BER Sonstiges

  • Danke für die Zusammenstellung, immer gut zu wissen, was damals so alles versprochen wurde. Der Fernbahnhof am ICE ist für die Länge von ICE-Zügen ausgelegt und dank des Wendegleises für den FEX sollte die Kapazität auch zur Aufnahme endender Fernzüge reichen. Es wäre ja ein Witz, wenn man den Bahnhof nicht entsprechend geplant hätte. Wie gesagt, bei Grünau werden heute schon Fernzüge abgestellt, könnte man auch mit am BER endenden ICE machen.

  • 2025 Passagierzahlen am BER .


    Wie berichtet wurde, sind im gesamten Jahr 26 Mio. Passagiere am Flughafen BER geflogen / gelandet. Ein Plus von 2 % als im Vorjahr ( 25.5 Mio) man rechnet im kommenden Jahr 2026 : 26-27 Mio Passagiere , so Chefin: Aletta von Massenbach. Am BER sind insgesamt 193.000 Maschinen gelandet / gestartet ein Plus von 0,7 % .Aktuell steuern 70. Fluggesellschaften vom Flughafen 130 Ziele weltweit an.


    Quelle: BZ & ( dpa )

  • ( Eine kleine Leseempfehlung:

    Anfang Dezember hatten wir hier eine Weile über Berlins Status als Touristenziel gesprochen; heute gab's dazu einen Artikel in der Zeit. Es geht eigentlich um Schließungen von Hotels.

    Aber im Text wird auch daran erinnert, dass 2019 ca. 35 Millionen Passagiere die Berliner Flughäfen nutzten und wir aktuell am BER eine Auslastung sehen, die nur ca. zwei Dritteln davon entspricht. )

  • ^^Kleine Korrektur: Die Prognose für 2026 liegt bei 26,5 bis 27 Mio Passagieren, also etwa 2-4% Plus. Das finde ich übrigens durchaus bemerkenswert - in negativer Hinsicht. Denn zumindest bislang sind ja eher positive oder zumindest keine negativen Schlagzeilen zu vernehmen:

    - Eurowings: 2 zusätzliche Flieger am BER oder +16% Kapazität mit diversen neuen Verbindungen und Aufstockungen

    - easyJet: Zumindest theoretisch mehr Kapazität durch Wechsel zu etwas größeren Jets, Auswirkungen aber noch unklar.

    Bislang kommunizierte Anpassungen klangen eigentlich oft positiv: Birmingham +2 auf 4/7, Pisa +1 auf 3/7, Korfu und Heraklion + 1 auf 5/7 und ersteres im Hochsommer auf 7/7, neu Antalya 1/7 ab 10.3.26 und dazu diverse Aufstockungen nur für den Hochsommer. Aber offiziell kommuniziert wurde dazu ja auch, dass man primär Angebot und Nachfrage besser abgleicht, also vermutlich dann entsprechend woanders streicht, siehe auch unten).

    - Condor: ganzjährige neue Mittellangstrecke nach Abu Dhabi (7/7)

    - 2 neue saisonale Langstrecken nach Kanada (je 3/7)

    - Auch von internationalen Airlines habe ich zuletzt eher Expansionspläne vernommen. Im Airliners Forum habe ich folgende Updates gefunden:

    Royal Jordan Airlines: Amman +3 auf 7/7

    Sundair: neu Marsa Alam nun auch im Sommer 2/7

    Wizzair: neu Bukarest Otopeni 7/7 ab 29.3.26, neu Bratislava 4/7 ab 16.3.26, neu Tuzla 3/7 ab 30.3., neu Cluj 3/7 ab 31.3.26, Tirana +2 auf 9/7 ab 2.3.26, Chisinau +2 auf 7/7 ab 2.3.26

    Volotea: neu Florenz 2/7 ab 22.9.26

    SAS Scandinavian: Kopenhagen +7 auf 27/7 ab 12.4.26

    Transavia France: Paris Orly +4 auf 25/7

    Corendon: neu Hurghada 3/7 ab 28.3.26

    Electra Airways: neu Burgas 2/7 ab 14.5.26

    air baltic: Vilnius +1 auf 3/7, Riga +1 auf 10/7

    Sky Up: Chisinau +1 auf 3/7

    Ryanair: Porto +1 auf 4/7 und dazu kurzzeitige Frequenzerhöhungen z.B. nach Budapest, Bergamo

    - An Streichungen/ Frequenzsenkungen habe ich dagegen bisher nur das Folgende gefunden (vielleicht sind diese Daten aber auch weniger vollständig):

    easyJet: Paris Orly - (offenbar proportional zum Aufbau von Transavia immer weiter abgebaut und nun ganz raus), Tel Aviv - (auch von anderen Standorten aus), Salerno -, Dubrovnik -, Zadar -

    Ryanair: Tel Aviv - (auch von vielen anderen Standorten aus)

    Qatar: Doha -3 auf 18/7 (vermutlich macht sich auch hier die Konkurrenz bei Flügen in die Region bzw. zu den Golf-Drehkreuzen bemerkbar)

    Sundair: Rhodos, Hurghada, Fuerteventura, Palma de Mallorca je - (vorher in Summe 9/7)

    Swiss: Genf -

    Corendon: Antalya -

    Relevant erscheinen mir hierbei vor allem Genf und Tel Aviv da auch wirtschaftlich relevante Städte scheinbar ersatzlos (wobei letzteres reihenweise Verbindungen verliert)

    - Die Bundesregierung beginnt, auf die Airlines zuzugehen und Gebühren abzubauen (ok, das könnte zumindest für den Sommerflugplan zu spät sein, auch wenn Eurowings sich darauf beruft).


    Daraus folgt für mich, dass man entweder bewusst die Erwartungen unten hält oder ggf. doch einfach schon deutlich mehr weiß, als bislang offiziell von den Airlines kommuniziert wurde. Zumal alle Seiten vermutlich lieber über Zuwächse sprechen als über Kürzungen, mal abgesehen von Ryanairs politischem Kalkül. Speziell von Ryanair gab es ja aber diesmal bisher bis auf Tel Aviv noch überhaupt keine angekündigte Streichung oder Reduzierung.

    Ich staune ansonsten ja auch nach wie vor, dass man die Condor-Pläne mit Abu Dhabi inkl. Etihad-Kooperation nicht auf der Webseite präsentiert. Das ist doch eigentlich extrem ungewöhnlich. Etwa über die saisonale 3/7 Verbindung von Eurowings nach Abu Dhabi (ohne neue Kooperation) hat man unmittelbar darauf berichtet.


    Lange Rede, kurzes Fazit: Beim BER scheint man dem neuen Jahr noch nicht sonderlich zu trauen. Zwar wird immerhin von einem mindestens ebenso "starken" Wachstum wie 2026 ausgegangen und auch so nähert man sich von Jahr zu Jahr mehr den alten Marken an. Aber ein wirklicher Durchbruch lässt so weiter auf sich warten. Zumindest bei den (Mittel-)Langstrecken stimmt der Trend aber langsam. Falls da weiterhin Jahr für Jahr immer mal die ein oder andere Verbindung hinzu kommt und dazu unter dem Strich Frequenzerhöhungen (sogar Toronto wurde ja bereits von 2/7 auf 3/7 angehoben), dann wird das vielleicht doch noch.

    Einmal editiert, zuletzt von jan85 ()

  • Es ist schön zu sehen, dass Eurowings langsam zum wichtigsten Home Carrier am BER wird. (Wer hätte damit 2020 bei der BER Eröffnung gerechnet?)


    Eurowings ist die letzten Jahre im Gegensatz zu anderen Airlines am BER gewachsen und wächst weiter, auf 9 stationierte Flugzeuge:

    https://newscloud.eurowings.co…berlin-angebot-stark-aus/

    Neben wichtigen europäischen Städtezielen fliegt Eurowings ja auch kurze Langstrecken wie Dubai, Abu Dhabi und Jeddah.

    Die 737 Max, die Eurowings bekommen wird, werden ja vermutlich noch weiter fliegen können als die A320neo.

    Der Fokus von Eurowings liegt ja auf Point-to-Point, aber es werden auch Umsteigeverbindungen angeboten, sowohl innerhalb Eurowings, als auch auf Langstreckenflüge von Partner Airlines, wie United und Air Canada (Die sind ja zusammen mit Lufthansa und Eurowings im Atlantic Joint Venture).

    (Man kann z.B. Düsseldorf-Berlin-NewYorkNewark, Köln-Berlin-Montreal, Köln-Berlin-Stockholm buchen)

    In einigen Jahren könnten Singapore Airlines und Air India folgen, beide wollen ja stark wachsen.

    Eurowings und Singapore Airlines haben ein Codeshare-Abkommen, Eurowings hat früher die DUS Flüge gefeedet:

    https://www.airliners.de/eurow…-singapore-airlines/39217

    Das könnte irgendwann auch am BER passieren. Lufthansa und Singapore Airlines haben ja auch ein Joint Venture, sie könnten so Qatar etwas entgegensetzen und Flüge vom BER nach Australien mit nur einem Umstieg anbieten.

    Auch United könnte bald mit A321XLR wieder vom BER zu ihrem Hub Washington Dulles fliegen (Gleichzeitig Hauptstadt-zu-Hauptstadt-Verbindung), und dabei am BER zusätzlich noch ein wenig von Eurowings gefeedet werden.


    Eurowings ist soweit ich weiß momentan die einzige Airline, die am BER nebenbei ein (wenn auch kleines) Zubringernetz aufbaut.

    Theoretisch könnte man fast sagen, dass der BER durch die Umstiege von Eurowings, United und Air Canada ein kleiner Mini-Hub ist.

    Außerdem betreibt die Lufthansa Gruppe ja eine Lounge und einen Wartungshangar am BER.

    Auch sonstige Infrastruktur wie eine Gepäcksortieranlage ist am BER ja vorhanden.

    Außerdem testet Eurowings ja eine neue Business Class auf Flügen am BER.


    Ich freue mich, dass die Lufthansa Gruppe die Chance nutzt, am BER zu wachsen.


    Außerdem ist Eurowings seit 2025 wieder Partner von der Deutschen Bahn und profitiert dadurch auch von der neuen verbesserten Bahn Anbindung vom BER:

    https://www.deutschebahn.com/d…ner-bei-Rail-Fly-13247546


    Zur ursprünglichen geplanten Eröffnung 2012 wollte Lufthansa ja 15 Flugzeuge am BER stationieren, hier die alte Lufthansa Pressemittelung von 2011:

    https://archive.ph/pZ1IL

    Langsam kommt man dem näher.

    Insgesamt ist der damals angekündigte Zustand relativ ähnlich zu dem heutigen Zustand, außer dass heute "Eurowings" anstatt "Lufthansa" auf den Flugzeugen steht, und es bisher nur 9 statt 15 Flugzeuge sind.


    Hier noch Zitate aus einem interessanten Artikel von 2011:

    "Die Vorausbuchungen für die künftigen Lufthansa-Flüge hätten bei zahlreichen Routen bereits die Erwartungen übertroffen."

    "Erst wenn es genügend ertragreiche Kurzstrecken gebe, könne sich eine Langstreckenverbindung rechnen, sagte Wagner [Anmerkung: Ein Manager von Lufthansa] weiter. In München etwa biete die Lufthansa rund 100 kurze Strecken und 25 Fernverbindungen an. Bei Zielen in den Vereinigten Staaten setzt Lufthansa in Berlin – zunächst noch – auf United, den amerikanischen Partner in der Star Alliance mit dessen Drehkreuzen in den USA. Mindestens ein Ende einer Langstrecke müsse ein Drehkreuz sein, sagte Wagner. Er wäre sehr glücklich, wenn United demnächst Flüge aus Chicago nach Berlin anbieten würde."

    https://www.tagesspiegel.de/wi…hrer-ablosen-2169151.html


    Hier noch zwei andere interessante ähnliche Artikel von 2011:

    https://www.airliners.de/lufth…-auf-point-to-point/25650

    https://www.morgenpost.de/bran…in-auf-Billigflieger.html


    Die neue Lufthansa 787 mit der Lufthansa-Jubiläums-Lackierung trägt den Namen Berlin, da Lufthansa vor 100 Jahren gegründet wurde - mit Hauptsitz und Hauptflughafen in Berlin.

    Hier ein Artikel über das Flugzeug, mit Bildern:

    https://www.aerotelegraph.com/…-sonderlackierung/n7n7qlp

    Vielleicht kommt die 787 zur Taufe nach Berlin.


    Der Flughafen hat eine Liste mit den Langstreckenverbindungen im kommenden Sommerflugplan veröffentlicht:

    https://ber.berlin-airport.de/…/langstrecken-ab-ber.html


    Delta JFK

    United EWR

    Air Canada YUL

    Air Transat YYZ

    Hainan PEK

    Qatar DOH

    Condor DXB

    Eurowings DXB

    Eurowings DWC

    Condor AUH

    Eurowings AUH

    flynas JED

    Eurowings JED


    Theoretisch könnte man sagen, dass der BER damit 13 Langstreckenverbindungen hat.

    In 8 verschiedene Städte.

  • Als Faustregel gilt, dass ein Flughafen bei einer Überschreitung von 25 Mill. PAX hinsichtlich des Wachstums ein Selbstläufer wird, weil sich dann durch Vernetzungen weiteres Wachstum auch über Umsteiger generiert. Da ist der BER jetzt. Erfreulich ist auch das Wachstum der WizzAir und die (Wieder-)aufnahme der Verbindung nach Cluj. Das steht im Gegensatz zur Konkurrenz des Krawallbruders Ryanair, der ja nebenbei trotzdem einen Hangar am BER baut. Die damaligen Aussagen der Lufthansa aus 2011 kann man im Prinzip auch heute so stehen lassen. MUC ist als zweites Drehkreuz der LH entstanden, weil es ein enormes Wachstum gab. So müsste es wieder sein, damit der BER Drehkreuz würde. Notwendige Ausgangsbasis dafür ist aber ein großes Angebot an Flügen innerhalb Europas am BER, das läuft ja nun immerhin ganz gut.

  • Die Liste nennt alle vorhandenen Langstrecken, allerdings nicht nach SFP oder WFP unterteilt.


    - Eurowings fliegt nur im WFP ab Ende Oktober und dann verlängert bis in den SFP bis Anfang Mai nach DXB/DWC/AUH/JED.

    - flynas hat ihre als Ganzjahresflüge aufgenommenen Flüge nach JED mittlerweile auf Saisonflüge umgestellt, welche ebenfalls nur im WFP und den halben April stattfinden.

    - Condor bedient DXB nach aktuellem Stand auch nur noch im Winter. Die als Ganzjahresflüge aufgenommenen Flüge sind im SFP hochgepreist worden, was darauf hinweist, dass die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt aus den Systemen entfernt werden dürften. Diese Flüge werden durch die neuen AUH-Flüge ab Juni ersetzt. Dadurch bedient Condor die Golfregion weiterhin ganzjährig täglich, im Sommer ausschließlich AUH und im Winter AUH und DXB, beide jeweils täglich. Durch die Diskussion um zusätzliche Landerechte für Emirates aus DXB könnte sich die Gemengelage aber nochmals ändern, sollte Emirates tatsächlich demnächst den BER anfliegen dürfen.

  • - easyJet: Zumindest theoretisch mehr Kapazität durch Wechsel zu etwas größeren Jets, Auswirkungen aber noch unklar.

    Bislang kommunizierte Anpassungen klangen eigentlich oft positiv: Birmingham +2 auf 4/7, Pisa +1 auf 3/7, Korfu und Heraklion + 1 auf 5/7 und ersteres im Hochsommer auf 7/7, neu Antalya 1/7 ab 10.3.26 und dazu diverse Aufstockungen nur für den Hochsommer. Aber offiziell kommuniziert wurde dazu ja auch, dass man primär Angebot und Nachfrage besser abgleicht, also vermutlich dann entsprechend woanders streicht, siehe auch unten).

    Im SFP 2025 hatte easyJet wöchentlich 307/7 Flüge buchbar. Im SFP 2026 sind derzeit 278/7 buchbar. Das ist eine Reduzierung von fast 10%. Die Frequenzerhöhungen an einigen Stellen können durch einige größere Reduzierungen bisher nicht aufgefangen werden. ORY und AMS fallen ganz weg, was alleine -24/7 bedeutet. GVA wird von 13/7 auf 6/7 reduziert, TLV, DBV und Salerno fallen ebenfalls weg.


    Ich bezweifele, dass alleine durch größeres Fluggerät dieser massive Rückgang kompensiert werden kann, sodass man am Ende mehr Passagiere befördert bekommt.


    Heute sind 43 Abflüge geplant, davon 10x A319, 27x A320 und 6xA321NEO. Ich habe leider keine Aufzeichnungen davon, inwiefern sich dieses Verhältnis in letzter Zeit groß geändert hat und ob z.B. weniger A319 ab BER operieren und durch größere A320/A321NEO ersetzt wurden.

  • ^Ah, also doch stärkere Kürzungen. Die Streichung von Amsterdam bspw. habe ich bisher nirgendwo gefunden. Eine Übersicht mit allen buchbaren Flügen ist ansonsten natürlich spannend. Gehst Du dafür auf die Seite der Airline?


    Insgesamt aber enttäuschend, wo easyJet doch zuletzt kommuniziert hatte, in Deutschland immerhin moderat wachsen zu wollen. Damit scheint man dann eher nicht den BER gemeint zu haben.

  • Hier gibt es einen sehr lesenswerten Vor-Ort-Bericht zum neuen FEX:

    https://www.airliners.de/ort-b…x-ber-dresdner-bahn/84723

    Der Artikel ist noch bis übermorgen Mittag (06.01.2026 um 12:30 Uhr) kostenlos lesbar, danach soll er laut der Website hinter eine Bezahlschranke.


    Darin u.a. enthalten:

    - Hintergrundinformationen

    - ein Foto vom FEX auf dem Wendegleis nördlich vom Hauptbahnhof

    - Informationen zur geplanten Nahverkehrstangente in Berlin, auf der zukünftig auch Züge zum Flughafen BER fahren sollen

  • Der BER sollte einfach seine 3 Hauptziele beachten:

    Wachstum

    neue Verbindungen in die Welt

    Neue Geschäfte im Flughafen und Business drumherum



    Meine Bekannten sind erst wieder aus der Sonne zurückgekehrt und landeten nachts am BER, sie waren begeistert!

    Dazu noch die kurze FEX Verbindung, so dass alles reibungslos verlief.

  • Was der Artikel beschreibt und mich auch wundert ist, dass ursprünglich keine Doppelstock-Einheiten zum Einsatz kommen sollten. Zumindest meine ich mich zu erinnern, dass die Talent-Züge von ehem. Bombardier auch für den Einsatz auf dem FEX gedacht waren. Der Fahrgastwechsel ist deutlich schneller und die Beschleunigung von Triebzügen ggü. lokbespannten Zügen ist auch besser, Für diesen quasi-S-Bahn-Verkehr wäre das die bessere Variante, zumal der Weg auf Hbf.-BER beschränkt bleibt und man die Gleise des Fernverkehrs mitnutzen muss, Vielleicht kommt das noch. Doppelstockzüge sind aufgrund des hohen Sitzplatzanteils nett bei längeren Reisen, haben aber eben auch entsprechend mehr Aufkommen pro Tür.

  • Emirates möchte gerne nach Berlin fliegen ohne dafür etablierte Ziele aufgeben zu müssen. Neun Bundesländer unterstützen dieses Anliegen, die Ministerpräsidenten von Hessen udn Bayern sind aber dagegen das Luftverkehrsabkommen mit den VAE zu erweitern. Es geht ihnen darum die Hubs der Lufthansa vor dem Wettbewerb zu schützen. Das Fachjournal Airliners hat dieses Thema nun in einem Kommentar aufgegriffen.


    Der Unternehmensberater Linus Benjamin Bauer schreibt ein Luftverkehrsabkommen aus 1994 und föderale Interessenpolitik würden Emirates-Flüge nach Berlin verhindern – mit messbaren Folgen für den Standort. Deutschland würde seine Hauptstadt systematisch von der globalen Luftverkehrsrealität entkoppeln und dies bewusst in Kauf nehmen, er spricht von einer föderalen Blockade.

  • Das bringt ja keinem was mit dieser Blockade.


    Es sollte ein guter Wettbewerb herrschen, diesen gibt es schließlich auch zwischen Deutschland und z.B. anderen europäischen Staaten im Luftverkehr. Wenn die anderen dann eben günstigere Angebote machen, ziehen die Anbieter einfach weiter. So ist es zurzeit.

    Der Frankfurter Flughafen braucht sein eigenes Wachstum und muss nach den Jahren der Stagnation wieder besser.

    Berlin benötigt dringend neue Verbindungen.


    Meine Bekannten würde sich sehr über die Emirates Verbindung nach Dubai freuen, um von dort weiter nach Australien zukommen.

    Der BER könnte auch mit Bangkok, Hanoi, Singapur, Tokio, Seoul und Mumbai Kontakt aufnehmen!

  • Die Airlines aus den Golf-Staaten sind halt mehr oder weniger durch staatliche Subventionen gepempert. Insofern von gutem Wettbewerb mit nicht-subventionieren Airlines zu sprechen, ist schräg. Sie können günstigere Angebote eben nur machen, weil sie subventioniert werden. Ich finde es richtig, dass Deutschland im Luftverkehr beim Prinzip der Gegenseitigkeit bleibt. Lufthansa und andere EU-Airlines können auch nicht fliegen, wohin sie wollen.

  • Auch die Lufthansa genießt ausgiebig Schutz durch das Bundesverkehrsministerium, dass mitunter deshalb Heimatministerium der Lufthansa genannt wird.

  • Ich find, nix gegen die Verbindung BER-DXB mit EK. Nur: Ist es dann nicht noch schwieriger für asiatische und indische Fluggesellschaften, direkte Langstrecken ab BER etablieren zu können zB China Airlines, Korean, Japan Airlines......... ?

  • ^^

    Du sprichst von staatlichen Subventionen der Golf-Airlines, da wüsste ich gerne mehr, vor allem in Bezug darauf, dass dann ja die Lufthansa ohne jegliche staatliche Hilfe auskommen muss. Es müssen nicht direkte Zahlungen sein, Einflussnahme über Lobbyismus (z. B. Verhandlung von Flugrechten) ist legal und verhindert ebenso, dass die Lufthansa immer im Wettbewerb steht. Sonst hätte ich keine Erklärung für deren mittelmäßige Leistung bei relativ hohen Kosten, was Vergleiche immer wieder belegen (Eurowings ausgenommen). Das Liedchen von der armen gebeutelten Lufthansa ist außerhalb Frankfurts wenig populär.

  • Nochmal zur Bahn Anbindung vom BER, hier Auszüge aus dem Konsensbeschluss (und Anlagen) von 1996, zwischen Deutschland + Berlin + Brandenburg, mit dem sich z.B. gegen den Flughafen in Sperenberg und für den Flughafen-Ausbau in Schönefeld entschieden wurde.


    "6. Verkehrsanbindung. Der Bund wird gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG die angemessene Anbindung des Standortes Schönefeld an das regionale und überregionale Bahnnetz (Flughafenexpress, S-Bahn, IR, IC, ICE) sowie an die Bundesautobahnen sicherstellen. Berlin und Brandenburg werden die Straßenanbindungen (Berlin auch innerstädtisch) zügig und bedarfsgerecht ausbauen. Berlin mit Unterstützung des Bundes beabsichtigt die Verlängerung der U-Bahn-Linie 7 bis zum Terminalbereich in Schönefeld."


    "4. Zum Punkt 6., „Verkehrsanbindung“

    Es besteht Einvernehmen, daß der Flughafenexpress auf der Strecke Lehrter Bahnhof [Anmerkung: heute Hauptbahnhof], Bahnhof Papestraße [Anmerkung: heute Südkreuz], Flughafen Schönefeld verkehrt. Für die Straßenanbindung ist die A 113, soweit möglich ohne Untertunnelung, neu zu bauen."


    " [...] auf Ihre Bitte hin, bestätige ich, daß der Bund folgende Investitionen für Verkehrsanbindung des auszubauenden Flughafens Schönefeld übernehmen wird.

    [...]

    Der Bund wird den für die Führung von Aiport-Expreßzügen vom Lehrter Bahnhof über den Bahnhof Papestraße zum Flughafen Schönefeld notwendigen zweigleisigen Ausbau der Verbindungskurve von der Dresdener Bahn auf den Berliner Außenring (sogenannte Mahlower Kurve) übernehmen, wozu nach dem Untersuchungsbericht Schienenverkehrsanbindung der BBI-Standorte“ vom 20. April 1995 rund 200 Mio. DM erforderlich sind. Der Bund wird außerdem den sogenannten Lückenschluß auf der „Dresdener Bahn“ im Rahmen des „Pilzkonzeptes“ sicherstellen.


    Eine Finanzierung des auf Brandenburger Gebiet befindlichen Teils der U 7, die nach der gemeinsamen Empfehlung vom 28. Mai vorgesehen ist, wird der Bund auf Grundlage der von den Ländern Berlin und Brandenburg vorzulegenden Planungsunterlagen (Kosten, Zeitvorstellungen) im Rahmen der zugesagten Unterstützung prüfen. Ziel des Bundes ist es, nach Vorliegen der planungsrechtlichen Voraussetzungen die Maßnahmen zur Verkehrsanbindung zeitgerecht bis zu einer Inbetriebnahme von Schönefeld als Single-Standort zu realisieren. Wesentliche Eingangsgröße hierfür ist die in nächster Zeit zu konkretisierende Zeitschiene für den Flughafenausbau. [...]"


    Quelle:

    https://www.tagesspiegel.de/be…-schliessung-1507954.html


    Einiges davon wurde bisher ja so umgesetzt, andere Dinge (noch?) nicht.