Beiträge von million

    Seit Monaten keine Updates mehr...? Ich kann leider keine Fotos liefern, aber habe zumindest gesehen, dass der Rohbau der "Markthalle" (so war das Gebäude zumindest vor Jahren mal betitelt) im Hof mittlerweile mehr oder weniger fertiggestellt wurde. Gleichzeitig wird die Dachkonstruktion des Telegrafenamtes in Stahlbauweise erneuert und am selben Gebäude sind zum großen Teil neue Fenster verbaut worden. Mittlerweile haben auch Putzarbeiten begonnen.

    Vielleicht irre ich mich, aber im Bebauungsplan sind doch gar keine Grundstücksgrößen vorgesehen. Ich kann bei einer angedachten Realisierung durch städtische Wohnungsbaugesellschaften schon nachvollziehen, dass jemand vor entsprechend "wirtschaftlichen" Gebäudefußabdrücken Angst hat. Der Artikel mutmaßt aber letztlich auch nur. Lassen wir es auf uns zukommen.

    ^ Danke für die Bilder. Aus meiner Sicht ist der Neubau leider ein vollkommener Missgriff. Das Grundstück hatte vorher etwas poetisches. Jetzt erscheint es nur noch "verwertet". Ich sehe wirklich nur einen Riegel ohne jegliche Inspiration. Da hilft auch kein ortstypisches Grau.

    Neue Nutzungen auf dem Friedhof St. Johannes Evangelist

    Zuletzt hier.


    Es ist schon zwei Monate her, aber im August waren auf dem Friedhof schon Markierungen für die kommenden Baumfällungen zu sehen. Ein Mitarbeiter vor Ort meinte gehört zu haben, dass der südliche Teil des Friedhofs bereits verkauft worden ist und die dort noch befindlichen Gebeine in den Nordteil umgesetzt werden sollen. Mich würde interessieren, ob der Friedhofsverband hier nicht etwas vorschnell verkauft hat. Mit einem geschlossenen Flughafen wäre das Grundstück sicherlich mehr wert. Andererseits ist die Schließung ja auch noch nicht so ganz sicher...aber das ist hier nicht Thema. Wenig spektakuläre Bilder von mir dazu:



    Mittlerweile dürften das Gerüst schon ganz gefallen sein, aber man bekommt hier schon einen Eindruck vom sanierten Woolworth-Gebäude an der Müllerstraße (Höhe Leopoldplatz). Meiner Meinung nach ist das neue Schwarz kein Gewinn und die Farbtupfer da drauf eher hilflos verteilt.



    Bild stammt von mir.

    ^^Danke Snitch für den Verweis - finde ich auf jeden Fall interessant. Ein bisschen weniger plastisch dieser Bau. Vielleicht, weil er nicht für besonders kaltes Wetter geplant wurde?


    ^
    Zum Neubau hier die passenden Photos von vor ein paar Tagen:



    Die "Visualisierung"



    Die Straßenseite Oranienburger Straße



    Die Rückseite zum Hof


    Die (zugegeben schlechten Handy-) Bilder stammen von mir.

    Danke für die Meldung, Gründerzeit.
    Der Spiegel hat in seiner letzten Ausgabe das Desaster noch einmal wunderbar aufgeschlüsselt. Der Artikel ist als "Plus"-Artikel auch online lesbar.
    Nach der Lektüre hofft man irgendwie, dass dort kein Stein mehr angefasst wird. Aber irgendwas muss man ja tun, um irgendwann die benötigten Kapazitäten bedienen zu können. Kann es aber sein, dass das jetzt (mal wieder?) eine etwas aktionistische Planung ist, um dem Volksentscheid entgegenzutreten?

    Ziemlich bitter, dass die Nordseite offenbar nur eine kahle Wand wird. Schallschutz sollte ja heute kein Problem mehr sein und bei großer Verglasung ist so eine Nord-Ausrichtung eigentlich ganz angenehm (zumal wenn man am Computer arbeitet).

    SafeHub der Oliver-Kahn-Stiftung

    Die Meldung ist nicht neu, aber hier war sie glaube ich noch nicht zu lesen:
    Die Oliver-Kahn-Stiftung plant ein "SafeHub" (Sozialprojekt mit Fußball) an der Ecke Schulstraße / Ruheplatzstraße. Auf dem Standort befindet sich momentan ein Urban-Gardening Projekt namens Himmelbeet.


    Vermutlich eher eine Studie als eine fertige Visualisierung, aber man sieht wo die Reise hingeht:

    Quelle: Oliver-Kahn-Stiftung


    Lageplan:

    Quelle: Oliver-Kahn-Stiftung

    ^ Plangrafisch sieht es erstmal so aus, als wäre der Gewinner eine Siedlung im Wald - wohl auch deswegen, weil die Bäume besser hervorgehoben sind. Durch die Höfe, die bei dem Entwurf entstehen, schätze ich aber die tatsächliche Wirkung wenig "waldig" ein als es der Plan suggeriert. Im Übrigen halte ich nicht viel von diesen privaten oder halbprivaten Flächen die bei allen Entwürfen zu sehen sind. Ich finde gerade hier besteht eine große Qualität der Schillerparksiedlung (auch im Gegensatz zu dessen Erweiterung aus den 50er Jahren): Dass selbst die Höfe frei zugänglich sind und privates (Wohnungen) und öffentliches (Wege und "Höfe") klar getrennt sind. Ich denke diesen Ansatz sollte man im städtischen Kontext, in dem man sich hier trotz Wald befindet, weiterverfolgen.

    Neue Nutzungen auf dem Friedhof St. Johannes Evangelist

    "Kleinere Projekte"...dieses hier ist recht groß, aber wohl noch in einem sehr frühen Stadium. Umso interessanter es genau zu verfolgen:


    Auf Competitionline wurde heut ein Städtebauliches Gutachterverfahren zu einer Nachnutzung des Friedhofs St. Johnannes Evangelist veröffentlicht (Google Maps). Eingeladen waren die Baufrösche, STADT LAND FLUSS und Machleidt. Letzeres Büro wurde als Gewinner ausgewählt:



    Quelle: competitionline



    Quelle: competitionline



    Teilnehmer Stadt, Land, Fluss:



    Bild:Franz Reschke, SLF via competitionline



    Bild: SLF via competitionline


    Teilnehmer Baufrösche:



    Quelle: competitionline



    Quelle: competitionline


    Für mich ist der Gewinner die falsche Wahl. Hier wurden anscheinend die Baukörper aus dem Volumen der Kapelle entwickelt. Darin sehe ich städtebaulich keinen Sinn, die Kapelle steht hier schließlich als Solitär für sich. Die Neubauten müssen dem einen Rahmen geben. Das macht der Entwurf von Stadt Land Fluss besser. Man hätte sich dort wohl den ein oder anderen Knick sparen können, aber der Solitär kommt als solcher (zumindest im Plan) deutlich besser hervor. Zudem ist die Einarbeitung in die angrenzenden Viertel (z.T. immerhin Weltkulturerbe...) deutlich besser gelungen. Besonder die Verbindung zur Schillerpark Siedlung ist wirklich gut (auch mit Knick!). Die Baufrösche sind mir nichts halbes und nichts ganzes und am Ende auch zu hermetisch gegenüber den Nachbarn.


    Der Friedhof ist (wie wohl die meisten) übrigens tagsüber geöffnet und aus meiner Sicht wirklich einen Besuch wert. Die Kapelle scheint aber verschlossen zu sein.

    ^ Danke für den Hinweis. Hoffe man wird in einem neuen Entwurf mehr auf den Blockrand eingehen. Im Übrigen finde ich es immer noch Schade um das Brauerei(?)grundstück. Da hätte man eine schöne Mischnutzung mit ein paar Bestandsbauten unterbringen. Mal sehen, was der neue Architekt liefert.