Beiträge von Immobilienmogul

    Irgendwie läuft es doch auf dem Frankfurter Büromarkt, zumindest im CBD:


    Heute wird in den einschlägigen Newstickern vermeldet, dass der Büroteil des Um-/ Neubaus des Ex- Esprit Gebäudes auf der Zeil/an der Hauptwache mit immerhin 6.000 m² vollvermietet sei vor Fertigstellung.


    Ebenso ist zu lesen, dass die Eigentümer des Commerzbankturms mit der Commerzbank über die Verlängerung des Mietvertrages verhandeln und eine Ertüchtigung für über 450 Millionen € planen, an der Finanzierung werde jedoch noch gefeilt …

    Wenn man so überlegt, dass viele laufende Projekten ebenfalls quasi Vollvermietung vermelden (Fürstenhof, Ex-BHF BockenheimerLand, Ex-Freshfields Parktower, Opernplatz Ex-Mövenpick, Ex BakerMcKenzie Bethmannstr. usw.) dann müssen große Mietgesuche jetzt bei Projekten anklopfen, die erst Ende der 20er/ Anfang der 30er fertig werden….

    Ist eigentlich ganz einfach - so wie sich die Betriebsräte und die Gewerkschaften fast ausschließlich nur für die Besitzstände sorgen, die schon einen Job haben, und sich wenig um die kümmern, die versuchen im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, schonen die entscheidenden Akteure in der Wohnungspolitik eigentlich nur die, die schon mit Wohnraum versorgt sind.

    Klassische Klientelpolitik halt, die den Markt einfriert und zu weiteren Engpässen führt.

    Als ob die dringend benötigten neuen Busfahrer, Krankenhausmitarbeiter usw. von den Milieuschutzsatzungen und all den anderen Strangulationsmechanismen profitieren würden. Im Leben net.

    Im Gegenteil, sie leiden darunter.

    Weil die anderen, die u.a. von der Mietpreisbremse und der Milieuschutzsatzung profitieren, es sich in ihren Wohnungen im Nordend usw. bequem gemacht haben und Leute wählen, die konsequent privates Engagement aus dem Wohnungsmarkt drängen und ihre ersessenen Wohnungen runtersubventionieren.

    Das ist alles, nur nicht sozial.


    Um halt mal eine Gegenposition zu formulieren, an der mehr dran ist als den meisten lieb ist.

    Von daher ist u.a. die Politik gefordert, das Pendel wieder ausgewogener auszutarieren, die mehr als überreizte Münchner SoBoN ist ein Paradebeispiel dafür.

    Tja, wenn man sich ab 2028 für 15 Jahre bindet (Mietvertragsdauer), dann will man schon Neubau-Erstbezug Qualität oder zumindest was Annäherndes haben, um „zukunftssicher“ zu sein.

    Der wirtschaftliche Druck der Eigentümer, wettbewerbsfähig zu bleiben, gibt es her, Angebot und Nachfrage.

    Zumal die Großmieter ihre Mission Statements haben, d.h., die Renovierungen der 00er- und 10er- Jahre genügen den heutigen ESG-Anforderungen nicht mehr.

    Ein prominenter internationaler Branchenticker vermeldet, dass die Commerzbank in exklusiven Gesprächen sei zur kompletten Anmietung des Central Business Tower - Projektes der Helaba.

    Das dürfte in Mailand nicht gefallen, einiges hier in Bewegung setzen und den Markt aufwecken.

    Stellt den Schampus kalt. Vielleicht kommt es wirklich so.

    Es geht, fahrt mal in Holland mit dem Zug hin und her.

    Die Bahnhöfe und die Vorplätze sind eine Freude, man fühlt sich wohl und willkommen, egal ob in Rotterdam, Utrecht, Den Haag oder Amsterdam.

    Es ist im Vergleich sauber und gepflegt. Der ÖPNV hat eine sehr hohe Akzeptanz, auch dadurch.

    Das war nicht immer so. Man fing aber irgendwann mal an, z.B. Aufenthaltsverbote auszusprechen und durchzusetzen. Leute, die sich nicht benehmen konnten, wurden sanktioniert, usw.

    Es ist also, auch in einer freiheitlichen Demokratie, eine Frage des Wollens und nicht des Könnens.