Beiträge von Laterne

    Der Stadtrat hat in der vergangenen Woche auf Initiative der SPD beschlossen, das Fräsen von Pflasterstraßen auch in Leipzig anzuwenden. Schon viele kaiserzeitliche Gehwegplatten haben vor den Einfahrten gefräste Rautenmuster, damit man auf ihnen nicht rutscht.

    Mit dem "Precision Grinding" kann eine Natursteinpflasterstraße nach der Vorbereitung mit 3 km/h so behandelt werden, dass sie eben, griffig und leiser wird. Interessant: Derzeit wird das Natursteinpflaster in der Holbeinstraße für 200.000 Euro durch Asphalt ersetzt. Langfristig ist dieses Verfahren somit wohl deutlich günstiger. Erste Versuche gab es in Eichwalde, Berlin und nun auch z. B. in Münster und Neumarkt i. d. Oberpfalz:

    https://www.l-iz.de/politik/leipzi…rstrasse-672327

    So sieht sowas dann aus: Fräsdienst mit vorher/nachher

    Eine verlängerte A72 hätte massive Eingriffe auch in den Auwald bedeutet, zudem die Verkehrslast auf das Zentrum weiter erhöht. Das war und ist nicht im Interesse der Städte Markkleeberg und Leipzig.

    Wer einen Neubau dauernd ausschließt und ihn nun mit Vehemenz vorantreibt, muss sich entsprechende Kritik gefallen lassen.

    Die Bauten am Liebknecht-Platz sind tatsächlich eine gute Idee. Die Waldstraße 10 hat eine besondere Eleganz, die mir an dieser Stelle sehr gut gefällt! Und ein zweiter Preis schmerzt sicher nicht allzu sehr.

    Ein weiterer Vorschlag ist die alsbald fertiggestellte neue Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße, die den Bestand (Güterabfertigung Eilenburger Bahnhof) stimmig integriert. Auch die Turnhalle darf man vorzeigen.

    Der Deutsche Platz wird auch grün bleiben – das ist ja alles geschützt. Auch bei der Fläche am Funkturm gäbe es Lärmprobleme und die Stadt müsste den Standort komplett entwickeln. Das würde knapp 20 Millionen € kosten, die aufgrund der derzeitigen Finanzlage nicht darstellbar sind, da es eine freiwillige Leistung wäre.

    Andererseits sollte Leipzig jetzt investieren, da andere vergleichbare Städte gerade investieren und das Sportforum immer noch nicht auf einem zeitgemäßen Stand ist. Vereinssport und die Weiterentwicklung von Leipzig als Sportstadt generiert auch neue Einnahmequellen.

    Es ist an dieser Stelle denke ich kein entweder/oder, sondern eine gute Möglichkeit vorhandene Fördermittel für die Zukunft der Stadt zu nutzen.

    Gemäß der Geschäftsordnung beruft der Oberbürgermeister (faktisch der Bau-Dezernent) die stimmberechtigten Mitglieder und nicht die Fraktionen. Eine entsprechende Novellierung ist nach fast 20 Jahren dennoch zu überlegen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Würde mich aber nicht wundern, wenn das Gestaltungsforum hier noch gehörig in die Suppe spuckt.

    Es soll ja Leute geben, die sich auch im Gestaltungsforum für Architektur der "neuen Eleganz" einsetzen. Leider sind aber nur die Architekten stimmberechtigt, die sachkundigen Einwohner und Stadträte nicht.

    Anmerkung zur Lasalle-Straße: In der Visa waren die hübschen Balkone in einem Kupferton, jetzt sind sie doch grau-schwarz, was doch recht bedauerlich ist. Insgesamt aber gute Neubauten, die die Stadt bereichern.

    Neues von der Katharinenstraße 19 (Hansen´sches Haus). Derzeit finden Sicherungsarbeiten am Dach statt. Eine Schuttrutsche, eine neue Rampe im ersten Innenhof und ein Dixi-Klo weisen darauf hin. Am 3.10. war das Tor aus unbekannten Gründen geöffnet und viele Passanten haben sich die Höfe angesehen - mir wurden dazu einige Bilder zugespielt, die ich hier im Forum mal zeigen will, wenn es mit Pic-Upload funktionieren sollte.

    Bild21.jpg.html

    Bild24.jpg.html

    Bild23.jpg.html

    Ebenso gibt es Neuigkeiten von der Käthe-Kollwitz-Straße 50. Neben einem Video des Investors, in dem man sehen kann, dass sie im Jahr 2024 im eingestürzten hinteren Gebäudeteil sämtliche Decken und Wände erneuert haben, gibt es jetzt eine Pressemitteilung der "ISIHOME":

    PRESSEMITTEILUNG

    Käthe-Kollwitz-Straße 50, Leipzig: ISIHOME

    stellt Projektfortschritt und Perspektiven vor

    Bebra, 30.09.2025

    Die Diskussion um

    leerstehende Gebäude in Leipzig beschäf-

    tigt Stadt, Politik und Öffentlichkeit. Auch

    die Leipziger Volkszeitung (LVZ) hat dieses

    Thema aufgegriffen und dabei das Objekt

    Käthe-Kollwitz-Straße 50 in Leipzig, welches

    sich im Besitz der ISIHOME Group befindet,

    in den Fokus gestellt. Um das Bild zu vervoll-

    ständigen, möchten wir die Hintergründe

    darstellen und den aktuellen Stand des

    Projekts einordnen.

    Marktlage und Verantwortung als Fami-

    lienunternehmen

    In den vergangenen drei Jahren sind die

    Bauvolumina in Deutschland durch den

    Rückzug kapitalgetriebener Investoren deut-

    lich zurückgegangen. Zahlreiche Projekte

    wurden gestoppt oder verzögert. AAls mit-

    telständisches Familienunternehmen gehen

    wir bewusst einen anderen Weg: Seit 2007

    sind wir spezialisiert auf die Sanierung denk-

    malgeschützter Immobilien und den Neu-

    bau hochwertiger Wohngebäude. Wir sind

    kein Investor im klassischen Sinn, sondern

    im Kern ein Bauunternehmen mit eigener

    Bauabteilung – unser Ziel ist es, Gebäude zu

    sanieren, neu zu bauen und langfristig zu er-

    halten. Im Mittelpunkt steht für uns stets der

    langfristige Erhalt und die Weiterentwick-

    lung wertvoller Bausubstanz.

    Allein in den letzten fünf Jahren haben wir in

    Leipzig über 200 Wohnungen gebaut und

    saniert – trotz herausfordernder Marktlage.

    Ebenso realisieren wir in diesem Jahr rund

    50 Neubau- und 50 Altbauwohnungen. Seit

    2007 konnten wir insgesamt über 2.000

    Wohneinheiten sanieren und erfolgreich

    vermarkten – mit weiter steigender Tendenz

    in den kommenden Jahren.

    Projektstand und Baugenehmigung

    Für das Objekt liegt eine gültige Baugeneh-

    migung vor, die aktuell von ursprünglich vier

    auf acht Wohnungen erweitert wird. Diese

    Umplanung ist notwendig, um das Projekt

    wirtschaftlich und städtebaulich sinnvoll um-

    zusetzen.

    Das Gebäude wurde in den Jahren 2023

    und 2024 konserviert und stabilisiert: Der

    Rohbau wurde fertiggestellt sowie unter

    anderem das beschädigte Dach entfernt,

    brandgefährdete Bauteile ersetzt und das

    wertvolle historische Biedermeier-Treppen-

    haus gesichert. Damit ist das Gebäude

    heute konserviert, stabilisiert und vor Witte-

    rung, Brand und weiterem Verfall geschützt.

    Die vollständige Sanierung und Fertigstel-

    lung des Objekts ist für 2026 vorgesehen.

    Ebenso ist der Vertrieb der acht geplanten

    Wohnungen angelaufen und erste Vertriebs-

    erfolge wurden bereits erzielt.

    Besonders hervorzuheben ist die enge Ko-

    operation mit den Denkmalschutzbehörden

    der Stadt Leipzig, ohne deren Engagement

    und Unterstützung solche Projekte nicht

    möglich wären. Gemeinsam leisten wir

    einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des

    Leipziger Stadtbildes. Die Erreichbarkeit

    der ISIHOME Group ist dabei jederzeit ge-

    währleistet: Am Gebäude selbst finden sich

    unsere Kontaktdaten, und auch über Presse-

    stelle und Geschäftsführung stehen wir im

    Austausch mit Interessierten.


    Nachschub: Hier das Drohnen-Video: Link

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ja, eigentlich schlimm, dass Entscheidungsträger im öffentlichen Bereich nicht für ihre verheerenden Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen werden...


    Es wäre anständig, wenn diejenigen, die den Ankauf der Ruine mit fremdem Geld - nämlich dem der Steuerzahler - beschlossen haben, die Folgekosten nun auch mit ihrem privaten Vermögen finanzieren würden.

    Also das ist schon abenteuerlich – der Stadtrat hat den Ankauf favorisiert, weil man damit dem Steuerzahler die Millionen-Miete im derzeitigen Technischen Rathaus ersparen will. Auf lange Sicht ist ein STADTEIGENES Technisches Rathaus um gewaltige Summen günstiger. Daran ändert die derzeitige Lage auch nichts, denn Leipzig wird sich auf kurz oder lang ein eigenes Verwaltungsgebäude für die verschiedenen Ämter bauen.

    Aber man kann natürlich erstmal mit einem Rundumschlag austeilen...