Leipzig: St. Trinitatis (realisiert)

  • übrigens hätte man auch die fassade des fälschlicherweise zuletzt gezeigten entwurfs (nummer 1011) wunderbar mit der geplanten fassade (siehe #215) ausstatten können. um mal die "glanzleistung" von schulz&schulz zur rettung ihres, aus städtbaulicher sicht äußerst umstrittenen, entwurfs (in diesem fall, ganz im gegensatz zur stadthausbebauung) wieder etwas zu relativieren. ich hätte mir nicht nochmal die alternativentwürfe anschauen sollen, das reißt gleich wieder alte wunden bei mir auf. wo ich mich doch gerad so einigermaßen mit der jetzigen version abgefunden habe (auch stark dadurch beschleunigt, dass sich etwas mühe bei der fassadengestaltung gegeben wurde)

  • LVZ, 11.01.2011
    Propsteikirche - Bauland wird für 881 400 Euro verkauft

    Der Grundstücksverkehrsausschuss der Stadt hat gestern Abend einstimmig und endgültig den Weg für den Abschluss des Kaufvertrages freigemacht. Die katholische Propsteipfarrei St. Trinitatis wird von der Stadt Leipzigdas Baugrundstück - 2938 Quadratmeter an der Nonnenmühlgasse -für ihre neue Kirche für 881 400 Euro erwerben.

    Vorher müssen noch die Leitungen der Wasserwerke, Verkehrsbetriebe, Stadtwerke und für die Telekommunikation umverlegt werden. Die Kosten übernimmt die Kommune, entsprechende Vereinbarungen mit den
    Versorgungsfirmen wurden bereits abgeschlossen. Falls Giftstoffe im Boden lagern, steht die Stadt für die Beseitigung mit bis zu 100 000 Euro ein. Was danach noch vom Verkaufserlös übrig bleibt fließt in den Haushalt 2011 ein.

  • Ein aktuelles Bild vom Baugeschehen auf das Areal der neuen Trinitatiskirche >>


    Blick vom Rathausturm auf das Baufeld. Im Sommer 2011 soll's los gehen.

  • ^ Starkes Foto. An der südlichen Grundstücksgrenze des geplanten Neubaus seht ihr, dass ein schmaler Erdschacht ausgehoben wurde, worin Kabel verlegt werden. Unten sieht man außerdem, dass kurz unterhalb der Grasnarbe die Reste der Vorkriegsbebauung zum Vorschein kommen. Dazu ein aktuelles Bild:


    Foto: Cowboy

  • GRUNDSTÜCKSVERKAUF GENEHMIGT

    Die Landesdirektion Leipzig hat den Grundstücksverkauf von der Stadt Leipzig an die Probstei St. Trinitatis genehmigt.

    Quelle: L-IZ

  • amüsant? ich halte das für schlichtweg traurig. soviel zur fähigkeit moderner architekten, sich in den ort einzufühlen... danke für den fund dase.

  • Sehr spannend auch mal wieder die Begründung der Jury. Diese Sprechweise ist fast schon mit jener der Politik vergleichbar. Welche Wirkung wird da denn wie verstärkt?

  • ^ An diesem Tag findet um 10.00 Uhr ein symbolischer Baggerbiss auf dem neuen St. Trinitatis-Areal statt. Dabei sind Dr. Thomas Westphalen vom Sächsischen Landesamt für Archäologie und Joachim Reinelt, Bischof des Bistums Dresden-Meißen.

    Quelle: L-IZ

  • Unter dem Titel "Verschandelt ein "Hallenbad" Leipzigs Innenstadt?" berichtet welt.de über die Diskussion zum Kirchenneubau.

    Link:
    http://www.welt.de/kultur/article…Innenstadt.html

    Der Autor verweist auf die Diskussion in diesem Forum und setzt einen Link zum Forum in dem Bericht.

    In dem Bericht wird der Entwurf des siegreichen Architektenbüros schulz & schulz kritisch bewertet und es werden die Argumente von Forumsusern, die in dem Entwurf mehr einen "Flughafentower" oder ein "Hallenbad mit Turm" erkennen, zitiert. Eingegangen wird auch auf den Vorwurf der "Ruhrpottisierung Leipzigs" durch den Entwurf für den Kirchenneubau.

  • besten dank für den link,

    auch wenn wir ihn hier bereits in beitrag #156 hatten und diskutierten.

    inzwischen gibt es pläne der gemeinde, auch die flächen südlich der nonnenmühlgasse zu erwerben und zu bebauen. st. trinitatis und umfeld wird wohl noch einige jahre für gesprächsstoff sorgen.

  • An den Plänen ändert sich mit ziemlicher Sicherheit nichts mehr. Man wird sich wohl mit der "Kirche laut Eingangschild" anfreunden müssen. Ich finde es als Außenstehender aber schon suspekt, dass man an dieser Stelle, direkt neben dem extrem markanten Rathaus, kein städtebauliches Konzept vorgibt.
    Wenn ich mir die anderen Entwürfe anschau grauts mir teilweise noch viel mehr.

    Finde ich schade da man sich sonst in der Leipziger Innenstadt Mühe gibt an die Tradition anzuknüpfen. Das sind aber leider nur unauffälligere Projekte die weniger Beachtung finden. Öffentlich Großbaustellen sind meistens Ausreiser nach unten ....

  • mal abgesehen davon, dass der kirchenbau keine "öffentliche" veranstaltung, sondern eine sache der betreffenden gemeinde ist:

    an dem angewendeten verfahren eines zweistufigen architekturwettberwerbs ist meiner meinung nach nichts auszusetzen. und erst recht nichts daran, bei diesem solitär keine vorgaben gemacht zu haben.

    die gemeinde hat sich für einen entwurf entschieden, der introvertiertheit und solidität ausstrahlt. damit scheint sie ja voll auf papstlinie zu liegen. gut möglich, dass der bau somit zum künftigen katholischen selbstverständnis überraschend gut passen wird.

    um zu den öffentlichen bauten zurück zu kommen: die ironie ist, dass der einzige auf den ersten blick als sakrales gebäude wahrzunehmende neubau ausgerechnet das paulinum der ach so gottlosen universität ist. aber das ist eine pointe, auf die man in den artikeln von herrn guratzsch dann wohl doch vergeblich warten wird...

  • ich vermute mal, dass saxonia auch eher den vergleich meint, dass zb beim hotelneubau am brühl, den nun wirklich kaum einer im detail wahrnehmen wird, auf jegliche fensterraster und fenstergrößen im detail geachtet wird (was auch sehr richtig ist) und beim bau der st trinitatis kirche ausnahmslos alles akzeptiert wird. das ist etwas widersprüchlich. zumindest meines empfindens. und da nach bauherren-art zu differnzieren entspricht nun überhaupt nicht dem deutschen grundsatz, alle gleich zu behandeln, egal um herkunft un religion ^^