufthansa deren direkter Nachfolger. Die Lufthansa als Unternehmen gehört nach Berlin, und es ist an der Zeit, dass die deutschen Behörden und ihre Kumpane, die die Lufthansa leiten, dies erkennen, insbesondere das Verkehrsministerium. Und natürlich sollte dies mit einem angemessenen weltweiten internationalen Flugangebot von Berlin aus einhergehen, das von der Lufthansa als Fluggesellschaft durchgeführt wird.
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interessant:
Nach Fluggastzahlen:
Washington Dulles IAD war 2019 an 25. Stelle in den USA.
BER an 3. Stelle der Flughäfen in Deutschland.
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^Der Vergleich hinkt. Washington D. C. hat im direkten Vergleich eine hervorragende internationale Konnektivität. Alleine Dulles hat mehr Fluggäste und insbesondere viel mehr internationale Fluggäste und Verbindungen. Außerdem gibt es im Großraum insgesamt 3 große Flughäfen mit insgesamt auch ca. dreimal so vielen Fluggästen. Natürlich trotzdem kein Vergleich zu den richtig großen US-Hubs aber immer noch weit entfernt vom Berliner Status quo.
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^^^ Ich bin auch kein Experte auf dem Gebiet, aber die Lufthansa zieht sich aus wirtschaftlichen Gründen mit dem Kranich in den letzten Jahren vermehrt zurück auf FRA und MUC und überlässt das Geschäft mit Zubringern u. a. Eurowings, das ist nicht nur am BER so. Damit geht auch die Marke Lufthansa als nationaler Carrier ein Stück weit verloren, wobei Eurowings obendrein den Job genauso gut macht. Das ist eben der Punkt der Kritik. Die anderen deutschen Flughäfen investieren ja auch in ihre Anlagen und hoffen auf Wachstum.
Edit: Das ist das Problem Deutschlands als föderaler Staat ohne herausragendem wirtschaftlichem/politischem Zentrum wie London oder Paris. In den USA gibt es mehrere große Fluggesellschaften mit ihren dezidierten Drehkreuzen in einem ebenfalls föderal organisierten Land.
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@Jan-85,
wie sieht es mit Verkehrsrechten aus zB.
BER-HND mit Japan Airlines
BER-KIX mit Japan Airlines
BER-TPE mit China Airlines
BER-PVG mit China Eastern
BER-CAN mit China Southern
BER-HKG mit Cathay Pacific
BER-PHL mit American
BER-ORD mit American
BER-MIA mit American
BER-DFW mit American
BER-ATL mit Delta
BER-DTW mit Delta
BER-MSP mit Delta
als Beispiele mit nicht Star-Alliance Fluglinien ?
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Weitere Idee:
Gründung einer neuen Interflug, als Mitglied der One World oder Sky Team - Allianz.....?
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Schachbrett In die USA gibt es mW rein theoretisch unbegrenzte Möglichkeiten. Nach Asien kann ich es nicht im Detail sagen, da dürfte es in der Regel aber auch eher an anderen Dingen liegen.
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Es gibt zu den chaotischen Zuständen am BER in den letzten Tagen einen sehr guten Artikel von Leonard Novy im Tagesspiegel. Ich denke, diesmal wird die Geschäftsführung das Desaster nicht überleben, denn der politische Druck auf die Aufsichtsratsmitglieder wird sonst zu groß.
Über die perspektivische Erweiterung des Lang- oder Mittelstreckennetzes sollte man sinnvollerweise erst dann sprechen, wenn man einen vernünftigen Normalbetrieb hergestellt hat. So bleiben das alles Blütenträume.
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Würde ich daran messen, ob die Geschäftsführung von MUC das dortige Chaos kürzlich überlebt hat, der Artikel ist hinter einer Paywall.
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Ein weiterer wichtiger Punkt wird in der aktuellen rbb-Doku über die Hotellerie und den Tourismus in Berlin deutlich.
Es fehlen die Touristen! Und das in Massen!
Weniger Flugzeuge, weniger Menschen, weniger Umsatz für den Tourismus und alles was angeschlossen ist (Wäscherei, Essen, Service, Geschäfte & Co.)
Schon mitbekommen?
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Laut Statistik waren es 12,7 Mio 2024 und 2025 sind so 12 Millionen, 30,6 Mio Übernachtungen in 2024 zu 27-30 Mio in 2025 - Von Massen würde ich da nicht sprechen, aber ein leichter Rückgang. Flugpreise werden aber auch immer teurer, die easyjet-Jahre sind langsam vorbei, zudem bleibt den Leuten immer weniger Geld übrig am Ende des Monats. Dann die Spannungen mit den USA, wo traditionell immer viele Berlin-Touristen herkamen. Das kann einen leichten Rückgang schon erklären. RBB ist auch immer sehr dramatisch und bedient sein Klientel. Ironischerweise auch oft die "Touri-Hasser". Erst sind es zu viele und alles schlimm, jetzt zu wenig und alles schlimm. Hauptsache negativ und es gibt was zu meckern.
Mal gucken wie die Zahlen für 2026 ausfallen, wenn die Flugsteuer wieder niedriger ist. Es bleiben natürlich zahlreiche andere Faktoren. -
Moin,
ich glaube im letzten Jahr waren die Nachwirkungen der EM 2024, als die Hotels einen großen Schluck aus aus der Pulle genommen haben sichtbar. Ich könnte mir vorstellen, wenn Visit Berlin sich nicht doof anstellt, in die Lücke springt, welche Barcelona/Amsterdam (wollen keine Werbung mehr für Touristen machen) reißen bzw. endlich kulturelle BlockBuster wie das Pergamonmuseum zurückkommen, wird es wieder aufwärts gehen. Darüber hinaus, werden die innereuropäischen Flughäfen wieder angebunden, von denen man sich Nach-Corona mangels Nachfrage verabschiedet hatte. Wichtig ist, dass Air Transat/Air Canada funktionieren und hoffentlich für weitere Airlines attraktiv werden nachdem Norse/Scoot sich verabschiedet hatten, was sehr schmerzlich ist/war.
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Habs zwar schonmal gepostet aber es passt ja grade wieder ganz gut und ich find es ist ein wissenswerter Überblick: 2019: 6.356.000 ausländische und 8.500.000 inländische Gäste / 2024: 5.334.000 ausländische und 7.366.000 inländische Gäste
Ich bin dahingehend wohl eher pessimistisch drauf denn ich denke nicht, dass Berlin bald wieder einen nennenswerten Aufschwung beim Tourismus erlebt.
Denn die schmuddelige und zerfledderte Nachwendestadt ist mittlerweile mit trostlosen Neubauten verdichtet worden - aber immer noch schmuddelig. Was vorher eine stimmige Atmosphäre und Ästhetik bot, ist jetzt eine eher uninspirierende Mischung. Die Gegenwart Berlins war in den Nullern und Zehnern stark geprägt von der spannenden und einzigartigen Stadtgeschichte. Jetzt ist Berlins Gegenwart immer weiter verödet worden.
Ich denke zB an die Europacity oder Neubauten entlang der Gertraudenstraße auf der Fischerinsel in wirklich bester Touri-Lage, wo früher die einzigartige Ahronblatt-Schwimmhalle stand und gleichzeitig das damals als Konzept bahnbrechende interreligiöse 'House Of One' seit Ewigkeiten einfach nicht realisiert wird. Mittlerweile hat Abu Dhabi mit dem 'Abrahamic Family House' diese Idee gemopst und sehr hübsch umgesetzt.Gleichzeitig meine ich in den letzten Jahren einen zaghaften Ausbau der hochpreisigen Hotellerie und Gastronomie zu erkennen. Vielleicht kommt also eine ähnliche Summe Kohle in die Stadt, aber eben von weniger, dafür kaufkräftigeren Menschen?
Daneben etablierte sich ja aber innerhalb Deutschlands in den letzten Jahren ein notorisches Berlin-Bashing und auch der weltweite Ruf der Partyhauptstadt staubt langsam ein. Orte wie Barcelona, Tokio oder Bangkok sind jetzt eher die gehypten Hotspots.
Wobei die Wiedereröffnung vom Pergamon natürlich wirklich den klassischen kulturellen Wert der Stadt wieder unterstreichen könnte. Und auch das 'Berlin Modern' wird dahingehend sicher unterstützend wirken. International bestimmt mehr; hierzulande erwarte ich eine eher miesmachende Mehrheitsmeinung zu dem Ding: Zu Teuer! Zu hässlich! / Steuergeldverschwendung! / Aldimarkt! / oder sonstigen SpottUnd der A321XLR könnte dem Berlin-Tourismus und BER auch nützen.
Ich bin gespannt wo die Reise hin geht!
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