danke ElleDeBE , ich denke man kann sehr gut anhand Deines ersten verlinkten Beispiels aus dem Nachbarforum erkennen, dass man um eine sinnvolle, nutzbare und ästhetische Verjüngung eines Turms zu erreichen, man mindestens die Grundfläche eines ganzen Blocks benötigt. Also die gesamte Grundfläche die jetzt ein Turm mit Sockelbau einnimmt. Die momentan im Bau befindlichen Türme haben eine zu geringe Grundfläche um sie auch noch nach oben hin zu verjüngen, das unter wirtschaftlichen und nutzungsbedingtem Aspekten. Was soll denn ein Geschoss in einer oberen Etage mit der Grundfläche eines Wohnzimmers erwirtschaften? Von daher gaukelt die verlinkte Visualisierung etwas vor, was so nicht umsetzbar ist, da man ja nicht auf den Sockelbau verzichten will.
The Berlinian (vormals MYND | 146 m | in Bau)
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Vielleicht ist der Kolhoff Plan nicht die Lösung sondern das Problem.
Das, was aktuell am Alex gebaut wird, entspricht nicht Kollhoffs Plan. Kollhoff hatte nämlich Hochhäuser geplant, die sich nach oben hin verjüngen und differenzierte Formen haben. Das einzige, was seinem Plan entspricht, sind Grundrisse, Sockelhöhe, die teilweise steinernen Fassadenmaterialien und Geometrien. Kollhoffs Plan wurde 1993 unter SPD+Grünen-Senat und Senatsbaudirektor Hans Stimmann als Sieger ausgewählt und beinhaltete Hochhäuser, die Richtung Dach trotz ihrer eher rechteckigen Grundfläche verspielte Formen haben und sich, anders als das Berlinian oder das Ding von Covivio, nach oben hin verjüngen. Die Bauten sollten ähnlich wie der gebaute und positiv bewertete Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz werden und an Manhatten erinnern. Kollhoff wollte für die oberen Formen das selbe, wie einige hier im Forum. Das Problem war also nicht Kollhoffs Plan, sondern die Änderungen, die danach daran vorgenommen wurden. 2013 hat Senatsbaudirektorin Lüscher unter SPD+CDU-Senat nämlich in Workshops Änderungen an Kollhoffs Plan diskutiert und vorgenommen, die so weit gingen, dass Kollhoff sich daraufhin sogar nicht mehr am architektonischen Wettbewerb für die Bauten beteiligen wollte und die Änderungen öffentlich scharf kritisierte. Aus Kollhoffs Masterplan wurde daraufhin bis 2016 ein Kompromissplan, der die aktuellen Bauten hervorbrachte. Wenn die Änderungen an Kollhoffs Plan nicht vorgenommen worden wären und man sich gestalterisch an den Masterplan gehalten hätte, dann wären auf den selben Grundrissen Türme entstanden, die eher so aussehen: ursprüngliche Planungen Kollhoff Architektur
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danke ElleDeBE , ich denke man kann sehr gut anhand Deines ersten verlinkten Beispiels aus dem Nachbarforum erkennen, dass man um eine sinnvolle, nutzbare und ästhetische Verjüngung eines Turms zu erreichen, man mindestens die Grundfläche eines ganzen Blocks benötigt.
Wenn man eine derart starke Verjüngung will, dann ja. Wenn man sich mit einer leichteren Verjüngung zufrieden gibt, so wie Kollhoff sie geplant hatte und wie sie zum Beispiel beim Kollhoff--Tower gebaut wurde, dann nicht, denn dann hätte die Grundfläche ausgereicht, sowohl wirtschaftlich sinnvolle Verjüngung als auch Sockelbau zur Einbettung in die europäische Gründerzeit bis 1930er-Blockrand-Stadt hinzukriegen.
Was lernen wir aus der aktuellen Situation? Dass ein Masterplan nur dann Sinn macht, wenn sich auch alle dran halten und nicht einzelne Teile davon geändert werden. Denn sonst kommt etwas dabei raus wie beim Berlinian und Covivio-Bau, wo zwar einzelne Elemente dem Masterplan entsprechen, andere aber gar nicht, sodass sich ein unstimmiges Gesamtbild ergibt, das von uns die Bewertung erhält "Das Beste draus gemacht".
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^ … ich denke das entscheidende Problem stellte das Park Inn dar. Nach der Entscheidung das Park Inn zu erhalten war der Kollhoff-Plan hinfällig,
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Dass ein Turm ohne riesige Grundfläche oben zum unrentablen „Wohnzimmer“ schrumpft, widerlegt der Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz: kompakter Fußabdruck über Sockel, gestaffelt, voll vermietbar. Oben schrumpft durch wegfallende Aufzüge ohnehin der Kern – machbar ist das also durchaus, wenn der B-Plan es verlangt.
Nicht der Masterplan, sondern die Festsetzungen des B-Plans sind entscheidend. Wenn dort keine Setbacks vorgeschrieben sind, wird der komplette Raum genutzt – wirtschaftlich wohl für jeden nachvollziehbar.
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^ … ich denke das entscheidende Problem stellte das Park Inn dar. Nach der Entscheidung das Park Inn zu erhalten war der Kollhoff-Plan hinfällig,
Ich glaube eher, dass das entscheidende Problem war, dass man die Änderung am Masterplan vorgenommen hat, Kubaturen zu erlauben, die Richtung Dach keine Verjüngung haben. Ohne diese Änderung hätten all die neuen Türme wie das Berlinian, der von Covivio oder Hines nämlich besser werden können, auch dann, wenn das Park Inn stehen bleibt. Die Qualität der neuen Bauten ist ja nicht vom Abriss des Park Inn abhängig. Man hätte die neuen Türme einfach so bauen müssen, wie sie im Masterplan von 1993 geplant wurden, anstatt den beschlossenen Plan zu verschlimmbessern bzw. ihn zu stutzen. Wenn zumindest Covivio, Monarch und Hines ihre Baufelder so bebaut hätten, wie es 1993 beschlossen wurde, dann wäre es immer noch besser geworden als jetzt, unabhängig davon, was mit Hotel Stadt Berlin (heute Park Inn), Haus des Reisens oder Haus des Lehrers passiert wäre und passieren wird.
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… Die Qualität der neuen Bauten ist ja nicht vom Abriss des Park Inn abhängig. Man hätte die neuen Türme einfach so bauen müssen, wie sie im Masterplan von 1993 geplant wurden, anstatt den beschlossenen Plan zu verschlimmbessern bzw. ihn zu stutzen. Wenn zumindest Covivio, Monarch und Hines ihre Baufelder so bebaut hätten, wie es 1993 beschlossen wurde, ….
… nicht die für Qualität aber die Stellung der Hochhäuser. Ich wiederhole mich gern nochmal, der Kollhoff-Plan war lediglich eine Baumassenstudie. Wie Du schon erwähnt hast, hat Kollhoff garnicht mehr am Architektonischen Wettbwerb teilgenommen.
Hier noch mal der Entwurf Hans Kollhoff
https://i.postimg.cc/gjXhJsvc/IMG-3270.jpg
Das Park Inn nimmt den Platz des mittleren Turms ein und hätte das Gesamtbild schon ziemlich gestört. -
… Wenn die Änderungen an Kollhoffs Plan nicht vorgenommen worden wären und man sich gestalterisch an den Masterplan gehalten hätte, dann wären auf den selben Grundrissen Türme entstanden, die eher so aussehen: ursprüngliche Planungen Kollhoff Architektur
… so wie ich das sehe, ist das der Entwurf für das Areal Haus der Statistik
Wir alle wissen, wie die Entscheidung in diesem Fall ausgegangen ist.
Nur als Erläuterung Deines Verlinkten Bildes.
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der Kollhoff-Plan war lediglich eine Baumassenstudie.
Kubaturen gehören aber zu Baumassen. Kubaturen, die sich nach oben hin verjüngen, sind auch Baumasse. Der Kollhoff-Plan enthielt in seinen gestalterischen Vorgaben und den darauf basierenden städtebaulichen Verträgen sowohl sehr präzise Vorgaben zur Dachkubatur als auch zu den Fassadenmaterialien Es gibt gestalterische Leitlinien im Rahmen des Kollhoff-Masterplans. Auch wenn die finale architektonische Gestaltung nicht dazu gehörte, beinhaltete der Kollhoff-Plan eine Steinpficht, die die Ästhetik amerikanischer Wolkenkratzer der 1920er/1930er-Jahre (wie in New York oder Chicago) mit der europäischen Steinstadt verbinden sollte. Seine städtebaulichen Rahmenbedingungen schlossen spiegelnde Glasfassaden oder reine Aluminium-Vorhangfassaden, wie sie jetzt üblich sind, rigoros aus. Die Türme sollten eine schwere, tektonische Wirkung entfalten. Als Material wurden helle Natursteine (wie Sandstein oder Granit) sowie Klinker/Ziegel vorgeschrieben, die in festen Rastern strukturiert sein mussten.
Auch die Silhouette nach oben hin war im Kollhoff-Masterplan streng reglementiert. Kollhoff lehnte die eintönigen Kisten-Formen der Nachkriegsmoderne ab.
Klassische Turmkrone: Der Plan schrieb vor, dass sich die Türme nach oben hin verjüngen oder plastisch zurückgestuft werden müssen (sogenannte Setbacks).
Vorgeschriebene Staffelung: Die Gebäude durften nicht stumpf mit einem Flachdach in einer maximalen Höhe von 150 Metern enden. Stattdessen war eine plastische Ausformung der Dachkubatur verankert, um eine abwechslungsreiche und skulpturale Turmkrone im Stil des Art-Déco zu erzwingen.
Als ab den 2010er-Jahren internationale Investoren und Stararchitekten (wie Frank Gehry oder Sauerbruch Hutton) tatsächlich mit Planungen begannen, stießen diese strengen Material- und Kubaturvorgaben auf massiven Widerstand. Viele Architekten empfanden Kollhoffs Korsett aus Stein und historisierenden Turmkronen als rückwärtsgewandt und zu starr. In den nachfolgenden Anpassungen und Einzelwettbewerben (wie erwähnt unter der ehemaligen Senatsbaudirektorin Regula Lüscher) wurden diese Regeln schrittweise gelockert, weshalb die heute entstehenden Türme teilweise deutlich modernere Fassaden und abweichende Geometrien und die von Architektur-Fan bemängelte Kisten-Form aufweisen.
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… so wie ich das sehe, ist das der Entwurf für das Areal Haus der Statistik
Mag sein, er zeigt aber, wie auch die anderen Türme am Alex geworden wären, wenn man sich an Kollhoffs Plan gehalten und ihn nicht verändert hätte.
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^^ …. ich bevorzuge meine Wortwahl „Bolzen-Architektur“ und ^ ehrlich gesagt bin ich was froh, dass dieser Entwurf den er für das HdS-Areal entwickelt hat nicht geworden ist.
Wenn unser Mitforist Architektur-Fan ständig einen DDR Stil 2.01 (Covivio) bemäkelt so würde ich hier einen Rückfall in die 50er Jahre Staatsarchitektur der DDR erkennen wollen. Wenn nicht sogar Anleihen beim Haus der Republik das anstelle des Stadtschlosses geplant war.Und alle zu der Zeit 13 Hochhäuser in diesem Stil wären mir doch zu Viele. 1 oder 2, das hätte genügt.
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Unterbrech die Diskussion mal kurz für n paar Bilder von heute:





Alle Bilder von mir © Merlin
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^ Ergänzung von Merlin von heute.
Der Kran kann Demnächst abgebaut werden.
Seit gestern wird der Kran Stück für Stück abgebaut, heute noch bis zum Mittag. Der verbleibende Teil wird eventuell nächste Woche per Mobilkran demontiert. Den Einbau der letzten Fenster sowie die übrigen Arbeiten übernimmt der bereits am Dach installierte Kran. Bzw: Fassadenelemente und soll künftig für die Fensterreinigung und Wartungsarbeiten genutzt werden. Hier gemeint ( heute - Bild Webcam geurlt).
© Johannes_9065

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Da soll mal einer sagen, die neuen Türme würden den Fernsehturm bedrängen. Jetzt ist er sogar noch präsenter. 😁
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^Absolut. Ich kann übrigens sehr empfehlen, mal mit der Ringbahn am Tempelhofer Feld vorbei zu fahren. Von dort kann man u.a. die neuen Türme am Alex (aber auch zahlreiche weitere Hochhäuser) gut in der Fernwirkung erfassen. Nur für Fotos ist es natürlich nicht so ganz ideal. Jedenfalls wirkt der Fernsehturm aber auch von dort aus nicht bedrängt.
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^ Stimmt Hier aus der Berliner Morgenpost z. B kann man es gut erkennen , was seit ca. 2 Monaten hochgeladen wurde aus dieser Perspektive - Tempelhofer Feld
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Weitere aktuelle Eindrücke bei perfektem Spätsommerwetter.🤩
[Bilder © bauhelmchen 2026]
Look-up Karl-Liebknecht-Straße/Ecke Dircksenstraße.

In der Dircksenstraße mit Grenanderhaus im Vordergrund.


Blick vom S-Bahn Halt Hackescher Markt.

Und ein Blick von der Ebertbrücke mit Fernsehturm und Bode-Museum.

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Auch das Park Inn profitiert von seinen neuen Nachbarn. So gesehen ist es schade, das der Estrel Turm nicht auch noch dort steht, gerade weil er noch etwas höher ist und den schrägen Abschluss hat. Da bräuchte es noch etwas. So ein Frankfurter Messeturm wäre auch nicht verkehrt.
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^ Nicht nur das Park Inn, sondern alle Bestandsgebäude im Umfeld des Alexanderplatzes sehen plötzlich viel besser aus.
Ich muss verdutzt die Augen reiben, wenn ich die aktuellen Bilder in den Threads zum Alexanderplatz angucke.


Das ganze Umfeld wirkt wie verwandelt. Bisher war der Alex hässlich und runtergekommen. Und jetzt wirken die Bestandsgebäude auf einmal stylish und geradezu cool.
Wer hätte das gedacht? Plötzlich fängt der Alex an zu rocken!
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Provokante Meinung, ich weiß, aber im Wesentlichen werden nach Abschluss der Arbeiten nun drei Park Inns am Alexanderplatz stehen und ich finde das architektonisch alles andere als bereichernd. Dass man die strenge, quadratische Architektur am Alexanderplatz fortgesetzt hat, halte ich für einen Fehler. Sie zementiert die bereits vorhandene Monotonie und steife Rasterung, statt dem zentralen Platz die Dynamik und Offenheit zu geben, die er als urbaner Knotenpunkt verdient. Stattdessen hätte man die starre Geometrie aufbrechen sollen, mit einer runderen, plastischeren Formensprache und großflächigen Glasfassaden ohne feingliedrige Rasterung. Solche Fassaden hätten Licht, Transparenz und Leichtigkeit in den Stadtraum gebracht und die Schwere der bestehenden Baukörper spürbar relativiert. Ich denke dabei an die Hochhäuser der Warschauer Skyline, die genau diese Balance aus Präsenz und Leichtigkeit vorführen. Das hätte dem Alexanderplatz und Berlin eine zeitgemäßere, internationalere Note verliehen. Als einziger Trost bleibt, dass solche Türme auch in Zukunft noch ergänzt werden könnten, meine diesbezügliche Hoffnung ist allerdings gering. Vorerst jedoch bleibt es nun einmal, wie es ist.
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