^ Das Kulturblatt BILD macht sich derweil lustig über die Plattensanierung und freut sich über Honeckers Ochsenblutrot als Denkmalauflage.
Dresden: Innere Neustadt
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Das ist wirklich bizarr. Die Platten werden - natürlich - mit Mineralwolle gedämmt. Der darüberliegende Putz muss "in Tafelbauweise nachgebildet werden". Das heißt, der Putz soll die einstigen Waschbeton-Platten imitieren. Auch die Balkone werden "aus statischen Gründen" nicht mehr aus Beton gebaut (die Statik war ja auch Grund für die Demontage). Man will sie aber wie Waschbeton aussehen lassen.
Wo bleibt der Aufschrei in der Fachwelt, dies sei "Disneyland", "Fake", "verklärende Rückwärtsgewandtheit" und Verherrlichung eines vergangenen politischen Systems?
Hingegen wird denkmal- und materialgerecht der Kracht-Brunnen von 1979 betüddelt. Hier wird der Beton in aufwändiger Handarbeit vom Stuckateurbetrieb Stuck-Lowe rekonstruiert. Für die knapp 1,9 Millionen Euro, die ausgegeben werden, hätte man den Brunnen wahrscheinlich in feinstem Marmor nachbauen können.
Zum Vergleich: die umfangreiche Sanierung des weltberühmten Trevi-Brunnens kostete (allerdings vor 10 Jahren, allerdings in Italien) 2,18 Millionen Euro. Das wurde vollständig durch Spenden finanziert. Leider wurde nie veröffentlicht, welche Summe die "Neustädter Freiheit" zum Kracht-Brunnen beigetragen hat.
Kurios ist auch, dass die GHND anlässlich der Unter-Denkmalschutz-Stellung für den Neustädter Markt eine Pressemitteilung voll beißendem Sarkasmus herausgegeben hatte. So hieß es darin: "Ziel muss es sein, die notwendigen Maßnahmen bis zum 80. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 2029 umzusetzen und damit den Ursprungszustand der Eröffnung von 1979 zu erreichen." Dass die spaßig gemeinten Maßnahmen aus der Pressemitteilung inzwischen tatsächlich für viel Geld umgesetzt werden, macht schon nachdenklich. Man sollte eben vorsichtig mit seinen Wünschen sein, gerade, wenn man so viel Gewicht hat wie die GHND.

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Leider wurde nie veröffentlicht, welche Summe die "Neustädter Freiheit" zum Kracht-Brunnen beigetragen hat.
Vor einem Jahr war der Spendenstand (aller Spender zusammen) laut Stadt 4.512 Euro (ca. 0,24 % der Gesamtsumme). Die Spenden landen im "Fonds Stadtgrün" und der Aufruf der Stadt beinhaltet, dass man im Verwendungszweck angeben kann, dass eine Spende für den Brunnen gedacht ist; das ist also nachvollziehbar und wäre evtl. mal eine Anfrage an die Verwaltung wert.
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Ich wohne in einer WBS70 Platte bei der die Sanierung im letzen Jahr ohne neue Außendämmung abgeschlossen wurde. Die WBS70 Fassadenelemente haben eine Innendämmung. Wenn lediglich die Fenster getauscht, Dach und Kellerdecke gedämmt werden, ist das auch ausreichend. Grundsätzlich muss die Energie, die in Herstellung und Abringung der Fassadendämmung fließt, auch durch Energieeinsparung wieder heraus geholt werden. Das wird bei der Energieberechnung bisher nicht berücksichtigt. Hätte man am Neustädter Markt auf die Außendämmung verzichtet, dann hätten auch die Balkone verbleiben können. Die Sanierungskosten wären erheblich niedriger und der Denkmalschutz einfacher.
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^ die Balkone sind nach Jahrzehnten an den Verbindungsstellen oft durchgerostet bei solchen Bauten, das kann man nicht effektiv sanieren, daher Abbau.
Sozialministerium, Albertstrasse - Hofgestaltung Aussenanlagen
Bislang langjährige Brache - streetview, eigentlich müsste man den Blockrand durch einen Anbau schliessen, die Brache wirkte auch wie Bauerwartungsland, aber offenbar sieht man dazu keine Chance.
Nun also eine neue Gestaltung der Aussenbreiche im ganzen Hofgelände. Die alten Anlagen zur Archivstrasse kommen weg (3. thumb).
Es wird wohl eine neue grössere Fahrradabstellanlage entstehen, und Sitzbereiche im Grünen am Gebäude.
Hier die Visu vom Bauschild

zur Albertstrasse ist das ganze Haus schon länger eingerüstet // Bemerkenswert sind die Treppenanbauten im Hof // Blick zur Archivstrasse
aktueller Zustand beim Blick zur Erich-Ponto-Strasse

Blick zurück von der E.-Ponto-Strasse zur Archivstrasse. Die beiden Säulenpappeln hinten bleiben stehen.

alle fotos elli kny
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Interkulturelles Begegnungszentrum „Haus der Brücke“, Rähnitzgasse 8 - wurde eröffnet, Festtag auf dem "Kunsthausplatz" daneben, PM der Stadt

Im Obergeschoss war ich nicht, daher unklar was umgebaut wurde und ob man davon überhaupt was sieht. Folgend der Innenhof wie gehabt.

Da das Kunsthaus Dresden nicht mehr hier verortet ist, müßte man den einst gestalteten "Platz" nun umbenennen. Die 500.000€, die die Platzgestaltung einst kostete, waren mE sinnlos angelegt, da hier absehbar nie Leben entstehen konnte. Zudem verriegeln die Anlehnbügel den Zugang auf den Platz.
Eigentlich wäre es von Anfang an besser gewesen, eine Bauparzelle an der Rähnitzgasse zu schaffen und die Fläche (teilweise) zu bebauen.
Gestern zum Sonntag war nachmittags nun einer der wenigen Momente, wo der "Platz" mal echt auflebte. Jedoch bleibt das singulär.

fotos elli kny
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Fahrradparkbox Regierungsviertel - Autor Gunnar Saft schrieb eine Kritik bei DNN free UND bei SäZ pay, zuletzt Juni 2025.
Titel SäZ: Verschwendungsvorwurf - Sachsen leistet sich luxuriöse neue Fahrradgarage für seine Staatsdiener
Titel DNN: Vorwurf der Veschwendung - Sachsen leistet sich Luxus-Fahrradgarage für Mitarbeiter
Ich fasse mal zusammen:4000 Mio € Haushaltloch des Freistaats, aber 1,3 Mio fürs Radelhaus // wurde im Mai eröffnet // mit Dienstchip hat man Zugang // 80 Radstellplätze - davon 3 für Lastenräder. Heisst: 16.250,-€ pro Radplatz. Kostenreiber war u.a. das Sicherheitskonzept Reg.viertel, heißt: "dient die Konstruktion außerdem als Anprallschutz (für die Staatskanzlei) für Lkw auf der Parkplatzseite". Wobei man auch einfach nebenrum fahren kann. Und man sehe den Bau ja von den Beamtenfenstern (u.a. Büro des MP), sodaß "der Gestaltung besondere städtebauliche Bedeutung" zukäme, was dann zum Gründach führte, was ("mindestens") 1500,-€ Pflege pro Jahr kosten wird. Das Radhaus wurde noch von der alten Koalition verantwortet, die neue jetzige Koalition strich bei der Radförderung zuletzt stark die Gelder zusammen.
eigenes Foto vom Juni 2025:

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^ von hinten sieht's auch nicht anders aus als eine DDR-Garagenzeile. Wächst hoffentlich schnell zu.
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Narrenhäusel - Baustart wohl nächstes Jahr
Investor Frank Wießner hat sich gegenüber Radio Dresden geäußert.
„Ich will den Kaufvertrag bis Ende September 2025 annehmen. Da ist noch eine kleine technische Voraussetzung zu diskutieren mit dem Liegenschafts- bzw. Straßen- und Tiefbauamt. Und dann könnte prinzipiell der Bau nächstes Jahr los gehen.“
Die Baugenehmigung liegt bereits seit fast zwei Jahren vor. Wegen diverser Verzögerungen brach Wießner allerdings die Finanzierung weg. Er habe nun aber „ausreichend Kapital zur Verfügung, sodass das Bauwerk auf jeden Fall errichtet werden kann“, versichert er.
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Der Kaufvertrag zum Grundstück ist nun unterzeichnet. In der SZ lobt Wießner die aktuelle Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Weihnachten 2027 würde er sein "Liebhaberprojekt" mit Kostenpunkt 4 Millionen gern eröffnen.
https://www.saechsische.de/lokales/dresde…VZ24JNUMN4.html
Die Bürokratie ist meiner Ansicht nach schon der Wahnsinn, egal ob beim Narrenhäusel oder anderswo. Für die temporäre (!), also nur für den Bau benötigte Erschließungsstraße, wird unter anderem eine dreifache Beprobung des Bitumens durchgeführt, Regenversickerungsanlagen und Beleuchtung werden detailliert geregelt.
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Illumination Hotel Bellevue - ich kannte die Beleuchtung bislang nicht, scheint neu zu sein, finde ich sehr positiv, der Altbau verblieb allerdings im Dunkel.
hingegen waren vor Jahren noch die Leuchtstelen entlang der Gr.-Meißner-Straße beleuchtet, jetzt nicht mehr (dauerhaft nicht?).

Somit schließt sich die Lichtkette vom Blockhaus bis zum japanischen Palais, wobei das Palais zur Elbe und zum Park hin nicht angestrahlt wird.

Elbseite


Bonus mit Mond

alle fotos elli kny (Freihand)
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Ich spare mir jetzt mal die bissigen Vergleiche, aber die Beleuchtung wirkt arg aufdringlich auf mich. Ok, das Hotel ist auch ein Denkmal, das kann man auch Szene setzen, aber so? Aber die Hausleitung ist offenbar ohnehin nicht ganz knusper, wie die Vorgänge um die Tiefgarage und den Park schon gezeigt haben. Kulturelles Feingefühl ist keine Voraussetzung, um ein Hotel zu führen, auch nicht am Königsufer.
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^ Im Gegenteil. Dieser, für mich hässliche Bau, bekommt durch die Beleuchtung erstmal überhaupt richtig zur Geltung! Wo ist das bitte aufdringlich? DIe Frauenkirche ist ebenso punktuell akzentuiert angestrahlt?!
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Der kommt aber wirklich so richtig zur Geltung! Fehlen nur noch bunte LED-Streifen, dann ist das Dubai-Feeling perfekt. Dagegen können Blockhaus oder Japanisches Palais mit ihrer dezenten Beleuchtung einpacken und die Frauenkirche sowieso.
Dass das originale und prachtvolle Kanzleihaus von George Bähr und Matthäus Daniel Pöppelmann vom Hotel keine Beleuchtung spendiert bekommen hat, rundet das Bild ab.
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Gemach, solche Nachtfotos sind (damit ihr überhaupt was seht) meist aufgehellt, zudem bei mir mit "hoher Dynamik" fotografiert (dunkel-hell-Ausgleiche).
Das erste Foto oben ist eher nicht bearbeitet. Zur Elbe hin ist es in echt doch dunkler als in den Bildern, allerdings sehen unsere Augen mit hoher Dynamik.
Das macht freilich erst das Gehirn, welches die Lichtreize verarbeitet.
Eine Aktion für die Anbringung der Beleuchtungsstrahler war nicht ersichtlich, aber da kommt man auch nicht ständig vorbei.
Schade finde ich das Auslassen des Barock-Highlights mittendrin, also der "Residenz" Große-Meißner15 - gerade auch elbseitig.
Hier kann es aber sein, dass es für später angedacht ist und man erstmal die Vordächer/Fensterbretter einfach mit Strahlern bestückt habe. Glaube ich zwar wenig, aber mal abwarten. Zur Fassadenauffrischung war der Barockbau erst kürzlich eingerüstet, eigentlich macht man da sowas mit. Aber es hängt ja davon ab, ob man eine "Klatsch-Anstrahlung" oder etwas filigran-plastisches "aus der Fassade heraus" will. Fürs Licht dranklatschen kann man immer noch was machen, kostet auch weniger, aber hier müßte man es mit der Stadt besprechen. Und eigentlich doktert bei sowas gern das Umweltamt wegen Vermeidung von Lichtverschmutzung mit herum, User Ziegel hat das holprige Hotelmanagement angesprochen, ich denke die haben auch hierzu einfach mal niemanden gefragt. Im Elbraum ist die Verwaltung dann aber schon hartnäckig - oft zu recht, kann sein daß da noch ein neues Upps-Skandälchen aufs Hotello zukommt.
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Robert-Blum-Str. 5-7
Lt. Themenstadtplan gibt es dort ja ein Bauvorhaben. Der Parkplatz neben der Nr. 3 wurde jetzt beräumt/abgerissen; das sieht mir nach Baufeldfreimachung aus. Neben "Stadt Metz" tut sich aber bis jetzt nichts.
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Leider ja. Schon seit längerer Zeit. Und es wäre schön, wenn der Altbau an der Ecke rekonstruiert werden könnte.
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Stünde er in Leipzig, wär's wahrscheinlich schon passiert...
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Leider ja. Schon seit längerer Zeit. Und es wäre schön, wenn der Altbau an der Ecke rekonstruiert werden könnte.
Vor ca. 20 Jahren hörte ich gerüchteweise, dass es dafür keine Genehmigung gäbe.
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