Beiträge von Antilles

    Soweit ich weiß soll es dieser Standort werden:

    Danke! Das hab ich bisher übersehen!

    Freue mich gerade sehr, dass es einige Foristen gibt, die die Entwicklung des BER so akribisch verfolgen.

    Ich wünsche euch allen einen sonnigen Nachmittag und einen schönen Feiertag.

    Danke für den Link. Interessant fand ich übrigens auch die Info, dass der GAT-Bereich an einem neuen Standort, voraus. ab 2028 angesiedelt werden soll.


    Sollte der BER durch die schon durchgeführten oder noch geplanten Optimierungen (insb. die neuen Security Spuren mit CT-Technik) also über 40 Mio. Passagiere/Jahr mit den beiden Terminals abfertigen können

    Ich hatte in einer relativen aktuellen Präsentation (finde sie gerade leider nicht) gelesen, dass die geplante Optimierung in den bestehenden Strukturen eine Kapazitätssteigerung auf 34-36 Mio. ermöglichen soll. Meines Wissens soll die weitere Kapazitätssteigerung darüber hinaus erst mit dem Bau des Terminals 3 möglich sein.


    Auf jeden Fall werden die Prognosen regelmäßig evaluiert, was sicherlich sinnvoll ist, denn die Attraktivität des BER wird nicht zuletzt durch die bessere Konnektivität (Eröffnung Dresdner Bahn etc.) gesteigert.

    Die Anführungszeichen sind gut gewählt. Ich war seit Baubeginn in regelmäßigen Abständen vor Ort. Ende Oktober 2023 hatte ich den Eindruck, dass der Bahnhof niemals zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember fertiggestellt wird. Und das lag m.E. nicht an fehlenden Treppenelementen oder Aufzügen. Da war an den oberen Bahnsteigen bis auf die neuen Dächer nichts fertiggestellt. Anfang Dezember wurde die Verschiebung dann ja auch verkündet.

    Am letzten Wochenende fehlte zwar noch die Sicherung des unteren Kreuzungsbahnsteigs. Der Eröffnung am 27.4. und damit dem zusätzlichen Anschluss zum BER steht aber wohl nichts mehr im Weg.

    Sofern die neuen Pläne so umgesetzt werden, kann das vielleicht auch ein Signal an künftige Investoren sein, dass Vorgaben per se kein Hinderungsgrund für Hochhäuser sein müssen. Ich halte es auch für übertrieben, dass der Investor im Gegenzug "krasse Auflagen" zu erfüllen habe, so wie die Morgenpost schreibt.

    Ich würde das Hochhaus zum künftigen Alexanderplatz-Cluster mit dazuzählen. Mich hat an den ursprünglichen Planungen für den Platz gestört, dass die künftige Krone immer etwas von einer Blockbebauung hat: siehe hier (2.Bild).

    Aber wenn dann auch der Alexander Tower unter einem neuem Eigentümer hoffentlich realisiert wird, könnte der gesamte Cluster inkl. höherem Central-Tower aus vielen Perspektiven wirklich harmonischer aussehen.

    Ich finde die die Bewerbung zum UNESCO Welterbe grundsätzlich spannend und diskussionswürdig. Hier eine kurze Zusammenfassung des Artikels:

    Die Karl-Marx-Allee und das Hansaviertel scheiterten erneut im deutschen Unesco-Vorentscheid für das Welterbe. Die KMK folgte der Empfehlung eines Fachbeirats, der die Bewerbung kritisierte. Es fehle der Nachweis, dass Berlin einen universellen Einfluss auf die Stadtentwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte. Zudem hält der Fachbereit es für unzureichend belegt, "dass die Wechselspiele in Ost und West über die Stadt hinaus „von Bedeutung gewesen“. Darüber hinaus sei westliche Architektur bereits ausreichend auf der Unesco-Liste vertreten. Die Karl-Marx-Allee hat möglicherweise noch eine Chance aufgrund ihrer einzigartigen Vereinigung beider Hauptspielarten des sozialistischen Städtebaus.

    Zehn Jahre Vorbereitung umsonst: Weder Karl-Marx-Allee noch Hansaviertel werden Welterbe | Berliner Zeitung 5.12.2023


    Trotz Einbeziehung des Hansaviertels wurde das Thema bisher immer in diesem Thread erwähnt, z. B. hier ff. Daher verschoben.

    Heute ist ein Artikel mit einem Bild aus dem Innern des zukünftigen Synagogenzentrums veröffentlicht worden. Mein Eindruck bleibt: das Zentrum wird nicht nur kulturell sondern auch architektonisch eine Bereicherung für Potsdam sein. In dem Artikel werden auch ein paar Details sowie als Eröffnungszeitraum Frühjahr 2024 verraten. Erster Blick in Potsdams neue Synagoge: Ein Haus der Kompromisse in beeindruckender Architektur | PNN 20.11.23

    Danke für die Zusammenfassung. Das sind gute Neuigkeiten und unterstreicht, dass die aktuelle Geschäftsführung konsequent ihren Weg geht. Ich sehe Parallelen zum Flughafen Athen, der mit einer ursprünglichen Kapazität von 16Mio. errichtet wurde, aber durch den Einsatz neuer Technologie mittlerweile 26 Mio. Passagiere abfertigen kann.

    Viele "Experten" haben sich scheinbar in Sachen Kapazität getäuscht...

    Aber wen meinst du denn damit? Die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft? Oder Interessierte wie dich und mich?

    Also ich würde dir bezüglich der Kapazität wirklich gern Recht geben, allerdings kann ich mich nur an das halten, was die FBB-Mitarbeiter im Gespräch erläutert haben. Und im Zweifel helfen einfach die nackten Zahlen (S.10-13): Pressemappe Flughafen Berlin Brandenburg |Stand 09/2023

    Alles andere ist nur spekulativ.

    Ich hab heute beim SXF Abschiedsfest ein paar Vertreter der Flughafengesellschaft zu den aktuellen Ausbauplänen ausgefragt.

    Zur aktuellen Kapazität des T1 konnten sie nicht konkretes sagen, schätzen diese aber auf max. 27 Mio. In der aktualisierten Pressemappe wird die Kapazität mit 25 Mio. angegeben.

    Laut den Ansprechpartnern der FBB werden die nächsten Erweiterungen im Abflugbereich erfolgen. Diese beinhalten die Erweiterung der Passkontrollen für Non-Schengen-Flüge bis Anfang 2024 (im Bau), die Umstellung auf CT-Scanner in der Sicherheitskontrolle (ab 2024 wird die FBB die SiKo übernehmen). Weiter wurden konkrete Erweiterungspläne im Abflugbereich A genannt. Diese beziehen sich, etwas diffus beschrieben, auf freie Kapazitäten im Parkhaus vor dem Pier Süd.

    Die in früheren Planungen genannten zusätzlichen Gepäckbänder unter beiden Pavillons werden wohl mittelfristig nicht kommen. Auch die Planungen für das Terminal 3 liegen mittelfristig erstmal auf Eis.


    Aber für alle, die sich eine größere Vielfalt in der Gastronomie wünschen: Burger King wird seine beiden luft- und landseitigen Standorte wohl demnächst endlich eröffnen (ursprünglich Mai).

    Vielen Dank für den Link und die Zusammenfassung.


    Ich glaube, die Aussagen muss man in einem Zusammenhang betrachten.

    Die angesprochene Kapazitätserweiterung der bestehenden Flughafeninfrastruktur ertüchtigt den Flughafen, um 35 Mio. Passagiere (Vor-Corona-Niveau) abzufertigen zu können. T1 kann in der derzeitigen Ausstattung 25 Mio. Passagiere abfertigen.

    Um das zu schaffen, sind neben größeren Maßnahmen wie zusätzliche Gepäckbänder und moderner SiKo schon einige sinnvolle Anpassungen erfolgt: Implementierung BER Runway, mehr Self-Service-Automaten etc.

    Und die meisten Maßnahmen bzw. Erweiterungen erfolgen unter dem Dach des T1, denn das Terminal 2 ist meines Wissens exakt für 6Mio Pax geplant.


    Alles in allem kann man aber sagen, sitzen jetzt die richtigen Leute an den Schalthebeln des BER.

    Ich kann allen Argumenten von ouyawei wirklich nur zustimmen. Vor allem die Bereitstellung von günstiger Nutzfläche für alternatives Künstlertum ist mir als Potsdamer mind. genauso wichtig wie günstiger Wohnraum für Studenten. Und ein bisschen architektonische Widersprüchlichkeit tut der Potsdamer Mitte nebenbei auch gut.

    Den Erhalt des Rechenzentrums fordert auch eine neue Petition mit dem klangvollen Namen "Potsdamer Appell für Koexistenz von Garnisonkirchturm und Rechenzentrum". Unter den Erstunterzeichnern befindet sich u.a. der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

    Ich sehe das genauso wie Bousset. Eine Erweiterung wird mittelfristig kommen, wobei die Skepsis hinsichtlich kleiner Einheiten nicht von der Hand zu weisen ist. Frau v. Massenbach hat bereits angedeutet, dass Terminal 3 eine ähnliche Größe und Gestaltung wie Terminal 2 haben wird, sollte die Kapazitätsgrenze des Flughafens deutlich vor 2030 erreicht werden.

    Ich gehe aber erstmal von weiteren Optimierungen im Hauptterminal aus. Eigentlich erwarte ich auch ein bisschen schon die Ankündigung konkreter Pläne für die 2-4 zusätzlichen Gepäckbänder unter den beiden Pavillons am T1.

    Update zum Regierungsflughafen: Die in Tegel stationierte Hubschrauberstaffel der Flugbereitschaft zieht bereits 2025 (bisher 2029) zum BER. Dazu wird ein Mietobjekt am Flughafen von der BIMA gebaut. Der vollständige Umzug der Flugbereitschaft von Köln nach Berlin wird frühestens 2032 stattfinden. Bis dahin sollen Hangars und Dienstgebäude im nördlichen Bereich des BER entstehen.

    Regierungs-Hubschrauber ziehen bereits 2025 von Tegel zum BER | rbb24 3.11.22

    Sehr interessanter Punkt. Ich habe ein bisschen die Befürchtung dass dieses "Terminal 3 light" am Ende ein Duplikat des T2 sein könnte (aber aus nachvollziehbaren Gründen), wenn es denn überhaupt so gebaut wird. Deshalb hoffe ich, dass die geplanten Erweiterungen innerhalb des Terminal 1 erstmal bis 2030+ ausreichen werden.


    Ich habe auch den Abschlussbericht des 2. BER U-Ausschusses des Abgeordnetenhauses vom 9.8.2021 durchforstet:

    Bericht des 2. Untersuchungsausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin (9.8.2021)

    Auf S. 231 unter "Erweiterung der Terminalinfrastruktur" steht, dass der unter Lütke Daldrup erstellte Masterplan eine Kapazitätssteigerung des T1 von 22 auf 27 Mio. alleine durch die Erweiterung der Gepäckförderanlage vorsieht. Auf S.763 ff. kann man weiterlesen, dass dafür (nur) zwei weitere Gepäckbänder benötigt würden. Wenn also die derzeitig angegebene Kapazität von 25 Mio. stimmt, müssten diese zwei neuen Gepäckbänder ja theoretisch die Kapazität des Terminals auf 30 Mio. anheben. Das fand ich interessant, vor allem weil in der bereits verlinkten Pressemappe die max. Kapazität des Terminals nach erfolgtem Ausbau immer noch mit 27 Mio. angegeben wird.


    Ich bin wirklich gespannt was die FBB für die nächsten Jahre plant. Vielleicht werden wir ja nach der nächsten Aufsichtsratsitzung am 18.11. schlauer sein. Auf jeden Fall würde ich mich sehr freuen, wenn T5, also das Gebäude des ehemaligen DDR-Zentralflughafens auch zukünftig erhalten bleiben kann. Aus persönlichen nostalgischen Gründen und vor allem weil es ein Stück Berlin-Brandenburger Flughafengeschichte darstellt.