Ortsteile im Pankower Norden | Kleinere Projekte

  • Kleinere Projekte Pankow (außerhalb Ortsteile Pankow/Weißensee)

    Das ist typisch Berlin(-Forum;)) da gibt es ein 200 Mio. Euro Projekt, und es gibt keinen Thread, wahrscheinlich wissen die meisten nicht Berliner nicht einmal davon, und jetzt war schon Richtfest.:


    "200-Millionen-Euro-Projekt des Krankenhaus-Konzerns Helios soll 2007 fertig sein - Richtfest in Buch"


    "Der viergeschossige Klinikbau an der Schwanebecker Chaussee verfügt über 45 000 Quadratmeter Nutzfläche und 90 000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche. Allein für die Baugrube mußten 130 000 Kubikmeter Sand und Erde bewegt werden. Mit 270 Meter Länge und bis zu 150 Meter Breite erstreckt sich das Gebäude über die Fläche von vier Fußballfeldern."


    http://morgenpost.berlin1.de/c…11/12/bezirke/791740.html


    Die Helios Kliniken investieren privat 200 Mio Euro in den Standort Berlin-Buch (nördliches Berlin), auf verschiedene Gebäude verteilte Fachbereiche sollen in einem Zentralen Gebäude untergebracht werden.


    Auch das Baunetz berichtet über die Grundsteinlegung:


    "Richtfest für Großklinik in Berlin-Buch"


    "Das 1.000-Betten-Haus wird vom Berliner Architekturbüro Thiede Meßthaler Keitel entworfen."


    http://www.baunetz.de/db/news/?news_id=81133


    auch ein Bild ist dort zu sehen:


    http://www.baunetz.de/upload/78767az.jpg


    eine Vorbildliche Baustellendokumentation ( muss ich da nicht auch noch hinfahren;)):


    http://www.helios-kliniken.de/…/get_page.asp?nodeId=2597


    noch ein Bild:


    http://www.helios-kliniken.de/…SnippetLayout/84130-1.jpg


    auch lohnt ein Blick auf:


    http://www.tmk-architekten.de/ (leider flash, deswegen keine Direktverlinkung, auf Projekte, dann ein paar bilder nach recht, dann auf das Bild klicken)

  • Kleinere Projekte Pankow/Weißensee

    Karte | Luftbild


    Das Mies-van-der-Rohe-Forum" ist Bestandteil eines Ideenwettbewerbs von Architekturstudenten aus acht Hochschulen. Auch Chipperfield will wohl einen Entwurf einreichen.


    Es gibt dort einen 17 ha große Fläche, die zum Park gestaltet werden soll, dieser soll dann "Ludwig- Mies-van-der-Rohe-Park" heißen.
    Vorgesehen ist darüberhinaus ein modernes Veranstaltungszentrum mit vielen Glaswänden, Erlebnisgastronomie und Terrassen.


    Dann wolle man auch noch einen internationalen "Mies-Van-der-Rohe-Campus" entstehen lassen, für junge Architekturtalente. Kaufgespräche für die entsprechenden Gebäude laufen z.Zt. mit der TLG.
    Als Kosten für die ganzen Projekte werden 10 Mio. Euro angegeben.


    Jetzt muss nur noch jemand gefunden werden, der alles finanziert.

  • Umbau Gästehaus der DDR-Staatsregierung, Schönhausen

    Nun aber wirklich mein letzter Beitrag für heute in diesem Thread!


    Das Schloss Schönhausen wurde bekanntlich restauriert, etwas weniger bekannt ist das lange Zeit leerstehende und vor sich hin rottende (und potthässliche) Gästehaus der DDR-Staatsregierung, das westlich des Schlosses an der Tschaikowskistraße liegt.


    So sah dieses "Kleinod" vorher aus: KLICK Google Street View


    Dieses wird nun (denkmalgerecht!) saniert und zu Wohnungen umgebaut. Richtig schön wird es dadurch aber auch nicht:


    Die Ostfassade zeigt zum Schloss hin:






    Die Nordseite zur Tschaikowskistraße:





    Die Infotafel dazu:



    Und das Bauschild mit Visualierung einer der zukünftigen schicken Wohnungen:


  • Ehem. Gästehaus der DDR-Staatsregierung, Schlosspark Schönhausen

    Update drei folgt sogleich:


    Das ehem. Gästehaus der DDR-Staatsregierung direkt am Schlosspark Schönhausen gelegen (s. zuletzt #284) ist inzwischen fertig saniert und umgebaut und auch schon bezogen.


    Tja, was soll man sagen... nicht ganz leicht, den Denkmal-Wert des Gebäudes nachzuempfinden. Auch wenn ich dem EG speziell zur Parkseite mit der Terrasse eine gewisse Eleganz nicht absprechen kann.


    Ein älteres Ehepaar schaute sich auch gerade das Gebäude und das Foyer an und erzählte (was ich nicht wusste), dass nach der Wende eine Zeit lang die Gastronomie öffentlich zugänglich war. Sie selbst hatten zu der Zeit dort einige Familienfeiern miterlebt.


    Das Foyer ist zurzeit (immer?) zugänglich, auch hier hat man den alten DDR-Zustand erhalten und restauriert.


    Einige Bilder, zunächst die Westseite mit dem Haupteingang:






    Die Nordseite zur Tschaikowskistraße mit Tiefgarangeneinfahrt:




    Die Schlossparkseite mit Terrasse:







    Fassadendetails:





    Der Haupteingang:





    Und das Foyer:




    Abschließend das Werbeschild. Wer jetzt noch Interesse hat, kommt zu spät:


  • In einer Folge von "Mieten Kaufen Wohnen" wurde eine Wohnung in genau diesem Gästehaus gezeigt. Das hat im Innern schon seinen Charme und rein gar nichts mit dem typischen Plattenbauwohnungen für DDR-Bürger gemein.

  • 1993 / 1994 habe ich in diesem Gästehaus während der Woche gewohnt.


    2004 wollte ich mir das Ganze noch einmal ansehen und sah entsetzt, dass kaum noch eine Fensterscheibe heil war.
    Der Anblick war deprimierend, denn ich mußte davon ausgehen, dass der Totalabriss kurz bevor stünde.


    Eine Perle der Architektur ist dieser Bau wahrlich nicht, aber ich habe nette Erinnerungen an die Zeit dort.
    Wurde die Fassade weiß übergepöhnt? Ich habe sie anthrazit in Erinnerung.
    Die Lobby ist offensichtlich noch original. Damals waren die Zimmer äußerst großzügig. Ich könnte mir vorstellen, dass man sie Wände so belassen hat und nur die recht riesig dimensionierten innenliegenden Bäder in Bad und Küche aufgeteilt wurden.


    Die Inneneinrichtung war damals für Wessi-Augen ziemlich skurril, wenn man bedenkt, dass dort Staatsgäste höchsten Ranges unter gebracht wurden:
    Die babyblauen Kacheln im Sanitärbereich hatten ebenso wie die Armaturen unterste Baumarktqualität, der rote Teppichboden roch heftig nach Klebstoff und der SECAM-Fernseher hatte eine vier-Funktionen-Fernbedienung mit dem Format und Gewicht eines Ziegelsteins.
    Aber das Tollste war die groß gelochte Deckenverkleidung.
    Ihren Zwecke ahnte man, wenn man in den (wohl erst neu umfunktionierten) Gepäck-Raum hinter der Rezeption betrat.
    Dort befand sich immer noch an der Wand eine Batterie von mehr als zwei dutzend Monitoren!


    Wir nannten das Gästehaus deshalb "Stasihausen"... :lach:

  • @ ReinhardR


    Die höchsten Gäste haben im Schloss nebenan gewohnt. In dem Plattenbau waren dann wohl eher die Mitarbeiter und andere Funktionäre untergebracht.


    hat jemand ein Foto vom Glasbild im Treppenhaus von innen? Ich mag diese DDR Kunst, hat was von Kirchenfenstern - > Staatsreligion Sozialismus halt

  • Die Sanierung des Gästehauses finde ich ganz großartig. Der Investor hat sich wirklich viel Mühe gegeben, das Gebäude denkmalgerecht zu sanieren. Sehr schön ist auch, dass wichtige Details, wie die Metallpaneele von Fritz Kühn oder die Wand- und Fenstermalereien von Walter Womacka, so sorgfältig saniert worden sind. Diese Sanierung zeigt gut, dass man auch aus scheinbaren "Schandflecken" eine Menge machen kann.

  • ^^
    Hätte man diese 'Fassadendetails' nicht mal wenigstens sauber machen können?


    Die Reliefs sind nicht schmutzig. Wenn man richtig hinschaut, sieht man, dass die Metallreliefs eine unebene Oberflächenstruktur haben. Die Wirkung ist sicher suboptimal und sieht fleckig aus, hat mit Dreck aber nichts zu tun.


    Das sieht man eigentlich ganz gut:


  • Zu den größeren Umbauprojekten zählt die Umnutzung des ehemaligen Medizinischen Bereiches I des Klinikum Buchs an der Wiltbergstraße. Das Gelände wurde von 1910 bis 1914 nach Entwürfen von Ludwig Hoffmann errichtet und wurde bis 2007 als Klinikum genutzt. Anschließend wurden die Gebäude fast vollständig leer gezogen. Jetzt soll der Komplex zum "Ludwig- Hoffmann-Quartier" umgenutzt werden. Geplant sind 210 Eigentumswohnungen, Gewerbeflächen, eine Montessori-Schule, ein Montessori-Kindergarten, eine evangelische Grundschule sowie Kultur- und Gastronomieeinrichtungen. Bauherr ist die Ludwig-Hoffmann-Ouartier-Objektgesellschaft GmbH & Co., die Planung stammt vom Büro Beyer Schubert Architekten Berlin.


    Der Investor hat das Projekt auf einer Bürgerversammlung in Buch vorgestellt. Demnach richtet sich die Anlage vor allem an Familien aus dem Prenzlauer Berg, die einerseits eine dekorative Architektur mögen, die aber andererseits mit den mangelhaften Grünflächenangeboten in Prenzlauer Berg unzufrieden sind. Diesem Klientel soll mit dem "Ludwig-Hoffmann-Quartier" eine Alternative geboten werden. Die Bauzeit soll von Ende 2012 bis Ende 2014 betragen. Derzeit sind auf dem Gelände Tiefbauarbeiten im Gang, offenbar werden neue Wasserleitungen gelegt.











    Das ganze Gelände ist architektonisch sehr ansprechend, und ich halte die Krankenhausbauten von Ludwig Hoffmann für das Beste, was in Berlin während der Kaiserzeit gebaut worden ist. Allerdings gibt es auf dem Gelände auch Gebäude aus anderen Epochen, die ebenfalls saniert werden sollen. Interessant ist das Gebäude 134, das Institut für kortiko-viscerale Pathologie und Therapie, das von 1956 bis 1957 nach Entwürfen von Franz Ehrlich errichtet wurde.




    Gleich nebenan befindet sich das Gebäude 134a, das um 1978 errichtet worden sein dürfte. In dieses Gebäude sollen vor allem gewerbliche Nutzer einziehen.





    Alle Fotos: Klarenbach

  • Diese Vor-Bauhaus-Architektur ist wunderschön und sicherlich auch gut nutzbar.
    Außerdem stimmt die Infrastruktur: sogar der S-Bahnhof ist nur ca. 500 Meter entfernt! :)

  • Mich wundert, dass man als Ziel vorgibt den Leuten, denen Prenzlauer Berg nicht grün genug ist, eine Alternative zu bieten.
    Zwischen dem Projekt und P´Berg liegen immerhin stolze 11 Kilometer, in denen es viele andere Möglichkeiten gibt, die nicht ganz so extrem weit draussen liegen.
    Auf der anderen Seite ist der S Bahnhof natürlich ein Standortvorteil- das hängt jedoch natürlich von der Zuverlässigkeit der S Bahn ab... ;)

  • Traditioneller Neubau Treskowstraße 51

    Beim Scrollen durch den Thread habe ichs nicht gefunden - hoffe also wir hatten das noch nicht:


    Wo noch vor wenigen Jahren diese Lücke war
    http://binged.it/13IZVo6


    steht heute das hier (Fertigstellung 2011)
    http://www.deltabau-gmbh.de/in…task=view&id=40&Itemid=60



    Leider habe ich im Netz nichts zu dem auf der Projektseite angegebenen Architekturbüro finden können.


    PS: Im Bing-Bild mal von Vogelperspektive auf Luftbild umschalten - und schon taucht das neue Haus auf...

  • Krass...
    Bei dem Bau stimmen ja tatsächlich die Proportionen, die Geschoßhöhen scheinen Altbauformat zu haben und auch das Erdgeschoß hat die richtige Höhe und steht auf einem Sockel...
    Und das alles ohne alberne Dekorverrenkungen an der Fassade, Tiefgarageneinfahrten im EG oder ähnliches...
    Wenn ich nicht wüßte daß es ein Neubau ist hätte ich es definitiv für einen sanierten Bau von ca. 1900 gehalten.
    Wenn die ganzen Retroprojekte so eine Qualität erreichen würden hätte ich viel weniger Probleme damit...

  • Kleinere Projekte Pankow /Weißensee

    Klarenbach hatte hier schon einmal auf das Ludwig-Hoffmann-Quartier in Buch hingewiesen.


    Es gibt eine Seite zu dem Viertel, die überhaupt nichts aussagt. Die Wi-Unternehmensgruppe hat aber noch einen seperaten Auftritt auf ihrer Homepage, wo man zum Beispiel erfährt, dass die Quadratmeterpreise zwischen 2000€ und 2900€ liegen. Das erscheint mir gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass es auch im Marthashof Wohnungen ab 2800€ gab. Naja, architektonisch würde ich wohl das Hoffmann Ensemble vorziehen. Insgesamt sind es nach wie vor 210 Wohnungen mit 45m² bis 130m². Die Gebäude werden denkmalgerecht saniert und wohl auch die Außenanlagen nach historischem Vorbild wiederhergestellt.


    In diesem Jahr soll auf dem Gelände auch die evangelische Schule (im Lageplan oben links) eröffnen. Sie soll zudem eine neue Turnhalle bekommen.


    Auf der Seite von Profipartner gibt es auch noch ein paar aktuelle Photos.


    So soll sich der Komplex 2014 darstellen:







    Bildquelle: Wi-Unternehmensgruppe

  • Gefällt mir, edles Art-Deco.
    Man könnte dem Entwurf nachsagen er sei retro und daher nicht innovativ. Allerdings würde mir etwas zeitgenössisches nicht zusagen, insofern eine gute Entscheidung sich an der Architekturgeschichte zu orientieren.

  • M.E. ist das eine durchaus zeitgenössische Interpretation von Expressionismus bzw. Art-Deco (jaja, die alte Diskussion) und, wie ich finde, trotz Schwächen im Detail architektonisch weitaus höher einzuschätzen als so manche ungekonnte Retro-Entgleisung andernorts in Berlin. Vielleicht wird es ja, ähnlich wie das Ärztezentrum in der Bergmannstraße, noch einen Tick besser als in der Visualisierung.