Frankfurter Stadtgespräch

  • Uff, ich weiß gar nicht, in welchen Strang ich das schreiben soll, weil es so viele Projekte betrifft:

    Der geplante Grundstückstausch der Stadt Frankfurt mit der Uni/dem Land Hessen, der Voraussetzung u.a. für einen Neubau der Uni-Bibliothek und der Adorno-Schule gewesen wäre, ist geplatzt. Die Stadt hat den Vertrag wohl schon vor 5 (!) Jahren unterzeichnet, von Seiten des Landes kam lange nichts, und jetzt hat die Uni mitgeteilt, dass sich ihre Pläne geändert hätten, man sparen müsse und deshalb lieber vorhandene Strukturen sanieren wolle statt neu zu bauen. Damit ist der Stadt das Grundstück für den Neubau des Adorno-Gymnasiums abhanden gekommen. Betroffen vom Scheitern des Deals ist auch das Grundstück der HfMDK, was wohl Teil des Gesamtvertrages zwischen Stadt und Land war, wobei man das wahrscheinlich in einem separaten Vertrag wird regeln können.

    Artikel in der Rundschau von heute:

    https://www.fr.de/frankfurt/west…d-94102186.html

  • Eben ein Photorundgang durch den Rothschildpark, dabei entdeckte ich den "Ring der Statuen" und las soeben einmal die Hintergründe zu diesem Kunstwerk. Ich bin ja nicht von der empfindsam-woken Sorte, aber wie man direkt nach dem Krieg ausgerechnet auf die Idee kam, dieses Kundwerk an jenem Ort aufzustellen...oder?

  • Frankfurt/Rhein-Main als World DesignCapital 2026 - Start 16.1.

    Vor 4 Jahren wurde Frankfurt zum World Design Capital (WDC) von der World Design Organization (WDO) in Montreal auserkoren, als erste deutschsprachige Stadt.

    Das Motto lautet „Design for Democracy“, gar nicht do unpassend in Zeiten einer weltweiten demokratischen Rezession. Das Museum für Angewandte Kunst wird besonders im Juni ein Hotspot werden und ebenso die Paulskirche im November.

    Das WDC gibt es erst seit 2008. Zuvor wurde u.a. San Diego dieser Titel zuteil. Rhein Main setzte sich als WDC u.a. gegen die wesentlich zahlungskräftigere Konkurrenz aus Riad durch (sie wurden stattdessen mit der Fußball WM bei Laune gehalten).

    Geplant sind ca. 60 Projekte und das Ganze wird mit 16 Millionen Euro gefördert. Los geht’s am 16.1. in Darmstadt (Centralstation) mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein.

    Quelle aktuell:WDC 2026 Rhein Main

    Quelle 2026: FAZ Übersicht vom 1.1.26

    Quelle 2023: FAZ

  • Unter dem Titel „Wo Frankfurt 2026 weiter wächst“ fasst Günter Murr in der FAZ zum Jahresstart Bauaktivitäten in Frankfurt zusammen. Für uns enthält der Beitrag keine Überraschungen oder Neuheiten, ich fasse daher quick-and-dirty die benannten Projekte zusammen:

    Neubauten:

    • Four Frankfurt - finale Arbeiten, Dachgarten zugänglich ab Frühjahr, T3-Fertigstellung Mitte 2026
    • Main Yard - Vermietungen ab Frühjahr, Fertigstellung 2026
    • U-Bahn Europaviertel - Fertigstellung 2029
    • Sparda-Bank Tower - Fertigstellung Mitte 2026
    • Nion, Europa-Allee - Umsetzung offen, Mieter fehlt
    • ING am Hafenpark-Quartier - Fertigstellung bis 2028
    • Central Business Tower - Fertigstellung 2028
    • FraSpa, Ex-Sportarena - Fertigstellung 2028
    • Opernplatz Zwei - Fertigstellung 2028

    Umbau/Modernisierung:

    • Ex-Esprit, Zeil 121 - Fertigstellung 2026
    • Parktower - Fertigstellung 2028
    • BHF-Turm/Central Parx - Fertigstellung 2028
    • Fürstenhof - Fertigstellung 2027

    Viele Projekte seien in Vorbereitung, vage benennt er „zwei Hochhäuser an den Wallanlagen“, weiterhin die voranschreitende Planung des Stadtteils der Quartiere.

    Wohnungsbau entstehe am Hilgenfeld und den Hellerhöfen.

  • Nächste Ausbauphase für E-Ladeinfrastruktur auf öffentlichem Grund gestartet

    Die Stadt hat Voraussetzungen geschaffen, um die Ladeinfrastruktur auf öffentlichem Grund kräftig auszubauen. Rund 2.500 neue Ladepunkte für Elektroautos wurden ermittelt, um sie an interessierte Betreiber vergeben können. Derzeit sind bei der Bundesnetzagentur rund 2.133 öffentlich zugängliche Ladepunkte im Stadtgebiet gelistet.

    Dabei wendet die Stadt ein „Open-Market-Modell“ an, das bedeutet, dass sie selbst keine eigenen Ladestationen baut und betreibt, sondern auf den Wettbewerb privater Anbieter setzt. Die Stadt übernimmt dabei die Standortplanung und stellt öffentliche Flächen zur Verfügung. Einzelne Standort-Kontingente werden veröffentlicht und an Betreiber von Ladeinfrastruktur verlost. Im März startet die Veröffentlichung in fünf Paketen mit je 40 AC-Ladesäulen und weiteren fünf Paketen mit zwei DC-Ladesäulen.

    Ausführlich dazu eine heutige Pressemittlung der Stadt.

  • Zufahrtssperren

    Die berüchtigten Beton-Zufahrtssperren, auch "Legosteine" genannt, werden im Frankfurter Straßenbild vielen sattsam bekannt sein. Einen besonders negativen Eindruck machte das Provisorium zwischen Bockenheimer Anlage und Opernplatz (Street View). Dort hat die Stadt nun die ersten beiden finalen Sperren für diesen Bereich vorgestellt. Weitere 17 folgen im April.

    Die neuen Zufahrtssperren bestehen aus massiven, zehn Tonnen schweren Stahlquadern mit einer Grundfläche von 2,60 Meter mal 1,20 Meter und einer Höhe von knapp einem Meter. Verkleidet sind sie mit grauem Aluminiumblech, an den Seiten sind sie mit einer Prägung – dem Frankfurt-Adler – versehen. Die Oberseite ist zur Bepflanzung vorgesehen. Die Sperren werden in einem Abstand von bis zu knapp 1,50 Metern aufgestellt. Einschließlich der Installation kosten die 19 Elemente voraussichtlich 870.000 Euro.

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    Copyright Bilder: Stadt Frankfurt am Main, Fotos: Chris Christes // v.l.n.r: Christian Müller (TCF), OB Mike Josef, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Ulrike Gaube (Mobilitätsdezernat)

    Für weitere Plätze sind Konzepte in Planung. Die Gestaltung und die Anordnung sollen an den jeweiligen Standort individuell angepasst werden (Q).

  • ^

    Danke. Da ich heute kurz über den Opernplatz musste (terminbedingt), habe ich mir die neuen Installationen einmal genauer angesehen. Ich muss sagen, dass sie gegenüber dem bisherigen Zustand natürlich eine deutliche Verbesserung darstellen.

    Das aufgegriffene Frankfurter Wappen ist ein gelungenes Detail mit Charakter. Eine weitere dezente umlaufende Zierlinie oben und unten hätte die Gestaltung aus meiner Sicht noch etwas verfeinern können. Auch ein hellerer Metallton wäre am Opernplatz durchaus denkbar gewesen, wenngleich dies bereits "Jammern" auf hohem Niveau ist. Und ich habe mir heute sagen lassen, dass Anthrazit zieren würde. Nun gut, ich bin schon gespannt wie es aussehen wird, wenn alle "Legosteine" ersetzt wurden.

    Sehr schön sind auch die Blumen obenauf. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die Pflanzkästen nicht als Papierkörbe missbraucht werden. Ebenso hoffe ich, dass sich keine "Künstler" wieder dazu berufen fühlen, ihre Graffiti "Unterschriften“, sprich Vandalismus, darauf zu hinterlassen. Wäre schade um den relativ wertigen Charakter.

    Bilder:

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    Direkter Vergleich zwischen alt und neu:

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    Alle Bilder: Adama

  • Hmm, auch wenn die Stahlkästen besser aussehen als die Betonklötze finde ich es sehr schade, dass dann dieser Zustand sich langsam verewigt. Wir sprechen hier schließlich von den bedeutendsten Plätzen der Stadt (Opernplatz, Hauptwache, usw.). Es muss doch hier mehr möglich sein als Stahlkästen. Außerdem ist der Abstand von 1,50m immer noch ein Problem für Radfahrer, Kinderwagen, Events, usw.

    Vor langer Zeit wurden mal versenkbare Poller angekündigt, usw., aber dann kommt doch die einfach Lösung mit den Kästen heraus. Soll die Stadt Frankfurt doch mal bei den Eigentümer vom Japan Center oder dem Galileo nachfragen, was die "EZB Poller" kosten, vielleicht weniger als 870.000 Euro und halten dann noch mehr aus und sind teilweise versenkbar.

    Ich kann diesen grauen Kästen eigentlich nichts positives abgewinnen. Sie zeigen nur das Unvermögen von den Ämtern Mobilität, Stadtplanung, ASE, Grünflächenamt,... Und dann grinst Mike Josef noch blöd in die Kamera wie sein korrupter Vorgänger.

  • Zunächst einmal herzlichen Dank an die Moderation für die Entfernung des stramm rechten Verschwörungs-Populismus.

    Ich sehe in den aufgestellten Zufahrtssperren tatsächlich eine gute Chance, den Platz an der Alten Oper ein Stück weit zu fassen, zu rahmen. Das fehlt für mein Empfinden ganz besonders dort, wo der Platz bisher komplett in den überdimensionierten Raum für den motorisierten Individualverkehr ausfranste, also an der Gerade wenn der Platz nicht mit Festständen oder ähnlichem zugestellt ist, könnte durch die Zufahrtssperren ein verbessertes Raumgefühl entstehen.

    Große Sorgen in Sachen Behinderung für Zufußgehende und Radfahrende habe ich eher nicht - bei 19 Kästen á 1,50 Meter Zwischenraum ergeben sich Durchlasswege von knapp 30 Meter. Das ist die Breite, die auch die Zeil an vielen Stellen hat, mit einer deutlich höheren Passanten-Frequenz.

    Zur Gestaltung der Sperren: Nicht übel. Auch das Grau sehe ich nicht problematisch, die Bilder lassen sogar vermuten, dass es sich farblich an die vorhandenen Kandelaber anlehnt. Die große Hoffnung meinerseits ist, dass die Stadt die Pflege ordentlich budgetiert. Sei es für die Pflege der Pflanzen als auch für die Boxen selbst - und zwar bevor der selbsternannte Frankfurt-Trash-Saubermann Palmen-Niko auch diese Oberflächen in Eigenregie mit Verdünnung, Drahtbürsten und anderem ungeeigneten Werkzeug „aufbessert“.

    Versenkbare Poller dürften wahrscheinlich günstiger sein, was die reine Anschaffung betrifft. Einbau (mit Fundamenten im stark von Leitungen und Schächten durchzogenen Untergrund) und Wartung (bei der EZB vergeht kaum eine Woche, ohne dass Techniker daran herumwerkeln) dürften das hier eingesetzte Budget schnell übersteigen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    und zwar bevor der selbsternannte Frankfurt-Trash-Saubermann Palmen-Niko auch diese Oberflächen in Eigenregie

    Was soll diese unnötige frankfurt.trash Kritik?!

    Die Stadt Frankfurt kann sich überaus glücklich schätzen, so jemanden als ihren Bürger zu verzeichnen. Das Stadtbild hat durch ihn nur hinzu gewonnen. Und das viele Steuergeld, dass durch seine Säuberungen eingespart wurde, sollte man auch sehen.

  • ^ Meine Antwort schließt sich bereits direkt an das von dir verwendete Teilzitat an: Ungeeignete Mittel. Für die Entfernung von z.B. Stickern oder Graffiti gibt es geeignete Mittel, die die - teils hochwertig veredelten - Oberflächen unversehrt belassen.

    Was sich in meinem Text nicht findet: Kritik an zielgerichtetem Engagement eines Bürgers.

    Kann dann weg.

  • Guten Tag in die Runde! Guten Tag Micha81! Mir wäre wichtig zu wissen, wo ich mal eine Oberfläche falsch behandelt haben könnte. Ich habe 10.000nde Sachen entfernt. Tausende Sachen gereinigt. Mir ist nicht aufgefallen, dass da irgendwas falsch war. Ich habe 10 verschiedene Lösungsmittel und eine Bürste verwende ich so gut wie nie. Ich würde mir die Stelle dann gerne ansehen. Mittlerweile habe ich viel Übung bekommen. Gestern bin ich seit langem wieder mal gescheitert. Alte Farbe an einem alten Tor. 2K-Lack oder so. Da hilft wohl nur Abbeizer. Aber damit arbeite ich nicht. Eher mit Waschbenzin oder Waschverdünner. Also bitte mal ein Beispiel zeigen von den 10.000 Sachen. Ich lerne täglich dazu. :) (Beim letzten Treffen mit dem OB sagte er mir, dass diese Kübel am Opernplatz sehr robust seien, weil man ja heutzutage leider mit Farbattacken rechnen muss.)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Vor langer Zeit wurden mal versenkbare Poller angekündigt, usw., aber dann kommt doch die einfach Lösung mit den Kästen heraus.

    Mein Vorschlag waren auch versenkbare Poller. Die neuen Teile muss man gut pflegen, sonst wird es genauso hässlich wie vorher. Jetzt stören nur noch die Altglascontainer. Die können auf die andere Straßenseite.

    zu Beitrag #2871:

    Kleine Anmerkung. Dieses Teil steht auf dem Radweg. Direkt auf der Pfeil-Markierung.

  • "Zufahrtsperren" - muss man denn, um unberechtigte Zufahren z.B. von ortunkundigen Autofahrern zu verhindern (sorry: AutofahrenDEN), so ein großes Geschütz auffahren? Reichen da nicht bessere Poller? Oder verstehe ich da irgendetwas nicht.

    Die graue Farbgebung ist sehr angenehm, sicherlich werden sie hoffentlich bald durch alternative Künstler:Innen mit urbanen Motiven geschmückt. Das muss man aushalten.

  • Im Ernst? Das sind keine alternativen Künstler und auch keine urbanen Motive. Graffititags und weiteres Gekritzel brauchen wir nicht auf den neuen Zufahrtssperren.

  • Higgins Ich glaube, Poller oder Schilder helfen in der heutigen Zeit nicht wenn sich eine Person eines 40 Tonners bemächtigt um damit in böser Absicht über den Opernplatz, oder andere Plätze zu donnern.

    Es ist eigentlich sehr traurig, dass es soweit kommen musste dass solche Absperrungen notwendig sind. Von daher gefallen mir diese neuen Sperren sehr gut, auch die Farbe ist für mich ok. Man kann nur hoffen, dass sie auch entsprechend gehegt und gepflegt werden

  • Immer diese "Personen". Kann man die nicht einfach verbieten?

    Aber mal im Ernst: wenn sich LKW-Fahrer immer wieder in Frankfurt verfahren, muss man einfach bessere Schilder aufstellen. Der Kettenhofweg macht es vor.