Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

    Auch von Weitem sieht man die ersten Krane... :daumen:


    Das alte Stellwerk wird aber noch abgerissen, oder? Das steht sonst mitten auf dem künftigen Boulevard!

  • wenn ich mich recht entsinne dann werden von diesem stellwerk aus noch einige gleisanlagen gesteuert, deswegen steht es noch da.
    langfristig wird es aber sicher abgerissen.

  • Bin die letzten paar Tage mit der S-Bahn an der Messe vorbei gefahren und kurz vor der Haltestelle steht ein (für mich zumindest) neues Bauschild. Wenn ich im "vorbeiflug" richtig gelesen habe, handelt es sich um das Baufeld Mitte und es ist ein Hochhaus im Rendering enthalten. Falls jemand mal vorbei kommt, kann er ja mal mit der Kamera drauf halten. Sah recht schö aus!!! :)

  • Die in Beitrag #79 angekündigten Straßenbauarbeiten haben begonnen, jedenfalls die Vorbereitungen dazu. Es stehen zahlreiche schwere Baumaschinen und -fahrzeuge auf dem weitläufigen Areal, es wurden bereits Erdwälle aufgeschüttet und Flächen planiert.




    Auch die Zukunft eines Relikts aus der Vergangenheit, als hier noch unzählige Bahngleise verlegt waren, scheint besiegelt zu sein. Die Bäume und Sträucher um das Stellwerk herum wurden schon gerodet.


    Tschüß! (irgendwie hat 's was):


  • Zum letzten Foto in Beggis Post:
    Das Stellwerk hat in der Tat was. Ließe sich auf Grund der geringen Größe sicher spannend integrieren.
    Hier stellt sich mir aber die Frage, was passiert mit dem furchtbaren Gebäude der DB Netz, das man links im Hintergrund sieht? Dessen Abriss steht doch hoffentlich auch schon fest?

  • Micha81 : Ich glaube nicht, dass es einen Konsens über die "Furchtbarheit" der Bahn Hauptverwaltung gibt. Zwar wird das 1993 eingeweihte Gebäude bahnintern "Alcatraz" genannt, aber ich persönlich finde es hat absolut seinen Reiz - auch wenn es eigentlich wirkt, als sei es in den besten Zeiten des Brutalismus erbaut und somit 20 Jahre älter. Ein Abriss steht eher nicht zur Debatte.

  • Ich glaube es gab sogar damals Planungen der Bahn, das Gebäude mit einem baugleichen Zwilling zu erweitern. Ich schätze aber, dass dies nicht mehr zur Debatte steht, da man ja den Silvertower übernimmt. Oder weiß jemand genaueres, ob dieses Vorhaben noch in irgendeiner Schublade schlummert?

  • DB Netz Zentrale im Europaviertel West

    Der Abriss des DB Netz Gebäude steht in der Tat überhaupt nicht zur Debatte! Nach wie vor plant die DB ihre verschiedenen Standorte in Frankfurt mittelfrisitg auf letzlich drei Standorte zusammenzufassen. Nachdem das Gelände westlich des der DB Netz an der Stephensonstrasse auch der Bahn gehört und derzeit (verschwenderisch) durch einen überschaubaren Parkplatz genutzt wird, gehe ich davon aus, dass man hier eher einen Ergänzungsbau an die bestehenden Gebäude errichten wird. Soweit ich weiß, gibt es für dieses Gebiet südlich der Niedernhausener Strasse und östlich der Hattersheimer Strasse einen gültigen Bebauungsplan. Jedenfalls gem. der Pläne, die in Beitrag #79 sichtbar sind, können hier Bürogebäude inkl. eines 60m hohen Büroturm errichtet werden.


    Im übrigen finde ich das Gebäude der DB Netz-Zentrale sehr originell - klassisch schön ist sicher etwas anderes, aber das Gebäude hat auch was. Gem. Aussagen der Makler für das Gelände auf dem die Nassauische Heimstätte baut, ist die Optik der DB Netz von dessen Architekten auch so gewollt - Industriecharme.


    EDIT Teleny: Ergänzend zum Beitrag #89 von Beggi hier noch ein Bild, das ich im September 2009 geschossen habe - das Gebäude ist tatsächlich nicht baufällig, oder wirklich heruntergekommen - durch den eigenwilligen Industrie-Stil wirkt es aber irgendwie schmutzig und sehr düster. Je öfter ich es sehe, desto mehr finde ich, dass es eben besonders und nicht 0-8-15 ist.




    Wegen Beitrag #84: Ich sehe nicht, wo sich das Stellwerk vernünftig integrieren lässt - es liegt auf dem Gebiet, wo der Boulevard und später auch die U-Bahn-Linie verlaufen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von teleny () aus folgendem Grund: Bild eingefügt

  • DB Netz Zentrale im Europaviertel West

    Die Form des Gebäudes hat aus einigen Blickwinkeln etwas Utopisches und Technisches und könnte in manchem Science-Fiction vorkommen. Warum nicht mal ein derartiges Design in Verbindung mit der Bahn? Doch leider handelt es sich um eine Betonfassade, die an zahlreichen Stellen große vermooste Stellen angesetzt hat und sehr vergammelt wirkt. Das selbe Gebäude mit einer Aluminiumfassade würde viel besser zur Geltung kommen und wäre gegen Bewuchs geschützt.


    Wenn ich demnächst nochmals dort vorbei komme, werde ich ein paar Detailaufnahmen machen. Hier zunächst noch ein Foto aus dem Jahr 2007, auf dem der heruntergekommene Zustand jedoch nicht erkennbar ist.


  • Bei dem Gebäude handelt es sich allerdings nicht um die DB Netz Zentrale, diese befindet sich an der Theodor-Heuss-Alle, sondern um den Sitz der Personenverkehrsgesellschaften. Bis Anfang des Jahres waren dort auch noch die Frankfurter Vorstandsbüros untergebracht, die sich nun im ehemaligen Vorstandsgebäude der Dresdner Bank befinden.

  • ^ Das ist richtig: in der "Kathedrale" haben u. a. die DB Fernverkehr, die DB Regio und die DB Stadtverkehr ihre Zentralen, die Zentrale der DB Netz ist dagegen in der Theodor-Heuss-Allee 7. Die Netzleitzentrale (NLZ) und die Betriebszentrale (BZ) Frankfurt sind wiederum im Regionalbereich der DB Netz im Galluspark untergebracht, wo sich auch die Zentrale der DB Energie befindet. Auch im Gallus ist die Zentrale der DB Systel (Kleyerstraße) und der Regionalbereich der DB Station & Service (in den ehem. Adlerwerken in der Weilburger Str.) untergebracht.


    Wer nun alles in den Silberling umzieht, steht wohl noch nicht fest, jedenfalls gibt es bisher keine offiziellen Verlautbarungen dazu. Vermutlich bestehen bleiben wird allerdings der Standort in der "Kathedrale" (da sie m. W. Eigentum der DB ist) und auch der im Galluspark, da ein Umzug von NLZ und BZ sicher schwierig werden dürfte.


    Nun aber zurück zum Thema...;)

  • Ist es richtig, dass alle Verkaufserfolge im Europaviertel West bisher Wohnungen sind? Da schwant mir dann doch Böses, denn offensichtlich ist der Bebauungsplan und die Stadtteilarchitektur mit breiter Ost-West-Achse (und dadurch Nord-Süd-Häuser) auf Büros abgestellt. Ob das nicht ein großer Fehler ist, bei dem Leerstand und Eschborn um die Ecke....
    Als reines Wohnviertel hätte man dagegen die Straßen sinnvoller in Süd-Nord-Richtung gebaut, damit die Häuser Ost-West stehen. Die Ost-West-Durchgangsstraße wäre dann am Besten ganz am Nordrand südlich der Messe verlaufen.


    Ich meine fast, es ist noch nicht zu spät (allerdings fast zu spät) für das Europeviertel West hier eine Korrektur durchzuführen. Wenn es der Markt nicht annimmt, muss man eben sein Angebot ändern. Stellt Euch mal das Viertel vor, wenn die meisten der rotgekennzeichnete Blöcke vielleicht nie gebaut werden....was meint Ihr?

  • Dafür ist es wirklich zu spät. Die Bebauungspläne einiger Teilgebiete sind rechtskräftig, die für andere Bereiche werden es demnächst. Klar, bezüglich der Nutzung auf dem einen oder anderen Baufeld etwa wird man diese ändern können. Im Großen und Ganzen ist der zwischen 1997 und 2002 erarbeitete Masterplan von AS&P aus meiner Sicht aber weiterhin überzeugend (wobei ich mir mehr Blockrandbebauung gewünscht hätte). Wohnbebauung steht derzeit überall im Stadtgebiet im Vordergrund, nicht nur im Europaviertel. Aber das wird sich auch wieder ändern. Die Entwicklung von 900.000 m² Plangebiet (Quelle) ist nun mal mit langer zeitlicher Perspektive zu sehen.


    Noch einmal zurück zur Bahnzentrale: Unten ein weiterer Ausschnitt aus dem Rahmenplan von Aurelis Real Estate. Die Bauten der Deutschen Bahn in Bildmitte sind hellrot markiert. Rechts der oben abgebildete Bestand (Stephensonstraße 1) und links davon mögliche Erweiterungsgebäude. Zulässig sind fünf Geschosse und, an der nördlichen Kante, ein 60 Meter hohes Hochhaus. Wie teleny schon schrieb, wird das Areal für die möglichen Erweiterungsbauten bisher teilweise als Parkplatz genutzt. Klicken für ein Luftbild, aufgenommen Ostern 2009.



    Abbildung: aurelis Real Estate GmbH & Co. KG

  • Auch wenn wir uns relativ off topic bewegen:


    Vielen Dank erst einmal für die zahlreichen Aufklärungen zum Thema Bahn-Zentrale.
    Ich hatte keine Ahnung, dass es sich hier um ein noch recht neues Gebäude handelt - und hatte auch nicht weiter recherchiert. Auch habe ich das Gebäude bisher nur von der Europa Allee aus gesehen - dies werde ich aber bei Gelegenheit einmal ändern und es aus der Nähe betrachten.
    Auf mich wirkt das Gebäude wie ein altes, verlassenes Industrie-Relikt - zumindest der extreme Industrie-Look scheint aber ja auch so gewollt zu sein. Und vielleicht überzeugt mich nähere Betrachtung noch davon, dass mein bisheriger Eindruck zu negativ ist.

  • Das DB Gebäude ist meiner Ansicht nach eines der besten Gebäude in ganz Frankfurt! Das Label "Industrieller Charme" den ich ihm zwar auch zugestehe, verdeckt meiner Ansicht nach aber darüberhinausgehende Qualitäten, wie seine subtile Eleganz, wie die seiner Dimensionen und seiner Symmetrie geschuldete fast klassische, sehr repräsentative Anmutung, wenn man direkt davor steht, das Selbstbewusstein, das es zu recht ausstrahlt und dass es neudeutsch gesagt sehr "unique" ist.


    Schade ist in erster Linie, dass es sich sehr von seiner Außenwelt abschottet. Es wären ihm, wie z.B. auch dem Poeltzigbau, oder der Großmarkthalle angemessenere Außenbereiche zu gönnen, und damit eine größere Städtebauliche Ausstrahlung, einen direkten - achtung schon wieder neudeutsch!- Impact auf seine Umgebung.


    Wäre es nicht ein ziemlicher Anachronismus, würde ich das Gebäude übrigens auch fast auf eine Stufe mit den beiden anderen gannanten stellen, besonders mit der Großmarkthalle.

  • Das mit der Abschottung ist wirklich schade, die Bahn sollte die weiträumige Einzäunung überdenken. Nicht zuletzt deswegen, weil eine Eingliederung des bislang isoliert dastehenden Baukomplexes in das Stadtgebilde mittelfristig zu erwarten ist. Besonders das Quartier "Boulevard Mitte" wird insofern als Bindeglied fungieren können, auch und gerade deswegen, weil dort auch Hochhäuser mit bis zu 100 Metern Höhe vorgesehen sind.


    Das Äußere des 1993 fertig gestellten, 68 Meter hohen Baukomplexes werden noch viele kennen. Anders wird das bei den Innenräumen aussehen, daher ein paar leider nicht sehr große Photos von der Website des Kölner Architekten Stephan Böhm. Weil diese kaum benutzbar ist, hier der Einfachheit halber als Links:


    [INDENT]Atrium I
    Atrium II
    Detail I
    Detail II
    Konferenzsaal
    Außen I
    Außen II[/INDENT]