• Im Mai erstmals Rückgang bei den Passagierzahlen

    Insgesamt gingen die Zahlen um über 50.000 PAX oder rund 2 Prozent zurück. Über mögliche Ursachen macht der Flughafen in seiner Pressemeldung keine Angaben. Einer der Gründe liegt sicherlich im Angebotsverlust bei Ryanair. In den bisherigen Monaten hatte man diesen allerdings noch kompensieren können.

    Quelle: BER Pressemitteilungen

    Diverse neue Strecken insbesondere zum Winter angekündigt

    Umgekehrt gibt es inzwischen einige Ankündigungen für neue oder verstärkte Angebote im Winter und teils auch schon davor:

    - Royal Jordanian erhöht die Frequenz der erst relativ kürzlich wieder aufgenommenen Verbindung in die Jordanische Hauptstadt Amman von 2/7 auf 3/7

    - Die Turkish Airlines Tochter AJet erhöht die Frequenz nach Istanbul von 7/7 auf 14/7. Nicht ganz deutlich wird in der Meldung, ob die Verbindung nach Ankara 3/7 neu hinzukommt oder einfach nur nochmal mit erwähnt wird.

    - SkyUp startet neu am BER und bietet erstmals eine Direktverbindung nach Chisinau/Moldau an (2/7), was besonders für einen dichten Anschluss an die Ukraine interessant ist.

    - Demnächst (ab 20.6.) startet Air Transat dann bekanntlich die neue Direktverbindung nach Toronto (2/7).

    - easyJet fliegt im Winter neu nach Sevilla

    - Condor erhöht zum Winter deutliche die Frequenz nach Dubai (14/7), Frankfurt (21/7) und Hurghada (7/7), neu ist ansonsten das Codesharing mit der Deutschen Bahn ab Dresden

    - Eurowings fliegt im Winter nach Marsa in Ägypten und Kittilä in Finnland/Lappland, allerdings nur je 1/7. Zudem fliegt man schon früher als geplant nach Dubai (allerdings zunächst nur 4/7) und fliegt später sogar beide Flughäfen an (dann insgesamt 11/7), neu ist ansonsten der neue Premiumsitz, den die Airline auf der Dubai-Verbindung erstmals für den Lufthansa-Konzern testen soll

    - transavia fliegt im Winter nach Marrakesch und Agadir in Marokko (je 2/7) und erhöht deutlich die Frequenz nach Paris (bis zu 21/7)

    Quelle: BER News & Stories (diverse Einzelmeldungen)

    Auffällig finde ich, dass bisher noch überhaupt nichts über potentielle weitere Streichungen oder aber neue Angebote von Ryanair zu hören ist.

    Insgesamt bleibt es offenbar aber vorerst bei einem Jahr der Stagnation. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Angebote zünden und den Trend etwas anheben können.

  • ^^

    Zur Besucherterasse am BER sollte erwähnt werden, dass so eine Einrichtung anscheinend keineswegs selbstverständlich ist. Ein Bekannter von mir aus London war sehr erstaunt und meinte, dass es so etwas in Heathrow nicht gäbe.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Auffällig finde ich, dass bisher noch überhaupt nichts über potentielle weitere Streichungen oder aber neue Angebote von Ryanair zu hören ist.

    In den entsprechenden Fachforen gibt es da schon erste News. Ich zitiere mal den User Emanuel Francesco aus dem airliners.de-Forum:

    Ryanair im WFP25/26

    Berlin - Alicante, Bukarest, Marrakesch je +1/7 auf 5/7

    Berlin - Palermo +1/7 auf 4/7

    Berlin - Teneriffa Süd +1/7 auf 7/7

    Insgesamt scheint der Mai vor allem wegen der dieses Jahr erst im Juni stattfindenden Pfingstfeiertage einen Rückgang zu haben.

    Transavia hat BER-ORY übrigens bereits zu, März 2025 auf 21/7 erhöht. Nach RAK (Marrakesch) hat Ryanair ja gleich reagiert und die fünfte wöchentliche Frequenz nachgelegt, was dann also insgesamt 7/7 BER-RAK bedeutet. Recht viel Kapazität, aber in eine so tolle Stadt bzw. tolles Land kann es natürlich nicht genug Möglichkeiten geben hinzukommen.

  • Der Flughafenneubau war absolut notwendig, das ist unbestritten, allerdings - und das wird immer deutlicher - ist die Entwicklung ernüchternd und der Ausblick bescheiden.

    Zum einen werden sich die Hoffnungen auf ein Drehkreuz nicht erfüllen. Kleinere Verschiebungen bei Ryanair oder Eurowings und anderen wird daran nichts grossartiges ändern.

    Und dieser Megaflughafen bei Warschau, der wohl bis spätestens 2032 eröffnen wird, deckt dann genau das potenzielle Einzugsgebiet für Zubringer in Mitteleuropa ab, auf das ja der BER wohl spekuliert hat.

    Und die Entwicklung Berlins selbst ist auch enttäuschend, sowohl was die Touristenzahlen als auch die wirtschaftliche Entwicklung betrifft. Wenn man sich überlegt, dass drei Jahre nach Corona man immer noch erheblich hinter den Zahlen von 2019 zurückbleibt, ist das ernüchternd, allen immer wieder angeführten Erklärungen und verständlichen Schönfärbereien zum Trotz.

    Auch wenn Berlin mittlerweile ein etwas höheres Wirtschaftswachstum als der Bundesdurchschnitt erzielt, es ist objektiv betrachtet zu wenig und die Aussichten sind auch eher mittelmässig.

    Mittel und langfristig muss es das Ziel bleiben, dass der BER höhere operative Gewinne erzielt, und eventuell fit gemacht wird um teilprivatisiert zu werden, das ist allerdings eher Wunschdenken. Und wenn ich mir die Äusserungen von Frau von Massenbach anhöre, dann ist es ihre Aufgabe die immer noch kritische finanzielle Situation zu verbessern, was allerdings bei der zu erwartenden oder eher befürchtenden Entwicklung extrem schwierig sein wird.

    Sie wird das machen müssen und versucht es ja auch, was Berlin äusserst ungern macht. Unternehmerischer denken, effizienter und produktiver werden und sparen. Bei der gegenwärtigen Gesamtentwicklung - auf die der Flughafen selbst wenig Einfluss hat - geht es letztlich um Schadensbegrenzung.

    Einmal editiert, zuletzt von Theseus532 (10. Juni 2025 um 12:46)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Flughafenneubau war absolut notwendig, das ist unbestritten, allerdings - und das wird immer deutlicher - ist die Entwicklung ernüchternd und der Ausblick bescheiden.

    Zum einen werden sich die Hoffnungen auf ein Drehkreuz nicht erfüllen.

    Nicht böse gemeint, aber irgendwie wirkt Dein Beitrags auf mich teils etwas aus der Zeit gefallen.

    Der Bau steht längst nicht mehr zur Debatte, sondern faktisch auf einem festen Zement-Fundament auf märkischem Boden (wer immer noch über Tegel, Sperenberg etc diskutiert, tut das mE aus Nostalgie oder als Hobby).

    Dass der BER dagegen absehbar kein relevantes Drehkreuz darstellen wird, ist mE ebenfalls längst (weitgehend) unbestritten - und demnach inzwischen auch längst keine neue oder immer deutlicher reifende Erkenntnis mehr.

    Was Du dann gegen Ende für Frau von Massenbach vorschlägst, setzt diese mE bereits um. Sie ist ja offensichtlich keine Frau mit irgendwelchen unrealistischen Visionen, die man auf den Boden holen müsste.

    Im Gegenteil: Die direkt zu beeinflussenden internen Prozesse wie auch die externe Wertschätzung beweisen mE eindrucksvoll, dass wir hier bereits eine völlig pragmatisch und zielorientiert denkende und arbeitende Frau haben, welche die Zeichen der Zeit wie auch die regionalen Faktoren einzuordnen und entsprechend zu agieren weiß. Zaubern kann sie halt auch nicht. Die beschriebene Ernüchterung ist aber mE schon längst eingetreten und entsprechend wird auch bereits seit Jahren ganz nüchtern mit diesen Gegebenheiten gearbeitet.

    Wo ich so nicht ganz mitgehe sind die enttäuschende Entwicklung und die trüben Aussichten durch Standortfaktoren:

    - Ja, zu 2019 fehlen Stand 2024 noch rund 1 Mio Besucher oder rund 3,5 Mio Übernachtungen, das sind je etwa 10% und das kann beim aktuellen Trend auch noch ein paar Jahre dauern. Aber auch so hat Berlin nach wie vor noch die drittbesten Tourismuszahlen Europas - und die Zahlen steigen ja wieder sukzessive an.

    - Ebenso gibt es Stand 2024 ein stabiles Geschäft bei Messen und Kongressen (aufgrund von Sondereffekten war es sogar ein absolutes Rekordjahr). Mit Ablegern von Weltwirtschaftsforum und GITEX sind kürzlich noch zwei global sehr renommierte Events hinzugekommen.

    - Im etwas größeren Maßstab ist das Wirtschaftswachstum zwar zuletzt deutlich abgekühlt, aber bereits 2021 lag es wieder über 2019 uns ist seither stetig weiter gestiegen (vor 2020 meist um die +3 bis 4% p.a., dann 2020: -2,4%, 2021: +5,3%, 2022: +4,4%, 2023: +1,5%, 2024: +0,8%). Zudem kamen größere internationale Ansiedlungen hinzu. Das sind mE also alles eher nicht DIE limitierenden Faktoren für den BER. Im Gegenteil: In einschlägigen Quellen liest man immer wieder, dass schon jetzt deutlich mehr Nachfrage da ist als aktuell abgedeckt wird. Das schreiben auch u.a. die Airlines selbst, die aktuell aber trotzdem oft stärker woanders expandieren.

    Und um an der Stelle nun auch wieder stärker zum BER zurückzukommen:

    Dieser hat mE aktuell tatsächlich eher mit der Politik der letzten Bundesregierung sowie teils auch der EU zu kämpfen. Die haben die Preisschraube im Vergleich zum Wettbewerb überdreht und gerade durch die parallel aufgetretene Aufeinanderfolge von Kürzungen während Corona und Lieferengpässen nach Corona werden nun eben zunächst eher diejenigen Märkte von den Airlines bedient, wo neben vorhandener Nachfrage auch die Kosten besser aussehen. Was aber absehbar besser wird, sobald dieses Nadelöhr überwunden ist (was aber durchaus noch Jahre dauern dürfte). Und exakt diese Entwicklung haben Marktanalysten frühzeitig vorhergesehen und zu einem eher entspanntem Umgang damit geraten.

    Wenn man das im Hinterkopf behält und entsprechend für den BER mit einbezieht, ist mE weder der aktuelle Trend und erst Recht nicht der Ausblick überraschend negativ oder sogar enttäuschend:

    - 2024 war in der Entwicklung ein sehr solides Jahr mit einem Wachstum von gut 10%, was über dem deutschen Durchschnitt und auch ein gutes Stück über den Planungen/ Erwartungen lag.

    - 2025 sind nun die signifikanten Kürzungen von Ryanair als bisher größte Einzelairline am BER zu spüren, i.e. ganze -20%. Diese konnten bisher durch das Wachstum bei den restlichen Airlines immerhin (über-)kompensiert werden. Den im Mai dann doch aufgetretenen leichten Rückgang konnte spandauer ja plausibel auf die verschobenen Pfingstferien zurückführen und dürfte sich im Juni entsprechend positiver auswirken.

    - Das Wachstum aus 2024 wird sich 2025 aber ohnehin nicht wiederholen lassen. Ein mittlerer einstelliger Wert wäre schon erfreulich, ein niedriger einstelliger Wert wohl wahrscheinlicher.

    - Nicht ganz unwichtig für den Jahresendspurt 2025 und den Ausblick auf 2026 wird der Winterflugplan. Hier gab es bisher durch die Bank eher Wachstumssignale (siehe vorherige Beiträge).

    - Und spandauer nannte nun ja auch erste Zuwächse bei Ryanair, die sich bisher öffentlich bedeckt halten.

    Ich hab daher mal die genannte Quelle zurück verfolgt und der offenbar sehr gut informierte User listete dort in den letzten Wochen an verschiedenen Stellen weitere Zuwächse für den Winterflugplan von Ryanair auf, hier kurz zusammen getragen:

    Berlin - London Stansted +3/7 auf 28/7

    Berlin - Dublin +2/7 auf 14/7

    Berlin - Edinburgh +2/7 auf 7/7

    Berlin - Sofia +2/7 auf 6/7

    Berlin - Teneriffa Süd +1/7 auf 7/7

    Berlin - Alicante, Bukarest, Marrakesch, Vilnius je +1/7 auf 5/7

    Berlin - Bologna, Palermo +1/7 auf 4/7

    Berlin - Bari, Birmingham, Tallinn, Triest je +1/7 auf 3/7

    Das wären also auch ohne komplett neue Verbindungen in Summe 20/7 zusätzliche Frequenzen (also knapp 3 täglich), wenn nicht noch zeitgleich anderswo gestrichen wird. Jedenfalls würde ich es aber erstmal als klares Signal gegen weitere massive Kürzungen deuten, wie Ryanair sie noch vor wenigen Monaten angedroht hatte. Zuletzt hatten sie ja gar nicht mehr öffentlich ihre Kritik an den Kosten wiederholt und stattdessen mit dem streng umgesetzten Nachtflugverbot ein neues "Lieblingsthema" gefunden...

    Mein Ausblick:

    - Wie gesagt wird der BER zumindest so schnell kein Drehkreuz, verbessert aber sukzessive (meinetwegen passt auch "langsam aber stetig") interne Prozesse, Konnektivität und Wirtschaftlichkeit. Wobei letztere primär durch die Erbsünde Verschuldung erschwert wird.

    - Die meisten Airlines am Standort expandieren absehbar weiter. Wenn wie zuletzt bei Scoot oder Norse oder eben (vorübergehend?) Ryanair doch was wegfällt, rücken in der Regel andere Angebote nach.

    - Wobei natürlich schon auffällt, dass aktuell vor allem diverse Drehkreuze immer stärker angeflogen werden, sodass eher die indirekte Konnektivität durch immer bessere Umsteigeoptionen gewinnt. Frau von Massenbach hat das in letzter Zeit aber auffälligerweise eher positiv betont. Entweder ist das wieder der besagte Pragmatismus (lieber besser als bisher per Umstieg in die ganze Welt statt überhaupt kein Fortschritt). Oder es spielt mit rein, dass sie in ihrer neuen Rolle ja auch die Interessen der anderen Deutschen Flughäfen inklusive der Schwergewichte Frankfurt und München (aber zugleich auch der vielen noch kleineren Airports) berücksichtigen muss und nun eher um einen Ausgleich dieser Interessen und eine positive Gesamtentwicklung in Deutschland bemüht ist.

    - Daneben kommen durchaus immer mal interessante Verbindungen wie zuletzt Liverpool oder Bilbao neu hinzu und die Frequenzen werden auch unter dem Strich eher stetig besser.

    - Gerade auf der Fernstrecke gab es bisher aber noch immer keinen großen Durchbruch (eher hält es sich die Waage, wenn man mal etwas vom Boom der Golfregion absieht). Inwiefern sich hier durch den Abbau der Lieferengpässe sowie insbesondere die kleineren neuen Jets (mit diversen Umbauten für die Langstrecke) einerseits und mögliche Reaktionen der Bundesregierung andererseits grundlegend ändert: We will see.

    Ich persönlich vermute aber, dass wir auch interkontinental nach wie vor vor allem eine zunehmend noch bessere Anbindung an relevante Hubs erleben werden - und keine flächendeckende Punkt-zu-Punkt-Anbindung.

    Vielleicht wird das ja in 10, 15 oder 20 Jahren mal anders, falls Berlin sich gut entwickelt und/oder der BER einfach mal eine kritische Schwelle erreicht. Es kann auch damit zusammen hängen, dass z.B. indische oder US-amerikanische Kunden und/oder Airlines lieber direkt fliegen als über ausländische Hubs (wobei wie immer konkurrenzfähige Kosten pro Flugkilometer rein spielen werden und es da absehbar nicht so gut für Deutschland aussieht).

  • Es ist schon etwas anstrengend, dass Du es nicht erträgst wenigstens einmal einen Beitrag über den Flughafen einfach mal zur Kenntnis zu nehmen und so stehen zu lassen.

    Dass Du eine andere Meinung vertrittst, ist allen hinlänglich bekannt und inhaltlich bietet diese endlose Replik nichts, was du nicht schon in Dutzenden anderer Beiträgen dargelegt hast.

  • ^Fair enough. Die meisten Punkte hatten wir in der Tat schon einmal irgendwo und ich hätte das nicht nochmal ausführen müssen. Wobei das mE halt in beiden Richtungen gilt. Die Entwicklung um Ryanair ist ansonsten durchaus neu und mE auch spannend.

  • Wie heute in der BZ berichtet wurde, erweitert EasyJet seine Flüge dieses Jahr im Winter (2025/6). { Winterflugplan } . Gemeint: zwei neue Airbus A321neo am 26.10.24 & im Neujahr 2026.

    Der Vorteil: Die sparen weniger Treibstoff & 50 % leiser Sein.

    Verbindung: Spanien, Markoko , Paris & London & co.


    ( Etwas mehr Info & Strecke, siehe Link)

  • Air Transat erwägt bereits Ausbau des Angebots

    Nun ist die neue Transatlantikstrecke nach Toronto also angelaufen - hier ein Bericht vom Erstflug. Gerade in der "Club Class" scheint die Langstrecke ja auch im A321LR ganz gut auszuhalten sein. Ansonsten bestätigt sich offenbar auch, dass die Airline einen guten Service anbietet.

    Besonders erfreulich: Die bisher nur saisonal sowie mit 2 Frequenzen pro Woche gestartete Verbindung ist wohl so gut gebucht, dass Air Transat bereits jetzt einen Ausbau des Angebots prüft. So schnell wie es geht und es die Kapazitäten hergeben.

    (hier im rbb-Beitrag zu hören ab 1:25)

    Vielleicht spricht es sich ja herum. Die ebenfalls im Mittelstrecken-Airbus angebotene Verbindung Berlin-Dubai ist bereits die beste Strecke im Eurowings-Portfolio - und auch da zeichnete sich das schon zum Start ab. Nun also starke Buchungszahlen für Berlin-Toronto. Dann sollte doch vielleicht auch bald was gehen in Richtung (Ost-)Asien...

  • ...und Scoot war nach der Umstellung auf den ständigen ATH-Zwischenstopp (auch bedingt dadurch, dass man freiweillig nicht mehr über Russland fliegt) gegenüber Qatar und Turkish Airlines einfach nicht mehr konkurrenzfähig.

  • Danke für die Einschätzungen.

    Rom FCO ist ja seit längerem Drehkreuz für Italien.

    Mailand MXP ist seit längerer Zeit kein Alitalia/ITA Drehkreuz, dennoch find ich insbesondere den Langstrecken Mix in MXP recht beeindruckend.

    Evtl. könnt sich der BER in diese Richtung entwickeln.

  • Norditalien mit Mailand als Zentrum ist allerdings wirtschaftlich und damit vom Aufkommen insbesondere für Langstrecken noch mal ein anderes Kaliber als Berlin/Brandenburg. Es ist mWn die wohlhabendste Region Europas.

  • Sicherlich. Aber in die Richtung kann es sicher gehen - Berlin / Brandenburg wird in den nächsten Jahren genauso weiter stark wachsen, durch Eigendynamik aber sicher auch Signalen wie Telsa, Amazon usw. - Ein Mixangebot an Airlines, die Berlin mit Langstrecken versorgen wäre grundsätzlich sogar wünschenswert, da man so das Klumpenrisiko einer Airline reduziert. Neben Berlins aufstrebender Kraft müssen aber auch die Rahmenbedingungen in Deutschland dazu passen.

  • ^ Mailand ist eine der wohlhabensten Regionen der EU, schließt die stärkste zusammenhängenden Wirtschaftsregion der EU im Süden ab. Erwirtschaftet mehr als ein Drittel der italienischen Gesamtwirtschaft. Durch die Position der infrastrukturelle Schnittpunkt (Straße, Schiene, Luft) im südlichen Europa. Nach Rom der zweite zentrale Ausgangsspot für Tourismus in Italien. Das kann Berlin durch die Teilung bedingte, sehr starke Dezentralisierung der Bundesrepublik gar nicht mehr erreichen. Zumindest nicht über die nächsten Generationen.

    Deswegen würde ich MXP sicher nicht als Vergleich einbeziehen.

  • https://www.faz.net/aktuell/wirtsc…-110494708.html


    Betrifft den BER jetzt nur indirekt aber dieser Artikel in der FAZ fasst wirklich gut zusammen, was für die Beschleunigung bei der Sicherheitskontrolle sorgt und diese Technik hauptsächlich aus Deutschland kommt.

    Die schnellere Handgepäckdurchleuchtung stammt von der Firma Smiths Detection

    1946 gegründet als Firma Heimann, heute in britischen Besitz.

    Der grosse Fortschritt besteht in der Einführung von 3D anstelle von 2D scanners, das beschleunigt das Erkennen. Frankfurt und Berlin haben schon angefangen umzustellen und werden das fortführen. Alle anderen deutschen Flughafen ebense.

    In Europa sind sie Marktführer. In den nächsten Jahren wird jeder internationale Flughafen umstellen, laut Prognose.

    Und ab 2026 wird KI eingesetzt, die angeblich noch besser - seufz - Drogen und verdächtige Gegenstände entdeckt.

    Daneben gibt es eine Neuentwicklung von sogenannten 'walk through' Körperscanners. Entwickelt von der Firma Rohde und Schwarz.

    Kein Entblättern bis auf die Unterhose mehr und abspreizen aller nennenswerten Extremitäten.

    Ein lässiges Schlendern durch einen Kontrollbereich scannt die Person ab.

    In Frankfurt wird gerade ein Prototyp im Regelbetrieb getestet und scheint prima zu funktionieren.

    Durch das Zusammenspiel von beiden Systemen wird dann erst wirklich ein effektiver Zeitgewinn und Reduzierung von eh kaum vorhandenen Personal erzielt. Denn was nützt ein schnellerer Handgepäckscanner, wenn es an der Personenkontrolle hakt mit Gürtel-, Schuhe,- ausziehen und extra abscannen durch einen Mitarbeiter.

  • Die Passagierzahlen sind leider im Juni erneut ggü. dem Vorjahr gesunken (-2,1 %). Der Rückgang bewegt sich damit auf dem Niveau des Vormonats. Wenn sich der Trend verfestigt, wird das diesjährige geringe Wachstum bis zum Jahresende wieder aufgefressen.

    Verkehrsstatistik BER 06/2025

  • Passagierzahlen am BER stagnieren mit +0,25% im Juli weiter - keine Wachstumsimpulse absehbar

    Einerseits gab es damit zwar immerhin kein erneutes Minus mehr wie in den vergangenen beiden Monaten. Andererseits war das Jahresplus zum Halbjahr bereits auf nurmehr 2% abgeschmolzen und wird nun also weiter gedämpft bzw. in Richtung Nullwachstum verschoben.

    Quelle BER

    Auch wenn speziell bei Ryanair zuletzt gewisse Signale für zusätzliche Flüge (Frequenzerhöhungen auf bestehenden Strecken) gesendet wurden, ist bisher noch keine Trendumkehr abzusehen. Ein wesentlicher Punkt wird sein, dass die neue deutsche Bundesregierung ihre im Koalitionsvertrag beschlossene Absenkung der Flugverkehrssteuer vorerst nicht finanziert bekommt und somit 2026 nicht umsetzen kann. Das dürfte bei den Airlines für Enttäuschung sorgen. Zumindest Ryanair hatte eigentlich angekündigt, dass bei Aufrechterhaltung der hohen Steuer u.a. am BER noch weiter deutlich gekürzt werden soll.

    Quelle Welt.de

    Quelle reisereporter.de