Beiträge von Fachwerkhaus

    Google benutzt die Streetview-Autos auch, um andere Kartendaten zu erhalten, z.B. um Hausnummern mit vorhandenen Daten abzugleichen. Aber angeblich laufen seit 2019 Gespräche, ob man neue Fotos aufnehmen könne, ohne auf jeden einzelnen hysterischen Datenschützer Rücksicht nehmen zu müssen.

    ^ Niemand weiß das. Karl der Große hat 794 nicht auf der grünen Wiese Rast gemacht, um seine Schenkungsurkunde zu unterzeichnen. Die Siedlung an der Frankenfurt gab es mindestens schon seit der Römerzeit. Kritik an Grinsepeterle in allen Ehren, aber hier sollten wir fair bleiben.

    Ein interessantes Konzept, auch wenn die Autofanatiker wieder die selben haltlosen Horrorgeschichten wie bei jeder Einschränkung des MIV bringen werden. Hätte man auf diese Leute gehört, wäre die Zeil heute noch eine Innenstadtautobahn.


    Eine Tram im Reuterweg wurde vor Jahren schon von der Linken vorgeschlagen, eine mögliche Weiterführung wäre in Richtung Dornbusch mit Anschluss zur Ringstraßenbahn, also genau wie die Linie 13 bis 1978 schon gefahren ist.


    Der Nutzen der Verbindung über die Untermainbrücke ist meiner Meinung nach überschaubar, da parallel zur U-Bahn, die in dem Bereich nicht wirklich überlastet ist. Statt dessen wäre die Umsetzung der Verbindung über die Alte Brücke sinnvoller, gerne ergänzt um eine Querverbindung über Walter-Kolb- und Gartenstraße.


    Langfristig wichtiger wäre mir allerdings eine zweite Ost-West-Verbindung in der Innenstadt, also etwa Friedberger Landstraße - Eschenheimer Tor - Opernplatz - Platz der Republik, da die Altstadtstrecke wohl kaum noch nennenswerten Mehrverkehr aufnehmen kann.

    Auch die bestehenden Gleise müssen zu weiten Teilen neu gebaut werden, weil die Platzverhältnisse eine rein einseitige Erweiterung nicht hergeben. Eine Zeit lang wird der gesamte Betrieb über die zwei neuen Fernbahngleise laufen, während die "alten" Gleise in angepasster Lage neu errichtet werden.

    Am Industriehof gibt es ein kleines Abstellgleis neben der Tunnelrampe, das könnte man in eine bestehende Grünfläche bis zum U-Bahnsteig stadtauswärts verlängern. Tendenziell würde ich sagen, dass die neue Linie 13 eines Tages den Hausener Ast übernehmen wird, Verlängerung bis Praunheim Brücke inbegriffen.

    Gut möglich, dass hier für die Renovierung eine Arbeitsplattform errichtet wird wie einst in den Bahnsteighallen. Hoffentlich werden nicht erst noch langwierige Voruntersuchungen nötig.

    Im Denkmalverzeichnis ist das Haus leider nicht enthalten, was angesichts der weitgehend umgestalteten Fassade auch nicht verwunderlich ist. Aus dem Bauch heraus würde ich auf Spätklassizismus um 1870 tippen, in der Zeit setzte entlang der Bockenheimer Landstraße langsam der Wandel von einem locker bebauten Villenviertel zu einem relativ dichten städtischen Wohngebiet ein.

    Unter der heutigen Gebäudehülle sind keine relevanten Teile des alten Schauspielhauses mehr vorhanden. Es gibt Mauerwerk und ein paar Quadratmeter Putzfassade von den Seiten. Von der Hauptfassade (Kalksteinverblendung für Mauerwerk) ist nichts mehr erhalten.

    Das stimmt so nicht. Vor einiger Zeit gab es einen Artikel in der FAZ nebst Bilderstrecke dazu, inzwischen leider kostenpflichtig. Hinter der Verkleidung verstecken sich sogar noch skulpturelle Elemente. Mindestens ein nicht-öffentliches Treppenhaus ist im Originalzustand erhalten, Jugendstilgeländer inklusive. Wie viel man damals vom Schauspielhaus übrig gelassen hat, kann man auf diesem Bild erahnen.

    Da ich nicht davon ausgehe, dass das Haus in der Nachkriegszeit fein säuberlich sandgestrahlt wurde, könnte es sich hier um freigelegte originale Farbschichten bzw. den nackten Beton handeln. Die Häuser 33 und 35 waren mit ihren Betonfassaden für ihre Zeit außergewöhnlich modern. Der materielle Unterschied zwischen 1910er und 2010er Beton dürfte interessant anzuschauen sein.

    2022 wird mit etwas Glück allerhöchstens Baurecht bestehen. Bei den üblichen Überraschungen in Frankfurt (Altlasten, unverzeichnete Leitungen, Blindgänger, klagende Anwohner und Bauunternehmer...) ist eine derart kurzfristige Realisierung schlicht nicht vorstellbar. Wenn am Dornbusch bei der Straßen-Grundsanierung schon Schienen verlegt worden wären, hätte man wenigstens dort etwas Zeit gespart.


    Und einmal wieder eine Aussage, die bei mir nur Unverständnis auslöst:

    Derzeit müsse das Vorhaben noch auf die Entscheidung über die Trasse des U 4-Lückenschlusses zwischen Bockenheim und Ginnheim warten. [...] Sobald die Entscheidung gefallen sei, solle die Ringstraßenbahn zwischen Ginnheim und Bornheim via Wilhelm-Epstein-Straße, Dornbusch und Marbachweg und Gießener Straße möglichst schnell realisiert werden, sagt Oesterling.


    Ich sehe hier keine nennenswerte Interdependenz. Haltestellen wird die Ringlinie an beiden möglichen Kreuzungspunkten haben und bis 2022 wird die D II ohnehin noch nicht im Bau sein. Und wenn die Detailplanung der Straßenbahn auf die der U-Bahn warten muss, wird es vor 2030 wohl mit keinem der Projekte was.

    Zur Ergänzung würde ich noch vorschlagen, dass die meisten Parkhäuser in der absehbaren Zukunft verschwinden bzw. durch Tiefgaragen ersetzt werden sollten. Eine solche Platzverschwendung wie z.B. in der Töngesgasse ist für heutige Zeiten einfach nicht mehr haltbar. Das Parkhaus Hauptwache darf als Denk- bzw. Mahnmal natürlich weiter bestehen :lach:

    Die Zeil zu sperren war mal völlig undenkbar. Als die Hauptwache gesperrt werden sollte wurden Horrorszenarien aufgestellt. Funktioniert hat es trotzdem immer. Mir persönlich fallen nur sehr wenige Szenarien ein, wo ein Privatauto in der Innenstadt unverzichtbar wäre.


    Mit der Holzhammermethode ist aber niemand geholfen, vielmehr sollte in den nächsten Jahren der Schwerpunkt auf einen massiven ÖPNV-Ausbau mit P+R-Kapazitäten und den Rückbau von schon heute überschüssigen Verkehrsflächen gelegt werden, allein dadurch ließe sich sehr viel erreichen. Eine großflächige Fußgängerzone ist schon wegen Anwohnern und Lieferverkehr nicht vorstellbar.

    Mit gutem Willen könnte man das Resultat für einen inkompetent restaurierten Gründerzeitler halten :lach:


    Aber um doch nochmal konkret zu werden: Wie schon angesprochen wirkt die ganze Baugliederung zu klobig im Vergleich mit Originalen aus der Gründerzeit. Die geringere Geschosshöhe lässt das Haus gedrungen wirken, es fehlt an Leichtigkeit, die durch die klobigen Balkone noch verstärkt wird. Loggien oder Erker wären eher angebracht gewesen, filigranes Schmiedeeisen hat auch zahlreiche Vorbilder. Und wenn es schon unbedingt "steinerne" Balkone sein müssen, sollten diese wenigstens auf Konsolen ruhen und nicht unmotiviert an der Wand kleben, wo sie wirken als ob sie jeden Moment herunterfallen könnten. So wirkt es alles leider wie gewollt und nicht gekonnt, dabei gibt es rundherum doch unzählige gut erhaltene Vorlagen.

    Aktuell haben wir zwei verschiedene S-Bahn-Typen (Baureihen 423 und 430), die unterschiedliche Türabstände haben. Man müsste also erst mit anderen Städten Züge tauschen (und auf Frankfurter Standards nachrüsten) oder gleich neue bestellen, damit jeder Zug an den selben Bahnsteigtüren halten kann. Eine ganz andere Geschichte ist das erforderliche präzise Halten. Manuell wird sowas sehr schwierig und zusätzliche Steuersysteme nachzurüsten wäre nochmal extrem aufwendig und kostspielig.


    Die einfachere Lösung wäre das Wiedereinführen der Bahnsteigaufsichten und das verstärkte Bestreifen der Bahnhöfe durch Sicherheitspersonal, die im Zweifelsfall auch mal anthropomorphe Risikofaktoren diskret entfernen. Seit langer Zeit habe ich den Eindruck, dass das gesamte Sicherheitspersonal am Hauptbahnhof konzentriert ist und überall sonst völlige Narrenfreiheit herrscht.

    Als wesentlich schwieriger wird indessen eine Weiterführung der U5 nach Höchst beurteilt. Auch dies wird geprüft, heißt es im Artikel. Doch die Hürden sind hier erheblich höher, weil neben neben der vorhandenen Eisenbahntrasse zwei zusätzliche Gleise gebaut werden müssten.


    Die Weiterführung nach Höchst ließe sich mit Zweisystemzügen relativ einfach und preiswert lösen, eine Weiterführung über die Regionaltangente wäre dann auch denkbar. Am anderen Ende könnte man mit wenig Aufwand die ebenfalls schon diskutierte Anbindung in Richtung Bad Vilbel mit Einfädelung auf die S6 umsetzen. Die U5 könnte man so zu einer wichtigen Querverbindung durch Frankfurt aufwerten, und vielleicht wäre das bei entsprechender Auslastung eines Tages auch ein Argument, endlich die Eckenheimer Landstraße zu untertunneln.


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