Hauptbahnhof Frankfurt

  • Durch den Umbau im Bahnhof wird ja mehr Ladenfläche geschaffen. Schon klar, dass daran mehr Interesse besteht als am Umbau des Vorplatzes, der der Bahn wohl eher wenig einbringt.
    Aus städtebaulicher Sicht natürlich eine enttäuschende Entwicklung.

  • Finde das nicht so schlecht. Wie es da zur Zeit aussieht und wer sich da so alles rumtreibt, da wäre der Vorplatz in wenigen Monaten schon wieder verschandelt. Man muss erstmal das ganze Viertel so halbwegs in den Griff bekommen...

  • Aber ist das dann nicht eine Kapitulation? Ich finde viel eher, dass der Bahnhofsvorplatz einen Anstoß geben könnte für die weitere Entwicklung.


    Wenn ein solch präsenter öffentlicher Raum toll aussieht wird er ausstrahlen und auch für mehr Verantwortung sorgen. Im Augenblick ist doch 90 % der Leute egal wie es aussieht - eben weil sie den Platz einfach nur überqueren, um möglichst schnell wieder weg zu sein (geht mir auch so!). Aufenthaltsqualität empfindet derzeit eher ein fragwürdiges Publikum, das stimmt.


    Dass die Nordseite der Bahnhofhalle und die B-Ebene auch umgestaltet werden muss, steht übrigens außer Frage. Ich habe die Woche die B-Ebene durchquert und fand es einmal mehr grausig. Da haben auch die kleinen Weihnachtsbäumchen (so nett sie auch dekoriert sind) nicht viel gebracht.

  • Mein "Erlebnis" in der Stuttgarter S-Bahn Station "Hauptbahnhof": Alle Rolltreppen waren ausgestellt und es bildeten sich Fußgänger- und Fahrräderschlangen vor den wenigen Aufzügen nach oben: Liebe Planer: FUNKTIONIERENDE ROLLTREPPEN sind nicht durch AUFZÜGE zu ersetzen. Bitte "schließt" nicht zu viele Rolltreppen.

  • So für den Umbau ist jetzt auch der konkrete Zeitplan bekannt sowie die Umbaumaßnahmen.
    Zeitplan:
    - Start viertes Quartal 2016
    - Umbau des Ausgangs der B-Ebene zur Messe Frühjahr 2017
    - Ab Sommer 2017 komplette Erneuerung der B-Ebene
    - Ende der Bauarbeiten Mitte 2020
    - Ab 2019 soll der Bahnhofsvorplatz umgestaltet werden
    Maßnahmen:
    - Erneuerung der Gebäudetechnik
    - Umbau des Ausgangs zur Messe
    - Umbau der kompletten B-Ebene
    - Einbau eines "Lichthofes" im Boden der zentralen Empfangshalle
    - Schließung der Aufgänge Münchener Straße
    - Schließung des zentralen Eingangs auf dem Vorplatz


    Quelle:http://www.fr-online.de/frankf…hof,1472798,32972764.html

  • Die Bahn hat inzwischen eine Pressemitteilung online, die allerdings so schmerzhaft allgemein gehalten ist, dass ich es bei einem Link belassen möchte.


    Wesentlich interessanter erscheinen neue Visualisierungen. Gelingt es erst einmal, die Ansichten in der Presse-Mediathek der Bahn zu finden (ein zielgerichteter Link wäre zu einfach gewesen), bleibt das heitere Ratespiel, welche denn die aktuelle Planung zeigen. Von einer Datumsangabe hat man nämlich abgesehen. Im Vergleich mit den seit 2013 bekannten Ansichten ist das mein Tipp:



    Oben mit Blickrichtung Querbahnsteig, unten mit Blickrichtung Innenstadt:



    Verglichen mit den älteren Ansichten macht es den Eindruck, dass die Öffnung zur B-Ebene nun kleiner ausfallen soll. Das wäre dann vermutlich das Ergebnis eines Kompromisses mit dem Bedenken tragenden Denkmalschutz.


    Nach dem umgebauten Vestibül nun die B-Ebene selbst:



    Alle Bilder: Deutsche Bahn AG

  • Wenn sie mit ähnlicher Geschwindigkeit wie an der Taunusanlage, Hauptwache, etc. arbeiten, können wir uns auf eine zügige Fertigstellung der B-Ebene bereits in 2029 freuen.

  • Das Loch wäre in diesen Dimensionen definitiv erträglicher bis gar nicht mehr störend. Bezüglich der Decke des Vestibüls hoffe ich aber doch stark dass anders als in diesen Visualisierungen eine Rekonstruktion der Kassettendecken vorgesehen ist (was bei einer der älteren Visualisierungen ja sogar tatsächlich gezeigt wurde). Die dortigen Stahlträger so klobig weiß verkleidet geht jedenfalls gar nicht.

  • In dem Feuerwerk der Sanierungs- und Umbaupläne für den Hauptbahnhof ging ein wenig unter, dass das Hauptportal eine dauerhafte und sehr wirkungsvolle Lichtinstallation erhalten hat. 2014, zur letzten Luminale bekam sie im ersten Bauabschnitt eine farbige, dynamische Beleuchtung, von der Robbi damals Bilder gemacht hat und die auch zur diesjährigen Luminale zum Einsatz kommt:



    Bild: epizentrum


    Im zweiten Bauabschnitt bis Anfang 2015 kam als Dauerinstallation eine weiße Beleuchtung, die allabendlich architektonische Details wie Allegorien, Türme und Bögen betont und dabei mittels LED-Technik gegenüber der Altanlage 80% Strom sparen soll. Verantwortlich für das Design war Raumlabor Frankfurt, die auf einer Projektseite weitere Bilder und Informationen bereithalten.


    Zur diesjährigen Luminale wurde analog zur Außenbeleuchtung auch die zukünftige Architekturbeleuchtung im Eingangsbereich der Haupthalle beispielhaft umgesetzt (Bild liefere ich nach). Unklar ist, ob die Technik noch bis zum Beginn der umfangreichen Umbauten der Vorhalle - wann immer sie denn kommen - installiert bleibt.

  • Vorplätze: Vorplanung wird erweitert

    Was sich in Sachen Bahnhofsvorplätze tut, beschränkt sich Jahren auf Wettbewerbe, angeblich laufende Vorplanungen und dergleichen. Nur Greifbares ist bisher nicht herausgekommen. Das bleibt auch so, denn nun wird erst einmal die Vorplanung erweitert. Was natürlich zusätzliches Geld kostet (was wiederum bereits als Fortschritt im Planungsprozess ausgegeben wird). Nun soll auch ein Fahrradparkhaus und ein Park- und Logistikgebäude nördlich des Bahnhofsgebäudes "vorgeplant" werden. Die heutige Pressemitteilung der Stadt:


    [INDENT]Fahrradparkhaus, Parkhaus und Logistikgebäude vorgesehen


    Die Planungen zur Umgestaltung der Vorplätze des Frankfurter Hauptbahnhof schreiten voran: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat ergänzende Planungsmittel in Höhe von 450.000 Euro freigegeben. „Da im Zuge der Planungsüberlegungen auch die Errichtung eines Fahrradparkhauses sowie eines Park- und Logistikgebäudes an der Poststraße nördlich des Bahnhofsgebäudes für sinnvoll erachtet wurde, ist eine weitergehende Planung notwendig, für die jetzt die erforderlichen Mittel freigegeben wurden“, erläutert Bürgermeister Olaf Cunitz.


    Zur Umgestaltung der Hauptbahnhofvorplätze wurde mit der Deutschen Bahn AG bereits in den Jahren 2008 und 2009 ein Ideen- und Realisierungswettbewerb durchgeführt. Die Vorplanung für den zentralen Vorplatz vor dem Hauptportal und den nördlich anschließenden Bereichen wurde 2014 beauftragt. Im Zusammenhang mit einer neuen Gestaltung ist eine Neuordnung des Verkehrs erforderlich, um die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern besser zu berücksichtigen und die Barrierefreiheit herzustellen. An den Kosten hierfür beteiligt sich die Stadt Frankfurt am Main mit insgesamt 10 Millionen Euro. Für die Vorplanung, mit der die Planungsgesellschaft Schneider + Schumacher beauftragt worden ist, hatte der Magistrat zunächst städtische Mittel in Höhe von 500.000 Euro freigegeben.


    Um die bisher auf dem nördlichen Vorplatz vorhandenen Stellplätze und Versorgungsbereiche zu ersetzen, soll nun an dem Bahnhofsgebäude ein Park- und Logistikgebäude parallel zum Gleis 24 errichtet werden. In einer Machbarkeitsstudie wurde die räumliche Anordnung entwickelt: Im Erdgeschoss sollen in einem Logistikcenter die Anlieferung und die Entsorgung für den Großteil der Nutzflächen im Hauptbahnhof untergebracht werden. Auf vier Parketagen sollen 200 Stellplätze entstehen. Damit wird vor dem Nordausgang eine Neuordnung der Funktionen wie Fußgängerüberwege, Taxihalteplatz, Parkplätze für die Bundespolizei und für Kurzzeitparker ermöglicht. Nach der Kostenschätzung zu der Machbarkeitsstudie ist von 5 Millionen Euro Baukosten für das Park- und Logistikgebäude auszugehen. Hinzu kommen Kosten für die statische Ertüchtigung der teilweise unter dem Parkplatz liegenden Posthalle und die Erneuerung von Gleisbrücken sowie für die Versetzung von Fahrleitungsmasten und Signalen der angrenzenden Gleise.


    Weiterhin liegen eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines Fahrradparkhauses und eine Untersuchung zum Nutzerpotential und zur Wirtschaftlichkeit vor, die mittelfristig die Einrichtung von rund 700 Stellplätzen empfiehlt. Langfristig können sich weitere Nutzerpotentiale ergeben. Ausreichend Platz bietet die ehemalige Posthalle, die unterhalb der Gleise 23 und 24 und der Fläche für das neu zu errichtende Gebäude liegt. Von der Poststraße her ist eine Erschließung über eine Rampe und einen Aufzug möglich. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 500.000 Euro.


    Hinsichtlich der notwendigen Neuordnung der Abzweigung Düsseldorfer Straße/Poststraße läuft derzeit eine Verkehrsuntersuchung. Sobald dazu eine Entscheidung der Fachämter vorliegt, soll das gestalterische Konzept angepasst und eine Vorplanungsvorlage erstellt werden.[/INDENT]



    Bei vier Etagen für das "Logistikcenter" schwant mir nichts Gutes. So schlecht die gegenwärtige Situation auch ist - bisher steht das historische Bahnhofsgebäude wenigstens frei, unbeeinträchtigt von größeren baulichen Ergänzungen.

  • Klingt ein wenig, als sei vom Parkplatz nordwestlich der Halle die Rede (Street View). Innerhalb der Halle müsste man nämlich keine Oberleitungsmasten versetzen. Auch wenn sich der städtebauliche Schaden dort in Grenzen halten würde, hoffe ich doch auf eine architektonisch minimal bessere Lösung als auf der Südseite.

  • ^ Geht es um besagten Parkplatz, fände ich ein Gebäude, das die bisherige Situation sortiert, eine gute Idee. Entstehen könnte dann in der Flucht der Bahnhofsnordkante ein nicht allzu tiefes Gebäude, das die jetzige Kraut-und-Rüben-Situation beseitigt:



    Bild: epizentrum

  • ^ich finde es ehrlich gesagt angesichts der, auf diesem Foto exemplarisch sichtbaren, Dichte im Zentrum Frankfurts eher ganz angenehm, wenn am Randbereich der Gleise nicht jeder cm2 ausgenutzt wird und der Blick nicht nur in die Höhe sondern auch mal in die Fläche gehen kann. Aber das ist nur meine subjektive Meinung zur "Kraut und Rüben Situation".

  • Ich finde, eine Neugestaltung des Bereichs ist eine gute Chance, die zum Teil etwas vernachlässigten Ecken um den Bahnhof in ein besseres Licht zu rücken. Klar stellt sich die Frage, ob es da eine größere Bebauung wie angekündigt braucht oder ob nicht einfach eine vernünftige Neuanlage der Parkplätze ausreichen würde. Ich denke aber, ein weiteres Parkhaus - auch für Fahrräder - ist nicht verkehrt. Allerdings sollte es erstens nicht zu massig wirken (auch wenn es quasi eine Art Lärmschutz für die anliegenden Wohnungen wirken kann) und zweitens muss der Verkehrsfluss vorab klar geregelt sein. Gerade hinsichtlich der Überlegungen aus dem Wettbewerb zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der Nordseite, nach dem meines Wissen der allgemeine Verkehr quasi verbannt werden sollte.

  • Gerade bekomme ich von der DB Call a Bike eine Nachricht dass die Station an der Poststraße / Seiteneingang Hbf geschlossen wird. Ob das schon mit der diskutierten Baumaßnahme im Zusammenhang liegt kann ich natürlich nicht sagen.



    Copyright: DB Call a Bike

    Einmal editiert, zuletzt von robffm () aus folgendem Grund: Korrektur Bild Link

  • Aus der Rhein-Main Zeitung der FAZ vom Donnerstag:


    Der Umbau der B-Ebene des Hauptbahnhofes verzögert sich um 2 Jahre und wird frühestens Ende 2018 beginnen und dann 3 Jahre in Anspruch nehmen. Im Moment sind offenbar noch Brandschutzfragen zu klären.


    Da laut Stadtplanungsamt die Arbeiten an der Oberfläche erst nach abgeschlossenem Umbau der B-Ebene beginnen können, verschiebt sich damit auch der Umbau des Bahnhofsvorplatzes.


    Damit kann man sich wohl keine Hoffnungen machen, dass die aktuellen Probleme der B-Ebene kurzfristig durch den Umbau gelöst werden.


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    Mod: Seit dem Abend ist der Artikel online.

  • Verschieberitis Teil 17899+

    Erschreckende Nachrichten, verpackt die FNP in einem belanglosen Nebensatz:


    Abgefahren ist allerdings der Zug für den Umbau der unterirdischen Ebenen des Hauptbahnhofs im Jahr 2017. Aber zumindest die überarbeiteten Pläne für die Neugestaltung des Bahnhofs-Vorplatzes sollen im kommenden Jahr präsentiert werden.


    Quelle: FNP


    Einordnungen und Quellen werden im Journalismus anscheinend überbewertet...

  • Der nördliche Flügel der Bahnhofshalle ist jetzt eingerüstet.


    Ganz unspektakulär geht es dabei um die Dachsanierung des nördlichen Anbaus. Pfannen dieser Art kommen aufs langgestreckte Satteldach: (vorne liegt Bruch, hinten Nachschub)



    Bild: epizentrum