Leipzig: Verkehrsprojekte


  • Quelle: PM Stadt Leipzig

  • Von "Eckpunkten" über "Bedienhäufigkeiten" zu "Trassenfreihaltungen" und "Untersuchunsstrecken".


    Welchen Wert hat dieses Papier "Nahverkehrsplan" eigentlich, wenn dort seit 20 Jahren immer wieder diesselben Trassen freigehalten und die gleichen Strecken untersucht werden (was wird da eigentlich wie mit welchem Ergebnis untersucht??) und die "Bedienhäufigkeiten" regelmäßig durch einen auf fast das ganzes Jahr ausgeweiteten "Ferienfahrplan" von der LVB unterboten werden?


    Um in konkrete Bauplanungen einsteigen zu können, bedarf es umfangreicher Voruntersuchungen, auch von Varianten und unter Kosten-Nutzen-Aspekten. Dafür wird ein erheblicher zeit-licher Vorlauf benötigt, damit ab 2025 dann die zur Bedienung der zunehmenden Verkehrsnachfrage nötigen Kapazitäten geschaffen werden können. Bereits im Zeithorizont des Nahverkehrsplans müssen deshalb die entsprechenden Untersuchungen und Planungen eingeleitet und die dafür notwendigen Ressourcen bereit gestellt werden, auch wenn die Umsetzung noch nicht vor 2024 erforderlich wird. Der Nahverkehrsplan benennt deshalb eine Reihe von anstehenden Planungsaufgaben, die rechtzeitig anzugehen sind, und hält durch Festlegung von Trassenfreihaltungen Optionen für mögliche Netzerweiterungen offen (s. Karte 13). Die im Folgenden benannten Planungen sind in-sofern als Bausteine für ein langfristiges Konzept zu sehen. Welche dieser Bausteine tatsächlich in welchem Zeitrahmen aktiviert werden müssen, ist u.a. abhängig von der tatsächlichen Entwicklung der Bevölkerungs- und Fahrgastzahlen und dem für die Umsetzung des Nachhaltigkeits-Szenarios verfügbaren Finanzrahmens.


    "Voruntersuchungen", "anstehende Planungsaufgaben" und "Optionen für mögliche Netzerweiterungen durch Trassenfreihaltungen" seit 1998. Das geht bestimmt bis 2038 so weiter :D

  • ^ Diese Fragen stellen sich in der Tat. Ein Plan des kleinsten gemeinsamen Nenners, scheint's mir.


    Gerade im Bezug auf Trassenfreihaltungen vermisse ich auch jede Ambition oder Fantasie. Die Hälfte der "Freihaltungen" umfasst eingestellte frühere Strecken. Für ganze Stadtviertel ist offensichtlich nicht mal ein Anschluss (z.B. Rückmarsdorf via Merseburger Straße, Wachau/Meusdorf/ehem. Parkkrankenhaus Dösen, Mölkau/Holzhausen/Baalsdorf) überhaupt vorstellbar - wir reden hier ja nicht von konkreten Planungen.

  • Umbau der Holteistraße in Lindenau 2020

    Mal was kleines zwischendurch:


    Im nächsten Jahr, genauer vom 17. Mai bis Ende August 2020, soll die kurze Holteistraße zwischen Georg-Schwarz-Straße und William-Zipperer-Straße in Lindenau mit Mitteln aus dem Sanierungsgebiet umgebaut werden. Es sind eine Mischverkehrsfläche, elf neue Straßenbäume, zwei Bänke zum Verweilen, 16 Fahrradbügel und 36 (PKW)-Parkplätze geplant. Am Mittwoch fand eine Informationsveranstaltung für Anwohner_innen statt.


    https://www.georg-schwarz-stra…istrasse_am_2606_2019.htm

  • 48-Stunden-Demo "Platz schaffen" am Hauptbahnhof

    Und kurzfristiger, aber dafür mit größeren Auswirkungen:


    ADFC Leipzig und Fridays for Future Leipzig führen an diesem Wochenende eine 48-Stunden-Demo am Hauptbahnhof durch. In dieser Zeit fehlen den Autofahrer_innen zwei Fahrspuren, aus vier wurden zwei, eine Radspur ist entstanden. Die Taxen warten derzeit auf dem Kurzzeitparkplatz an der Westseite des Hauptbahnhofes. Und eine aktuelle Gerichtsentscheidung vom Freitag sagt: am Sonntag sind drei Stunden lang alle vier Spuren für die Autos weg.


    https://www.l-iz.de/wirtschaft…hat-begonnen-Video-283184


    https://www.adfc-leipzig.de/news/platz-schaffen

  • Gerade im Bezug auf Trassenfreihaltungen vermisse ich auch jede Ambition oder Fantasie. Die Hälfte der "Freihaltungen" umfasst eingestellte frühere Strecken.


    Für ganze Stadtviertel ist offensichtlich nicht mal ein Anschluss (z.B. Rückmarsdorf via Merseburger Straße, Wachau/Meusdorf/ehem. Parkkrankenhaus Dösen, Mölkau/Holzhausen/Baalsdorf) überhaupt vorstellbar - wir reden hier ja nicht von konkreten Planungen.

    Also ich sehe zwar auch fast alle genannten Stadtteile für eine Integration in den schnellen ÖPNV als notwendig an. Aber bei Dösen und Wachau fehlt mit die Phantasie für eine entsprechende Nutzung.


    Bei Rückmarsdorf fehlt mir die Phantasie für eine Trasse. Auch weil bei dem Ausbau der B181 ab A9 AS Leipzig-West ab Zschampert-Aue Schluss ist. Das ist mit Tram und Auto kaum vereinbar. Bei Verlängerungen Meusdorf, Mölkau, Baalsdorf, Holzhausen, Liebertwolkwitz, und auch Rückmarsdorf sehe ich mit der Länge ein Problem. Im Ablauf wie auch in der Zeit.


    Aber bei allen letztgenannten sehe ich vor allem das Potential für die S-Bahn Erweiterung auf dem Gebiet der Stadt. Rückmarsdorf, Mölkau/Baalsdorf, Holzhausen, und Liebertwolkwitz. Vor allem weil diese auch als potentielle Stadterweiterungen in Frage kommen.

  • Fortschritt bei Bau der Plagwitzer Brücke über die Weiße Elster in Plagwitz


    Überbaubetonage steht wohl nächste Woche an.

    Haltestelle:

  • Die Autobahn A 72 nähert sich dem Stadtgebiet von Leipzig.


    Die A 72 sollte schon 2006 fertig sein. Bis Leipzig erreicht ist, werden noch einige Jahre vergehen. Ab 02.08.2019 kann der Verkehr ab/an Rötha auf einer Richtungsfahrbahn rollen.

  • ^Leipzig wird gar nicht erreicht, nur die A38 ;)


    Da wäre ja auch was los, wenn jemand auf die Idee kommen würde die B2 im Bereich des Auewaldes als Autobahn auszubauen und einen Standstreifen anzuordnen :lach:

  • A 720 wurde 2013 vom Leipziger Stadtrat abgelehnt

    Auch wenn es heute kaum mehr vorstellbar ist - diese absurde Planung gab es wirklich.
    Es war über lange Zeit geplant, die B2 nördlich der A 38 durch die Autobahn 720, später auch als A 72 bezeichnet, zu ersetzen.
    Eine Autobahn bis ins Leipziger Zentrum - verrückter geht es kaum.
    Zum Glück hat Leipzig 2013 durch einen Stadtratsbeschluss dem Spuk ein Ende bereitet und der Freistaat hat das Projekt auch nicht mehr für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

  • ^Leipzig wird gar nicht erreicht, nur die A38 ;)


    Ich weiß. Aber ich bin Praktiker und kein Beamter. Man kann seit Jahren vierspurig vom Dreieck Bayrisches Vogtland bis zum Neuen Rathaus bis zum Neuen Rathaus fahren. Fast durchgängig.


    Wer will, kann Autobahn oder Bundesstraße im AUTOBAHNFORUM diskutieren.

  • ^

    Aber gute Aussichte für die Städte im Südlichen Sachsen-Anhalt, die man bislang großzügig ausgespart hat (S6), wenn es tatsächlich so kommt. Danke für die Info! :daumen:

  • wobei ernsthaft hinterfragt werden muss, was das Produkt S-Bahn auf so langen Wegen zu suchen hat? Was wäre anders als bei Abellio im Moment?

  • ^ Naja, Naumburg und Merseburg sind schon noch in einer (Regio-)S-Bahn-würdigen Entfernung. Vorteil gegenüber heute ist die häufigere Bedienung und der Direktzugang zum Citytunnel. Gelernt hat man m.E. schon, immerhin soll die S4 bis Torgau zurückgezogen werden und der Abschnitt bis Hoyerswerda von einem RE bedient werden (wie man es von vorne herein hätte lösen sollen). Die S11 überzeugt dagegen nicht so wirklich, von Grimma und Döbeln aus hat man im Gegensatz zu Wurzen nicht die Alternative eines schnellen REs, der die längere Fahrtzeit über die Südeinfahrt des CityTunnels kompensiert.

  • Da muss ich mal eine Lanze für meine Heimatstadt brechen. Ein Blick auf die Landkarte wird verraten: Weißenfels mit immerhin 40.000 Einwohnern und Merseburg mit 36.000 liegen nur etwa 35 km entfernt, die S-Bahn Mitteldeutschland fährt indes beispielsweise bis nach Hoyerswerda, Dessau, Jüterbog, Zwickau und Gaithain. Das sind zum Teil erheblich längere Routen. Ich denke die Entfernung ist kein Argument dagegen. Eine S-Bahn-Anbindung hat eigentlich eine engere Taktung, und nicht ganz zu unterschätzen damit einher gehend ist ein gewisser "psychischer" Effekt bzgl. der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ballungsraum. Die Region ist auch wirtschaftlich nicht zu unterschätzen. Und soweit ich weiß, war eine S-Bahn dorthin auch bereits geplant, wurde aber durch die Vergabe des Südharznetzes an Abellio dann nicht weiter verfolgt.

  • hier wurde es noch nicht thematisiert, doch ein lokales Zeitungsmagazin hat die Planungsbeteiligung der Stadt bereits hart kritisieren müssen. Optisch wird das nichts, worauf wir uns freuen sollten!