Ehrlich gesagt erschließt sich mir die Intention der Diskussion ab #1.067 nicht. Gab es denn tatsächlich konkrete Gefahren von Baumsturz? Oder sollen wir ernsthaft wegen maximalster Verkehrssicherungspflicht einfach generell auf Bäume vorbeugend verzichten bzw. diese einfach vorzeitig roden, weil Teile davon Menschen verletzen könnten? Das kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Habe ich irgendetwas überlesen, warum der Thread in diese Richtung abbog?
Wir müssen unser Denken ganz sicher ein wenig verändern und den Wert alten Baumbestandes wesentlich höher schätzen, aus bekannten Gründen. Natürlich kann nicht jeder (alte) Baum städtebauliche Maßnahmen verhindern (s. Ostseite des Platzes). Aber vielerorts wird vorschnell gerodet, und dann (lange Zeit) doch nicht gebaut. Das geht so nicht. Es kann auch nicht sein, dass gerodet wird und irgendwann ein Urteil feststellt, dass das illegal war. Das nützt den Bäumen (und dessen Nutznießern) auch nichts, Tatsachen sind geschaffen - nach dem Motto „Vergebung ist leichter zu erlangen als eine Erlaubnis“. Irgendwie scheint die Gewichtigkeit in Bezug auf den Nutzen, den wir von den Bäumen haben, immernoch nicht im Gesetz angekommen zu sein.
Für den Leuschnerplatz würde ich mir wünschen, dass zumindest im "Ökotopia" vorbestehende Vegetation integriert wird, wenn diese ökologisch wertvoll ist.
Alles in allem aber freue ich mich, dass die Stadt hier dem Wunsch der Bevölkerung folgt und einen wirklich großen Teil der Fläche entsiegelt, nicht neu bebaut und begrünt. Das hätte auch ganz anders laufen können. Eine solche echte Bürgerbeteiligung schaffen andere Städte so nicht
. Die Leipziger nehmen ihre Parks ja tatsächlich auch gut an. Solche Maßnahmen der direkten Beteiligung wünschte ich mir übrigens auch bei so manch anderen Projekten (Stichwort Gebäudearchitektur)
.