Beiträge von Cowboy

    Es gibt sicher schönere Städte auf der Welt, aber kaum eine dürfte so reizvoll gelegen sein wie Kapstadt. Dazu wird die Stadt am Kap ganzjährig von schönem Wetter mit hoher Sonnenscheindauer und angenehmen Temperaturen auch im Hochsommer verwöhnt. Durch den Atlantik, dessen Wassertemperatur nie auf über 20 Grad steigt, erwärmt sich auch die Luft im Sommer selten auf 30 Grad oder drüber. Die vielen in traumhaften Buchten gelegenen Vororte wie Clifton, Camps Bay oder LLandudno könnten pittoresker kaum sein. Gepflegte Strände und Promenaden, tolle Restaurants, dahinter noble Appartementhäuser mit sog. Infinity-Pools und Nobelkarossen soweit das Auge reicht lassen einen schnell vergessen, dass man hier eigentlich in Afrika ist. In Kapstadt selbst ist man versucht, die Lebensqualität für Einheimische mit baulichen Veränderungen stets zu erhöhen und dabei auch den Blick auf Touristen nicht zu vernachlässigen. Beispielhaft dafür dürfte die Errichtung der Strandpromenaden Sea Point und Green Point sein (letzterer auch mit der Errichtung des Cape Town Stadium für die WM 2010) sowie an deren Ende befindlichen Waterfront, ein ehemaliger Stadthafen, der vor über 20 Jahren zu einer Vergnügungsmeile ausgebaut worden ist.


    Kapstadt ist zwar ein Hotspot für Touristen aus aller Welt, wirkt aber längst nicht so überlaufen wie europäische Großstädte im Sommer. Es dauert nicht lange, bis man Deutsche ausmacht, aber dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass Kapstadt und Südafrika noch immer so was wie ein Nischendasein für deutsche Touristen darstellt. Für eingefleischte Afrika-Liebhaber kommt Südafrika eigentlich gar nicht in Frage, zu unafrikanisch eben, und Pauschaltouristen fliegen eher nach Thailand, Bali oder in die Karibik.


    Wo viel Licht, da auch meist viel Schatten: Durch die Apartheid wirkt Kapstadt baulich auch heute noch sehr entmischt. Viele ehemalige Viertel wurden ab den 60er-Jahren dem Erdboden gleichgemacht und deren Bewohner nach Hautfarbe zwangsumgesiedelt. Eine Ausnahme bildet Bo Kaap, das Viertel der sog. Kapmalaien, das fast wie durch ein Wunder erhalten blieb und heute - natürlich! - ein Touri-Hotspot ist. Eine weitere Folge der Apartheid sind die in Südafrika allseits bekannten Townships, die sich auf dem "Rücken" von Kapstadt jenseits des Tafelbergs befinden und in den sandigen Cape Flats vom Flughafen bis zu den Stränden von False Bay reichen. Die sozialen Missstände von Mitchel's Plain, Hanover Park oder Khayelithsa, mit knapp 400.000 Einwohnern das größte Township, haben in den letzten Jahren noch zugenommen. Zum einen durch rege Armutszuwanderung aus anderen Teilen Südafrikas und Afrikas, zum anderen durch ausufernde Gewalt militanter Drogenbanden, die jüngst sogar die Armee auf den Plan gerufen haben und Kapstadt insgesamt letztes Jahr in die Top 20 der Städte mit den meisten Morden weltweit gehievt hatte. Noch vor Johannesburg! Dem Abhilfe zu schaffen dürfte schwer werden, zumal Südafrika von einem Korruptionsskandal in den nächsten schlittert und Gelder für sozialen Wohnungsbau, Infrastruktur, Sicherheit und Bildung etc. in irgendwelche dunkle Kanäle fließen. Dass in weiten Teilen des Landes jeden Tag für ein paar Stunden der Strom abgeschaltet werden muss (noch nicht in Kapstadt), ist nur eine unangenehme Folge daraus.


    Aber davon bekommt der Kapstadt-Tourist in aller Regel nichts mit, wenn er nicht gerade eine der vielen geführten Touren durch die Townships bucht. Das ist sicher nicht verkehrt, um sich mal wieder zu "erden" und um beide Seiten von Kapstadt kennenzulernen. Die schöne Seite dominiert klar und lassen Kapstadt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Stadt empfand ich als sehr entspannt, vielseitig, sicher und stets freundlich. Für einen Besuch auch mit kleinen Kindern sehr geeignet.




    Kapstadt und der Tafelberg von der ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island gesehen. Die Wolken auf dem Tafelberg werden umgangssprachlich "Tischdecke" genannt und stellen ein Wetterphänomen dar: Durch die warme Luft am Fuße des Tafelbergs lösen sich die Wolken, die der Wind über die Berge peitscht ab einer bestimmten Höhe sekundenschnell auf, so dass in der Stadt oft den ganzen Tag über die Sonne aus vollen Rohren scheint, während es hinterm Tafelberg ganztägig bewölkt bleibt.

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    Die Innenstadt, besonders das Business District, wirkt insgesamt etwas abgeranzt.

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    Green Market Square

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    An deren Seite kampieren Flüchtlinge aus Afrika und machen auf ihre missliche Lage in Südafrika aufmerksam

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    Unweit entfernt befindet sich Company's Garden. Früher waren hier die Gärten der Holländisch-Ostindischen Handelskompanie, heute zählt ein Teil des Geländes zum Botanischen Garten.

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    Entlang besagten Gartens befinden sich historische Gebäude wie das Parlamentsgebäude

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    Oder die Stadtbibliothek

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    Kapholländischer Stil

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    Camps Bay von Lion's Head (668m) aus gesehen. Die Bergkette nennt sich die 12 Apostel.

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    Camps Bay von unten. Im Hintergrund Lion's Head


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    Hout Bay mit gleichnamigem Vorort von Chapmans Peak aus gesehen

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    Findet man nicht nur in Boulders Beach, sondern fast überall: BrillenpinguineIMG_6020_zpsnwtizvhn.jpg




    Die Winelands hier im Vorort Constantia. Landschaftlich wie in Italien mit nobel anmutenden Weingütern, die für jederman unentgeltlich offen stehen, zum Schauen oder Probieren: Man fühlt sich sofort willkommen.

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    Nur ein paar Kilometer von den Winelands entfernt: Township Khayelitsha. Im Hintergrund der Tafelberg.


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    Zurück ins Zentrum von Kapstadt:



    Waterfront

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    Die schönste Sicht auf die Stadt genießt man von den umliegenden Hügeln, wie hier von Signal Hill auf die Küste mit Green Point und dem Cape Town Stadium. Auf dem zweiten Bild mit Robben Island.


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    Downtown von Signal Hill


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    Kapstadt von Lion's Head


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    Das war's...

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    Bilder: Cowboy

    ^ Dennoch seltsam, dass man nicht gleich die Karten offen gelegt hat und beim Pressetermin über die Ansiedlung in Leipzig vor ein paar Wochen noch beteuert hatte, das Werk in Waldheim erhalten zu wollen und den neuen Standort sogar als Außenstelle von Waldheim deklarierte. Letztendlich ist die Entscheidung, ein neues Werk in Leipzig zu bauen und den Standort in Waldheim aufzugeben aus wirtschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll und man hätte damit werben können, dass die Arbeitsplätze damit auch in der Region bleiben statt sonstewo nach Polen oder so verlagert werden. Waldheim liegt 'ne Stunde mit dem Auto von Leipzig entfernt und ich wage zu behaupten, dass viele Mitarbeiter in Waldheim ohnehin von weiter weg pendeln. Für den einen oder anderen nimmt es sich vielleicht nichts, künftig nach Leipzig zu pendeln.

    Seit Wochen und Monaten wird ein bis dato brach liegendes Grundstück in der Georg-Schwarz-Straße, Ecke Ellernweg von Grünzeug befreit und inzwischen stehen Bagger für den Aushub der Baugrube bereit. Eine kurze Recherche ergibt, dass die Stadtbau-Wohnprojekte GmbH (wohl eine 100-prozentige Tochter der Leipziger Stadtbau AG) bis Ende 2021 einen Naubau mit 51 mietpreisgebundenen Wohneinheiten errichtet. Die Wohnungen, die alle über einen Austritt oder einen Balkon verfügen sollen, haben eine Größe zwischen 45qm und 85qm und werden von der Stadt Leipzig und vom Freistaat zu einem garantierten Mietpreis i.H.v. 6,50 Euro pro Quadratmeter für einen Zeitraum von 15 Jahren gefördert. Darüber hinaus entstehen 20 Stellplätze für PKW und ein attraktiv gestalteter Innenhof.



    So soll der Neubau im Ellernweg 2 aussehen:




    Bilder: stadtbau-wohnprojekte.de

    Ich nutze die Thread-Umbenennung gleich mal für die Ankündigung des neuen Firmensitzes der Künne-Immobilien-Gruppe auf dem seit Monaten beräumten Eckgrundstück Käthe-Kollwitz-Straße / Marschnerstraße. Lt. LVZ von heute Morgen entsteht auf etwa 1500 Quadratmetern ein viergeschossiges Büro- und Geschäftshaus sowie ein eingeschossiges Gartenhaus. Das verkündete Geschäftsführer Marko Künne gestern beim symbolischen Spatenstich auf der Baustelle. Der bisherige Unternehmenssitz in der Moschelesstraße wurde zu klein für die mehr als 60 Angestellten. Im EG und 1. OG zieht noch eine Zahnarztpraxis ein. Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.



    So soll der Neubau aussehen. Das erst seit 2015 bestehende Architekturbüro Graat aus Leipzig zeichnet für den Entwurf verantwortlich.


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    Bilder: Graat Architekten / Künne Immobilien


    New Industry kam mir auch schon in den Sinn, weil es sich analog zum Old Industry Thread anbieten würde. Jeder weiß, dass wir in diesem Strang nicht den Bau von Pferdewagen oder die Fertigung von Dederon-Kittelschürzen thematisieren, sondern die Sanierung und Umnutzung alter Industriegebäude.


    Das Problem sehe ich auch eher darin, dass man wahrscheinlich nicht jede Gewerbeansiedlung unter Industrie subsumieren kann. Und wenn der neue Anbau von Malermeister Klecks unter New Industry erwähnt wird, laufen wir schnell Gefahr, dass der Thread zur Lachnummer wird.


    Von daher tendiere ich auch eher zu "Industrie- und Gewerbeneubauten in und um Leipzig".

    ^ Punkt 1 auf jeden Fall, wobei mir noch kein griffiger Threadname einfällt. Ich würde ad hoc den Thread "Industriepark Nord" umbenennen.


    Punkt 2 eher nicht. Mit Eigenheimsiedlungen haben wir Moderatoren so unsere Probleme. Die Relevanz fürs Forum ist eher gering, außerdem gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Schwierigkeiten mit Besitzern, die dem DAF mit rechtlichen Schritten drohten, weil sie ihr Haus hier abgelichtet sahen. Ergo kein Problem, wenn neue Eigenheimprojekte im Wohnungsbau erwähnt werden. Detaillierte Fotos oder gar einen eigenen Thread dazu lieber nicht.


    Familien-, arbeits- und reisesbedingt mache ich mich hier noch bis März dünne. Die Moderation bleibt aber gewährleistet.

    ^ Nicht, dass es mich an den Stellen groß stört, aber es sind schon komische Wohnkästen, die dort hingepflanzt worden sind. Später werden sie vielleicht mal als typisch 10er-Jahre bewertet werden.

    ^ Das sieht wirklich ziemlich trostlos aus.


    Was die Container-Schule in der Eitingonstraße (Außenstelle der 5. Schule aka Lessing-Schule) angeht, so sollte diese mit der neuen Sportoberschule, die vor anderthalb Jahren eröffnet wurde, wieder verschwinden und die Grundschüler sollten in die frei gewordene Schule an der Max-Planck-Straße 1 - 3 ziehen (auf dem zweiten Bild oben rechts angeschnitten zu sehen). Nun ist es wohl so, dass dieses wieder frei gewordene Schulgebäude von Oberschülern aus Grünau genutzt wird, weil deren Oberschule (94. Schule in Grünau) umfassend saniert und ausgebaut wird. Wenn die dann raus sind, muss ebenjener Klinkerbau in der Max-Planck-Straße ebenfalls saniert werden, bevor die Grundschüler aus dem Container dort wieder einziehen können. Wir können also froh sein, wenn zur Fußball-EM 2024 das Containerdorf nach 14 Jahren weg ist. Dann haben die Schüler, die dort 2010 eingeschult worden sind, längst Abi gemacht. Aber bis 2010 sah man entgegen unseren Prognosen bei der Stadt auch noch keine Notwendigkeit, beim Schulbau aufs Tempo zu drücken. Jetzt brennt sie in Sachen Neubau von Schulen und Kitas regelrecht ein Feuerwerk ab - leider nur 10 Jahre zu spät.

    Kurzer Hinweis: Ab sofort gibt es diesen Strang für Kitas und Schulen. Hier befinden sich bereits alle Beiträge zum Thema seit dem 14. Juli 2019. Eine ganz saubere Trennung bei themenübergreifende Beiträge im alten Strang gibt es leider nicht immer.

    ^ Was die neue Geschäftsstelle für RB angeht, favorisiert das Baudezernat weiterhin den als Sportforum genannten Vorplatz östlich der Red Bull Arena. Mit deutlichen Worten hat es den Ideen der Grünen-Fraktion zurückgewiesen, den Vorplatz ohne RB zu gestalten, weil der von den Grünen favorisierte Standort der RB-Geschäftsstelle am Cottaweg allein schon flächenmäßig nicht ausreichen würde. Die Stadt rechne damit, dass sich die Zahl der Mitarbeiter bei RB bis 2030 um mindestens 300 erhöhen werde. Mit Blick auf vergleichbare Bundesligastandorte dürfte sich die Zahl sogar um 500 erhöhen. Mit der neuen Geschäftsstelle, mit dem künftigen Sportmuseum in unmittelbarer Nachbarschaft, mit dem von vielen Vereinen und Verbänden eingemieteten Hauptgebäude, mit dem SC DHFK und dem Olympiastützpunkt (und eigentlich der Arena Leipzig) soll das Sportforum wieder zum "Hotspot" der Sportstadt Leipzig werden.


    Zudem ist weiterhin ein Parkhaus auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmstadion favorisiert, um die 1.200 Stellplätze für die EM 2024 nachweisen zu können. Bis Ende 2020 legt die Stadt einen Masterplan Stadionumfeld vor, worin auch die Wünsche der CDU und der Grünen nach einer besseren Gestaltung des Stadionumfeldes berücksichtigt werde (bessere Pflasterung, Beleuchtung, Begrünung und Bezüge zum früheren Flusslauf der Alten Elster an der Friedrich-Ebert-Straße).


    Quelle: LVZ-Printausgabe



    Der alte Flußlauf der Alten Elster soll ab 2027 neu angelegt werden.

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    Bildquelle: Patrick Moye



    Auch baulich passiert einiges: Vor ein paar Tagen begann mit dem Erdaushub für den Dammeinschnitt die wohl größte Baumaßnahme für das Stadion. Weitere Informationen dazu gibt es im Bautagebuch.

    ^^ Hallo QM-magd, danke für deine Anregungen. Grundsätzlich können nur Moderatoren neue Stränge bilden und ältere Beiträge in diese verschieben. Was das L-Forum angeht, hat im Laufe der Jahre eine städtebauliche Entwicklung stattgefunden, mit der wir 2007, als ich und ein paar Mitstreiter das neue Sub-Forum schufen, nicht gerechnet haben. Der Fokus lag auf der Sanierung von Baudenkmälern, eine gewaltige Aufgabe angesichts des hohen Leerstands damals. Eine Neubautätigkeit, vor allem im privaten Sektor, fand so gut wie nicht statt und ich musste bei den anderen Moderatoren um Verständnis bitten, dass das L-Forum anders läuft als andere Sub-Foren im DAF, weil wir vorrangig den Umgang mit Bauerbe dokumentierten.


    Heute ist die Situation eine andere: Die Sanierung von Altbauten ist so gut wie abgeschlossen und der private Neubausektor ist regelrecht explodiert, so dass der aufgeblähte Wohnungsbauthread etwas unübersichtlich erscheint. Eine Aufteilung, wie du sie wünschst, hat ja schon stattgefunden, in dem Großprojekte entlang ehemaliger Bahnstrecken oder in anderen Bereichen eigene Threads haben. Ich habe erst einmal keine Idee, wie man diesen Bereich weiter sinnvoll aufdröseln könnte.


    Den Thread "Gebäude für Wissenschaft, Kultur, Bildung, Sport" könnten wir in 4 Threads aufteilen:


    • Schule + Kita
    • Wissenschaft
    • Medizin + Sport
    • Kultur


    Ich würde dann alle Beiträge ab 2020 dorthin verschieben und den alten Thread schließen (natürlich weiterhin für alle lesbar). Andere Vorschläge?

    ^ Ich glaube, ein Unternehmen wie Mercateo weiß mit modernen Arbeitsmodellen wie Jobsharing, Homeoffice etc. bei seinen Mitarbeitern zu punkten, so dass nicht alle 600 Angestellten von Mo - Fr und dann von 8 bis 18 Uhr zusammengequetscht im Großraumbüro sitzen müssen. Ist ja nicht das Ordnungsamt.


    Das Signal, das von dieser Unternehmensansiedlung ausgeht, ist weit größer als die bloßen Eckdaten verdeutlichen und wird in der IT-Branche sicher große Beachtung finden. Darüber hinaus: Leipzig und Sachsen fungieren hierbei nicht nur als Zweigniederlassung oder als verlängerte Werkbank längst bestehender Unternehmen, mit der Mercateo-Ansieldung in Leipzig verlegt ein westdeutsches (bzw. süddeutsches) Unternehmen mit nennenswerter Mitarbeiterzahl seinen Hauptsitz hierher. So was kommt sonst selten vor und das stellt aus meiner Sicht selbst die drei jüngsten Ansiedlungserfolge des Bundes (Fernstraßenbundesamt, Cyber-Agentur, Agentur für Sprunginnovation) in den Schatten, bei denen ja immer so ein gönnerhafter Ton mitschwang, den Osten jetzt auch mal ein bisschen mehr berücksichtigen zu wollen.


    Ich denke auch, dass die Standorte München und Köthen wegfallen und die in Deutschland ansässigen Mitarbeiter künftig in Leipzig konzentriert werden.

    ^ Denkmalschutz sei Dank, nehme ich an, wurden die Wohnzeilen aus den 30ern nicht dick in Styropor gepackt. Die auffällige Musterung im Putz gefällt mir und war vermutlich schon zur Entstehungszeit gegeben, auch wenn der noch nicht sanierte Teil der Siedlung nach DDR-Kratzputz aussieht. Ein Wehrmutstropfen sind natürlich die nachträglich angebrachten Balkone, die dem Anschein nach noch irgendwo im Lager gefunden worden sind. Besser würden meines Erachtens die alten Loggien aussehen, wenn Fenster nach historischem Vorbild eingebaut worden wären.

    ^^ Gibt es überhaupt eine verlässliche Quelle für die Behauptung, dass der OB Leipzig nicht mehr wachsen sehen möchte? Mir ist lediglich ein Artikel in Erinnerung, in dem er zitiert wurde, dass ein Wachstum der Stadtbevölkerung nicht mehr oberste Priorität genieße. Und das ist ja auch logisch, denn in den letzten 10 Jahren ist die Stadt sehr schnell gewachsen, während Wohnungsbau und Ausbau der Infrastruktur vor sich hin dümpelten.

    ^ Naja, die LVZ schreibt, dass die Fläche im leer stehenden Bürokomplex, in dem früher die HypoVereinsbank residierte, 11.500 Quadratmeter betrage und für 200 "Hanseln" eigentlich viel zu groß sei und stellt voran die Frage, ob das Fernstraßenbundesamt mehr Arbeitsplätze als bisher bekannt nach Leipzig bringe. So wie ich die Pressemeldungen ums Thema deute, beziehen sich die 200 Mitarbeiter lediglich auf die Fachkompetenz des Bundesamtes, was Beamte / Angestellte in der Sachbearbeitung, im Personalwesen und andere aus meiner Sicht ausschließt. Von daher würde es mich nicht wundern, wenn der Hauptsitz in Leipzig 400 oder mehr Mitarbeiter umfassen wird.


    Im übrigen handelt es sich um den größten Vermietungsdeal, der in Leipzig 2019 abgeschlossen wurde. Ein Mega-Deal, zumindest aus Leipziger Sicht. ;)


    Besagte Immobilie war ja bekanntermaßen auch als neues Domizil der Universität Lancaster im Gespräch. Diese Ausbildungsstätte für internationale Studenten hat inzwischen übergangsweise ein Quartier in der ehemaligen Hauptpost eröffnet. 2020 möchte sie in ein dauerhaftes Objekt umziehen, das derzeit noch saniert wird. Wo, wird nicht verraten. Spekulationen hier erwünscht!