Areal Bayerischer Bahnhof

  • Die städtebauliche Dichte ist das Einzige, was ich dem Projekt abgewinnen kann, vielleicht noch Schaffung von Wohnraum. Der Retro-Platten-„Charme“ würde an der Stelle auch niemanden stören, dummerweise sieht man aber die 11-geschossige Kiste vom Bayerischen Platz aus, da schiebt sie sich in die Sichtlinie hinter das Bahnhofsportal. Und von rechts kündigt sich dann auch schon die nächste Kistenansammlung an (Kohlenstraße). Insofern konsequent, da sieht dann bald alles nach Platte aus in alle Richtungen, passt dann eben der Bayerische Bf. nicht mehr rein ins Bild (Abriss?).

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Dösner Weg


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    Wo war das Gestaltungsforum wenn man es gebraucht hätte....

    Einerseits verstehe ich, dass viele neue Wohnungen so schnell es geht benötigt werden. Aber dann doch in einer anderen Qualität. Auf lange Sicht hin, frage ich mich, wer da in 10-20 Jahren noch drin wohnen will.

    In Grünau hatte man man angefangen Zurückzubauen, weil die Einwohnerzahlen stark zurückgingen.

  • Naja, das ist nunmal das beste, was ein Vierteljahrhundert Planung, Planung, Erörterung, Planung, Bürgerbeteiligung, Planung, [...Hier könnte Ihre Werbung stehen!...], Planung, rumphilosophieren, rumeiern, Planung, Jammern über Wohnungsmangel, Planung, (meine Hand streikt) hervorbringt. By the way, wir sind hier nicht in Montpellier, wo neue Wohngebäude auch mal originelle Hingucker sein dürfen. Hier gilt: ausgelutschter Kompromiss. Bloß nix, was auch nur ansatzweise ganz leicht reizen könnte. Eine gebaute Triggerwarnung im Geist einer Gesellschaft die im Klimawandel für 600 Mio Euro schmutziges Frackinggas kaufen wird. Aber hey, bloß nix bauen, was nach Phallus aussieht. Und bitte nicht binäre Optik! Achso, und auf die grauen Energie (=Leere ohne H im Kopf!) achten. Was soll da rauskommen? Kiste eben. Schon die 11 Etagen und die leicht unterschiedlichen Farben der Balkongeländer sind doch in unserer Pampers-Gesellschaft ein guter Anlass für die nächste Packung Extrasystolen.

    Gewöhnt euch dran! Das was dort gebaut wird, das sind wir. Das ist unsere Lebensart. Spannend wie ein angeschimmelter Duschvorhang. Okay, theoretisch müsste man die Gebäude eigentlich noch abrunden. Verletzungsgefahr! Oh weia...

  • Stadtbau AG Kohlenstraße.

    Dass das komplette Projekt umgesetzt wird, nicht nur die Hälfte wie anfangs kommuniziert, wurde hier im Forum ja schon vermeldet. Ich hatte gehofft, dass nicht alles in einem Rutsch gebaut wird und beim zweiten Teil eine andere Planung zum Zuge kommt. Aber bis hin zur Fassadenfarbe erwartet uns wohl Einheitsbrei, fünf nahezu identische Häuser.

    Die Bebauung an sich sehe ich relativ positiv, nur die Gestaltung ist Mist.

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    Der städtebaulich prominenteren Ecklage wird natürlich auch nicht Rechnung getragen. Einfach hinriegeln. Platz, Kreuzung, Hauptstraße, Nebenstraße, Hof, völlig egal, Riegel passt immer.

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    (eigene Bilder)

  • Taktische Lage Arthur-Hoffmann-Straße 3 / Hohe Straße 1

    Auf der gegenüberliegenden Seite der Arthur-Hoffmann-Straße ist dergleichen noch nicht passiert

  • ^ Wir müssten mal entscheiden, ob das zum Areal Bayerischer Bahnhof gehört oder eher in den Wohnungsbau-Thread. Ich denke eher Letzteres, da diese Flächen nicht zu den Teilgebieten des städtebaulichen Wettbewerbs von 2011 gehören.

  • So dringend Wohnungen gebraucht werden und so sinnvoll das hier in dieser zentralen Lage mit spektakulärem ÖPNV- Anschluss wäre - ich hoffe, dass diese Fläche nie bebaut wird.


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    google maps


    In der dicht bebauten Südvorstadt braucht es m.M.n. einen Park, und diese unbebaute Fläche ist die einzig verbleibende, die auch groß genug für diesen Zweck wäre. Mehr oder weniger mittig gelegen zwischen Friedenspark (1km Luftlinie entfernt) und Clara-Park (2km) würde ein solcher Park nicht nur Erholung für die Anwohner schaffen, sondern könnte auch zentraler Teil der grünen Nord-Süd-Achse entlang der S-Bahn-Linie sein, mit Vorteilen für Biodiversität, urbane Luftschneisen und Kühlungseffekte im Sommer.

    Und die Fläche wird ja auch schon rege genutzt durch die Anwohner, insofern hoffe ich, dass die Stadt sich hier gegen mehr Beton und Versiegelung entscheidet, und für mehr Grün in der weiter wachsenden Großstadt.

  • Eine Bitte: Einmal den B-Plan lesen – ein großer Park ist dort bereits vorgesehen. Es ist nicht so, dass die gesamt gelb umrandete Fläche bebaut werden soll.

  • Hier noch mal der Masterplan der Baugebietes, auf dem unter 5b auch der kleine Park zu sehen ist.

    Man wird diesen Plan umsetzten wollen. Die Blockgröße sind viel zu klein ausgeprägt (also nicht ortüblich), so dass die Innenhöfe auch kaum Licht bekommen. Das sind dann die neuen Hinterhöfe 2.0 den 21. Jahrhundert

  • ^ Das ist eine unbegründete Sorge. Die Hinterhöfe sind bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein zumindest in den Metropolen meist deutlich kleiner gewesen. Der Beliebtheit solcher Wohnanlagen scheint das bis heute nicht zu schaden. Eine "Erfindung" des 21. Jahrhunderts ist das jedenfalls nicht.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Und die Fläche wird ja auch schon rege genutzt durch die Anwohner, insofern hoffe ich, dass die Stadt sich hier gegen mehr Beton und Versiegelung entscheidet, und für mehr Grün in der weiter wachsenden Großstadt.


    Ich weiß nicht. Leipzig ist weißgott nicht übermäßig verdichtet. Ein langer Grünstreifen vom Bayr Bhf bis Kurt-Eisner-Str ist mehr als genug zusätzliche Grünfläche. Der aktuelle Zustand ist urbanes Wasteland. Unangenehm exposed und unwirtlich. Dürer-Platz. Schütz-Platz. Das sind die wirklich urbanen Oasen. Die kann man durch konsequente Umnutzung von Nebenstraßen nach Pariser Vorbild zu einem zusammenhängenden urbanen, grünen, menschengerechten Netzwerk ausbauen. Warum Verdichtung an so wichtiger Stelle verhindern, wenn die wirklich zukunftsgerechte Stadt die versiegelten Nebenstraßen viel mehr im Blick haben sollte? Biodiversität kann auch dort entstehen ;) Solange wir bspw nicht bereit sind, bspw Kindern mehr als ein paar zoo-gleich umzäunte Areale zum sicheren Spielen und Toben in der Stadt zu gewähren, haben wir das eigentliche Problem nicht verstanden.

    Dass auch Leipzig unter aktuellen politischen Rahmenbedingungen nicht weiter wachsen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ändert jedoch nichts daran, dass zentrumsnaher Wohnraum IMMER Mangelware sein wird.

  • ^^ unverständlich ist eher, dass die Stadt die Umsetzung des Parks nicht schon längst angefangen hat. Damit sich der Grünstreifen dann schon in der Entwicklung befindet und genutzt werden kann. Das kann ja unabhängig der Wohnbebauung erfolgen.

  • Laut heutiger LVZ hat die Buwog Geschäftsführung mitgeteilt, dass im Juli für 3 Monate noch eine Altlastenberäumung auf dem geplanten Quartier Lößniger Str. stattfindet und direkt im Anschluss die Baugruben für die Tiefgaragen ausgehoben werden. Im Sommer 2027 soll dann der Hochbau der ersten Gebäude beginnen (220 Wohnungen). Die ersten Wohnungen und auch Teile der Grünanlagen sollen 2029 nutzbar sein. Insgesamt sollen 1.260 Wohnungen entstehen und ca. 500 Mio. Euro investiert werden. Die Kaltmieten beginnen bei 15 Euro/qm.