Städtebauliche Ziele und Visionen - der Diskussionsstrang

  • Das eigentliche Problem ist doch, dass knapp 100% der eingezeichneten Schrebergärten Teil des Grüngürtels sind - da muss man gar nicht mit Siedlungsbeschränkung o.ä. kommen, diese Flächen sind eh tabu für eine Bebauung, denn dass irgend eine Partei im Römer den heiligen Grüngürtel in Frage stellen wird, kann ich mir derzeit einfach schwer vorstellen. Aber gerade Flächen wie beispielsweise die zwischen Rödelheimer Landstraße und Industriehof (alter Neuer Börse) schreien eigentlich geradezu nach Wohnbebauung.

  • Grundsätzlich volle Zustimmung. Insbesondere die Anlagen in Bockenheim finde ich in Hinblick auf die Wohnungsknappheit und die zentrale Lage schon ziemlich absurd. (Die Kleingärtner werde das aber wohl anders sehen.)


    Gleichzeitig kann man sich nach meiner Ansicht auch mal gedanken machen ob eine landwirtschaftliche Nutzung für die Spitze des Mainbogens in Fechenheim (gibts da einen Namen für das Gebiet?) die ideale Lösung ist. Park+(Fußgänger)brücke nach Offenbach und zusätzlich Wohnbebauung würde ich hier für sinnvoller halten und die Kleingärten können dann gleich mit weg. (Ja, ja ich weiß der Grüngürtel...)


    P.S. Sind die Kleingärten in openstreetmap.org und damit der dafmap nicht sowieso schon verzeichnet?

  • Der Mainbogen Fechenheim ist für Wohnbebauung eher schlecht geeignet, der ist sicherlich Überschwemmungsgebiet. Und ob da jetzt ein Park ist oder Felder, macht doch auch keinen so großen Unterschied, oder? Parks machen doch da Sinn, wo es sonst eher wenig grün gibt, also mitten in der Stadt, und nicht am äußersten Stadtrand.

  • Der Fechenheimer Mainbogen ist Naturschutzgebiet und wird in den nächsten Jahren zu einer großen Auenlandschaft inklusive künstlichem Main-Altarm umgebaut (siehe z.B. hier), außer am Südrand von Fechenheim ist Wohnbebauung absolut nicht drin.


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    Mod-Hinweis: ... und auch in diesem Forum, mit Fotos etwa an dieser Stelle von #731 bis #737 sowie weiteren drei Beiträgen mit Bildern von den Bauarbeiten.

  • Das eigentliche Problem ist doch, dass knapp 100% der eingezeichneten Schrebergärten Teil des Grüngürtels sind - da muss man gar nicht mit Siedlungsbeschränkung o.ä. kommen, diese Flächen ...


    Alleine das Gebiet südlich des Römerhofs, entlang der A5, das die Mainzer Landstr. durchkreuzt ist auf den ersten Blick genauso groß wie das Europaviertel. Das Gebiet liegt günstig zwischen Gallus und Griesheim. Zwei Straßenbahnen fahren auf der Mainzer.


    Hab mir mal die Karte von Adama gekrallt und dazu eine Karte der Stadt Frankfurt von 2010. Bisschen quick-n-dirty maskiert, schwarz, weiß, voilà.



    Man kann sehr schön erkennen welche Flächen zum Grüngürtel (Zone 1 & 2) gehören und welche nicht.


    PS: Adama


    Links von der Schmidtstraße gibt es auch noch einige Gärten.

  • ^ Laut Google-Karte sind es um 2-3 Kilometer vom Hauptbahnhof, also sehr zentral - und die ÖV-Anbindung stimmt auch noch. Ewig kann die Politik nicht der notwendigen Durchsetzungsanstrengung aus dem Weg gehen - solche Areale braucht man einfach. Im Hamburger Pergolenviertel werden die Kleingärten verkleinert und neu geordnet, die dadurch eingesparten Flächen werden mit MFHs bebaut - wieso sollte es woanders unmöglich sein, speziell in Frankfurt?

  • Zum Thema Kleingärten: Bereits Ernst May hat dort wo keine Balkone oder Gärten realisiert werden konnten, Kleingartenanlagen anlegen lassen. Ziel war es den Kleingarten in der Nähe der Wohnung anzubieten. Daher gibt es zum Beispiel die Kleingartenanlage am Bornheimer Hang. Gerade diese Denkweise macht den Kleingarten attraktiv.


    Bevor man sich allerdings über neue Wohngebiete Gedanken machen sollte, müssten mal die aktuell entstehenden Konflikte gelöst werden. Ein gutes Beispiel ist die Diskussion um das diesjährige Stoffel, aufgrund einer einzelnen Person wird ein Festival auf das Minimum gekürzt. Die Konflikte werden Größer, so auch im Bahnhofsviertel oder im Gallus. Es ziehen immer mehr Menschen in die Stadt, was ich sehr begrüße, aber die Bereitschaft zum Konsens geht immer mehr verloren. Hier ist die Stadtgemeinschaft gefragt, sie muss entscheiden was sie will. Immobilienmakler nutzen die Urbanität als Verkaufsargument, aber wenn Urbanität Feste, Stadtleben oder ähnliches bedeutet, dann wollen die Bewohner diese nicht vor der Haustür haben. Aber wo soll denn Urbanität stattfinden, wenn nicht vor der Haustür? Dann können auch gleich Schlafstädte gebaut werden. Die Verdichtung der Innenstadt verschärft dieses Problem noch.

  • Zu Ernst Mays Zeiten war der vorrangige Zweck des Kleingartens die Eigenversorgung mit Obst und Gemüse. Den Nutzen aus damaliger Sicht wird niemand absprechen. Und Flächen waren auch genügend vorhanden.


    Heute gibt es diese Dinge im Supermarkt und Kleingärten dienen der Freizeitgestaltung. Auch den Erholungszweck dieser Anlagen kann man anerkennen. Solange diese meines Erachtens als Baulandreserve anzusehenden Flächen nicht benötigt werden, ist nichts dagegen zu sagen. Doch das ist, wie wir wissen, mittlerweile der Fall. Zahlreiche Kleingartenanlagen belegen bestes Bauland.


    Vor diesem Hintergrund ist unverständlich, warum jeweils 350 Quadratmeter potentielles Bauland in Anspruch genommen werden müssen, damit ein, zwei Personen dort hin und wieder auf Gartenstühlen sitzen und versonnen auf ein Rosenbeet schauen können. Jeder für sich, auf einer eigenen, säuberlich abgetrennten Parzelle. Oft nicht mehr als ein paar Stunden pro Woche - und außerhalb der Gartensaison gar nicht. Welch eine Verschwendung.


    Warum sollten Kleingartenvereine nicht dazu gebracht werden, auf die Bildung von Gartengemeinschaften hinzuwirken? Ein Kleingarten lässt sich aus meiner Sicht ohne Weiteres mit anderen teilen. Kosten sowie lästige oder körperlich anstrengende Tätigkeiten reduzieren sich für den Einzelnen entsprechend und besonders ältere, nicht mehr berufstätige Menschen können etwas Gesellschaft oft gut gebrauchen. Bereits wenn sich zwei jeweils Parzellenbesitzer zusammentun und einen Garten teilen würden, könnte die Zahl der Kleingärten halbiert werden.


    Wenn frei werdende Flächen anschließend bebaut werden können, wäre auf diese Weise eine deutlich spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen, ohne dass für den Einzelnen die Vorzüge eines Kleingartens verloren gingen. Man denke etwa an die ausufernde Schrebergartenkulisse im südwestlichen Teil des Rebstockgeländes (Pix), während nebenan mit sehr hohem Aufwand Betriebe verlegt werden sollen, um Bauland gewinnen zu können. Grotesk aus meiner Sicht - alleine hier wären wesentlich mehr Wohnungen möglich.

  • ^ Wie man fast überall sehen kann, ein Großteil der Kleingärten wird mit Buden, Grillplätzen usw. versiegelt, es sind kaum echte Grünflächen. Die mE beste Form der gemeinschaftlichen Erholung - öffentliche Parks mit ordentlicher Begrünung, die man auf einem Teil der Kleingärten-Areale anlegen kann. Solche bieten wirklich jedem die Chance auf etwas Zeit im Grünen.
    Die besser erschlossenen Areale (ÖV in der Nähe usw.) kann man bebauen - und das bitte mit MFH-Siedlungen mit ordentlicher Baudichte. Hier und da reden die Politiker gerne von verbilligter Landabgabe an "junge Familien" mit EFH-Bebauung, wie bei den Kleingärten mit eigener Gartenfläche für Lau, wo solche in Metropolen wie Frankfurt leicht siebenstellige Summen kosten kann. Die ältere Schwester meiner Mutter wohnt immer noch in so einem Haus für "junge Familie" - bald 80, die "Kinder" inzwischen im mittleren Alter, natürlich längst weg aus dem Haus und in eigene Etagenwohnungen eingezogen.

  • In Frankfurt gibt es sogar noch die Steigerung in Form von richtigen Gastronomiebetrieben in Kleingartenanlagen:


    * [url=https://www.google.de/maps/place/Indian+Curry+House/@50.0832063,8.6248382,17z/data=!4m13!1m7!3m6!1s0x47bd0bbbd0bc94cd:0xd636cb98466b6cc5!2sGoldsteinstra%C3%9Fe+215,+60528+Frankfurt+am+Main!3b1!8m2!3d50.0843457!4d8.6246022!3m4!1s0x0:0xc389f9f2eb84ac30!8m2!3d50.0836909!4d8.6263758]Indian Curry House - Frankfurt-Niederrad[/url]
    * Restaurant EDEN im Kleingärtnerverein Ackermann e.V. Gallus


    Das sind jetzt nur zwei Beispiele, gibt sicher in den anderen Kleingartenanlagen ähnliches.

  • Was ich nicht verstehe!
    In der Stadt fehlen überall Schulen und die Stadt bekommt einfach keine Grundstücke für Vernünftige Preise, weil sie selbst damals einiges an Grundstücke verkauft hat.


    Wieso kann man nicht ein Teil der Kleingärten für neue Schulen freigeben. Damit ist der Stadt doch viel mehr geholfen und große Einwände wird es sicherlich nicht geben. Das sind doch alles Zentrumsnahe Grundstücke. Die sich relativ schnell dafür erschließen lassen.

  • Was ich beim besten Willen nicht verstehe, ist die Argumentation bei manchen Kleingärten. Wenn diese als Ersatz für die fehlende Grünfläche wegen Wohnen in Städten herhalten sollten, wären z.B. beim Römerhof sämtliche KG hinfällig da man hier schon den relativ großen Rebstockpark hat.


    Konkret geht es hier um die KGV Gartenfreunde, Römerhof und Westpark, die man ersatzlos streichen könnte. Somit könnte man das Europaviertel (bei entsprechender (erneuter) Verlagerung des kleinen Naturschutzgebietes im Süden des Areals) um das ganze Gebiet zwischen Bahngleisen im Süden, am Römerhof im Westen und Max-Pruss-Straße im Norden mit wenig Aufwand erweitern. Auch ließe sich die U5 problemlos in die Erweiterung integrieren. Eventuell kämen da auch Flächen nördlich der Max-Pruss-Straße in Betracht. Das wäre ein Riesengebiet, direkt am Rebstockpark und -Bad, viel größer als es die momentane Planung für das Gebiet vorsieht. Wäre man der Meinung, dass das vorhandene Grün nicht reicht, könnte man einen kleinen Teil des anvisierten Gebietes zugunsten einer Erweiterung des Rebstockparks opfern, wobei man behaupten können sollte, das reicht vollkommen. Die Situation für die Anwohner wäre mit oder ohne Erweiterung allemal besser als die, die direkt am Hbf oder sonst irgendwo im Gallus wohnen, und die zu Fuß mindestens 10-15 Min. zur nächsten (Mittel)Großen Grünanlage brauchen.


    Ich glaube nicht, dass man 10-15 Jahre verplempern sollte, um irgendwo in der Pampa am Rande von Frankfurt ein neues Baugebiet zu entwickeln und sich dabei mit etlichen Nachbarkommunen zu streiten, wenn man hier einfach einmal klare Linie bei den KGVs zeigen kann und den städtischen Raum, die sie großzügig verbrauchen, für die Allgemeinheit wieder beansprucht.

  • Die Nutzer der Kleingärten dürften fast ausnahmslos höheren Alters sein und damit eine Klientel, die alle paar Jahre ein "x" an der richtigen Stelle auf den Wahlzettel malt. Dementsprechend wird kein Politiker diese "sicheren" Stimmen von langjährigen Wählern für seine Partei auf's Spiel setzen.


    Ist halt immer eine Abwägung: z. B. das neue Gebiet westlich der A5 betrifft ein Handvoll Bauern * 10 Familienmitglieder = vielleicht 100 Stimmen die eine Partei verlieren kann. Beim Pfingstberg riskiert man dagegen die Stimmen der drei Stadtteile Nieder-Eschbach, Nieder-Erlenbach und Harheim.


    Am 25.2.2018 steht die nächste Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt an. Ist doch klar, dass da die SPD um OB Feldmann zu festigen den Bürgern mit dem geplanten Neubaugebiet um die A5 suggerieren will "wir machen was für bezahlbaren Wohnraum". Ein "wir wollen Kleingärten zu Bauland machen" würde den Herrn Feldmann eher Stimmen kosten.


    Auch so ein Tabu-Thema scheint die Nachverdichtung in Goldstein zu sein. Da stehen etliche "Oma's klein Häuschen" (gefühlt von aussen gesehen nur so 100-120qm Wohnfläche) auf Grundstücken wo der Bereich zwischen Straße und Haustür schon mehr Fläche umfasst als in anderen Stadtteilen von Mehrfamilienhäusern an Boden verbraucht wird. Und der Garten hinter den Häusern ist dann nochmals ein bissle mehr. Der Zuschnitt dort ist halt doof: geringe Breite zur Straße und dafür lange gezogen nach hinten. Aber bei Abriss könnte man z. B. überlegen statt Quadratisch einfach einen Riegel unter Wahrung der Abstandflächen auf das Grundstück zu schieben. Soweit ich da mal aus einer Meldung herauslesen konnte sind ja gerade in Goldstein viele Grundstücke in Erbpacht vergeben.

  • ^ Nicht die Stimmen der Stadtteile, sondern höchstens der paar Leute dort, die die Kleingärten abgeben sollen - von den anderen finden vielleicht manche es besonders gerecht, besonders wenn auf einem Teil der Fläche öffentlicher Park entstehen würde, und machen just deswegen ein X. Man muss nicht auf einmal alle Schrebergärten der Stadt bebauen - erst mal ein-zwei kleine Gebiete mit besonders guter Infrastruktur.


    Wie man die Stimmen hin und her zählen möchte - wenn es im Hamburger Pergolenviertel gelang, die Kleingärten zumindest zu verkleinern und neu zu ordnen (die eingesparte Fläche wird mit MFHs bebaut), müsste es grundsätzlich in jeder deutschen Metropole schaffbar sein. Wieso sollte es gerade in Frankfurt nicht gelingen können?

  • Ein interessanter Kommentar im Regionalteil der Süddeutschen Zeitung, der auch für Frankfurt passt:


    München soll weniger wachsen? Ein absurder Gedanke
    München platzt aus allen Nähten und wächst und wächst.
    Leider sei bei den Münchnern kaum Aufbruchstimmung, dafür viel Verzagtheit und Verdruss zu spüren. Manche Bürger würden darüber nachdenken, ob man das Wachstum begrenzen könnte. Doch den Boom müsse man gestalten, nicht stoppen.


    Kommt mir alles sehr bekannt vor! Hier der Link

  • Ich habe hier die Landschaftsschutzkarte von Adama mit der Schrebergärtenkarte von pkdex kombiniert und rot mit 50% Transparenz das Gebiet mit Siedlungsbeschränkung eingefügt.



    Große Flächen (ca. 30% der Frankfurter Stadtgebietes) südlich des Mains dürfen wegen der Siedlungsbeschränkung nicht mehr neu zur Bebauung freigegeben werden.


    Das eigentliche Problem ist doch, dass knapp 100% der eingezeichneten Schrebergärten Teil des Grüngürtels sind - da muss man gar nicht mit Siedlungsbeschränkung o.ä. kommen, diese Flächen sind eh tabu für eine Bebauung, denn dass irgend eine Partei im Römer den heiligen Grüngürtel in Frage stellen wird, kann ich mir derzeit einfach schwer vorstellen.


    Der Grüngürtel steht zwar unter Schutz, aber dieser kann aufgehoben werden.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass in Zukunft nördliche Teile des Grüngürtels zur Bebauung freigegeben werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Francesco () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Und wie sieht es mit Fechenheim (und ich rede von dem Teil, der südlich der Hanauerlandstr. liegt) selbst aus? Da passiert überhaupt nichts. Keine Infrastrukturverbesserung, keine Investments, ganz langsam werden dort vielleicht marode Strassen erneuert. Es wirkt so, als ob Fechenheim nicht zu Frankfurt gehören würde.


    Das Feigenblatt, dass Nordfechenheim einen peripheren U-Bahn-Anschluss (3-6 Stationen aus dem Norden mit dem 44er fahren bis zur Gwinnerstr.) und in 10 Jahren, wenn alles gut läuft, einen S-Bahn-Anschluss hat beruhigt anscheinend das Gewissen der Entscheider, dass sie Fechenheim als ganzes (nämlich auch der Süden gehört zu diesem Stadtteil) einfach ignorieren können und wollen. Es ist offensichtlich, dass die Stadt in Fechenheim weder irgendeine Zukunft sieht noch eine Notwendigkeit für irgendwelche strukturellen Verbesserungen.

  • redxiv


    Zitat: "Und wie sieht es mit Fechenheim (und ich rede von dem Teil, der südlich der Hanauerlandstr. liegt) selbst aus? Da passiert überhaupt nichts".


    Ja, dieser Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen. Fechenheim hat definitiv Potenzial.
    Bemerkenswert an dieser "Unterbelichtung" von Fechenheim ist zudem, dass es bereits im näheren Umkreis um Fechenheim herum sehr positive Entwicklungen gibt (z.B. der enorme Impuls, den das Ostend durch die neue EZB erfahren hat oder auch die sehr positive Entwicklung des Offenbacher Nordend / Hafengebietes).


    Langfristig verbessern liesse sich die Situation Fechenheims vor allem dann, wenn die Stadt Ffm. das ganze Gebiet zwischen neuer EZB und Fechenheim als eine Entwicklungs-Achse begreift, entlang derer langfristig eine Umnutzung der Flächen hin zu einer gemischten Wohn / Kleingewerbenutzung mit stark urbanem Charakter angestrebt wird. Dieses ganze Gebiet (Osthafen 1 und 2) hat enormes Potenzial in diese Richtung und eine solche Entwicklung würde in der Folge auch Fechenheim als Standort beträchtlich aufwerten (von einzelnen möglichen Maßnahmen innerhalb Fechenheims einmal abgesehen).
    Neue Gewerbe- / Industriegebiete als Ausgleichsflächen und / oder zur Erweiterung könnte man woanders ausweisen (Beispiel: Das weiter oben zitierte Projekt oder das Gebiet des neu angedachten Wohngebietes westlich der A5).

  • Das Gewerbe entlang der Hanauer lässt sich mE nicht innerhalb des Frankfurter Stadtgebietes verlagern, auch nicht langfristig (kurzfristig geht das ja eh nicht). Dafür hat die Stadt zu wenig Freifläche. Es liegt ja zudem schon ziemlich an der der Stadtgrenze. Ferner wird man auf Frankfurter Stadtgebiet eine Infrastruktur wie den Hafen und den Güterbahnhof nirgends woanders errichten können. Die grundsätzlich wünschenswerte Veränderung dieses Gebietes ging nur im Rahmen und Zusammenhang einer Neuordnung der Stadtgrenzen (sprich Eingemeindung größeren Umfangs oder vergleichbaren Änderungen). Die Wahrscheinlichkeit dafür bemesse ich mit irgendwas weit unter 5 %.