Elbtower Baustopp - Diskussionsthread

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das Projekt sei zu teuer, das Gebäude nicht geeignet, der Senat handle entgegen früheren Versprechungen.

    Für mich klingt das einfach nur so, als sei das Herzensprojekt eben das Naturkundemuseum und nicht der Elbtower. Wenn dieser Standort für das Museum zu teuer und überdies ungeeignet sein sollte, müsste man das auch so sagen.

  • ^ Zum Thema Mitnahmesetzung hatte wir hier schon Beiträge, beginnend mit dem Beitrag von LevHAM.

    Mir scheint das dieses Thema aus Sicht von gewissen lokalen politischen Akteur:innen noch nicht genügend in der öffentlichen Wahrnehmung hoch gekocht ist, sodass es erneut auf den medialen Herd gehört.

  • Elbtower soll geschrumpft werden--

    berichtet die Bild -Zeitung in der Ausgabe vom 08.09.2025.

    Um das Projekt doch noch zu retten, soll nach BILD-Informationen im Geheimen über folgende Lösung diskutiert werden; der Elbtower soll geschrumpft werden.

    Eine Person, die mit den Verhandlungen vertraut ist, zu BILD: „Vielleicht noch ein paar Stockwerke drauf, dann reicht es. Mehr ist nicht drin.“ Die Bauruine misst derzeit rund 100 Meter. Die restlichen Stockwerke bis zu der ursprünglich geplanten Höhe von 245 Metern seien derzeit nicht sehr gefragt.

    Das Interesse blieb auch nach der Ankündigung der Stadt Hamburg verhalten, in den unteren drei Etagen ein Naturkundemuseum einzurichten.

    Unklar bleibt, wie die Verantwortlichen dem Architekten David Chipperfield (71), der das Urheberrecht an den Plänen besitzt, eine entsprechende Anpassung des Entwurfs vermitteln wollen. Änderungen bedürfen seiner Zustimmung.

    Ein weiteres mögliches Hindernis einer Verkleinerung des Gebäudes sind technische Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des Baukörpergewichts und damit verbundener statischer Aspekte.

    Hinsichtlich eines möglichen finanziellen Engagements der Stadt beim Elbtower berichtet die Bild-Zeitung, dass hinter den Kulissen inzwischen ein Teilankauf der Immobilie als gesichert gilt. Dies widerspricht früheren Aussagen von Bürgermeister Peter Tschentscher („kein Euro Steuergeld für das Privat-Projekt“). Der Haushaltsausschuss wird am 16. September 2025 von den zuständigen Behörden über den aktuellen Stand informiert.

  • BILD will exklusiv wissen, dass der kurze Olaf auf etwa aktueller Höhe fertiggestellt werden soll und die Stadt 60.000 m² für das Naturkundemuseum zum Preis von 200 Mio € ankaufen möchte, Das wäre ein Preis von 3.333 €/m², dafür bekommt man aktuell nicht einmal mehr eine runtergerockte 60er Jahre Bestandswohnung.

  • Bitte nicht… wenn man mal bedenkt was für Unsummen im Boden vergraben sind um die 250m darüber tragbar zu machen.

    Chipperfield ist im Übrigen auch kein Architekt der dafür bekannt ist, dass er einer so gravierenden Kappung seines Entwurfs zustimmen würde. Auch in Berlin und diversen anderen Projeten weltweit hat er sich oft durchgesetzt mit seinen Entwürfen. Er ist halt sehr hartnäckig. Was ich auch verstehe. Sein Ruf leidet sonst.

    Das müsste die Stadt de facto neu ausschreiben, einen Nachfolge Architekten anheuern und den Rufverlust in Kauf nehmen müssen.

    An sich macht es das daher nicht besser, nur günstiger.

    Die Stadt wollte damals auch die Elphi politisch kappen und jetzt sieht man wie erfolgreich sich das Projekt entwickelt hat. Fragen über Fragen

    5 Mal editiert, zuletzt von Hanse82 (8. September 2025 um 12:54)

  • Dumme idee aber könnte man nicht erst die aktuell fertigen geschosse fertig stellen und nach oben sich die hintertür offen halten für die kommenden jahre und den rest eventuell nachbauen?

  • Sehr gut zu hören, dass der Senat einen Teilankauf plant. Ich habe um ehrlich zu sein Angst, dass man sich mit dem Museum sonst dem Vermieter auf einen Knebelvertrag ausliefert, denn Umziehen würde schwer werden.

  • Rex das wird der Architekt ziemlich sicher nicht mitmachen. Abgesehen davon kann ich mir auch nicht vorstellen dass die Mieter sich bereit erklären in ein halbfertiges Haus einzuziehen. Laut dem aktuellen offiziellen Stand will becken das Ding auf 250m ziehen. Wir müssen schauen wie sich der Senat im Herbst dazu äußert.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Sehr gut zu hören, dass der Senat einen Teilankauf plant.

    Grundsätzlich ja. Andererseits braucht das Naturkundemuseum die 60.000 m² nur, wenn dort neben der Ausstellung auch die Depots etc. untergebracht werden. Hier gäbe es sicher günstigere Möglichkeiten. Und der genannte Preis von gut 3.000 €/m² scheint mir unrealistisch. Aber sicher besser als eine langfristige Anmietung.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Andererseits braucht das Naturkundemuseum die 60.000 m² nur, wenn dort neben der Ausstellung auch die Depots etc. untergebracht werden.

    Europäische Naturkundemuseen sind tatsächlich oft relativ klein, aber das Field Musem in Chicago ist bei 85.000m², das American Museum of Natural History in New York ist sogar bei fast 150.000m² öffentlicher Fläche(also Ausstellung, Bibliothek und so weiter). Dafür braucht man natürlich auch eine entsprechende Sammlung und viel Geld und Zeit um solch eine Ausstellung aufzubauen, aber es geht.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Und der genannte Preis von gut 3.000 €/m² scheint mir unrealistisch

    180Millionen wäre sehr günstig. In Berlin ist das Museum für Moderne bei über einenr halben Milliarde. Wenn es da zu höheren Kosten kommt, geht das entsprechend auch in Ordnung oder man hat halt viel Geld für eine gigantische Ausstellung und das wird gerade in dem Bereich für einiges reichen.

  • Ich stelle mir halt vor allen Dingen die Frage, was so gravierendes passiert sein muss, dass Becken die potentiellen Mieter doch abgesprungen sind. Ursprünglich meinte er ja, dass das Naturkundemuseum ausreichen würde und die restlichen Mieter überzeugen würde, damit er den Bau fortsetzen kann.

  • ^^ Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich relativ einfach: Becken hatte nie ernstzunehmende Mietinteressenten, nie ernstzunehmende Finanzierungsoptionen und hat seit unzähligen Monaten nicht mehr getan, als sich aus übersteigertem Geltungsdrang medial zu profilieren.

  • Der vollständig gebaute Elbtower sollte 104.000 qm Fläche haben.

    Der Senat will 60.000 qm anmieten oder kaufen. Natürlich beziehen sich die auf die breiten Sockelgeschosse. Aber wenn vom 4. oder 5. Stock an noch 44.000 qm übrig bleiben und diese Zahl an Etagen dann halbiert werden, bleiben nur noch gerade mal 20.000 qm übrig. Demnach hätte der Senat 75% vom ganzen Projekt übernommen.

    Habe ich da einen Denk- oder Rechenfehler ?

    Praktisch wäre das ein Aufgeben und ausschließlich ein Vermeiden einer Ruine oder eines Rückbaus.

    Ich bleibe dabei : Der Senat soll es komplett zu Ende bauen und hat bis zur nächsten Wahl genug Zeit zu beweisen, dass auch der gesamte Turm wirtschaftlich rentabel zu vermieten sei.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^^ Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich relativ einfach: Becken hatte nie ernstzunehmende Mietinteressenten, nie ernstzunehmende Finanzierungsoptionen und hat seit unzähligen Monaten nicht mehr getan, als sich aus übersteigertem Geltungsdrang medial zu profilieren.

    Vermutlich vermutlich vermutlich. Keine Quellen oder andere Berichte die das Gegenteil belegen. Solange halte ich erstmal an offiziellen Aussagen fest.

    hansefix:

    Ich will nicht respektlos klingen, aber glaubst du dass das möglich ist? Ich befürchte da dermaßen massiven politischen Widerstand, sodass der Senat womöglich nachgeben würde aufgrund der schieren Größe.

    Im Augenblick lässt die Beschlusslage das auch nicht zu sofern ich die Aussagen von Abgeordneten im Haushaltauschuss richtig verstanden habe, obwohl ich die Idee charmant finde (Hauptsache das Ding wird endlich mal fertig gebaut)

  • Für die Zustimmungspflicht des Architekten ist vielleicht die Lektüre des Kaufvertrags noch mal interessant:

    Dort hat sich SIGNA damals nämlich in 9.4.6 dazu verpflichtet, der Stadt sämtliche Urheberrechte an den Planungsleistungen (also auch die des Architekten) abzutreten, falls die Stadt ihr Wiederkaufsrecht oder Rücktrittrecht ausübt und in die Planerverträge selbst eintritt. Voraussetzungen ist natürlich, dass sich SIGNA damals selbst die Urheberrechte an dem Entwurft hat abtreten lassen.

    So könnte man ggf. die erforderliche Zustimmung des Architekten umgehen, aber auch sonst denke ich, dass man Chipperfield umstimmen kann, wenn ein wenig Geld auf dem Tisch liegt.