Beiträge von Orakel

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die planwirtschaftliche Fokussierung auf Nichtfliegen aus vermeintlichen klimabeeinflussenden Gründen – ich sage hier bewusst vermeintlich, weil der direkte Zusammenhang nicht nachgewiesen ist ...

    Och nöö, nööö, nöööö, nöööö ...

    Ich weiß, dass Debatten zum Klimawandel hier nicht erwünscht sind. Deshalb will ich das auch nicht weiter ausführen, aber der Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den Emissionen der Luftfahrt ist wieder und wieder und wieder von unzähligen seriösen Wissenschaftlern mit tausendprozentiger Sicherheit nachgewiesen worden. Und die Beweisführung hat man immer und immer und immer wiederholt, in der Hoffnung, dass es irgendwann auch der allerletzte mal begreift.

    Eigentlich sollte der letzte Post mein letzter in diesem Strang sein, gut, dann ist es halt dieser. Die Luftfahrt wird sich verändern müssen. Weniger Tourismus, emmisionsfreie Flugzeuge, Luftschiffe, wie auch immer.

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    Stimmt, TUIfly hatte ich glatt vergessen

    Also die TUI Group verfügt europaweit tatsächlich über 125 Flugzeuge und ist damit eigentlich sogar größer als Condor. Die deutsche Sparte TUIfly hat ihre Flotte allerdings seit Corona fast halbiert. Momentan sind es 23 Maschinen. Das TUIfly wieder Interesse an der Langstrecke hat habe ich auch erst kürzlich gelesen. Das der Mutterkonzern (hier) in Hannover sitzt führt übrigens zu der netten Anekdote, dass sich Hamburger tatsächlich nach Langenhagen bemühen müssen, wenn sie auf die Kapwerden wollen (😁).

    Aber zurück zum BER. Es lässt sich schon beobachten, dass die Mittelstrecken ab dem BER sehr viel beständiger funktionieren als in kleineren Städten. In Hannover z. B. verändern sich die Verbindungen im Prinzip stetig, nicht nur saisonal. Mit 4 Millionen Einwohnern im Rücken hat der BER da eine ganz andere Verlässlichkeit. Und genau dieser Vorteil wird vermutlich auch dazu führen, dass sich ab dem BER mittelfristig dann doch einige Langstrecken etablieren werden.

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    Bisher hat Condor nur einen Bruchteil der Größe von Air Berlin.

    Nur der Vollständigkeit halber: Der einzige weitere nennenswerte deutsche Carrier ist dann TUIfly. TUIfly hat neuerdings auch wieder Interesse an der Langstrecke. Ab 2027 fliegt TUIfly ab Düsseldorf nach Curacao in die Karibik. Von fünf Airports gibt es dann noch die verlängerte Mittelstrecke auf die Kapverden.

    Dabei ist die Entwicklung von Condor durchaus interessant. Auf diesem Weg dann auch mal einen netten kleinen Gruß an Pascal Schmidt ...

    Bei den jüngst erteilten Landerechten von Emirates dürfen ab dem BER übrigens parallel keine Flüge in Drittstaaten angeboten werden. Und genau das wäre ja die Grundlage für ein Drehkreuz.

    Schon bei dieser Lösung dürfte der Widerstand der Lufthansa enorm gewesen sein. Wägt man alle Faktoren ab, dann darf man sich schon fragen ob ein Hub am BER für Deutschland volkswirtschaftlich sinnvoll wäre, oder ob man sich damit nicht eher ins eigene Fleisch schneiden würde.

    Ich persönlich vermute, dass es ab dem BER, als Hauptstadtflughafen, auch langfristig nur einige wenige relativ stabile Langstrecken geben wird. Einfach um die Stadt grob mit der Welt zu vernetzen.

    Und zu Air Berlin kann ich nur sagen: dumm gelaufen.

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    Wären denn die interkontinentalen Flugverbindungen heute mit sechs Bahnen besser gewesen?

    Nein, ein großer Ausbau auf der Langstrecke wäre nur über einen ortsansässigen Carrier möglich, der auch Anschlussverbindungen auf der Mittelstrecke anbietet. Das ist es was einen Hub ausmacht und was zu Nachzugseffekten anderer Airlines führt. Ohne einen solchen Carrier bleiben nur Place-to-Place Verbindungen, die immer stark saisonalen und wirtschaftlichen Verwerfungen unterliegen.

    Als einziger großer ortsansässiger Carrier am BER käme die Lufthansa in Betracht. Und die lehnt einen dritten Hub in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen kategorisch ab.

    Okay, da werde ich jetzt drauf festgenagelt. Natürlich gibt es Ausnahmen, die USA fällt mir da spontan ein. Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass das bei der Mehrheit der Staaten so ist.

    Ich finde nur immer diese Erwartungshaltung an den BER so interessant.

    Das ist sicherlich alles richtig. Dennoch wird der Port Polska der zentrale Flughafen des polnischen Staates. Damit wird ihm sowohl politisch als auch wirtschaftlich eine ganz andere Bedeutung zukommen als dem BER. In Deutschland ist die Funktion des zentralen Hubs einfach schon an Frankfurt vergeben. Ein weiteres großes internationales Drehkreuz zwischen Frankfurt und Warschau ist mehr als unrealistisch.

    Das der zentrale Hub des Landes nicht in der Hauptstadt liegt, ist sicher ein deutsches Alleinstellungsmerkmal. Ich wüsste aber nicht, warum das von Nachteil sein sollte. Die föderalen Strukturen Deutschlands sind ja auch Teil unserer Nachkriegsgeschichte, auf die man ja auch irgendwie stolz sein kann.

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    Fliegt vom BER, unterstützt ihn!

    Die Emotionalität mit der hier mitunter debattiert wird finde ich ja etwas befremdlich. Welche Aktien hast du privat am BER?

    Es ist eigentlich ausgeschlossen, dass sich der BER, zwischen Frankfurt und dem zukünftigen Port Polska, als weiterer großer Hub wird etablieren können. Port Polska wird als Zentralflughafen Polens mit Sicherheit das Drehkreuz Osteuropas werden. Und FRA und MUC werden die großen Drehkreuze Deutschlands bleiben. Das ist das Ergebnis des Deutschen Föderalismus. Sicherlich sind umfangreiche Flugverbindungen vorteilhaft für einen Wirtschaftsstandort, dennoch sollte Berlin eher an einer schnellen Schienenverbindung zum zukünftigen Port Polska interessiert sein, als Gespenstern nachzujagen. Früher musste sich Polen immer an Deutschland orientieren, jetzt ist es halt mal anders herum.

    Sicher wird es in Zukunft immer mal wieder Langstrecken ab dem BER geben. Das wird ein stetes Auf und Ab sein, wie auch in Düsseldorf und Hamburg. Das ist das Potential des BER. Und dieses wird auch langfristig Diskussionsgrundlage in diesem Strang bleiben.

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    Und tut mir leid ich kann keinen Zusammenhang zwischen diesem Stil und dem des „Central One“ mit einer ausschliesslich horizontalen Fassadengestaltung, erkennen.

    Na ja, Fensterbänder waren ein zentrales Gestaltungselement der Nachkriegsmoderne. Und auch unser Hochhaus hier hat eine leichte 50er Jahre Note, Internationaler Stil hin oder her.

    Vielleicht ist das der Grund, warum das Zusammenspiel beider Gebäude von einigen Usern als stimmig empfunden wird - von mir übrigens auch. Obwohl ich auch kein Fan vom "Central One" bin. Erst durch das Zusammenspiel mit dem neuen Hochpunkt hat der austauschbare Schrank bei mir etwas an Gunst gewonnen.

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    Wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet, soll der erste Bauabschnitt der „Brawo-Arkaden“ in der Wolfsburger Porschestraße noch fertiggestellt werden.

    Wo gibt es denn bei den Brawo-Arkaden mehrere Bauabschnitte? Das soll doch von der Struktur her eine zusammenhängende Mall werden, oder irre ich mich da? Die Gebäude auf dem Areal wurden, soweit mir bekannt, mittlerweile auch komplett abgerissen.

    Egal, die Planung ist eh nicht der Rede wert. Das Teil wird der Wolfsburger Fußgängerzone auch kein Gesicht mehr geben. Cleverer wäre es gewesen, die Architektur der westlich der Fußgängerzone gelegenen Bauten, aus der Zwischenkriegszeit, aufzugreifen und so eine optische Klammer mit der City zu schaffen. Jetzt entsteht wieder ein austauschbarer Bau ohne jeden Bezug zur (bescheidenen) Geschichte der Stadt. Mal wieder nichts dazu gelernt. Das Sammelsurium der optischen Ödnis wird einfach nur um einen weiteren austauschbaren Klotz erweitert. Und kein einiger davon passt zum anderen.

    Von daher wäre es kein Verlust, wenn aus der Brawo-City, ein paar Meter weiter nördlich, nix mehr wird.

    Ikonisches Bauwerk hin oder her, zur Erbauungszeit war das WTC hochumstritten. Die Funktion als Wahrzeichen und als Kulisse unzähliger Filme kam erst später. Neben Ghostbusters kommt mir da sofort Die Klapperschlange von John Carpenter in den Sinn - definitiv einer der coolsten NY-Filme ever.

    Mir gefällt das One World Trade Center übrigens richtig gut. Der Bau passt meiner Meinung nach hervorragend zur New Yorker Seele, mit seiner ebenfalls sehr prägnanten Kubatur. Viel besser jedenfalls als der ursprüngliche Entwurf von Daniel Libeskind. Der war mir viel zu verkopft. Im Zusammenspiel mit den Wasserbecken und dem Bahnhof von Calatrava ist das doch richtig gut geworden. Und Gott sei Dank kam niemand ernsthaft auf die Idee, die Türme wieder aufzubauen. Das hätte deren ikonischen Status völlig zerlegt. Heute ist das WTC doch unvergesslich, sowas wie die Titanic der Wolkenkratzer oder ein Troja Amerikas.

    Ich besitze tatsächlich sogar noch eine original Eintrittskarte vom WTC. Nicht viel Wert, aber wer weiß, in 100 Jahren ...

    @ Architektur-Fan: Ich finde das Gebäude auch sehr gelungen und habe dieselben Kritikpunkte. Mit seinem leichten 50er Jahre Touch erinnert es mich sehr an das ehemalige Preussag Verwaltungsgebäude in Hannover. Auch wenn es etwas an Abwechslung fehlt: ein Stück zeitlose Architektur.

    Ich bin immer wieder froh, dass in Berlin keine Skyline im Stil einer x-beliebigen amerikanischen Großstadt entsteht, wie in Warschau. Das ist nur mein ganz persönliches subjektives Empfinden. Nichts gegen unsere polnischen Nachbarn.


    Preussag – Wikipedia https://share.google/Up8Q4cYR5LVnATgir

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    Ein Politisierung, der Kunst- und Architekturrichtung wie jetzt geschehen durch den Manifest-Aufruf lehne ich ab.

    Durchaus legitim. Es handelt sich schon um ein sehr sehr ungewöhnliches Unterfangen.

    In diesem Zusammenhang auch sehr ungewöhnlich die regelmäßigen Äußerungen von Hans-Thomas Tillschneider. Hier muss dann wirklich jeder selber wissen wo er steht. Wovor er die Augen verschließen, oder was er verharmlosen möchte und generell was für eine Art Mensch er sein will.

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    Aber wie du selbst anmerkst, gehen diese in der Masse belangloser und teilweise zerstörerischer Nutzarchitektur fast unter.

    Definitiv richtig. Ihre Seltenheit macht sie meiner Meinung nach aber ganz besonders wertvoll. In Hannover fällt mir da kaum ein Dutzend Gebäude ein. Im Vergleich dazu ist die Stadt immer noch randvoll mit Gründerzeitlern. Daher finde ich es immer bedauerlich, wie wenig Wertschätzung diesen Gebäuden häufig entgegengebracht wird.

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    Am problematischsten sehe ich zahlreiche Versuche, die Moderne und klassische Architektur in Kontrast zueinander zu setzen.

    Generell finde ich das auch problematisch, erst recht wenn Architekten ihr Können maßlos überschätzen. Spontan fällt mir da der Anbau an Schloss Gottorf in Schleswig ein, der jetzt - zum Glück - doch nicht realisiert wird. Ist halt nicht jeder ein I. M. Pei.

    Über Liebeskind kann man sich streiten. Da viele seiner Bauten dann doch von hoher Qualität sind, kann ich mit dem Umbau des Militärhistorischen Museums in Dresden gut leben. Ich kann aber auch verstehen, wenn viele das ablehnen. Man gewinnt halt schnell den Eindruck der Architekt hätte keinen Respekt vor der Leistung seines Vorgängers.

    Das hat jetzt aber nun gar nichts mehr mit dem Bauhaus zu tun.

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    Was dann seit den 60ern folgte, ist die eigentliche Misere, hat aber mit Bauhaus nur bedingt etwas zu tun. Es ist nicht den führenden Köpfen der Schule anzulasten, dass es späteren Generationen von Architekten nicht gelungen ist, die Architektur so weiterzuentwickeln, dass sie passende und nachhaltige Antworten auf die Bedürfnisse unserer heutigen Gesellschaft geben konnte.

    Das wird der Nachkriegsmoderne aber nicht ganz gerecht. Sie hat durchaus auch qualitätsvolle Bauten hervorgebracht, welche in unserer Gesellschaft allerdings meist mit der ganzen üblichen gebauten Soße der Nachkriegszeit in einen Topf geworfen werden. Aufgrund ihrer geringen Zahl verdienen diese Bauten eigentlich einen ganz besonderen Schutz. Prominentestes Beispiel ist hier vermutlich das wunderbare Blau-Gold-Haus in Köln.

    Hier in Hannover steht übrigens ein Gebäude optisch dem Blau-Gold-Haus nicht unähnlich, auch wenn es nicht ganz dessen Eleganz erreicht. Vor wenigen Jahren sollte es eine komplett neue Fassade erhalten und wurde dann quasi in letzter Minute unter Denkmalschutz gestellt. Überhaupt fallen mir in Hannover einige durchaus gelungene Nachkriegsbauten ein.

    Man muss immer berücksichtigen, dass es sich bei der Gründerzeit häufig um mehr oder weniger serielles Bauen gehandelt hat. Prunk für das Bürgertum halt. Das erforderte natürlich handwerkliches Können, aber weniger schöpferisches Talent.

    Anders bei der Nachkriegsmoderne. Hier fanden sich einfach zu wenig Architekten, die diese reduzierte Formensprache qualitätsvoll umsetzen konnten. Wenn man auf keinen erprobten Baukasten zurückgreifen kann, dann bleibt nur das persönliche schöpferische Talent. Dafür waren die meisten Architekten dann wohl doch zu sehr Techniker und zu wenig Künstler.

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    Die deutsche Nachkriegsmoderne hat es international nirgends in die Architekturfibeln geschafft, in Reiseführer sowie nicht.

    Eigentlich sollte man erwachsen genug sein, sich vom Urteil anderer Nationen nicht beeinflussen zu lassen. Ansonsten hat man ein krasses Problem mit der eigenen Selbstsicherheit. Neben viel Müll hat die Nachkriegsmoderne doch auch richtig großartige Bauten hervorgebracht. Und diese sind ein erhaltenswerter Teil der deutschen Geschichte und gehören zu unserer nationalen Identität.

    Man kann immer wieder beobachten, wie sich die User hier in zwei Lager teilen. Dem einen geht es um einen differenzierten Blick auf Architektur und auch um den Erhalt von Bauten, deren Qualitäten einen nicht sofort anspringen.

    Dem anderen geht es eher darum, dass Architektur als schön wahrgenommen werden muss. Sie soll möglichst klassisch daher kommen. Und wenn schon modern, dann doch bitte richtig beeindruckend. Touristen anderer Nationen sollen auch von deutschen Bauten beeindruckt sein und Selfies machen für Social Media. Und jetzt kann man eigentlich anfangen, diesen Post wieder von vorne zu lesen ...

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    Es gibt leider Architekturforen, in denen das leider ganz anders gesehen wird, was mich immer wieder entsetzt.

    Dich da zu distanzieren ist dir sicher schwer gefallen. Wenn eine besonders geliebte Architektursprache allerdings in einem völlig intoleranten Geist heraufbeschworen werden soll, verliert diese, doch eigentlich wunderbare Architektur, jede Form von Schönheit.

    Wobei es mir auch deutlich leichter fällt als dir, Ästhetik in modernen Bauten zu entdecken. Ganz klar mein Vorteil. So ist auch Bauhaus nicht gleich Bauhaus, siehe z. B. das großartige Fagus-Werk.

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    ^^Der Begriff der Ewiggestrigen passt schon ganz gut bei Leuten, die sich pauschal jeder Veränderung ihrer Umgebung versperren. Im Kern begründen diese Leute ihre Ablehnung oft damit, dass "alles so bleiben soll wie es ist".

    Alternativ könnte man auch argumentieren, dass Ewiggestrige in diesem Kontext Personen sind, die nichts aus den Fehlern der Nachkriegszeit gelernt haben. Leute die wollen, dass "alles so bleibt wie es ist", also an Bewärtem festhalten wollen, auch wenn es ökonomisch nicht mehr sinnvoll ist, würde ich z. B. politisch eindeutig bei der CDU verorten.

    So unterschiedlich kann man Dinge interpretieren. Obwohl ich dich natürlich verstehe. Ich finde die Hochhäuser im Frankfurter Westend auch nicht unbedingt schlecht. Ich habe aber auch die Altbauten nicht mehr erlebt, die für so manches Hochhaus vielleicht abgerissen wurden. Auch sind solche Großstrukturen selten gut für die Diversität eines Viertels.

    Ich persönlich denke, dass die große architektonische Geste, in gewachsenen Vierteln, einfach allzu oft schief läuft. Und dann stehen die Klötze da für Jahrzehnte und die Architekten ziehen sich aus der Verantwortung. Das kann einem natürlich egal sein, wenn es einem nur um den optischen Eindruck geht und nicht um die Lebendigkeit eines Quartiers.

    Ich bin ja nicht generell gegen höhere Bebauung. Aber da sollte man sehr sehr vorsichtig vorgehen.