Berliner Stadtverkehr kontrovers diskutiert

  • Hier ( BZ ) wurde gestern auch berichtet wegen das Thema Fahrrad. Die Verkehrssenatorin Ute Bonde , versprach Abhilfe aber leider nicht geklappt wie erhofft. Es wurden die Zahl der Fahrspuren von 3 auf 2 und die Ampelschaltungen verändert und auf der Elsenstraße eine Busspur eingerichtet.

    Doch immernoch gibt es Stau. Bei allen Respekt neben der S Bahn Brücke ist doch extra ein Fahrradbrücke mit Fußgänger. Das ist die Parkwegbrücke, die etwa 60 Meter flussaufwärts neben der Ringbahn über die Spree führt.

    Was ist dran so schlimm, wenn erstmal bei der Elsenbrücke für Radfahrer umgelegt wird bis die Brücke komplett fertig wird. ( Ausnahme)

    Der Grund: Aufgrund der zu geringen Breite stellt die Parkwegbrücke keine Alternative zur Radverkehrsführung über die Elsenbrücke dar.

    So Verkehrssenatorin : Ute Bonde

    Na dann wird sich nix ändern. .... 🚙🚐🚗🚛🚙🚚🛻

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Auf jeden Fall wird die Fahrt durch den S-Bahn-Zugangstunnel inkl. Rampe nicht gerade für Begeisterung bei den Betroffenen sorgen.

    Einmal das. Und dann ist der kombinierte Rad- und Fußweg auf der Parkwegbrücke so um die 2,20 Meter breit, wie Schupelius selbst schreibt. 1,10 Meter je Richtung. Unfälle programmiert. Sehe schon die Bild-Schlagzeile: "Irrer Fahrrad-Raser rammt Mutter mit Kinderwagen!", oder so. Und im Text die Forderung, die Brücke endlich für den Radverkehr zu sperren...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Doch immernoch gibt es Stau. Bei allen Respekt neben der S Bahn Brücke ist doch extra ein Fahrradbrücke mit Fußgänger. Das ist die Parkwegbrücke, die etwa 60 Meter flussaufwärts neben der Ringbahn über die Spree führt.

    Sorry, aber das ist keine Fahrradbrücke! Es ist eine Fußgängerbrücke, für Fußgänger die vom Treptower Park nach Stralau wollen. Die Parkwegbrücke ist auch für Radverkehr freigegeben aber viel zu schmal und heute schon zu stark frequentiert. Die Radwege sind etwas sehr breit auf der Elsenbrücke. Aber nun eine „Lösung“ auf Kosten der Fußgänger zu suchen, über die Nutzung eines Parkweges, ist wohl nicht der Weisheit letzter Schluss.

  • ^ Ja schon hast ja Recht. Das war mir auch Klar. Ich meinte nur das es Ausnahme da verlegt wird bis die Elsenbrücke fertig wird aber stimm die wäre von der Größe zu klein.

    Manche Radfahrer benutzen trotzdem die Brücke . Naja das wird noch weiter gehen mit den Problem der Elsenbrücke. " Alternative " A 100 erstmal sperren. Das war sogar Mal die Rede. Es soll so Bleiben wie es ist.... Muss man halt durch.....

    Mir tut die BVG ( Fahrgästen) ehr leid.

    Weiterhin Gutes Gelingen.....

  • ^ Die Brücke ist ja auch für den Radverkehr freigegeben. Aber die Kombination von Fußwegen mit Radverkehr wird durch Ebikes, Lastenräder und ERoller allgemein schon immer schwieriger. Das sind meiner Meinung nach Fahrzeuge einer neuen Kategorie, die zwischen MIV und Fahrrädern stehen. Diese fahren dann dort jedoch auch verstärkt und ich gehe da mal auch von den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie alten Menschen oder auch Kindern aus, die vielleicht auch mal spontan quer laufen, was ja auch auf Fußwegen möglich sein sollte.

  • Tagesspiegel: Kein Baustart des 17. A100-Abschnitts in diesem Jahrzehnt

    Kein Baustart mehr in diesem Jahrzehnt: Bund stuft Priorität für A100-Verlängerung herunter

    • Dem Bund fehlen fast 15 Milliarden für den Autobahnausbau. Schon jetzt reichen die Mittel für den Autobahnausbau wegen stark gestiegener Baukosten bei weitem nicht aus. Die Finanzierung der Bundesfernstraßen ist in vielen Bereichen nicht gesichert.
    • Die Autobahn AG stuft die Priorität des 17. Bauabschnitts herab
    • Das Projekt wurde von Kategorie B ("Planungsprojekte mit Baurecht bis 2029") in Kategorie C ("weitere wichtige Projekte") verschoben - ohne konkreten Zeitplan.
    • In der Folge liegen bundesweit 74 Projekte zum Aus- und Neubau von Autobahnen in der zeitlichen Priorität vor der A100-Erweiterung
    • Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Antje Kapek: "Geldkürzungen sind selten eine gute Nachricht - außer bei der A100"
  • Nun sollen die beiden Radwege, die jeweils die Breite einer Autospur haben, auf einen in beide Richtungen zusammengelegt werden, so dass eine Spur für den Autoverkehr, vermutlich stadteinwärts, frei wird. Unter den bestehenden Möglichkeiten wohl noch die sinnvollste.

    Artikel dazu Morgenpost

  • Tagesspiegel: Neubau der Elsenbrücke dauert länger als geplant

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr…t-14409248.html

    Laut Tagesspiegel rutscht die Fertigstellung des östlichen Teils der Elsenbrücke in den Januar – mindestens… Ganz interessant ist die Sammlung von Gründen dafür:

    • Anhaltend schlechtes Wetter in den vergangenen Wochen (Schweißarbeiten können nicht durchgeführt werden)
    • Personalmangel
    • Fehlende Kontinuität durch hohen Einsatz von Zeitarbeitern
    • Wiederholte Einbrüche in Baucontainer
    • Ein Arbeitsunfall im September
    • Einzelne Auftragnehmer wurden aufgrund von Qualitätsmängeln von der Baustelle verwiesen

    Laut Ute Bonde soll der im Bau befindliche Teil „im Winter“ so weit fertiggestellt werden, dass eine Verkehrsfreigabe erfolgen kann. Wenn man den PR-Sprech bereinigt, heißt das wohl ca. März/April/Mai 2026, es sein denn, es läuft aufgrund einer göttlichen Fügung auf einmal alles rund auf der Baustelle.

    Die für Sommer geplante Ausschreibung des westlichen Teils wurde noch nicht durchgeführt. Da wartet man sicherlich auf das Erreichen von Zwischenzielen beim östliche Teil, bevor man sich in irgendwelchen Fristen verheddert.

  • [mod]Aus dem Thread "Unter den Linden" hierhin verschoben, da sich die Diskussion zunehmend von Thema des Projektsthreads entfernt hat. [/mod]

    Breitere Gehwege??? Haben die Verantwortlichen noch alle Tassen im Schrank? Da gibt es insgesamt mehr Gewerbefläche als jeweils auf beiden Seiten der Münchener Fußgängerzone links und rechts der Feldherrenhalle, bei gleichzeitig deutlich weniger Passanten. Dafür die Straße mindestens drei Jahre zur Baustelle machen und nebenbei noch (mal wieder) dadurch sicher auch die Friedrichstraße schädigen? Die überfälligen Linden zu pflanzen und dann nach und nach die Beete umzugestalten geht nicht ohne Dauerbaustelle?

    Wer außer den grünen Politikern möchte hier überhaupt weniger Verkehr haben? Und das während - weiterhin - die Leipziger eine Vollkatastrophe mit horrenden Zeitkosten bleibt?

    Wieso eigentlich überhaupt ständig mehr oder weniger funktionale Straße umbauen? Könnte man nicht stattdessen einen Bruchteil des Geldes in Beleuchtung und Pflege des Status quo investieren? Oder, falls es unbedingt Neuordnung der Verkehrrsituation sein soll, das nicht mal dort angehen wo die keine 2 Meter breiten überquellenden Bürgersteige längst ein wirkliches Problem sind, es aber keinen nennenswerten Durchgangsverkehr gibt und eine Verbesserung sogar dem Einzelhandel handfeste Geldwerte Vorteile bescheren würde? Das wäre dann zwischen Hackeschem Markt und alter Schönhauser bis hoch zu Torstrasse sowie weiteren Teilen der kleinteiligen Mitte.

    Es scheint allgemein noch schlimm genug zu sein wenn wir uns derlei Politik weiterhin leisten können und wollen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wer außer den grünen Politikern möchte hier überhaupt weniger Verkehr haben?

    Ich. Und Dir ist schon bekannt, wer aktuell den Senat stellt, oder? Es geht darum, die Linden wieder zu einem attraktiven Boulevard zu machen. Flanieren und so. Ansonsten erspare ich mir Kommentare zu dieser Suada.

  • Mehr Platz da wo schon endlos Platz ist macht flanieren aber nicht attraktiver - siehe Karl Marx Allee.

    Und Autos stören da viele nur wo sie zu nah oder dominierend sind - auch das ist hier nicht gegeben.

    Die Linden sind attraktiv und nicht aufgrund der bestehenden Gestaltung unattraktiv. Sie wären noch attraktiver mit... Linden. Beleuchtung. Pflege.

    Ich hoffe wie alle anderen auch dass die Linden im 5 Jahren genauso schön oder schöner sind als heute. Ich bezweifle leider dass dieses Projekt Berlin im Vergleich zu einer Nummer kleiner nachhaltig ästhetisch oder atmosphärisch bereichern wird. Wirtschaftlich schon gleich gar nicht.

  • Es ist ein lobenswertes Unterfangen, aber ewige Baustellen an so prominenten Orten sind nervtötend. Wir haben derzeit bereits eine mehrjährige Baustelle am Stadtschloss, kurz nachdem wir eine mehrjährige Baustelle am Gendarmenmarkt hatten.

    Auch ist Unter den Linden bereits jetzt attraktiv, die Mittelpromenade auch schon breit genug. Die Friedrichstraße mit ihrer fehlenden Aufenthaltsqualität wäre da eher eine Kandidat für Aufwertung.

    Alles in einem grundsätzlich gut, aber redundant und die knappen Mittel nicht wert.

  • Ich freue mich wirklich über die endlich bevorstehende Wiederbepflanzung. Warum der Gehweg aber noch breiter werden soll, leuchtet mir auch nicht ein (außer, dass wirklich ALLES optisch besser aussieht als Autos, Straße und Parkplätze).

    Warum nutzt man den mehr gewonnenen Platz dann nicht für elegante Gastro-Pavillons, im preußischen Stil gebaut z.B. Etwas, das sich der klassischen Architektur des Boulevards anpasst und neue Aufenthaltsqualität schafft.

  • Ich freue mich auf die Umgestaltung des Boulevards. Auch die Verbreiterung des Gehwegs zu Lasten des Autoverkehrs ist zu begrüßen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Angebot von Flaneuren angenommen wird. Jetzt fehlt dann noch eine Belebung durch die richtige Bespielung der Erdgeschosszone an der gesamten Straße mit mehr cafes etc. aber da tut sich auch tatsächlich was. Etwa im Bundesgebäude zwischen Schadowstr und Neustädtische Kirchstr. Dort werden aktuell die alten und lange Zeit geschlossenen Gewerbeeinheiten umgebaut.

    Das Heulen der Autofreaks, geschenkt.

  • Die Beleidigung der "heulenden Autofreaks" ist genauso hochnäsig wie unnötig - das Vorhandensein von Autos auf Strassen ist durch diese Bedingt und weltweite, ausnahmslose Normalität. Freak ist hier nur wer die Realität nicht als solche anerkennen möchte. Schon bei der Friedrichstrasse hat dieses Niveau der Diskussion und des Denkens zu nichts produktivem geführt.

    Zum Thema Risiko einer dreijährigen Dauerbaustellen an dieser Infrastruktur hier trotzdem noch einmal der Vollständigkeit halber: Die Mühlendammbrücke könnte jederzeit komplett gesperrt werden und die Bauerbeiten des Neubaus sind ebenfalls für 3 Jahre angesetzt. Die Erfahrung lehrt dass es immer länger dauert, nie schneller geht. Mühlendammbrücke in Berlin: Abriss kommt – Das ist der Zeitplan

    Ungeachtet der Bewertung von Autoverkehr - ob Normalität nun bekämpft gehört und etwas für Freaks ist oder nicht - ist der Verkehr von Ost nach Westberlin und umgekehrt entlang dieser Achsen erheblich und quasi nicht umleitbar oder einfach durch Schienenverkehr zu ersetzen. Berlin läuft hier im schlimmsten Fall mal wieder offenen Auges in einen vermeidbaren riesigen Schaden.

    Ich drücke die Daumen dass es anders kommt, die Umbauarbeiten den Verkehr nicht beeinträchtigen, und das Resultat auch die "Freaks" besänftigt.

  • ^ Aber die Grünen für jeden Sch...ß verantwortlich machen geht? Das ist dann produktiv? Zumal die ja hier überhaupt nicht in Verantwortung stehen. Nee nee, wer im Glashaus sitzt..

  • Bitte lies genau. Ich mache die Grünen für vieles was ich schlecht finde verantwortlich, an dieser Stelle habe ich jedoch lediglich vorausgesetzt dass diese immer für weniger Autos zu begeistern sind und gefragt auf wen außer selbigen dies denn an dieser spezifischen Strasse noch zuträfe.

    Edit: Ich möchte auch nochmals wiederholen - die hoch frequentierte, beliebte und bestens funktionierende Münchener Fußgängerzone bietet an sehr vielen Stellen weniger Platz für Fußgänger und „Flanierer“ als die Linden.

    Und in Berlin gibt es in direkter Nähe des Hackeschen Marktes tatsächlich Straßen die so voll mit Fußgängern sind dass es gefährlich eng wird, und gleichzeitig kaum Geld für irgendwas - schon gar nicht für Optimierungen funktionierender Räume.

    2 Mal editiert, zuletzt von Humphrey (2. Dezember 2025 um 16:02)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ob Grün oder NICHT - nicht die Masse entscheidet sondern was die Wissenschaft sagt und es ist Konsens das "Verbrenner" Feinstaub erzeugen und Feinstaub ist für viele Krankheiten (Lunge, Allergien..etc.) verantwortlich. Es ist auch Konsens das mehr Autos in den Städte die Mobilität behindern und nicht fördern. FAKT - kein Zweifel. So einfach ist das - PUNKT AUS - FERTIG. Das kann man nicht bestreiten. Das ist NICHT politisch. Das ist wissenschaftlicher Konsens.

    Ist das interessant für die Stadtentwicklung - JA - denn weniger Autos - gleich weniger breite Straßen - gleich mehr Flächen für Grün, Straßencafes oder What ever!