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Nimmt man bewusst Flächen, die sich für eine Innenverdichtung eignen, heraus, bleibt zwangsläufig aber nur die Außenentwicklung
Soweit sind wir ja in Leipzig noch lange nicht. Die Nachverdichtung sollte zuerst an den Blockrändern stattfinden, da sind wir uns doch sicher einig. An anderer Stelle habe ich einige Beispiele von ganzen Straßenzügen aufgezählt, die noch auf Bebauung warten. Die Innenhöfe zu bebauen, tut noch lange nicht Not. Wenn alle kriegsbedingten Blockränder und Brachflächen wiederbebaut sind, und dann der Zuzug nach Leipzig immer noch im heutigen Umfang anhält und das Geburtendefizit überkompensiert, erst dann wäre es wirklich notwendig, über Innenhofbebauung nachzudenken. Und bitte vergessen wir auch nicht die sich sukzessive verändernden klimatischen Verhältnisse. Ich kann mir gut vorstellen, dass andere Städte Ihre Nachverdichtung aus heutiger Sicht gerne anders machen würden - hätte sie die Möglichkeit. Leipzig hat sie.
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Und doch sind es genau diese Viertel, die sich bis heute maximaler Beliebtheit erfreuen.
Lässt sich so pauschal sicher nicht sagen. Die Viertel mit maximaler Beliebtheit sind oft auch eben genau die, die viel Grün außerhalb der Innenhöfe aufweisen. In Viertel wie wie die Südvorstadt zieht es vor allem junge Menschen, Studenten etc., weil sie hipp sind und die Wege zur Uni und zum Feiern nicht weit sind. Natürlich nehmen die zur Not auch eine Besenkammer im Hinterhof 3. Reihe. Das ist häufig temporäres Wohnen. Aber junge Menschen sind auch wesentlich resilienter. Insgesamt aber tut das dem Stadtteil und der gewachsenen Bevölkerung nicht gut, da sollte die Verwaltung "steuern".
Wir haben aus der Vergangenheit in Leipzig auch gelernt, dass die hippen Viertel auch einfach "weiterwandern", wenn andere zu voll werden. Man sollte die Stadtviertel nicht bis zum Erbrechen verdichten, während in anderen noch Platz ist.