Beiträge von LeipzigSO

    Eine Wiese in den Parkanlagen versiegeln? Das ist hoffentlich ein schlechter Scherz. Außerdem ist das direkt am Südfriedhof. Viele Leipziger - mich eingeschlossen - haben Angehörige die dort bestattet sind. Da muss nicht noch eine Touri-Attraktion direkt vor den Eingang.

    Am pont du gard bei Nîmes hat man ein Besucherzentrum unter die Erde gebaut. Das wäre doch auf dem Vorplatz vom VSD direkt möglich. Wer das will, soll es auch bezahlen! Aber bitte nicht noch weiter die Parkanlage dort in Mitleidenschaft ziehen und auch nicht noch näher an den Südfriedhof ran. Das ist pietätlos!

    Dekoratives Anführungszeichen

    Interessant ist doch, wer den ÖPNV in Mitteldeutschland in den 1990ern und nach 2000 voran gebracht hat und welche Kräfte mit welchen Argumenten - oder waren es jediglich Meinungen- den ÖPNV-Ausbau verhindern wollten.

    Ich erinnere mich lebhaft, dass bestimmte Parteien die S-Bahn ernsthaft oberirdisch durch die Innenstadt leiten wollten! Das war kein Witz! Da wurde sogar über Aufweitungen von Kurvenradien gesprochen, um die S-Bahn vom Roßplatz direkt in die Goethestraße zu leiten. Unter anderem war im Gespräch, die Trasse durch die Parkanlage zwischen Moritzbastei und Schillerstraße zu legen... Irrsinn. Zum Glück haben damals die Entscheidungsträger den CTL durchgeboxt!

    Und weil wir als Gesellschaft gerne rumjammern, sollte hier auch mal etwas positives erwähnt werden: ab Dezember 2026 verkehren die Züge tatsächlich wieder im 10-Minuten-Takt auf den Ästen nach Connewitz/Markkleeberg bzw Stötteritz. Kein Humpel-Takt wie jetzt und in den vergangenen Jahren. Zudem wird das Angebot nach Stötteritz um 50% erhöht (6 statt 4 Züge pro Stunde und Richtung), zwischen Stötteritz und Engelsdorf / Borsdorf wird das Angebot sogar verdoppelt!

    By the way: auch die S2 wird wieder durchgebunden nach Markkleeberg - was bedeutet, dass ich vom Markt nach Markkleeberg wieder bequem alle 10 Minuten fahren kann. Also 6 mal pro Stunde, zur Zeit nur 4 mal pro Stunde.

    Und ja, auch die Anbindung des Vogtlandes direkt an Leipzig ist zwingend. Wenn die verkehrswende tatsächlich wichtig ist, dann kann man es kaum rechtfertigen, dass es zwischen Plauen und Leipzig keine direkten Züge gibt. Dieser unwürdige Zustand wird damit endlich beendet!

    In Zeiten knapper Kassen sind das tatsächlich sehr erfreuliche Entwicklungen! 👍

    ...das ist mir bewusst, aber da wäre auch die VDE8.2 nie in dieser Form gebaut worden. Die unterschiedliche Plän von damals kenne ich durchaus. Aber die Realität ist ja nunmal, dass die SFS in Neuwiederitzsch ausfädelt und nicht zum Beispiel in Neukieritzsch. Und das ist doch die Realität.

    Und da wundert es mich, warum heute, also 2026, immer noch gefragt wird, warum eine imaginäre Infrastruktur, die nie gebaut wurde, nicht befahren wird. Das ist der Punkt, der mich immer staunen lässt.

    Auch ich habe bis heute nie verstanden, wo dieser imaginäre ICE durch den CTL eigentlich hinfahren soll. Wenden in Connewitz und dann zurück durch den CTL auf die SFS nach Erfurt?

    Im Süden von Leipzig gibt es keinen Zugang zur VDE 8.2. Sicher könnte man den bauen. Irgendwo von Gaschwitz durch die Botanik nach Großbrembach mit Verknüpfung zur bestehenden NBS... Wäre nur mit Kosten in Milliardenhöhe und einer jahrzehntelanger Realisationsdauer verbunden.

    Die NBS Gerstungen-Fulda ist für Leipzig Lichtjahre wichtiger. Genau wie die NBS Fulda-Gelnhausen. Das wird gebraucht.


    Im übrigen hab ich noch nie gehört, dass durch die Stammstreckentunnel in Frankfurt, Stuttgart oder München ein ICE geschickt werden soll. Wenn man da so einen Vorschlag machen würde, würde man wahrscheinlich den Rat bekommen, seinen Geisteszustand mal ärztlich überprüfen zu lassen. Und das mit Recht...

    Mireo Bemu wird nicht auf RB 110 fahren sondern auf S1. RB 110 wird in die S1 integriert.

    Die 4-Teiler fahren auf S4 und S6, nicht auf S1.

    Das Vogtland schreibt sich ohne "i".

    S2 ist nicht im Stundentakt nach LuWi gefahren, sondern immer alternierend auch nach Dessau. Auslöse der Situation ab Dezember sind ja nun bekanntermaße auch Trassenkonflikte auf der Anhalter Bahn.

    Und in welche zwei Linien mit welchen Endstellen möchtest du denn die S4 teilen? Schon mal drüber nachgedacht, dass dafür entsprechende Infrastruktur ausgebaut werden muss? Und wie möchtest du die dann notwendige Erhöhung der Tunneldurchfahrten von 24 au 28 stündlich ohne ETCS realisieren?

    Sorry, aber in dem Beitrag erschließt sich mir absolut nichts...

    Außer der Linie S2 werden ab Dezember 2026 alle S-Bahn-Linien die durch den CTL verkehren mit Mireo betrieben. Die Talent2 sind schon in anderen Netzen in Deutschland verplant.


    Zudem wird ab Fahrplanwechsel das Netz erheblich erweitert. Neu eingebunden werden Plauen, Glauchau, Grimma und Döbeln. Die S6 nach Naumburg und Weißenfels wird durch den CTL geführt.


    Es gibt also ein erheblich erweitertes Netz mit neuem Fuhrpark. Ja, das wird ein Quantensprung. Zudem wird es ab Dezember auch keine Taktlücken im CTL mehr geben. Das heißt 5-Minuten-Takt in jeder Röhre ohne Unterbrechungen.

    Ich gehöre hier sicher zu den eher streitbaren Teilnehmern und bin nur selten mit vielen anderen einer Meinung... 😁

    In diesem Fal bin ich tatsächlich mal genau der Meinung aller anderen.

    Das, was da gebaut wurde, ist der Stadt Leipzig und den Menschen die hier leben gegenüber ein Schlag ins Gesicht mit Ansage.

    Meine Güte, das ist das alte Markthallenviertel. Wie kann man die Werte und die Historie einer Stadt nur so beschmutzen... Sind wir uns denn garnichts mehr wert?

    Unter diesen Umständen sollte die gemeinsame Bewerbung um den Grand Départ 2029 der Tour de France mit Berlin nochmal hinterfragt werden. Leipzig, Dresden, Weimar, die Weinhänge an Saale-Unstrut und Elbe, Meißen, Naumburg - wir haben hier so unheimlich viel.

    Die Franzosen schätzen die Ostdeutschen übrigens. Erfahrungswert, da ich selber die Sprache spreche und regelmäßig aus persönlichen Gründen in Frankreich bin.

    Man sollte auch mal versuchen, ohne Berlin etwas auf die Beine zu stellen!

    Doch, ich meine das total ernst. Denn die Umweltkriterien sind mittlerweile so hoch, dass durch den quasi Neubau auch Korrekturen möglich gewesen wären. Damals stand sogar, genau wegen dem Auwald übrigens (!), auch eine aufwändige Tunnellösung im Raum. Da hätte man viel machen können. Und das beste: der Bund hätte es bezahlt!

    Jetzt bleibt uns das ganze als wunderbare oberirdische Konstruktion erhalten, die für die kommenden Generationen so festzementiert wird.

    Schon mal dran gedacht, dass der Ersatzneubau in einem komplet neuen Planungsverfahren so garnicht genehmigungsfähig wäre? Thema: Flughöhe von Fledermäuse, um nur ein Beispiel zu nennen.

    Also soll ich mich jetzt im Sinne der Umwelt über genau die Variante freuen, die den größten Schaden verursacht? Und das soll der Umwelt helfen wegen gelber statt blauer Beschilderung?

    Sorry, da ist meine Meinung ganz einfach eine andere.

    Hauptverursacher der Misere ist die Stadt Leipzig. Die Bundesrepublik hatte ursprünglich geplant, die A72, lief damals als A720, bis Connewitz zu bauen. Das wäre eine Erneuerung der B2 gewesen. Mit entsprechender Mittelverfügbarkeit. Leipzig hat das vehement abgelehnt.

    Nun gibt es die billige Lösung. Wer sich heute daran stört, sollte auch die Historie dieser Sache betrachten und sich dann fragen, warum zu gegebener Zeit eine infrastrukturelle Aufwertung abgelehnt wurde.

    Deswegen wird es nun auch bei der Brücke bleiben. Traurig, aber ein Mahnmal für völlig verfehlte Planungen.

    Die französischen Medien schreiben übrigens, dass Frankreich eine neue canicule (Hitzewelle) ca ab dem 8. Juli erwartet. Die Wettermodelle verdichten sich, leider, in diese Richtung. Diese Hitzewell könnte uns mit einigen Tagen Verzug dann auch wieder treffen. Stichwort: Omega.

    Es bleibt also spannend.

    In Leipzig sind es aber nicht nur solche harmlosen Erscheinungen wie das Bild aus Nürnberg zeigt, sondern es hat sich stellenweise auch die Straßenoberfläche gehoben bzw. die Gleisführung hat sich sogar verzogen / verworfen. Das ist nochmal eine andere Hausnummer... Da reichen keine Reinigungsarbeiten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Fairer Weise muss man sagen, dass die ein kompletter Neubau der 00er-Jahre ist. Leipzig hingegen schleppt bis heute viele DDR-Altlasten mit. Das man allerdings derart unvorbereitet auf das Extremwetter ist, ist natürlich trotzdem schwach - und im Gegensatz zum Winter kann man nicht mal sagen, dass sowas künftig selten vorkommt. Ich bin gespannt, welche Schlüsse man daraus nun ziehen wird.

    Nein, das ist komplett falsch!

    Hier der Beweis: Die Bornaische Straße zum Beispiel ist in den letzten Jahren grundhaft neu gebaut worden. Schau dir mal tagesaktuell den Abschnitt in Höhe Meusdorfer Straße an...

    Die DDR hat damit nichts zu tun. Außerdem ist die DDR seit fast 4 Jahrzehnten Geschichte.

    Ich bin regelmäßig in Montpellier. Das dortige Straßenbahnnetz wächst schnell und setzt Maßstäbe. Unklimatisierte Bahnen existieren nicht, die Inklusion wird groß geschrieben, jede Haltestelle ist behindertengerecht gebaut. In Montpellier ist es regelmäßig wesentlich wärmer als hier.

    Noch nie habe ich dort solche Erscheinungen gesehen wie jetzt in Leipzig. Da fällt die Straßenbahn auch nicht einfach aus, wenn es 42 oder 43 Grad sind.