Beiträge von nothor

    Der Mobilitätspakt wird im Text ja eindeutig als Begründung angeführt, und das ebenso Anträge von CSU und SPD dazu vorliegen stimmt optimistisch! Ich fahre den Abschnitt der Äußeren Bayreuther Straße zwischen Ludwig-Feuerbach-Straße und Rathenauplatz jeden Tag und wäre schwer begeistert, wenn sich das bewahrheitet! Auch die anvisierte Straßenbahndurchbindung vom Friedrich-Ebert-Platz zum Hauptbahnhof klingt sehr fortschrittlich.


    Hat man wohl einen Weg gefunden, den drohenden Verlust der Förderfähigkeit der U3 abzuwenden? Wenn ich mir anschaue wie sensationell sich die U3 seit 2011 durch die Streckenverlängerungen entwickelt hat kann ich dieses Förderfähigkeitsthema nicht nachvollziehen.

    Neubau Fallrohrstraße


    Mal ein Schnappschuss vom Sonntag, ein Standard-Neubau in der Fallrohrstraße in Zabo:


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    Vorzustand: Google Streetview


    Für meinen Geschmack ein ziemlich überflüssiges Projekt, das Ortsbild ist beschädigt und es wurde nichteinmal ein ganzes Stockwerk mehr geschaffen. Alle umgebenden Gebäude hatten ähnliche Höhen und Kubaturen, mit Satteldächern. Das was das Bild Zabos an dieser Stelle ausmacht. Die Verbesserungen beziehen sich nur auf technische Details in den Wohnungen, aber dem Stadtbild wurde dauerhaft Schaden zugefügt. Das wäre auch anders gegangen.

    Es hat auch in der Gründerzeit bereits zahlreiche Baumpflanzungen in den Straßen gegeben, wie man auf vielen alten Postkarten sehen kann (Ich sammel sowas). Also es gibt wenn man so will bereits seit 100 Jahren eine Kultur der aktiven Stadtbegrünung, zumindest außerhalb der Altstadtmauer. Sie wurde nur um Zuge der autogerechten Stadt weg gewischt, das lässt sich insbesondere am Bahnhofsvorplatz gut ablesen, der sein bestes Grün in den 1930'ern bis 1950'er hatte. Die anschließenden Neugestaltungen haben das auf nahezu 0 reduziert.


    Wie ich von einem Experten und BN-Mitglied weiß, sind die sog. "Ersatzpflanzungen" wohl nur ein verwaltungstechnisches Feigenblatt. Der Bauherr zahlt für eine Ersatzpflanzung einen bestimmten, mittleren vierstelligen Betrag, für den dann irgendwo, wirklich irgendwo ein Baum aus einer Baumschule geholt und hingepflanzt wird. Ersatzpflanzungen für Bauvorhaben in Wöhrd stehen dann halt am Rande des Reichswaldes oder im Marienbergpark. Besonders witzlos ist das dann, wenn man realisiert dass diese Bäume dort auch ohne Zutun des Menschen wachsen würden, wenn man nur die Flächen nicht so intensiv nutzen würde. Das Prinzip der Ersatzpflanzung beinhaltet leider nicht, dass ein gleichwertiger Baum in gleichwertiger Lage, idealerweise innerhalb des Bauvorhabens, neu gepflanzt wird.

    Auf dem neu gebauten Parkplatz des neuen TeVi an der Kilianstraße z.B. sind zahlreiche Bäume gepflanzt worden, die meisten davon sind aber schon tot. Ich gehe davon aus, dass das Ersatzpflanzungen sind, für sich aber niemand interessiert, nachdem sie gepflanzt worden sind. Wären sie dem TeVi wichtig und Teil ihres (ökologischen) Konzeptes, dann hätte man sich bestimmt mehr um sie gekümmert. Wenn es aber wirklich Ersatzpflanzungen sind, wie ich stark vermute, dann hat sie jemand anderer bezahlt um sich freizukaufen und der TeVi hat der Pflanzung nur zugestimmt.

    Vom Verteilergeschoss Lorenzkirche habe ich schon lange nichts mehr gehört, und ich hoffe, dass man das auch schön bleiben lässt. Das kann eigentlich nur in die Hose gehen, das Verteilergeschoss braucht etwas Pflege und Reparatur, freundlichere Schaufenstergestaltungen und mehr Licht, mehr auch nicht. Hier will man das Kinde mit dem Bade ausschütten, und das wird sich rächen. Der Karstadt wird dadurch sicherlich nicht gerettet und die Stadt wirft dem noch Millionen hinterher.

    Die Lage der Geschäfte in der Innenstadt spitzt sich zu. Die Stadt versucht gemeinsam mit der IHK dem zunehmenden Leerstand mit Pop-Up-Geschäften entgegen zu wirken:


    https://www.nordbayern.de/regi…n-an-den-start-1.11012695


    Gemeint sind kurzfristige Vermietungen, zu günstigen Konditionen und mit kürzesten Kündigungsfristen von zum Teil nur 48 Stunden.

    Wenn ich mir überlege dass in der heutigen Zeit und bei unveränderter Rechtslage wohl absehbar niemand mehr bereit sein wird, ein Geschäft zu eröffnen und dazu einen langfristigen Mietvertrag zu unterschreiben, bei dem der Nutzende das volle Risiko trägt, auch wenn es wie bei Corona-bedingten Verordnungen nicht innerhalb seiner Wirkmöglichkeiten liegt, dann dürften insbesondere die kleineren Lokalitäten langfristig leerstehend bleiben. In der Kettenreaktion leiden darunter auch die großen Ketten durch verringerten Kundenverkehr. Sprich, die Probleme beginnen erst. Das Konzept der kurzfristigen einfachen Mietverträge finde ich da ist der richtige Ansatz. Vor Monaten gab es einen Beitrag über einen in der Adlerstraße neu eröffneten Vintageladen in diesem Gebäude. In den wäre ich gerne mal reingegangen, aber die Pandemiebedingten Einschränkungen zwangen zur Schließung. Keine Umsätze, weiterlaufen der Mietkosten haben die Ladenbesitzerin in den Ruin getrieben, fast nix konnte sie verkaufen, der Mietvertrag musste durch Neuverschuldung bedient werden. Sowas spricht sich rum, kaum jemand dürfte sich absehbar für dieses unternehmerische Risiko entscheiden. Ich sehe da schwierige Zeiten auf das Altstadtmanagement zukommen, hier "nach der Pandemie" das gewohnte Treiben und die Anziehungskraft aufrecht zu erhalten.

    Der Schocken ist nun fast verschwunden:





    Wenn man vor Ort ist ergibt das eine eigentümliche Wirkung, das Areal wirkt viel weitläufiger, großzügiger und die Enge der Wölckernstraße ist weg, nachdem dieser riesige, dominante Bau verschwunden ist. Der Platz wirkt plötzlich riesengroß, und mich persönlich beschleicht das Gefühl dass es überlegenswert wäre, auf einen Neubau ganz zu verzichten.

    Voltastraße 28


    Ein weiterer Lückenfüller in der Nürnberg Südstadt ist nun vollendet:


    Vorzustand: Streetview


    Wie ich finde ein sehr gelungener Ergänzungsbau, der sich gut in die Straße einfügt und sogar ein wenig Bauschmuck zeigt. Der rechte nachbar von 1962 glänzt mit seinen schönen Sgraffito. Der Neubau hat immerhin ein paar Felder aus gekämmtem Putz als Schmuckelement. Auch sonst ein solider, wertiger Bau.

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    Ja, die Bilder von nenntmichismael in Beitrag 12 fand ich auch gut, ich hatte mir da eine metallisch-glänzende, bronzeartige Oberfläche vorgestellt, mit einem dezenten Glanz. Vor Ort sah das dann aber doch ganz anders aus, da war ich wirklich ziemlich enttäuscht. Je näher man ran geht desto weniger überzeugte mich die Fassadengestaltung. Auf Fotos ist das nur schwer einzufangen.

    Weil ich es gerade in St. Jobst mit Farbe im Stadtbild hatte; in der Südstadt, genauer an der Galgenhofstraße 47 hat man sich etwas getraut:


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    Vorzustand Streetview


    Ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, gerade das Erdgeschoss hat von der Überpinselung überhaupt nicht profitiert, aber immerhin hat man sich diese düstere, aggressive Variante aus Weiß-Dunkelgrau geschenkt, und besonders dem Sandstein seine Wirkung gelassen. Dieses Türkis is ja dann doch eher lebensbejahend und freundlich.

    Details vom Tafelhallengelände


    Und ein paar Meter weiter lockten mich die abgerüsteten Fassaden der ersten Bauabschnitte hinter der Tafelhalle, die auch nenntmichismael schon im Beitrag Nr. 12 dieses Fadens zeigte. Ich selbst war das erste mal direkt vor Ort, und was muss ich sagen, es hat mich ein wenig erschrocken:


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    Von weitem geht das irgendwie noch klar, so ein bisschen, obwohl ich auch hier das dunkle Konzept aus dem farbigen Betonplatten und den dunkelgrauen Fenstern etwas zu heftig finde. Im Detail wirkt dass aktuell auch noch ziemlich unschön, vor allem das Fugenbild:


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    In den breiten Fugen, die mit irgendwas zugeschmiert sind, gibt es noch, oder schon, oder systembedingt notwendigerweise diese Löcher. Mich erinnert das an meine Kindheit in der DDR, wo man neue Gehwege erstellt hat aus schnell verlegten Betonplatten, die man in den Fugen mit Teer vergossen hat. In heißen Sommern haben wir Kinder mit Stöckern den weichen Teer da rausgepopelt und irgendwo an Fassaden geschmiert, oder damit - Kinder halt - Schlüssellöcher zugestopft. Diese Assoziation ist für mich beim Anblick dieser Fassade extrem stark. Ich hoffe mal dass man nicht das ganze Quartier so gestalten wird, denn das ist wirklich sehr deprimierend. Wenn es sich hier um gefärbten Beton handelt, warum stuft man die Platten nicht in unterschiedlichen Nuancen ab? Das hätte sogar richtig gut aussehen können. Außerdem erstaunlich, dass sich hier in dem halben Jahr seit Beitrag Nr. 12 so wenig getan hat.

    Entlang der Sulzbacher Straße auf dem Weg zum "Kuchen holen" zog ich heute mal die kleine Knipse aus der Tasche, Anlass war das aufgefrischte Jugendstilhaus Deinstraße Nr. 16, das neue Farbe und schicke Fensterläden bekommen hat. Überschrift dieses Beitrags könnte Farbe im Stadtbild sein:


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    Vorzustand: google Streetview ca. 2008


    Das Gebäude links daneben, die Sulzbacher Straße Nr. 56, in einem dezenten Nürnberger Stil Ende der 1910'er Jahre:


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    Und rechts, die Deinstraße 14, ein Lückenfüller aus den vermutlich 1990'er Jahren:


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    Diesen Lückenfüller finde ich sogar ziemlich gut gelungen, er ist wohl proportioniert und bemüht, dem öffentlichen Raum seine Schokoladenseite zu zeigen und nicht nur rein funktionale Kontruktivität. Wie passend das Gebäude in kurze Straße passt wird deutlich, wenn man sich sein Gegenüber ansieht, das Doppelhaus Deinstraße 11/13, lt. Inschrift aus dem Jahr 1923 und damit Art-Deco bzw. expressionistisch inspiriert. Der geometrische Schmuckgiebel und die strenge Symmetrie wird von dem "Neubau" gegenüber gekonnt gespiegelt.


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    Das Eckhaus Deinstraße 15 wurde vor wenigen Jahren aufgefrischt. Anders als die Nummer 16, die sehr behutsam in aufeinander abgestimmten Pastelltönen gestrichen wurde, ist man hier etwas rabiat und ungeschickt rangegangen. Das Rot finde ich unpassend aufdringlich, die titanweißen Fenstergewände und Plastik-Bruchbudenfenster machen das ganze noch schlimmer. Und dass man die Fensterläden ersatzlos gestrichen hat raubt der Fassade sein wichtigstes Gestaltungsmerkmal.


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    Vorzustand: Google Streetview ca. 2008


    Das fällt hier durch die fast um Hilfe schreiende Fassadenfarbe noch viel negativer auf als beim gegenüber stehenden, oben gezeigten Eckhaus Sulzbacher Straße 56, das in seiner wesentlichen Gestaltung sehr ähnlich war, einen ähnlichen Weg durch die Sanierungswellen nahm, aber durch ein geschicktes Farbkonzept heute einfach eleganter dasteht.


    Die Fassadenabwicklung entlang der Sulzbacher Straße gegenüber dürfte jedem nur zu bekannt sein, der hier jemals stadteinwärts reinkam. Diese repräsentativen Gründerzeithäuser im Nürnberger Stil stehen alle unter Denkmalschutz, in der Deinstraße kein einziges:


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    Nachdem ich bis hier nun meine Eindrücke über "Farben im Stadtbild" formulieren konnte fehlt es mir bei den beiden Häusern Sulzbacher Straße 47/49 und 51 an Ansatzpunkten, denn hier war man völlig mutlos.


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    Vorzustand Google Streetview

    Besonders das Haus Nummer 51 ist eine Enttäuschung, denn der Eigentümer hat es verstanden, ihm auch noch den kleinen Rest an Attraktivität zu rauben: Die einst ortstypischen Fensterläden sind auch hier verschwunden, die kahle Fassade mit den winzigen Gucklochfenstern ist öde und grau. Das angenehm warme Farbkonzept aus Erdtönen ist mit weiß-grauer Pampe überstrichen worden und sieht aus wie endloses Regenwetter. Ich frage mich immer was in den Leuten los ist, die jegliche Farbe aus ihrem Umfeld tilgen.

    Schnappschüsse aus dem Auto an der Baustelle des Hochbahnhofs Muggenhof:


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    Die riesigen Glasbausteine werden demontiert und durch eine glatte Glasfläche ersetzt. Insgesamt soll der U-Bahnhof am Ende viel "cleaner" wirken. Ich frage mich aber ob das wirklich funktioniert, an dieser verkehrsbelasteten Stelle, wo sich der Staub und Dreck auf jeder glatten Oberfläche mit hässlichen Flecken zeigt. Na mal sehen, für soetwas gibt es heutzutage ja sicherlich geeignete Beschichtungen, oder Materialien, auf denen dieser Effekt gewollt wird oder gar nicht erst auftritt.


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    Visualisierung: 2-bs Architekten

    Eberhardshöfe

    Ebenfalls vom Sonntag ein paar Fotos der Eberhardshöfe, die sich kurz vor der Fertigstellung befinden. Es sind nur noch wenige Gerüste und ein paar unfertige Außenanlagen vorhanden. Die Sichtbarmachung einzelner Häuser ist auch hier nicht stzark ausgeprägt, aber trotzdem sichtbar. Das Quartier ist angenehm zueinander passend entworfen, ohne dass man aber ein einziges Haus mehrfach "ertragen" muss:



    Und das Hochhaus im Zentrum des Ensembles hätte durchaus auch noch ein, zwei Etagen mehr vertragen. Es steht von den umgebenden Straßen soweit zurück gesetzt, dass es als Hochhaus eigentlich garnicht auffällt.



    Die einst einheitlich gestalteten Reihenhäuser dagegen fallen durch ihre unterschiedlichsten Farbkonzepte deutlich auf, und heben sich quasi fast "divers" und vielfältig von den eher uniformen Fifty-Shades-Of-Gray der Neubaublöcke drumherum ab:



    Ob diese Reihenhäuser durch die massive Verdichtung und den angrenzenden Park eine massive Wertsteigerung erfahren haben, oder, wie mal zu lesen war, durch den "Lärm des Spielplatzes" an Wert verloren haben? Ich tippe auf ersteres.

    Baufortschritt Weihergartenstraße

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    Wie das Ergebnis der oben gezeigten Sanierung an der Schnieglinger Straße aussehen könnte lässt sich vielleicht an dem Projekt in der Weihergartenstraße, nur wenige Meter weiter, ablesen. Während der Bauphase hat das Fachwerkhaus nämlich quasi genau so ausgesehen, mit einer überwiegend nagelneuen Holzbalkenkonstruktion.


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    Hinter dem Fachwerkhaus sieht man die alten Mühlengebäude angeschnitten, die vor einigen Jahren saniert wurden, wie man sieht eher geschmacksbefreit vom Bauträger auf dem Reißbrett. Diese Sanierungen wirken heute eher störend, pseudomodern und manchmal habe ich das Gefühl, dass dieser geschmackliche Ausreißer Ansporn dafür gewesen sein mag, dass die jüngeren Bauprojekte viel harmonischer zueinander passen:


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    Und einige Meter weiter direkt am Sportplatz gelegen wird dieses Doppelhaus hochgezogen, unverkennbar mit einer an das Bauernhaus angelehnten Silouette:


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    Den Reiz dieser Ecke, direkt an den Pegnitzauen gelegen, machen aber die vielen historischen und allen voran die sorgfältig und wunderschön wiederhergestellten Fachwerkhäuser aus, die hier, um dem Titel dieses Fadens mal aufzunehmen, ohne Einspringen eines gemeinnützigen Bausubstanz-Rettungsvereins instand gesetzt werden. Die gute Lage scheint sich hier richtig auszuzahlen.


    Rettung geht weiter: Schnieglinger Straße 237


    Des kleine Ensemble an der Schnieglinger Straße Ecke Wahlerstraße, bei dem es vor Jahren gelang das größere beider Bauernhäuser (Beitrag mit Bildern) vor dem Verfall zu retten, in dem es auch ästetisch grandios transformiert wurde, erfährt nun wohl eine zweite Rettung:


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    Auch das benachbarte Fachwerkhaus, ohne vorgblendete Sandstein-Schaufassade, wird nun saniert und bleibt damit erhalten. Da kann man sich auf das Ergebnis freuen!

    Maxfeldstraße 53


    Zwischenstand der Umbauarbeiten am Denkmal Maxfeldstraße 53 (zuletzt hier gezeigt): Das Haus ist eingerüstet und der komplette (!!!) Fassadenverputz ist abgeschlagen. Bemerkenswert, da es aus denkmalschutzkreisen doch immer heisst, das jedes Element erhalten bleiben muss, da wird manchmal ein Irrsinniger Aufwand getrieben und Farbschollen und Putzbrocken zu erhalten und an die ursprüngliche Stelle wieder einzukitten. Hier dürfte wohl alles an in den Schuttcontainer. Die profilierten Fensterbänke sind aber noch dran und die reizende Inschrifttafel wurde hinter OSB-Platten versteckt und geschützt. Jetzt bin ich mal gesapnnt, wie ein neuer Verputz aussehen wird. Mit Sprossenenstern und passenden Jalousieblechen könnte das letztlich ganz wunderbar aussehen und die Gegend aufwerten.


    "Quartier Maximilian" in der Georg-Hennch-Straße


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    Inzwischen lassen sich die ersten Seiten des neuen Quartiers von Gerüsten befreit anschauen. Einige der Wohneinheiten sind bereits bewohnt. Den Anfang macht die Südwest-Ecke mit eher recht einfach gehaltenen Häusern in Richtung Bahnlinie und Frankenschnellweg:



    Auch sieht man das, was im Interview mit Hrn. Stadtbaurat Ulrich thematisiert wurde, nämlich die Erkennbarmachung einzelner Häuser durch unterschiedliche Fassaden. Früher hat man das glaube ich "Adressbildung" im Architektensprech genannt. Hier ist das allerdings durch die gleiche Traufkantenhöhe, die selbe Fassadentextur und den sehr ähnlichen Rythmus der Fenster eher schwach ausgebildet. Man erkennt es nur an den Unterschieden der ohnehin blassen Pastellfarben und den Balkonbrüstungen. An den anderen Kanten des Blocks wird das viel deutlicher ausgeprägt sein, wenn man den Visualisierungen glauben mag.


    Und ein kurioser Beifang: Am Ende der Georg-Hennch-Straße befindet sich ein Wendehammer, an dessen Spitze ein altes Trafohäuschen der Bahn stand. Das hat wohl ein Privatmann gekauft und baut es nun zu seinem ganz persönlichen Traum der süditalienischen Ferienvilla um. Im Kern ist das Gebäude tatsächlich noch das Trafohäuschen, wie die Google-Draufsicht verrät. Denn von außen sieht echt alles vom Feinsten aus, inklusive der auffälligen Überwachungskameras an der Fassade.



    Vor Ort und in der Sonne habe ich mich direkt nach Italien versetzt gefühlt. Wenn der Bauherr nun noch einen beleuchteten Springbrunnen in die Mitte des Wendehammers setzt, an dem sich aktuell nur Müll auftürmt, dann ist die Illusion perfekt!