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Ja, das hat uns alle sehr betroffen gemacht.
Etwas sehr dramatisch für meinen Geschmack.
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Es waren in den letzten 3 Wochen sehr schlechte Nachrichten, die aus Berlin kamen!
Emirates hat doch lediglich gesagt, dass sie Klärungsbedarf bzgl. der Interpretation des Abkommens haben. So bald alle Unklarheiten beseitigt sind, will man nach wie vor den BER ins Netz aufnehmen. Eine generelle Absage wurde nie getätigt und ich denke, nach über 20 Jahren des Wartens auf erweiterte Verkehrsrechte für die VAE-Airlines sollte man die Kirche angesichts von vielleicht 6 oder 12 Monaten längerer Wartezeit einfach mal im Dorf lassen.
Einzig der Rückzug von Air Transat schmerzt, wobei ich meine Einschätzung zu den Gründen ja weiter oben dargelegt habe.
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Und dann überholt der Warschauer Flughafen noch nebenher.
Polen boomt im Gegensatz zu Deutschland auch und WAW ist der einzige richtige Großflughafen des gesamten Landes. Das kann mit der hiesigen Situation schlicht nicht verglichen werden, daher klingt dieses Gejammere ob des Überholt-Werdens in meinen Augen schlicht lächerlich, sorry wenn ich das so hart sagen muss.
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Die US Destinationen sollten weiter ausgebaut werden. Asien & Australien auch!
Australien kann nicht ausgebaut werden, da es ab Deutschland keine Flüge dorthin gibt, die ausgebaut werden könnten.
BER-Asien wächst konstant. BER-PEK läuft seit dem WFP 24/25 konstant mit 5/7, was es vorher nie gab und Hainan fliegt seit 2008 nach Berlin. Hier wurde die Kapazität über das Jahr betrachtet also deutlich erhöht und entsprechend steigen auch die Passagierzahlen.
Condor fliegt neu täglich nach AUH und löst die 3/7 ab, die im vorherigen Winter Eurowings angeboten hatte. Letztere flogen auch nur im Winterhalbjahr, wohingegen Condor durchgängig das ganze Jahr über täglich fliegt.
Eurowings fliegt wieder täglich nach DXB, was angesichts der politischen Instabilität der Region zusammen mit den Condor-Flügen nach AUH eine Erwähnung für sich ist. Für den Winterflugplan 2027/2028 hat Eurowings übrigens wieder 3/7 BER-DWC vorgeladen, wie es vor dem Irankrieg bereits bedient wurde. Also 10/7 ab BER nach Dubai zu zwei unterschiedlichen Flughäfen. Und da ich fest damit rechne, dass Emirates kommendes Jahr Flüge zum BER aufnehmen wird, hätte BER dann bis zu vier tägliche Flüge in die VAE anzubieten. Dazu kommen noch bis zu drei tägliche Flüge nach DOH mit Qatar Airways, macht bis zu sieben tägliche Flüge in die Golfregion. Immer unter der Prämisse natürlich, dass die völlig durchgeknallten Amis/Israelis nicht weiter an der Eskalationsschraube drehen. Diese Unsicherheit bleibt vorerst leider bestehen, mit den entsprechenden Folgen für die gesamte Weltluftfahrt. Vom Ukraine-krieg habe ich da noch gar nicht gesprochen.
Ansonsten hat sich Vietjet angekündigt, BER mit HAN Hanoi zu verbinden, vermutlich ab Ende März 2027. Vorerst via ALA Almaty in Kasachstan zum tanken, da der A330-300 voll beladen keine Chance hat, die Strecke HAN-BER nonstop zu schaffen, vor allem aufgrund diverser Luftraumsperrungen, die Flüge von Südostasien nach Europa deutlich verlängern. Aber sobald Mitte 2027 die bestellten nagelneuen A330-900NEO zur Flotte von Vietjet stoßen, dürfte HAN-BER nonstop bedient werden und der BER eine lang ersehnte neue Langstrecke erhalten, ohne Tankstopp. Und da das Aufkommen zwischen BER und HAN in den letzten Jahren stark gestiegen ist, gebe ich der Strecke einiges an Potenzial.
Ansonsten dominieren die angesprochenen globalen Unsicherheiten die Luftfahrt. Flüge nach Japan wären längst überfällig, aber japanische Airlines haben praktisch sämtliche Expansionspläne auf Eis gelegt, da Flüge aus Japan nach Europa durch Luftraumsperrungen besonders große Umwege erfordern und sich diese in Kombination mit den derzeit hohen Spritpreisen schlicht kaum rechnen dürften. Die Lufthansa expandiert im kommenden SFP zwar deutlich nach Japan mit einem neuen täglichen Flüge FRA-NRT und FRA-NGO. Diesen Mut haben die japanischen Airlines zur Zeit aber nicht. BER-HND mit Japan Airlines steht aber sicherlich ganz oben auf der Liste der wahrscheinlichen Langstrecken, sollte sich die Weltlage wieder beruhigen.
In diesem Fall sehe ich auch Scoot wieder SIN-BER fliegen. Die Strecke lief eigentlich alles andere als schlecht, aber auch hier hat die Luftraumsperrung insbesondere des russischen Luftraums seit 2022 zu massiven Umwegen geführt. Dass dann entschieden wurde, die beiden Europaziele Athen und Berlin zu kombinieren und mit einer Maschine SIN-ATH-BER-ATH-SIN zu fliegen, hat die Attraktivität der Strecke für den BER-Ast insbesondere gegenüber den etablierten Umsteigeflügen via IST und DOH total gekillt. Scoot hat stattdessen SIN-VIE Wien aufgenommen und ATH beibehalten. Diese sehr südlich gelegenen Ziele sind nicht so stark von Umwegen betroffen wie BER.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht und die KI gefragt, wie groß die Umwege durch Luftraumsperrungen für die Strecken SIN-BER und SIN-VIE sind. Die Antwort hat mich dann dorch überrascht, denn mit so einem großen Unterschied hätte ich alleine durch den Blick auf die Landkarte nicht gerechnet.
Für SIN-VIE wird ein Umweg von 250-350km angegeben, für SIN-BER satte 1000-1300km. Ökonomisch gesehen spricht das ganz klar dafür, dass dies der Sargnagel für die BER-Strecke und der Grund für die Aufnahme der VIE-Strecke war, die die BER-Flüge ersetzt haben. Dieser Umweg und die dadurch entstehenden Mehrkosten konnten nicht an die Passagiere weitergereicht werden, da die Kunden von Scoot eher preissensibel sind.
Zur USA wurde genug gesagt. AA nach PHL sowie die Rückkehr von IAD durch United sind mit dem A321 XLR realistisch und könnten kommen, sobald genug Flugzeuge ausgeliefert wurden. Ansonsten steht in den kommenden Jahren die Rente der 767 an, die bisher von Delta und United auf ihren BER-Flügen eingesetzt wird. Der nötige Ersatz, vermutlich A330 bei Delta und 787 bei United, dürften ein ordentliches Plus an Kapazität bedeuten, wodurch auch hier die Passagierzahlen steigen dürften.
In Mittel- und Südamerika sehe ich MEX und GRU Sao Paolo als nicht ganz unwahrscheinliche Ziele an, das aber eher mittelfristig. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ex Sao Paolo Genf, Dublin und Berlin die Ziele mit dem höchsten Aufkommen sind, die bisher keine Nonstopflüge nach Brasielien aufweisen. LATAM hat gestern GRU-GVA als neues Europaziel für den Sommer 2027 angekündigt. BER wäre die nächste logische Wahl, da deutlich höhere Erträge erzielt werden als nach DUB.
Zum Thema Erträge empfehle ich zum Schmökern folgende Statistik: https://docs.google.com/spreadsheets/d…l#gid=165495096
Einfach mal durchklicken und mittels STR-F "BER" suchen und die Erträge RPM mit denen anderer Strecken vergleichen. Woher diese Daten kommen, wie sie erhoben wurden und wie genau sie die Realität abbilden vermag ich nicht zu sagen. Sie dürften aber ein guter Anhaltspunkt sein, welche unbedienten Strecken sich die Airlines anschauen. BER-GRU dürfte ganz oben mit dabei sein.
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( spandauer Die Neuigkeit von Berlin - Dschidda bezieht sich nicht auf die Verbindung selbst, sondern auf die neue Taktung von 2 Flügen pro Woche.)
Eurowings fliegt BER-JED von Anfang an 2/7. Daran hat sich nichts geändert.
