Beiträge von eryngium

    Naja. Vielleicht hat man einfach auch überlegt, dass die zusätzlichen Kosten eines Eingriffs in den Straßenbestand an dieser Stelle im phantastisch grünen Stadtteil keine relevante Verbesserung bringt.
    Geld kann man ja nur einmal ausgeben und da ist jeder neue Baum in hochversiegelten Gebieten - in der Kreuzstraße z.B. - deutlich besser angelegtes Geld, oder?

    Hab mir das Gebäude heute vor Ort nochmals angesehen.

    Meine Urteil muss ich ein Stück weit revidieren.
    Ich mag zwar den Fassadenaufbau als "Schichttorte" nach wie vor nicht, aber die Ausbildung der Fassaden sieht sehr hochwertig aus.

    Auch die Dimensionierung der Baumasse scheint mir auf die Umgebung passend gewählt.


    Ich warte jetzt mit dem Weitermeckern, bis es fertig ist... :saint:

    Weiter so wäre z.B. auch sowas gewesen...

    Genau 100 Jahre alt heute.
    Stahlbeton.


    Ansicht von der Hertha-Lindner-Straße

    Dresden-Stadthaus - Stadthaus Dresden – Wikipedia


    Und das Alte Stadthaus - unter dem Einfluss von Hans Poelzig entstanden - entspricht auch noch der neuen Gestaltungssatzung der Stadt...

    "Naja", mag man da einwenden, "Hans Poelzig ist ja auch Weltkulturerbe..."



    Das NEUE Stadthaus entspricht leider NICHT der neuen Gestaltungssatzung der Stadt Dresden, wurde aber von dieser für sich selbst geplant.


    technisches-rathaus-dresden-ferdinandplatz-detail-4.jpg


    Und Weltkulturerbe wird ja auch überbewertet, oder?

    Danke fürs Foto.
    Eindeutig zu hoch.

    Und in seiner undifferenzierten Fassaden-Länge ein zu großer Block.

    Monofunktionalität inclusive...


    In Frankfurt hat man etwas derartiges in vergleichbarer städtebaulicher Nicht-Qualität für eine Altstadtreko letztens noch abgerissen...

    Schade, dass man in Dresden sich nach den unrühmlichen Erfahrungen vor Ort aus

    - Schreibergasse, Kramergasse, An der Mauer und

    - Breslauer Straße

    hier nun bei seinen eigenen Projekten nicht besinnt, sondern das ganze noch steigert.

    000palais8f2cms.jpg

    (c) Rundling


    Da wirste bekloooopppt... So was unglaubliches...


    Für mich besonders eindrücklich: die Ausführung des Eck-Erkers der von unten bis in seinen oberen Abschluss wirklich ein modernes Kunstwerk der archiTEKTONIK ist.

    Auch sehr gekonnt: die im EG versetzten und andersformatigen Fensterachsen. Ganz groß!

    Diese gestalterische Raffinesse wird nur noch getoppt von der Knüller-Entwässerungslösung der Balkone! Wie gekonnt man die Anschlüsse rechts durch die Balkon-Lampen links harmonisch ausgewogen in Balance bringt!!!
    Bin mal gespannt wie die Meister des Fassaden-Fengshui jenes Fallrohr weiter ausbilden, welches jetzt noch im EG mitten in der (nach rechts-außerhalb der oberen Fenster-Achse gerutschten) Tür oder Fenstertür endet.
    Vermutlich befindet sich dort das auch als Pool genutzte Indoor-Regenrückhaltebereich und das muss so... Oder entstehen solche Besonderheiten ganz aus versehen, weil man Ausführungsplanung eh überbewertet?

    Alternativ gibt´s in Dresden Vorbilder für de Weiterentwicklung des Konzepts.

    Kunsthofpassage (Dresden) - Lohnt es sich? Aktuell für 2023 (Mit fotos)
    Kunsthofpassage (Dresden) - Lohnt es sich? Aktuell für 2023 (Mit fotos) (tripadvisor.de)


    Gut dass am Bauschild gleich ganz groß dransteht, mit welchem Architekturbüro man solche Projekte nicht umsetzten sollte...

    Denda Architekten: was ist Denda schief gelaufen?

    Interessante Beispiele.
    Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen...

    Superblocks wie die Karl-Seitz-Anlage haben tatsächlich keine privaten Freiflächen.

    Karl-Seitz-Hof – Wikipedia
    Superblock versus Gartenstadt – Deutsch (werkbundsiedlung-wien.at)

    Sind aber eben auch keine klassische Gartenstadt.
    Wikipedia weist darauf hin, dass es etwas mit Gartenstadt zu tun hätte.
    Was soll diese Gemeinsamkeit sein?

    Lockerwiese:

    Drone-Lockerwiesensiedlung,Vienna.13 - Siedlung Lockerwiese – Wikipedia
    Da scheint ja jeder einen Garten zu haben...

    - Südstadt, Maria-Enzersdorf
    Südstadt (Gemeinde Maria Enzersdorf) – Wikipedia
    Wo ist hier die Gartenstadt?
    Ich sehe hier eine Mischung aus Teppichsiedlung, Atriumhäusern und modernen Offenen Bebauungen, kennen das Gebiet aber nicht.


    - Gartenstadt Puchenau (teilweise), Puchenau

    Gartenstadt Puchenau – Wikipedia

    3 unterschiedliche Bereiche. Was davon ist Gartenstadt?




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    Was ich mich frage:

    Ist das Berliner Hansaviertel, Heidelberg Boxberg, Berlin Hellersdorf oder Gorbitz auch Gartenstadt?
    Wo liegt die Grenze zwischen all den o.g. verschiedenen Siedlungsformen?


    Ist ein 135m langer Block mit Abstandsgrün Gartenstadt?



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    Es geht mir nicht darum, ob der Riegel "von vorn sichtbar" ist.
    Es geht um eine Gebäude und eine Siedlungsstruktur.

    Warum muss man IN FREIBERG (40.ooo Einwohner; nicht Wien, Berlin oder Leipzig) 55 Wohnungen in einem durchgehenden Riegel unterbringen?
    Was unterscheidet diese Wohnform von den Plattenbauten mit 4 Eingängen a 10 Wohnungen im Bestand, die teilweise unvermietet sind?

    Warum hat man in den 70-ern - auch in Westdeutschland - schöne moderne große Wohnhäuser gebaut, die sich heute zu sozialen Brennpunkten entwickelt haben.
    Warum funktioniert es in kleinteiligerer Bebauung scheinbar besser?


    Warum baue ich neue Großwohnformen und reiße gleichzeitig wegen Leerstand hunderte Wohnungen in Sachsen ab?


    Was unterscheidet eigentlich Jena Innenstadt von Freiberg Suburbia? Den Hochpunkt mal abgesehen, der in Freiberg solitär steht.


    Du erhebst ständig für deine eigene Meinung einen Allgemeinheitsanspruch - und das nervt mich unheimlich.

    Auch spannend.


    Die anderen Argumente - .... - sind Schwachsinn. Sorry.

    Wie lange wollen wir das hier noch spielen?


    Wo sind denn nun die Gartenstädte OHNE Private Freiräume, die der Bezeichnung Gartenstadt entsprechen?


    Und was spricht für 135m lange Gebäuderiegel in Freiberg?

    Bedauerlich, dass solche begrünten Fassaden nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand gebaut und v.a. unterhalten werden können.
    Hier nun als "Vorreiter-Projekt" für Chemnitz.


    Warum man heutzutage nicht auf die "klassische" Fassadenbegrünung mit Pflanzen - von unten hochrankend - setzt?
    Spätestens wenn man an diesem Projekt zukünftig mal die Kosten diskutiert, wird man diese Idee der Umsetzung für weitere Projekte wieder begraben...

    Vielleicht doch noch mal Wikipedia lesen?
    Und meine Ausführungen, wenn Sie beim überfliegen nicht erkennen konnten, was ich an dem Projekt für falsch halte...

    Ich finde es städtebaulich einfach verfehlt, einen 135m langen durchgängigen Baukörper dort hin zu setzen.
    Würden die 4 Häuser wirklich einzeln stehen und gäbe es individuelle Grünflächen, wäre das Ganze ne schöne Sache.
    Aber irgendwie scheint man bei der WBG nicht zu verstehen, warum gerade Plattenbauten soziale Brennpunkte und Leerstandskandidaten sind. Das sind sie NICHT, weil sie aus Platten gebaut sind.
    Es liegt an der Grundstruktur... "Arbeiterschließfächer"... Warum hat man diesen abwertenden Begriff schon zu DDR-Zeiten gehört?


    - Jedem Mieter seine Parzelle und

    - Bauen in menschlichem Maßstab, passend zu den eher kleinen Gebäuden in Richtung Innenstadt, maximal 8 Wohnungen pro Eingang für soziale Zugehörigkeit in "seinem Haus" statt anonymer Großsiedlungsbau.

    DAS wäre in einer Gegend mit schrumpfender Bevölkerung vermutlich nachhaltiger, als das Geplante.
    Aber das merkt man dann in 40 Jahren...


    Die Fassaden sind okay und man hat sich Mühe gegeben. Aber gut gemeint ist noch nicht gut gemacht.