Während hier wieder Grundsatzdebatten geführt werden, geht Konstantins Einwand fast unter – und der hat mit Parteifarben erst einmal wenig zu tun:
Das Abwandern oder Herunterfahren privater Projektentwickler ist kein Phantomschmerz über eine noch nicht gebildete Regierung, sondern schlichte Betriebswirtschaft. Wenn Groth Großprojekte abgibt, Bauwens sich zurückhält und Entwickler Insolvenz anmelden oder ins Umland ausweichen, dann liegt das am Zinsniveau im Zusammenspiel mit einer Berliner Planungspraxis, die Verfahren über Jahre verschleppt und zusätzliche Auflagen draufpackt.
Zu glauben, die landeseigenen Wohnungsunternehmen könnten diese Lücke ausgleichen, ignoriert die Realität der Landesfinanzen: Die Landeseigenen bauen weder billiger noch zaubern sie Eigenkapital aus dem Nichts. Sie tragen exakt dieselben Baukosten – müssen am Ende aber durch den Landeshaushalt gestützt werden, der ohnehin vor massiven Sparrunden steht.
Man kann private Bauträger politisch geringschätzen. Man sollte sich dann nur darüber im Klaren sein, dass ohne sie die ohnehin verfehlten Neubauziele endgültig zur Makulatur werden – ganz egal, wer am Ende im Roten Rathaus regiert.






