• Das Aquarium im Zoo ist wiedereröffnet - und es ist toll!

    Die Fassade des Altbaus wurde top-restauriert und hat die Giebelfigur wieder erhalten. Der unproportionierte Glasanbau nach links zum Rundbau hin ist verschwunden, dadurch kann der historische Giebel viel besser wirken.

    Statt der Pinguinanlage gibt es jetzt zwei Becken mit Kois, die man streicheln kann.

    Der neue Eingang befindet sich ganz links in einem modernen Anbau - er ist dank der eindeutigen Beschriftung nicht zu verfehlen. ;)

    Man kommt zuerst in ein Foyer das irgendwie ein bisschen leer wirkt. Aber es fällt sofort auf, dass - anders als früher - nicht gleich die Brille beschlägt. Es ist nicht mehr so feucht und warm.

    Der Rundbau ist das erste Highlight des neuen alten Aquariums. Er hat sein Gesicht total gewandelt. Man hat die Decke geöffnet und die hässliche mittlere Wendeltreppe abgerissen.

    Jetzt kann man schon von unten das Ringbecken sehen. Dieser Raum ist eine Wucht!

    Es gibt hier viele Verschiedene Aquarien mit Salzwasserfischen und sogar Quallen. Und beim „Nemobecken“ kann man seinen Kopf in eine Glaskuppel stecken und die Fische von ganz nahe sehen.

    An den Rundbau schließt sich ein Raum mit verschiedenen Mitmachstationen an - nicht so mein Ding.

    Aber danach kommt das zweite Higlight - das Panoramabecken mit einer Überkopfscheibe. Wenn man dicht davor steht, hat man wirklich das Gefühl, mitten im Wasser zu stehen. Toll auch die schöne grüne Wandfarbe (die auf den Fotos leider nicht richtig zur Geltung kommt...), kein Vergleich zu früher!

    Vorbei an einigen Süßwasserbecken...

    ... kommt man in den historischen Teil. Hier gibt es noch ein Becken mit einer Glaskugelscheibe in der die Fische lustig verzerrt zu sehen sind.

    Am Terrarium wird noch gebaut, aber der Umbau des Aquariums ist ein echter Gewinn!

    Geplant wurde es, wie auf dem Bauzaun zu lesen war, vom Architekturbüro „bgk Ingenieurplanung Leipzig Gmbh“ aus Eutritzsch.

  • ^ Feuerland

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    Bei dem Bauprojekt für eine Küstenvoliere für Pinguine und Seelöwen incl. Wellenanlage und Unterwassertunnel geht es mittlerweile wieder gut voran (Eröffnung 2025):

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    ©555Farang info

  • Bei Feuerland herrscht ordentlich Betrieb:

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    Mit den Volieren und der Inselwelt warten dann noch die letzten beiden Großprojekte zur Fertigstellung des Zoos der Zukunft:

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    Eigene Bilder

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^ danke! Irgendwie hats Leipzig grade mit der Zukunft. Liniennetz der Zukunft. Zoo der Zukunft. Ateliers der Zukunft am Bahnbogen Leutzsch...

    Den "Zoo der Zukunft" gibt's schon seit den 1990er Jahren. Das "Liniennetz der Zukunft" hieß mal Netz24, weil es im Jahr 2024 umgesetzt werden sollte. Man hatte den festgestellt, dass man weder die Mittel, die Fahrzeuge und das Personal dafür hat, weshalb es nun "Liniennetz der Zukunft" heißt, das sich von 2023 bis 2026 erstreckt.

  • Die LVZ berichtet über den vom Zoo geplanten Abbruch der Vogelfreiflughalle, die manchen noch von den Flugfüchsen bekannt sein dürfte. Die im Backsteinexpressionismus errichtete ehemalige Antilopenhalle wurde 1969 durch ein gefaltetes Stahl-Glas-Dach mit außenliegenden Trägern und einer ebenfalls gefalteten Außenwand mit Beton-Glasstein-Mix ergänzt. Architekt war Gert Rainer Grube, die Glaswand ist von Friedrich Kracht.

    Das Gebäude ist Teil der denkmalgeschützten Sachgesamtheit des Zoos und als einziges Bauwerk aus DDR-Zeit auch als Einzeldenkmal unter Schutz gestellt.

    Der Zoo argumentiert, die Freiflughalle weise "erhebliche Baumängel bis zur Nicht-Sanierbarkeit von Bauteilen" auf. Fünf Facheinschätzungen hätten das bestätigt.

    "Bauwelt" geht auf das Thema intensiv ein. Mir ist dadurch erst bewusst geworden, wie viele tolle Gebäude für den "Zoo der Zukunft" schon gewichen sind, unter anderem die Bartaffenanlage. Ich sehe den nun geplanten Abriss äußerst kritisch und bin auch als Nicht-Bauexperte relativ sicher, dass eine Sanierung möglich ist, wenn man etwas kreativer vorgeht. Ideen dazu werden ja in beiden Presseartikeln genannt. Die Stadt hat Verantwortung für ihr baukulturelles Erbe und kann die sinnvolle Erneuerung des Zoos nicht planen wie auf der grünen Wiese. Ich muss wohl wieder ein bisschen Zeit für Leserbriefe und Emails einplanen.

  • Die historische Bartaffenanlage wurde aber komplett erhalten. Wegen des Denkmalschutzes.
    Zoo Leipzig - Google Maps

    Zwischendurch scheint es dort mal eine reversible Ergänzung für tiergerechtere Gestaltung mit zusätzlichem "Felsen"-Einbau gegeben zu haben.

    Datei:Pavianfelsen l.jpeg – Wikipedia

    Irgendwie schein der Bauweltartikel nicht zu stimmen. Man könnte meinen es ist Stimmungsmache mit falschen Argumenten. Oder irre ich mich?

  • Solche Gebäude sind in Ihrer ursprünglichen Nutzung natürlich schwer zu erhalten. Die Anforderungen an eine artgerechte Haltung haben sich zum Glück erhöht.

    Allerdings denke ich, dass Leipzig da bisher einen guten Wegm gefunden hat. Erinnert sei nur an den Umbau der Bärenburg zum Abenteuerspielplatz.

  • Die Bartaffenanlage ist schon weg. Da kommen Volieren hin. Zum Vogelhaus. Weg mit dem Ding. Bracht niemand. Man könnte höchstens versuchen Stallungen daraus zu machen, aber ansonsten ist das reine Platzverschwendung. Und mal ehrlich, wer bezahlt 22 Euro um sich dann ein Baudenkmal im Zoo anzusehen?

  • Der Bauwelt-Artikel ist in vielen Punkten weder fair noch präzise. Dass "bei den aktuellen Planungen zum Zoo der Zukunft die große Bandbreite und architektonische Qualität der historischen Bauten weitestgehend außer Acht gelassen wurde", trifft nicht zu. Tatsächlich wurden zahlreiche Gebäude aus diversen früheren Epochen des Zoos erhalten und in den "Zoo der Zukunft" integriert; beginnend mit dem Eingangsbereich (inkl. der von der Messe betriebenen historischen Kongresshalle) über den "Gründergarten" mit historischem Raubtierhaus (heute Koala und "Arche"), die von "Saxonia" bereits erwähnte "Bärenburg", das zum Teil ebenfalls aus DDR-Zeiten stammende Aquarium (nebst Terrarium), die große Freiflugvoliere, das "Hacienda"-Gebäude etc. Ich kenne wenige Zoos in Deutschland oder Europa, auf die vergleichbares zuträfe.

    Der Vergleich zu London hinkt, wie er es auch losgelöst von Thema "Zoo" täte (ein Jammer bereit das fehlende Riesenrad am Elsterflutbecken).

    Im Übrigen wäre aus Sicht der Autorin der Zoo am Rosental in großen Teilen zu schließen, die "großen" Tiere um- und - z. B. - in der Dübener Heide neu anzusiedeln. Die dann leerstehenden Gehege würden zum Denkmal ihrer selbst. Man kann dem Konzept "Zoo" gegenüber kritisch eingestellt sein, aber wer überhaupt die Existenz eines innenstadtnahen zoologischen Garten akzeptiert, muss auch zulassen, dass er seinem Nutzungszweck entsprechend gestaltet wird. Und hier eignet sich Leipzig wahrlich nicht als Negativbeispiel.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Weg mit dem Ding. Bracht niemand.

    Das finde ich unter aller Sau, erst recht in einem Architektur-Forum. So wurde im 19. Jahrhundert vorgegangen, als man mit ähnlicher Einstellung auch noch das Alte Rathaus abreißen wollte. Heute sollte der Wert des Denkmalschutzes doch allgemein anerkannt sein, auch wenn der Weg, alte Gebäude zu erhalten und umzunutzen, oft Mühe und Kreativität erfordert.

    In der Denkmalkarte ist die Affeninsel noch verzeichnet (mittig). Mal sehen, ob ich diese Saison noch einen Zoobesuch mache, ansonsten freue ich mich, wenn hier jemand früher berichtet und ggf. ein Foto macht.

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    Dekoratives Anführungszeichen

    Im Übrigen wäre aus Sicht der Autorin der Zoo am Rosental in großen Teilen zu schließen, die "großen" Tiere um- und - z. B. - in der Dübener Heide neu anzusiedeln.

    Der Artikel gibt das nicht her, bitte andere Inhalte "fair und präzise" wiedergeben. Was stimmt: die sehr guten Sanierungen, die in den letzten Jahrzehnten erfolgt sind, nennt der Artikel leider nicht und geht nur auf die Abrisse ein. Es fällt aber auf, dass die Gebäude umso mehr bedroht scheinen, je jünger sie sind. Die schöne Architektur des 19. Jahrhunderts eignet sich eben besonders gut als Identifikations- und Marketingmittel. Dennoch ist auch der Denkmalstatus der Freiflughalle sehr berechtigt. Diese sehr interessante Halle ließe sich mit Sicherheit gut umnutzen und nicht nur als "Denkmal ihrer selbst" stehenlassen. Dass dies mit Aufwand verbunden ist, ist typisch für Denkmäler und sollte für einen Eigenbetrieb der Stadt Leipzig nicht ausschlaggebend sein.

  • Ok, das mag sein, er ist aber zu 100% im Eigentum der Stadt und wird auch als städtische Einrichtung wahrgenommen. Das ist relevant für die Vorbildwirkung - im Positiven wie Negativen.

  • Viele Gebäude im Leipziger Zoo sind nicht (nur) Architektonisch Wertvoll, sondern auch kulturelle Zeugen des Zeitgeistes vergangener Epochen. Viele von uns erinnern sich sicherlich gut, wie selbst in den 90ern die Großkatzen in kleinsten gefliesten Boxen, Wand an Wand zueinander gehalten wurden. So etwas gehört auch zu einer Erinnerungskultur, diese Gebäude als Symbol der damaligen Tierhaltung zu erhalten.