Beiträge von Nuperus

    ^^^Also mal ganz ehrlich, die Bevölkerungsentwicklung und die Altersstruktur ganz besonders im Raum um Altenburg sprechen doch für sich. Seit Jahrzehnten geht es demografisch nur in eine Richtung: Abwärts. Aussterben ist vielleicht nicht das adäquate Wort, aber in diese Richtung geht es nun mal leider. Und aus diesem Blickwinkel muss ich epospecht völlig recht geben: Ab irgendeinem Punkt lohnt sich die Aufrechterhaltung der Infrastruktur ökonomisch schlichtweg einfach nicht mehr. Dann heißt es entweder Umzug näher an die Stadt heran oder mit den Gegebenheiten arrangieren und so verfahren, wie es DaseBLN beschreibt.

    ^Zu wenig dicht bebaut?? An welche Stelle bitte sollte man denn noch etwas bauen? Oder sollte man die Gebäude noch dichter zusammen schieben? Möchten Sie dann da wohnen, wenn man Ihnen aus dem Nachbarhaus euf den Küchentisch schauen kann:naughty:? Wenn man möchte, dass die Gegend mit Leben gefüllt wird, sollte etwas Grün schon auch dabei sein. Denn übermäßig üppig hat man das Projekt nun wirklich nicht mit Grünflächen bedacht. Was die Parthe angeht bin ich allerdings auch sehr neugierig, ob man die als "Kanal de la Beton" belässt oder mal etwas tut, um sie wenigstens ansatzweise zu beleben. Assoziationen zum DDR-Städtebau sehe ich allerdings auch, nicht nur bei diesem Projekt:Nieder:.

    ^Das Auto will auch niemand abschaffen. Bei der Diskussion hier ging es vordergründig um das Nebeneinander konkurrierender Interessen in der Großstadt Leipzig. Es wird künftig mitunter eben eher der Weg um die Stadt außen herum sein, der attraktiver ist. Natürlich wird das Auto auch künftig für einen Teil der Bevölkerung unverzichtbar bleiben. Nicht jeder kann - auch so mancher Stadtbewohner - aus Alters- oder Gesundheitsgründen den ÖPNV nutzen, wie er das vielleicht gerne möchte. Das Pendeln von 30 km pro Strecke bei Wind und Wetter zur Arbeit tagtäglich mit dem Fahrrad hat meinen ausdrücklichen Respekt, der Personenkreis wird aber eine Minderheit bleiben. Wer anderes behauptet, steht sehr weit ab der Realität. Was die E-Mobilität anbetrifft, ist absehbar, dass die Preise für diese Fahrzeuge sinken, die Entwicklung zeichnet sich doch bereits ab und sie wirkt disruptiv.

    ^Da sind wir also gar nicht so weit auseinander. Bei einer Sache allerdings schon: Die Alte Elster würde dann in den Elstermühlgraben münden, der wiederum mündet hinter dem Klärwerk in die Weiße Elster, welche dort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht bergauf, noch dazu über das Sperrwerk hinweg zurück ins Elsterbecken fließt:S. Die Elster nimmt dann ihren Lauf weiter nördlich, jenseits der Neuen Luppe und sehr weit weg von der Burgaue. Und ja, die Kleine Luppe bräuchte auch mehr Wasser, um kleinere Überschwemmungen des nördlichen Auwaldes zu ermöglichen (Stichwort "Lebendige Luppe". Das zu realisieren - darüber diskutiert man meines Wissens seit vielen Jahren. Ich kann nur hoffen, die Verwaltung lässt sich nicht mehr allzu viel Zeit, der Leipziger Auwald ist einmalig.

    Schöne Grüße an die Bekannten in Webau. Mit dem Auto ist man in gut 10 Min über den schwarzen Weg und Aupitz und das kleine Stück B91 am Weißenfelser Bahnhof, kann sein Auto dort abstellen und von dort aus fährt mindestens stündlich eine Regiobahn nach Leipzig Hbf, dazwischen sogar einer ohne Halt (Nürnberg-Leipzig), ab 2025 dann sogar eine S-Bahn. Es ging nur darum, dass man mit dem Auto nicht in bzw. durch die Innenstadt fahren sollte. Blöd gelaufen, ist meine Heimatecke :P

    ^^Die Planungen der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (ich nehme an, von der sprachst du) müssen nicht zwangsläufig auch die beste Lösung sein, schon gar nicht im Interesse der Stadt Leipzig und erst recht nicht aus ökologischer Sicht. Der Ausbau der Alten Elster allein ist keineswegs als Hochwasserschutzmaßnahme wirklich erforderlich, die Verwaltung bzw. einige Stadträte liebäugeln aus touristischem Interesse damit und verkaufen es nur als Hochwasserschutz (aus Fördergründen):). Sehr wohl aber wäre es dahingehend fatal, indem man nahezu das gesamte Wasser aus Elster und Pleiße in weitem Bogen um die Burgaue herum führen und dem schon geschundenen, weil ausgetrockneten, nördlichen Auwald die Möglichkeit dann gänzlich nehmen würde, regelmäßig genügend Wasser zu erhalten, die er eigentlich regelmäßig als Überschwemmung braucht. Zudem kann der Auwald Hochwasserfall immense Wassermassen aufnehmen (ähnlich einem Polder). Daher ist es so wichtig, dass das Wasser durch das Elsterbecken fließt, und zwar eben mit höherer Durchflussgeschwindigkeit, um die Sedimente mitzunehmen.


    Das Auslaufbauwerk am Zwenkauer See ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes. Man kann inzwischen ziemlich gut den Hochwasserscheitel voraussagen, selbstverständlich kann man Wasser vorher ablassen, genau so funktionieren schließlich Stauseen. Die Pleiße hat derlei Rückhaltebecken bereits, die Elster mit dem Zwenkauer See nun eben auch und das ist ein sehr effektiver Beitrag zum Hochwasserschutz. Natürlich stößt jedes System irgendwann an seine Grenzen. Aber das Elsterbecken wird die Stadt Leipzig vor Hochwasser keineswegs (mehr) schützen, dafür ist es viel zu flach und kann im Grunde gar keine Wassermassen mehr aufnehmen. Ein zügiger Abfluss mit der Möglichkeit der Wasserabgabe in die Burgaue (wie man es auch 2013 getan hatte) ist daher die beste Lösung.

    ^Da würde ich ergänzen wollen, dass der Zwenkauer See durchaus immer wieder ein große Menge Hochwasservolumen aufnehmen kann, da er genau dafür konzipiert wurde. Er besitzt inzwischen (im Gegensatz zu 2013) über ein Ein- UND Auslaufwerk (letzteres war damals schlicht noch nicht fertig). Das heißt, kündigt sich Hochwasser an, kann der See vorher Wasser abgeben und dann entsprechend wieder aufnehmen. Die Funktion des Elsterbeckens ist demnach in der jetzigen Form obsolet. Die Stadt will das Elsterbecken mit dem Bau der "Alten Elster" hinter der Arena entlang fatalerweise ja sogar gänzlich zum stehenden Gewässer machen. Das ist der eigentliche Grund des Vorschlags des Ökolöwen - soweit ich weiß.

    ^Die Stadt gibt für das regelmäßige Ausbaggern des Elsterbeckens Millionen aus. Dieses Geld kann sie sich in der Tat sparen, indem sie dem Vorschlag des Ökolöwen folgt. Es wäre also nicht nur ökologisch sinnvoll (übrigens geht es hier um mehr als nur um das Erhöhen der Fließgeschwindigkeit, z. Bsp. um so eine kleine sinnlose Sache wie die Rettung des nördlichen Leipziger AuenwaldesX/) , sondern auch ökonomisch (bei manchen zieht ja nur der Faktor GELD<X).

    ^^^ Man hat in der Vergangenheit in westdeutschen Städten die Erfahrung gemacht, dass der MIV mit einem zunehmenden Straßenausbau schlicht einfach mitwächst und das Verkehrsnetz eigentlich nie ausreicht. In einer Großstadt konkurrieren aber nun einmal verschiedenste Interessen und die der Autofahrer müssen sich dem gleichermaßen unterordnen. Wer dem Stau entgehen möchte, muss die Stadt eben auf der Autobahn umfahren und jeweils von außen einfahren. Ich denke, der Trend geht eher in Richtung weniger MIV in den Städten, insofern denke ich auch, dass der mittlere Ring nicht mehr sehr viel Ehrgeiz bei seiner Entwicklung und Konzeption erfahren wird. Auch wenn ich selbst Autofahrer/Pendler bin, halte ich diese Entwicklung für gut und vernünftig.

    ^manchmal bin auch ich schnell. Ich kann mich für die Theresienstraße 17 auch nicht so recht erwärmen, aber wenigstens schließt sie dort ein wenig die Randbebauung des noch immer sehr lückenhaften Straßenzuges. Dafür gefällt mir die Magdalenenstr. 28 recht gut. Man mag es nicht glauben, aber es geht noch ohne bodentiefe Fenster ;)

    Ein kleiner Rundgang durch den Kiez, die Lücken füllen sich nach und nach.


    Neubau WGH Delitzscher Str. / Petzscher Str.

    Der Dachstuhl ist drauf, es wirkt in seiner vollen Größe:



    Nachnutzung Delitzscher Str. 17


    ... naja ... dauert wohl noch etwas



    Neubau WGH Delitzscher Str. 26-28


    ... sieht aus, als ob das recht zügig voran geht ...




    Neubau MFH Magdalenenstr. 28


    hatten wir das schon im Endzustand?



    Neubau MFH Magdalenenstr. 4/Wittenberger Str. 35-39


    die Magdalenenstraße 4 zieht nach



    Neubau MFH Theresienstr. 17


    das war doch die Baugrube, wegen welcher sich ein Riss im Nachbargebäude gebildet hatte ... alles gut gegangen zum Glück.



    Sorry für die schlechte Quali... ich arbeite dran :rock:

    Landsberger 2°4°6

    Es wirkt wie eine sanierter Plattenbau. Ich überlege gerade, was man überhaupt noch weglassen könnte, um es noch preiswerter zu bauen :hmmm: Man kann nur hoffen, dass sich dies tatsächlich auch im Mietpreis niederschlägt, damit man in dem Preissegment auch entsprechend Wohnungen auf den Markt bringt.

    Dass man hier immer wieder bitten muss, sachlich zu bleiben. Ich denke, niemand äußert sich hier pupertär, noch schreibt er unglaublichen Blödsinn. Dies ist ein Forum und hier werden nun einmal verschiedene Meinungen vertreten und wir sitzen hier auch nicht im Seminarsaal und können einer "falschen" Meinung bezichtigt werden. Das stößt mir leider in diesem Forum immer wieder negativ auf. Diskussionen leben auch von Meinungen, die anders sind. Das mag nicht jedem gefallen, aber man kann bitte Anstand wahren. Ansonsten diskutieren hier bald nur noch 3 Leute.