Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Danke Adama für die schönen Bilder.


    Diese Ansicht ist für mich spektakulär weil auf dieser Seite die große Fläche in der oberen Hälfte durch die Vor- und Rücksprünge aufgebrochen und die unter Hälfte durch den Knick und 'Bug' in ihrer Länge reduziert wird und so die Struktur (in der nachmittäglichen Sonne) nicht so statisch wirkt (ich assoziiere hier ein Schiff am Kai, vielleicht zu viel Lockdown abgekriegt 🥴)

    Bild: https://abload.de/img/7199d1f1-e610-40dd-b5ij8r.jpeg

    Bild:main1a

  • ^Europäer war schneller...

    Ergänzend zu seinen Bildern aber hier noch zwei von mir. Es wurde heute trotz z.T. heftigem Wind mittels Arbeitsbühne an der Stahlkonstruktion auf der westlichen Auskragung gearbeitet. Die Fachleute im Forum mögen mich korrigieren, aber für mich sieht es aus wie ein Windverband:


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    (Bilder von mir)

  • Hier sieht man schön wie die Schalungen an einem Stahl-Querträger und einen Stahlstütze angebracht sind, Pfeile unter 1. Unter Pfeil 2 findet man bereits eine betonierte, von der Schalung befreite Stahlbetonstütze. Die Stahlkonstruktionen/Stahlbetonstützen/Schrägbetonstützen verbleiben also im Gebäude (Lastableitung), alles in allem ein sehr interessanter Bau. Das hat dann auch den Vorteil dass die temporär angebrachten Stützen an den Schmalseiten (unter der 10 Etage) schneller wieder entfernt werden können; groß klickbar:


    ubmj9joq.jpg


    Bild: Adama

  • Update abseits des FAZ-Towers



    1. Zebra


    Ein Horror für den Fotografen, da Sichtschutz viel versperrt (und das Wetter bescheiden war), aber eine meiner Recherche nach deutliche Abweichung von früheren Planungen: die Eingagshalle des Zebra: Schaut man einmal hier auf dem dritten Bild bzw. dann bei Schuessler, so wies die frühere Planung keinen separaten, verglasten Vorbau aus. Neuere Illustrationen dann bei Lupp auf dem zweiten Bild zeigen uns dann schon einmal transparentes Glas, dort wurde dann der Springbrunnen eingespart. Nun ist es ziemlich blicktdicht geworden, das Glas, die KV Hessen spiegelt sich.






    Rückseite des Zebra von der Niedernhausener Straße (ich bin nicht in der Lage einzuschätzen, ob die Dämmung anthrazit ist oder aber das schon die endgültige Farbe sein wird):




    2. Solid Home


    Hier kehrt Leben ein. Die ersten wenigen Wohnungen (wahrscheinlich eher Flats :-)) sind bezogen, ein Wachmann (das ist noch kein Concierge) sitzt in der Lobby, die wiederum mit Occhio-Lampen wie eine Hotelhalle bestückt ist.




  • Ergänzung Zebra zur Fassadenfarbe:


    Hier handelt es sich meiner Meinung nach schon um die endgültige Fassadenfarbe, die hellen Flächen sind die abgeklebten Fenster


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    Rückseite Niedernhausener Straße

  • Update sog. "Riegelgebäude" FAZ-Tower

    Während wir in den Beiträgen oben und auch unten festhalten, wie der FAZ-Tower in die Höhe wächst, so war unklar, ob das sog. Riegelgebäude auf diesem Baufeld auch gestartet wird. Zur Erinnerung: Hier war ursprünglich ein Hotel geplant, dann kam Covid-19, nun soll es - siehe hier oder hier- ein "Holzbaubüro" werden.


    Ich kann nicht beurteilen, ob "Frankfurts erstes Holzbaubüro" dennoch mit Beton starten muss, für mich nur wichtig: Es geht los, und zwar richtig:






    FAZ


    Dann noch ein kuzes Update zur FAZ selbst - ich füge hier noch einmal Schmittchen's Beitrag zum aktuellsten Stand der Planung ein, wir sind jetzt bei der Verschiebung der Hochhausscheiben angekommen - ich fand die "Querbetonpfeiler" (korrigiert mich gern mit dem Fachausdruck) imposant (erstes Bild):



  • ^Ich weiß nicht, ob das "Holzbaubüro" (#868) schon so richtig in den Startlöchern steht. Das was bisher betoniert wurde scheint mir im Wesentlichen die Tiefgarageneinfahrt, die sich FAZ-Tower und Holzbaubüro teilen werden.

  • Vollkommen richtig Mainolo.

    Der Kellerdeckel ist schon seit ein paar Monaten betoniert. Die Oberfläche wurde unfallsicher gemacht, da sie als Ablage dient. Sogar die Verbindung von Deckel zum Kran wurde wettersicher gemacht - also so, als müsste es notfalls einige Zeit halten.

    Also nix Start.


    Ein Holzhaus in der Größe würde sicher auch erstmal in allen wichtigen konstruktiven Teilen aus Holz vorproduziert werden, um es möglichst schnell aufzustellen. Denn Wasser ist nicht des Holzes Freund...

  • Zebra, hier: Rückseite


    Serendip hatte recht - an der Rückseite des Zebra werden die Gerüste bereits abgebaut, das Anthrazit ist die endgültige Fassadenfarbe für die Rückseite. Dafür, dass es eher eine versteckte Lage in der Niederhausener Straße ist, sieht es ganz gut aus:


  • FAZ-Hochhaus: Blick von der Mainzer Landstraße

    Auch aus dieser Perspektive zeigt sich die enge Nachbarschaft zum Prädium (60m) und der Baufortschritt des auf 66 m geplanten FAZ-Hochhauses


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  • Am Solid werden die letzten Außenanlagen fertiggestellt. Schade dass das Erdgeschoss so gedrungen wirkt. Hier wäre es vielleicht hilfreich gewesen das EG durchgängig höher zu planen. Ansonsten wird es recht fein, die ersten Wohnungen sind wohl schon bewohnt. Groß klickbar:


    Bild: https://abload.de/img/d85_7351avkm7.jpg Bild: https://abload.de/img/d85_73564qjyn.jpg


    Auch das DB Hochhaus ist bereits voll im Betrieb und macht sich viel besser als ich es damals noch dachte:


    Bild: https://abload.de/img/d85_736246j73.jpg


    Bilder: Adama

  • FAZ-Hochhaus

    Die "verschobenen" oberen Gebäudehälften wirken extrem auffällig und erfordern einen erheblichen technischen Mehraufwand, der sich hoffentlich auszahlen wird. Die Auskragungen wirken durch die überstehenden Schalungen noch größer, als es später im fertigen Zustand der Fall sein wird.


    img_2175ueju2.jpg



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    Die Bauarbeiten auf der östlichen Grundstücksfläche sind nun sichtbar am Laufen.


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    Fotos: Beggi

  • Der Flachbau neben dem FAZ-Tower, der ja ursprünglich als Hotel geplant war, wurde zu einem Bürogebäude umgeplant.

    Nun wurde das Ergebnis veröffentlicht und wird bereits auch vermarktet.


    Frankfurts erstes Bürogebäude in Holz-Hybrid Bauweise: "Timber Pioneer"



    • Entwickler: UBM Development und Paulus Immobilien Gruppe
    • Architekt: Eike Becker
    • Holzanteil des Beton-Holz-Hybriden ca. 25-30%
    • 14000qm² Bürofläche
    • Etagen
    • 33 Mieteinheiten
    • 3 Meter lichte Raumhöhe
    • 1.OG mit Patio und begrünte Dachterrasse
    • 1500 m³ verbautes Holz
    • 80% weniger CO² durch Holzbauweise
    • Cradle-to-Cradle-Prinzip, das Holz in der Konstruktion und das Aluminium in der Vorhangfassade können umgenutzt oder recycelt werden.


    Bilder, vergrößerbar:


    holzhaus01pcjdx.jpg



    Bild: https://abload.de/img/holzhaus02v7k53.jpg Bild: https://abload.de/img/holzhaus03ffkay.jpg


    Bild: https://abload.de/img/holzhaus04dsjzd.jpg Bild: https://abload.de/img/holzhaus053ek5x.jpg


    Bilder: Eike Becker Architekten, UBM Development, Paulus Immobilien Gruppe




    Mehr unter: https://timber-pioneer.com/


    Für mich recht gelungen, nur hätte ich mir persönlich mehr Holz an der Außenseite des Gebäudes gewünscht, sozusagen als Unterstreichung des ökologischen Gedankens.

  • Find vor allem gut, dass sich die beiden Gebäude unterscheidbar machen und nicht als Einheit erscheinen.


    Bin jetzt ein paar Mal an der stadteinwärts gelegenen Bahnmeile vorbei, das ist selbst für die Europaallee einfach viel zu lang und arg monoton, zumal die EG-Zone so gar nichts zu bieten hat für den Fußgänger.


    Bin gespannt, wer Mietverträge unterschreiben wird.

  • Also für ein Holzhaus hätte ich mir noch ein bisschen mehr Holz gewünscht.

    Zumindest an der Fassade hätte man mit ein paar Details ein bisschen mehr Holzhaus demonstrieren können.

    Ansonsten liesse sich der Holzanteil sicher noch verbessern durch Parkettboden, Holzwolledämmung, Trennwände voll aus Holz.

    Allein das Staffelgeschoss hätte ich in Kombination mit der Begrünung vollständig mit Holzschindeln verkleidet. Auch wenn die alle 20 Jahre ausgewechselt werden müssen.


    Die grosse ethische Frage ist allerdings: welches Holz, welcher Herkunft wird beim Bau verwendet?

  • Vielleicht hilft dir die Altstadt dabei: Alles Holzhäuser, aber man hatte Dächer und Fassaden großflächig mit Schiefer verkleidet, um die Brandgefahr zu vermindern. Erst heute, wo es keine Schornsteine mit gelegentlichem Funkenflug mehr gibt, kann man die wiederhergestellten Gebäude ohne "Brandschutzrüstung" zeigen.

    Der Ansatz hier ist aber vermutlich, dass man Konstruktionsteile aus Holz bewusst nicht der Witterung aussetzt, um sie zu schützen. Wenn man sich ansieht, wie schnell auch aktuelle Holzkonstruktionen die der Witterung ausgesetzt sind altern - z.B. der große REWE in Praunheim - dann scheint mir das eine gute Idee zu sein.