Beiträge von LeipzigSO

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    Herr Weimer kommt nun garnicht zur Buchmesse. Alle Termine abgesagt!

    Vielleicht weil es in Frankfurt zur selben Zeit genug Platz in Messehallen gibt, und man deswegen im Rahmen der Sparsamkeit auf diese alberne Geschichte "da drüben" auch verzichten kann? Die tatsächliche Begründung wäre interessant.

    Wird die Leipziger Buchmesse damit erstmals von der Bundespolitik ignoriert? Das wäre eine definitive und heftige Ansage zur Wertung der fünf "neuen" Länder.

    Gestaltung hin, Gestaltung her...

    Was mich persönlich auch sehr stört, das ist diese etwas eigenartige Aussage, dass ja in Frankfurt noch Platz wäre. Was soll das? Die DNB ist eine ursprünglich in Leipzig gegründete Institution.

    Ist denn nicht schon genug im Westen? Muss man denn jetzt auch noch an den Resten, die wir hier haben, die Axt anlegen? Bekommt man denn tatsächlich in den alten Bundesländern den Hals nicht voll?

    Wo ist unsere Regierung, wenn es mal um etwas FÜR den "Osten" geht?

    Ich erinnere in diesem Zusammenhang zum Beispiel an:

    - den Rückzug der Lufthansa aus Leipzig,

    - an die Unverschämtheit im Umgang mit der Agra-Park-Brücke,

    - an den (nicht vorhandenen) Einsatz unserer Regierung für die chemische Industrie im Raum Leipzig/Halle

    - an den Umgang mit der Leipziger Buchmesse

    - an den zurückgestellten Ausbau der MDV zwischen Weimar und Gera

    - an die Verweigerung des Ausbaus der Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz,

    - daran, dass nach wie vor kein DAX-Konzern in Ostdeutschland sitz,

    - wir nach wie vor eine Einkommenslücke haben,

    - und daran, dass ich gerne bereit bin, diese Liste auch sozioökonomisch fortzusetzen.

    Ich bin voll der Meinung von C.S.. Es ist ein kultureller Tiefpunkt, den man erreicht hat und für die Kulturstadt Leipzig ist es ein heftiger Schlag ins Gesicht.

    Auf der zentralen Mittelachse der Alten Messe (Straße des 18. Oktober), Höhe Dt. Bundesbank, werden seit Tagen große alte Bäume gefällt. Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

    Hintergrund meiner Frage: auf der Fläche der deutsch-deutschen Pavillons, schräg gegenüber, tut sich leider nach wie vor nichts. Hoffentlich ist das auf der Mittelachse nicht auch der Fall. Also im Sinne von "alles wegmachen und dann eine Schotterwüste hinterlassen" und zum Fällen der Bäume ein fiktives (Bau-)Projekt nutzen was dann eh nicht umgesetzt wird...

    Bitte nicht schon wieder mit diesem Thema kommen. Der "böse, böse Autofahrer", der an allem schuld ist...

    Was erwartest du? Dass man dort eine S-Bahn hinbaut oder was? Der ÖPNV wird ab Mitte Dezember runtergefahren (!). Schau dir mal die Fahrpläne nach Stötteritz oder ins südliche Leipziger Umland an ab Fahrplanwechsel. Dann weisst du, was ich meine... Ich kann leider nicht auf mein Auto verzichten, da ich zu denen in diesem Land gehöre, die nicht jeden Tag ausschlafen können und auf Kosten anderer leben...!

    Waren da nicht diese angekündigten Kohlemilliarden, die schon vor vielen Jahren zugesagt wurden? Die sollten doch für Bergbaufolgen sein. Ach stop, das war in einem Paralleluniversum.

    Die jetzige Lösung eines Ersatzneubaus würde man in Frankfurt oder München so nicht bauen. Da käme in jedem Fall die Tunnellösung. Das was man hier jetzt vorhat, das geht nur "im Osten". Traurig. Aber ein weiterer Katalysator für rechts außen.

    Um meine Heimat tut es mir nur noch leid...

    ^^ ...oder man kann sich, weil man nicht Influencer oder so ist, sondern richtig arbeitet (sogar an fünf und mehr Tagen pro Woche), noch ein wenig mehr wundern, was eigentlich mit dem Geld des Steuerzahlers gemacht wird... Nicht schlimm, ich freue mich wenn ich für unsinnige Entscheidungen arbeiten darf.

    Kleine Erinnerung: in den 90ern wurde schon an einem Neubau des Technischen Rathauses, seinerzeit auf dem Leuschnerplatz, rumgeplant.

    Woher ich das weiß ? Nunja, ich war damals auch schon hier in meiner Heimatstadt und finde über 30 Jahre (!!!) rumsinieren über das Thema mehr als abenteuerlich. Aber vermutlich haben die ganzen unnötigen Zwischenschritte kein Geld gekostet. Naja, und 27 Mio Euro Steuergeld für den Ankauf einer Ruine... Hey, wir haben es doch...

    Wieviel Geld wird da jetzt eigentlich als nächstes für welche Luftnummer ausgegeben? Bin gespannt!

    Ja, eigentlich schlimm, dass Entscheidungsträger im öffentlichen Bereich nicht für ihre verheerenden Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen werden...

    Es wäre anständig, wenn diejenigen, die den Ankauf der Ruine mit fremdem Geld - nämlich dem der Steuerzahler - beschlossen haben, die Folgekosten nun auch mit ihrem privaten Vermögen finanzieren würden.

    Nun ja, aber das wäre eine Vision. Eine Vision von Gerechtigkeit. Bekanntermaßen soll man sich aber im Fall von Visionen an medizinisch versiertes Personal wenden. Und "Anstand"? Was für ein unbekanntes Wort aus vergangenen Zeiten...

    Ich hoffe, dieses finanzielle Desaster ist ein Aprilscherz auf Irrwegen, der sich im Datum geirrt hat...

    Wir wollen mal nicht erwähnen, dass eine Studie aus dem Jahr 2024, an der u. a die Universitäten Leipzig und Jena beteiligt waren, ergeben hat, dass der Anteil an Führungskräften mit ostdeutscher Biographie in diesem Land im einstelligen Prozentbereich liegt.

    Der Blick auf die gebürtigen DDR-Bürger ist nach wie vor abwertend... Und als in der DDR geborener Leipziger weiß ich, wovon ich rede. Auch wenn einem da aus westdeutscher Sicht auch heute noch immer ein klein wenig Dummheit im Alltag unterstellt wird...

    Ja, es ist tatsächlich bitter. Die französischen Flughäfen in Lyon, Toulouse oder Marseille eröffnen permanent neue Linien und haben ein größeres Angebot als vor Corona. Auch der innerfranzösische Flugverkehr ist gewachsen. Obwohl einem da in Deutschland gerne was anderes erzählt wird...

    Hier wird alles vor die Wand gefahren und die Stadt wundert sich, warum es der Wirtschaft schlecht geht und man sich selber eine Haushaltssperre verordnen musste. Immerhin fallen damit jetzt auch viele unsinnige Projekte unter den Tisch.

    Yup, und als Messestadt hat meine Heimatstadt in meiner Kindheit eine Rolle gespielt. Zu DDR-Zeiten war sie noch ein internationaler Begriff. Heute hat man die Messe tief in der Bedeutungslosigkeit versenkt und feiert sich dafür noch...

    Hatte ich hier schon mehrfach geschrieben. Leipzig wird FRA verlieren. VIE und IST sind Wackelkandidaten. Es kommt sehr wahrscheinlich die Zeit komplett ohne Linie.

    Dürfte für eine Messestadt ein europäisches Alleinstellungsmerkmal werden...

    ^^ Was hilft mir eine langsame Bahnverbindung von Halle nach Paris mit einem unkomfortablen Zug wenn ich zum Beispiel einen Tagestermin in Dijon oder Lyon habe? Ja, das passiert bei mir. Der letzte ist gut drei Wochen her. Und da ich im weltgewandten Leipzig, meiner Geburtsstadt, lebe, darf ich da immer einen 3-Tages-Trip draus machen. Wirtschaftlich äußerst sinnvoll. haha

    Spielen Zeit, Geld und Flexibilität für Dich keine Rolle? Und was soll das mit dem "Statussymbol"? Ich möchte in meiner Heimatstadt die Möglichkeiten haben, die ich auch in Hannover, Nürnberg oder Stuttgart hätte. Ist das dort auch alles Statussymbol? Oder warum zahle ich dann hier die selben Steuersätze?

    Ich bin heute über den Winterflugplan unseres Flughafens gestolpert und hab festgestellt, dass das Angebot so dünn ist wie nie seit der Wiedervereinigung. Linie nur noch nach FRA. Istanbul wird wieder etwas eingedampft auf wenige Flüge pro Woche. Und, sofern es uns erhalten bleibt, Wien. Für jemanden wie mich, der viel international unterwegs ist, wirkt das so wie eine Vorbereitung auf die Übernahme des Freistaates durch die Alternative. Da ist Internationalität nicht mehr gewünscht. Nicht mehr nachvollziehbar...

    Eine erschreckende Entwicklung. Leipzig dürfte damit die am schlechtesten zu erreichende Stadt der Größe in der EU sein.

    Und falls jetzt jemand mit der Bahn kommt: ab Dezember wird der Fernverkehr ab Leipzig auch gekürzt. Zwei Beispiele: Der Früh-ICE nach Frankfurt wird gestrichen, von den Saaletal-IC bleibt fast nichts übrig... Dass S-Bahnnetz wird ebenfalls eingedampft. Kein 5-Minuten-Takt mehr im CTL. Nach Stötteritz wird das Angebot teilweise um 50 % runtergefahren. Weitere Einschränkungen in den Süden. Einen 15-Minuten-Takt nach Grünau wird es bis Ende der 2030er ebenfalls nicht mehr geben.

    Wo soll das hinführen?

    Grund zum Feiern sehe ich da auch nicht! Schule und Internationalität sind zwei Dinge, die auch hier in Sachsen bitter nötig sind. Gerade vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung sollte man schon die Frage stellen dürfen, ob es so ein großer Erfolg ist, wenn ein Bildungsträger da quasi aus ideologischen Gründen vertrieben wird...