Beiträge von nothor

    Ich bitte euch abermals darum, sachlich und aufs Thema fokussiert zu diskutieren.

    1. Das Urheberrecht verbietet nicht Bilder zu zeigen, die man nicht selbst gemacht hat, aber das Urheberrecht erzwingt hier die schriftliche Angabe des Urhebers, wenn man es nicht selbst ist!

    2. Ihr könnt euch gerne - sachlich und freundlich - off-topic - über Makroökonomie und Gesellschaftsarchitektur unterhalten, aber bitte in der Lounge. Und stehts freundlich, wertschätzend und sachlich. Dass die Leute heutzutage sehr schnell an die Decke gehen und sich gegenseitig runtermachen, wenn man mit Argumenten nicht weiterkommt, das soll dieses Forum hier nicht auch infizieren.

    Zuletzt steht alles unter dem Vorbehalt der Forenhygiene: Was für Architekturinteressierte uninteressant ist oder sogar stört, kann gelöscht werden. Das hier schau ich mir heute Abend nochmal genauer an.

    Kühnhoferstraße 24

    Der Dämmwahnsinn hat nun das nach meinem Dafürhalten schönste Gebäude der Nachkriegszeit in Wöhrd erwischt:

    Die Architektur ist flacher und grauer geworden. Wöhrd ist ja ohnehin architektonisch eins der hässlichsten Stadtteile mit nur sehr wenig, was dem Auge gefallen kann. Und dieses Gebäude war auf meiner Liste der interessantesten Nachkriegshäuser ganz weit oben. Nun ist aber viel Dämmstoff drauf, ein paar Schablonenmalereien anstatt Sgrafitto, grauer Reibeputz anstatt Klinker, halt einfach hässlich und billig. Die nächste Renovierungsstufe, die bei Dämmfassaden meist binnen 10 Jahren kommt, wird für die Eigentümer überraschend, frustrierend und teuer sein, daher wird dann weiter eingespart und alles nur noch flächig übermalt werden. Dann nochmal zwei, drei Runden und die Hütte wird abgerissen: Im Innern nach wie vor alt, und außen einfach sehr unterhaltsintensiv rechnet sich das auf Dauer nicht. Und in den Trümmern wird man dann feststellen, was das einst doch für ein schickes Haus gewesen ist. Zum heulen ist es, dieser ganze Dämmwahn. Macht einfach alles kaputt.

    Vorzustand:

    Die kleine SUPOL-Tankstelle in der Schanzäckerstraße ist verschwunden:

    Damit sind in den letzten paar Jahren 3 Tankstellen aus der Innenstadt verschwunden, wenn ich das richtig überblicke. Die ESSO-Tanke in der Sulzbacher Straße, wo die Caritas ein Beratungszentrum oder so baut, die AVIA an der Essenweinstraße und nun diese hier. Es hieß ja mal, dass hier noch ein weiteres, größeres Hotelprojekt oder Boardinghouse entstehen soll, von dem ist aktuell aber noch nichts zu sehen.

    Der Schultheiß-Neubau in der Schwabacher Straße kommt so langsam aus der Erde. Die Baugeschwindigkeit ist jetzt nicht die schnellste, aber das kann ja vielleicht auch auf Qualität hindeuten.

    Visualisierung: Schultheiß

    Die Vermarktung läuft auf Hochtouren. Aber wie wir ja wissen stellt sich die Gruppe neu auf, und erschließt sich auch den Mietmarkt, auf dem die Nachfrage weiterhin hoch und die Preise stabil sind.

    Und an der Fassade der SÖR-Zentrale wird noch immer gebastelt:

    Der Neubau zwischen Holbeinstraße, Kreuzsteinstraße und Schweinauer Hauptstraße ist nun fast fertig. Der Blockrand ist geschlossen:

    Der Block gegenüber ist ja schon etwas länger fertig:

    Die "Fassade" hin zur Bahnstrecke ist aber nicht wirklich einladend. Eins Symphonie in Beton

    Ein Blick in den nun entstanden Block-Innenhof:

    Wenn man bedenkt, was hier an Gewerbeimmobilien in den letzten Jahren verschwunden ist, und man überlegt wo nun all die Arbeitsplätze wohl sind. Und dann schaut, wer denn alles in diesen neuen Wohnungen wohnen soll. Aber es gibt ja Wohnungsnot, während es die letzten 20 Jahre ja keinen Arbeitsplatzmangel gab. Klassische urbane Expansionsphase, die Nürnberg und ganz besonders St. Leonhard und Schweinau hier durchgemacht haben. Bei Google Streetview kann man aktuell immernoch rund um den Block fahren und sich die alte Bebauung anschauen.

    Und direkt gegenüber ist auch das neue Studentenwohnheim in der Geisssseestraße im Rohbau fertig. Die Verdichtung wird dadurch besonders augenscheinlich.

    Pirckheimer Gymnasium

    Vor 7 Jahren (Beitrag) bekam das ehrwürdige Gebäude des Pirckheimer Gymnasiums in der Gibitzenhofstraße seinem verlorenen Giebel zurück. Und zuletzt stand in der Presse, dass natürlich weitere Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten notwendig seien, u.a. auch die Fenster, die man energetisch aufwerten wolle, wobei man den Denkmalcharakter berücksichtigen würde, sodass das neue Fenster zum Gebäude passen solle. Ich dachte mir als ich das las "oh je oh je, was wird das nun wieder...."

    Nun sind aber die ersten neuen Fenster im EG des Risaliten eingebaut:

    Die alten Kunststofffenster sind jetzt nicht die allerschlimmsten. Da haben einige vergleichbaren Schulen in Nürnberger noch deutlich unpassendere Modelle. Aber nachdem die neuen Modelle eingebaut sind ist klar, wie wenig die alten der Fassade schmeichelten:

    Ich freue mich darüber sehr, das wirkt wirklich hochwertig und stilvoll! Top!

    Ich muss zugeben, dass das möglicherweise nicht passende Einscheiben-Plastikfenster sind ist mir vor Ort nicht aufgefallen. Ich habe mich viel mehr über die Spenglerarbeiten in Kupfer und die wohl originalgetreuen Balkongeländer gefreut, die immerhin keine einfachen feuerverzinkten Stahlgitter sind, wie man sie heute standardmäßig verbaut. Leider habe ich keine Zoom-starke Kamera mehr um die Details näher zu holen.

    Es geht nun rasch weiter. Laut Website von Tauber Bau soll der Bau ja schon Ende 2026 fertig sein!

    Neu kam heute ein typisch Nürnberger Dach-Aufzugserker hinzu, mit mehrfach profiliertem Traufgesims. Das sieht wirklich vielversprechend aus:

    Viele Details lassen sich durch die Netze nicht erkennen, da kann man mit eigenen Augen vor Ort mit den eigenen, subjektiven Filtern viel besser fokussieren, was auch auf einem Foto kaum noch gelingt. Hier erkennt man es vielleicht, der Vorsprung der alten Sandsteinwand gegenüber der neuen Ziegelstein-Aufmauerung ist schon enorm, ich würde sagen deutlich über 40 cm:

    Wenn die Jungs hier im Zeitplan sind, dann geht es jetzt Schlag auf Schlag. Wer schnitzt eigentlich das Chörlein?

    Stromerstraße 3-9

    Was macht eigentlich der Baukunstbeirat Nürnberg? Niemand weiß es, seine Tätigkeiten sind nahezu vollkommen aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden, seitdem man vor den Wunsch der Bauherren, alles bitte im Geheimen zu behandeln, eingeknickt ist. Auch aus der Presse ist hierzu fast nichts mehr zu entnehmen. Dabei war seine Einrichtung seinerzeit auch dafür gedacht, Öffentlichkeitsarbeit bei wichtigen Bauprojekten herzustellen, v.a. dann, wenn die Vorhaben sich auf das Stadtbild auswirken werden. Früher gab es daher neben den öffentlichen Sitzungen, die natürlich tagsüber stattfinden und daher im Prinzip unbesuchbar sind für Menschen, die einem Beruf nachgehen, noch umfangreiche Veröffentlichungen auf der Website i Form von Plänen und Protokollen. Nun? Nix mehr. Die Website ist insoweit eigentlich überflüssig, da sie über nichts mehr informiert.

    Aber immerhin gibt es ein Projekt direkt am Kohlenhof, welches bereits auf der März-Sitzung behandelt worden war: "Errichtung einer Wohnanlage mit Gewerbe in der Stromerstraße 3-9". Dachte ich mir, nanu, nach meiner Ortskenntnis gibt es dort doch gar keine Brache. Tatsächlich steht dort ein älteres Bürogebäude aus vermutlich den 1990'er Jahren. Vor Ort haben nun, drei Monate nach dem offensichtlichem Durchwinken durch den Baukunstbeirat, die Rückbauarbeiten begonnen. So schaut eine Fassade aus, nachdem man die Dämmung herunter gepopelt hat. Ob die sich je amortisiert hat, wer weiß. Oder ob sie nun tatsächlich kaufmännisch abgeschrieben war und das ganze Gebäude nun verwertet werden muss, auch nicht unwahrscheinlich:

    20260706-IMG_4813.jpg

    Übrigens, die Entsorgung von abgerissener Wärmedämmung ist sündhaft teuer, da man damit wirklich garnichts mehr anfangen kann. Man kann es nur verbrennen unter Zugabe von massiv Erdgas. Falls man keinen Typen kennt, der das Zeug einfach mit LKW in einen ostpolnischen Wald bringt und dort in eine Grube wirft. Egal.

    Sehr wahrscheinlich wird der Bau nun abgerissen. Nix graue Energie bewahren. Aber wir werden es sehen. Der Bauherr ist die BAYIKO Stromer GmbH, die leider online dazu keine Infos anbietet. Aber die Bayiko (Gruppe?) hat rund um den Kohlenhof eine ganze Reihe Projekte am Laufen. Bauen die nicht auch das geplante Hochhaus gegenüber für die Universa Versicherung? Die sichern sich die einen Großteil der Rendite dieses stadtentwicklungsmäßigen Großprojektes am Kohlenhof. Plus die positiven Auswirkungen des nun beschlossenen FSW-Ausbaus. Clever, clever! Sei es drum, hoffentlich wird das, was dort entsteht wenigstens hochwertig und ein positiver Beitrag zum Stadtbild! Auch einen kleinen Wohnturm könnte ich mir dort vorstellen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Fakt:

    Diese Hitzewellen allein wird Tausende, wenn nicht zehntausende Todesopfer gefordert haben. Konservative Schätzungen gehen derzeit von ca 20.000 zusätzlichen Todesopfern zw 22 - 28 Juni in Europa aus.

    Vorsicht bei solchen Argumenten. Denn es gibt auch Kältetote in unseren Breiten, die werden aber nicht so bezeichnet, sondern sind Opfer der Grippewelle (Schätzungen: 70.000 Tote pro Saison), von Lungenentzündungen (ca. 20.000 Opfer) und sonstigen Infektionen, die es im Sommer nicht gibt. Wer also mit Hitzetoten argumentiert, der muss auch Kältetote berücksichtigen, denn beides ließe sich mit Klimatechnik vermeiden. Klar ist, dass der Klimawandel zwar existiert, damit aber besonders in D ein gewaltiger Alarmismus gemacht wird, der letztlich einer in den letzten 20 Jahren entstanden Lobby einer Industrie von erneuerbaren Energien, Baustoffen und Klimatechnikgeräten ziemlich gut ins Geschäftsmodell passt, und die zudem auch reichlich mit staatlichen Subventionen bedacht werden. Deswegen muss ich sagen bin ich diesem Klima-Alarmismus mittlerweile allergisch gegenüber eingestellt, da diesbezüglich sehr unsachlich argumentiert wird und ein Austausch von Argumenten kaum noch möglich ist. Da wird schnell von "Geschwurbel", "Rechtskonservativ" und "Desinformation" gesprochen. Und soetwas geht einfach nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das China Vorreiter im Umweltschutz ist habe ich ja nicht behauptet. Sondern, dass Entscheidungen die dort getroffen werden uns aufgrund der schieren Größe des Marktes einfach beeinflussen. Die Gründe die Du nennst, warum China das macht sind ja nachvollziehbar - und die Unabhängigkeit von Öl, Kohle und Gas, was wir bis mit Ausnahme der Kohle auch nicht haben, wäre auch ein gutes Argument - Sonne und Wind sind für alle da. Und Allianzen bröckeln wie man sieht.

    Richtig, aber auch das ist eine unternehmerische Entscheidung gewesen. Unsere Autokonzerne haben sich den Zugang zum chinesischen Markt erkämpft und waren am End evon ihm abhängig. Das hätte man nicht zwingend machen müssen. Die Amerikaner wählen einen anderen Weg. Der Mensch und der Unternehmer ist erstmal frei,. es sei denn der Staat zwingt ihn zu etwas, und das ist in Deutschland dann auch geschehen mit der Verbrennerverbotsdiskussion. Die war leider massiv schädlich, man hätte den Markt machen lassen müssen. Es gibt ja nicht nur ideologische Vorteile des E-Autos (die Apokalypse verhindern) sondern auch faktische, wenn das Anwendungsszenario stimmt.

    Z.B. las ich letztens in der Lokalpresse, dass der Nürnberger OB nach einer China-reise jüngst den Ausbau von Ladesäulen in Nürnberg stoppen wird bzw. nicht beabsichtigt dort weitere Gelder zu versenken. Das lösen die in China anders, und so will er das hier auch. Wichtig ist doch, kein Steuergeld für die Technik von Gestern zu verschleudern, und gerade die Elektrifizierung der Mobilität macht regelmäßig wahnsinnige Sprünge.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dann schau mal nach China...die treiben das in noch höherem Maße nach vorne als das bei uns passiert. China sorgt alleine dafür, dass Verbrenner nicht mehr verkauft werden.

    Klar muss aber auch gesehen werden, dass die Chinesen sich vom Verbrenner auch aus geostrategischen Erwägungen heraus verabschieden, und nicht dem Umweltschutz zuliebe. Denn China hat keine eigenen Mineralölquellen, und anders als Westeuropa hat China keine internationalen Allianzen, die ihm den Zugang dazu garantieren. Allerdings können die Chinesen aus eigenen Kräften eine elektrisch betriebene KfZ-Flotte aufbauen und betreiben. Strategisches Ziel der KP in Peking ist es sich soweit wie möglich von Importen Unabhängig zu machen, und das gelingt durch elektrifizieurng des Individualverkehrs am Besten. Hinzu kommt noch die Überwachungsmöglichkeiten des Polizeistaats in vernetzten, elektrischen Fahrzeugen. China als Vorreiter im Umweltschutz zu stilisieren läuft ins Leere, denn das ist es nicht, keinesfalls. Das sehen wir nur durch unsere romantische E-Brille so.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Fakt ist ja auch, dass es bisher keinerlei Klimastrafrecht gibt.

    Ein Klimastrafrecht wäre ja völliger Totalitarismus: Denn es wird nicht gelingen zweifelsfrei das Verhalten einer Person einem konkreten Schaden zuzuordnen, der einer anderen Person entstanden ist. Z.B. weil hier jemand mit dem Benziner zur Arbeit fährt ist irgendwo anders ein Wald abgebrannt, oder eine Südseeinsel überflutet worden. Das wird zumindest nach rechtstaatlichen Maßstäben niemals gelingen, deswegen wäre ein Klimastrafrecht eher etwas inquisitorisches, das mehr mit einem religiösen Ablasshandel vergleichbar ist.

    Das wird so nie kommen, und wenn doch: Gute Nacht Menschheit.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich habe mir jetzt eine Wärmepumpe und Klimaanalage in Kombination mit Speicher und PV-Anlage angeschafft (Dank Förderung 70% Kostenübernahme, d.h. 10.000€ - billiger als jede neue Gasheizung bei Komplettmontage)...und siehe da: Ich habe kaum Energiekosten.

    Die Förderung ist aber der Knackpunkt, und der an dem sich die Kritik an der Energiewende konzentriert. Denn die Gelder für die Förderung, die du eingestrichen hast und dich jetzt freuen kannst endlich klimaneutral zu leben, haben auch Steuerzahler bezahlt, die diese Möglichkeit nicht wahrnehmen können sondern sich nun weiter beschimpfen lassen müssen, dass sie noch mit Benzin fahren und mit Gas heizen. Weitergedacht bedeutet das, wir haben einen staatlichen Energiesektor, wenn man nicht endlich wieder Marktmechanismen zulässt. Frau Reiche macht hier einen ersten, wichtigen Schritt, in dem die Einspeisevergütung gestrichen wird und Marktmechanismen wiederhergestellt werden. Denn eins ist doch festzustellen: Aus deutschen Steuergeldern wird man wohl nicht jedem eine neue Heizung mit PV und E-Auto fördern können. Die Energiewende muss neu justiert werden, sonst scheitert sie, da sie von staatlichen Subventionen abhängt.

    ^

    Da hast du natürlich Recht, aber die Bauvorschriften kennen glaube ich nur "Baum" und machen da keine Berechnung wie alt und welche Sorte, um einen anderen zu ersetzen usw. usf., und zudem darf man die Bäume sozusagen auch am Waldrand pflanzen und muss sie nicht dort setzen wo sie abgeholzt wurden. Mein Vergleich hat also sicherlich Schwächen, er diente aber zur Illustration.

    Genauso könnte man argumentieren, dass ein Abriss ja immer nur stattfindet, weil man etwas neues bauen möchte. Auf einem gesunden Immo-markt wäre das sicherlich auch so. Nur speziell hier in Nbg. beobachte ich einfach überaus häufig den Abriss, und dann folgt - nichts! Das sollte man eindämmen, der Altbau in der Martin-Richter-Straße verschwand 2019, vor 7 Jahren! Da hätte halt noch jemand wohnen können. Ich checks nicht, der Bau war binnen 3 Tagen weg, den Abriss muss man doch nicht Jahre vorher machen, das ist doch alles ein Aufwasch! Hier ging es doch konkret nur darum Öffentlichkeit zu vermeiden, denn es gab Fans des Altbaus und Menschen, die ihn retten wollten und das auch gekonnt hätten!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das müssen aber reiche Studenten sein, die sich das leisten können.

    Es sind ja wohl eher deren Eltern, würde ich mal sagen. Ich freue mich über den Entwurf und meine, dass der wesentlich hochwertiger aussieht als einer, der schonmal für die Adresse herumzirkuliert ist. Leider zeigt es aber auch, dass offenbar Studentenappartments das einzige sind dass sich heutzutage noch zu bauen lohnt. Die Kaufpreise für gut sanierte Bestandswohnungen liegen um die 5.000 €/qm, im Neubausegment bei um die 8.000 €/qm. Je kleiner man die Einheiten macht und Dinge wie "Vermietgarantie" drumherum bastelt, desto weiter kann man noch nach oben gehen. Aber ob das nun wirklich kommt, wer weiß. Ich fände ein Studentenwohnheim an dieser Stelle nicht verkehrt, die U-Bahn und eine Fahrradstraße liegt direkt vor der Türe. Und der Entwurf ist nicht der schlechteste. Klar, an den tollen Altbau kommt es nicht dran, aber das ist halt ein strukturelles Problem, dass der abgerissen werden durfte obwohl noch Leute drin wohnten und die Neubauplanung nicht realistisch gewesen ist.

    Das ist leider strukturell in unserer Stadtplanung. Das wäre doch mal ein schönes Konzept für die Linken, die sich sonst ja schnell mit Enteignungsdystopien, Mietpreisbremsen usw. hervortun: Abrissgenehmigungen für Wohngebäude daran zu koppeln, dass der Bauherr ein Mehr an Wohnungen dadurch schafft. Bei Bäumen klappt das doch auch!