Beiträge von Rud

    Falls das noch nicht bekannt war (sonst gerne löschen), auf der Elbestrasse (Ecke Münchener), gibt es aktuell Probebohrungen für den Fernbahntunnel.


    (Bilder habe ich auch, muss aber erst wieder ein neues Portal zum Upload suchen).

    Bin heute mal durch den neu-eröffneten Nordflügel gelaufen.

    Die Geschäfte tun dem natürlich sehr gut, viel Normalbevölkerung. Dadurch habe ich auch keinen Drogenhandel- oder Konsum oder Verschmutzungen dort festgestellt. Ich hoffe das bleibt so, bin aber sehr skeptisch.

    Eine Klimatisierung scheint dort aber nicht eingebaut worden sein, außer natürlich in den Geschäften selbst. Kann dazu jemand etwas sagen? Das kann ja heiter werden in den nächsten Jahrzehnten.

    Das wird bei den Erwägungen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Rolle spielen. Sonst musst du fairerweise bei jeder Behörde, quasi als Bauvorbereitung, eine Kosten-Nutzen-Rechnung für die Gesamtbehörde machen. Ganz davon abgesehen: mit dem Seignorare-Privileg ist das auch nicht so schwer, ab und zu einen Gewinn zu machen.

    Ich lege mich mal fest: es wird keinen Prestigebau a la Ostend-Tower geben.

    Ich spekuliere nicht, ich bewerte aus meiner Sicht.

    Was den FTE-Abbau angeht, bezieht sich dieser auf die Zentrale, oder auf das Gesamtsystem inklusive dieser Dutzende Filialen? Anyway, wie man der Presse entnehmen kann, wollen sie weiter abbauen, das machen die sicherlich nur, wenn sie richtig Überhang haben.

    Zum Thema angemessene Miete: es wird Vorgaben geben. Ansonsten kann man sich an vergleichbaren Behörden orientieren. Ein Prestigebau mit 60€/qm, dürfte die mit Abstand höchste Miete für eine Behörde in Deutschland sein. Dass könnte man vlt. machen, wenn die BuBa eine absolut herausgehobene Relevanz hätte. Da sie diese nicht mehr hat, sehe ich auch keinen Grund hier irgendwelche Dimensionen zu sprengen. Ein "normaler" Innenstadt Hochhausarbeitsplatz a la FBC sollte es da doch auch tun. Das ist immer noch besser als praktisch jeder andere Behördenarbeitsplatz in Deutschland.

    Richtig, der Bedeutungsverlust hat sich nicht angemessen in Personalabbau widergespiegelt, natürlich nicht.

    Deswegen soll man ja trotzdem hinreichende Flächen zur Verfügung stellen, daran zweifelt niemand.

    Aber eine relativ unbedeutende Behörde rechtfertigt dann aus meiner Sicht eben keinen sündteuren Prestigebau, der die üblichen Vorgaben für derartige Gebäude sprengt.

    Naja, die Bundesbank ist primär zum ausführenden Organ der EZB geworden.

    Mindestens drei ihrer zentralen Kompetenzen sind teilweise der vollständig an die EZB (oder andere europäische Institutionen wie EBA oder AMLA) übergegangen:

    1. Banken-Regulierung (das meiste, was wirklich wichtig ist, ist mittlerweile europäisch)
    2. Zinsentscheidungen
    3. Beaufsichtigung von Großbanken (im Rahmen der JSTs haben die nationalen Aufseher da weiterhin eine kleine Rolle)

    Wenn man die Qualität der zukünftigen Zentrale der nationalen Bundesbank an ihrer Bedeutung ausrichten will, rechtfertigt das aus meiner Sicht keinen Prestigebau.

    Die Bundesbank ist keine Staatsbank, sondern eine Zentralbank. Und zwar eine, die ihre wichtigsten Kompetenzen abgegeben hat und kaum noch relevant ist.

    Dazu haben wir in Frankfurt schon ein unfassbar teures Gebäude einer Zentralbank im Ostend, dazu ein zweites sehr schickes in der Innenstadt.

    Außerdem brauchen wir es einfach nicht, es gäbe in der Innenstadt genügend Fläche, um das FBC zu ergänzen. Trianon und Eurotower haben ohne Ende freie Flächen und wären in direkter Nähe zum FBC, der EZB Banking Supervision und sogar der Bundesbank Hessen.

    Und last but not least: die nächsten Jahren werden für die Bürger riesige Zumutungen bringen. Dann parallel einen staatlichen Prestigebau hochzuziehen, finde ich einfach daneben.

    Die Politik macht es übrigens vor: Berlin: Bundestag verzichtet auf 600 Millionen Euro teures Neubauprojekt | DIE ZEIT

    Gott bewahre.

    Brauchen wir jetzt wirklich für die Bundesbank, die durch die EZB, insbesondere den Aufbau der Banking Supervision, massiv an Relevanz verloren hat und für ihren aktuellen Aufgabenscope ohnehin völlig überdimensioniert scheint, auch noch einen Prestigebau? Geht es nicht eine Nummer kleiner? Vor allem angesichts der aktuellen Lage der Wirtschaftsentwicklung und der öffentlichen Finanzen?

    Das macht mich ein stückweit fassungslos. Zweckmäßigkeit würde völlig reichen und dafür gibt es genügend Bestandsgebäude, die man weiterentwickeln kann.

    Natürlich treibt jetzt jeder Entwickler seine ollen Kamellen durchs Dorf, in der Hoffnung einen Schnapp zu machen.

    Ich bete, dass die Verantwortlichen sich hiervon nicht vereinnahmen lassen.

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    Vielleicht verstehe ich die Diskussion gerade ganz falsch Rud , aber für die Art der Aufbereitung der jeweiligen Entwürfe sind doch die einreichenden Architekten/Büros zuständig, oder nicht?


    Derartige Entwürfe entstehen doch nicht im luftleeren Raum.

    Es gibt einen Ausschreibungsleiter, der für die Qualität der Gesamtheit der Entwürfe verantwortlich ist und das zu regeln hat.

    Er hat auch genügend Möglichkeiten dazu (z.B. durch den Ausschreibungstext, Diskussionen mit den Teilnehmern, öffentliche Kommunikation uvm.).

    Und der hat offenbar seinen Job schlecht gemacht. Die Frage ist, warum?

    Und ich bin mir ziemlich sicher: aus bösem Willen, nicht aus operativer Inkompetenz.

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    Ein Wettbewerb bei dem Entwürfe von Mäckler, KSP Engel, Stefan Forster, Meurer, Jourdan & Müller Steinhauser, TEK TO NIK, Heide, Meixner Schlüter Wendt, MOW, Schmidt Plöcker uvm. vorab aussortiert werden (die ansonsten in Frankfurt so ziemlich jeden Wettbewerb gewinnen) ist so ziemlich alles, aber kein abgekartetes Spiel.

    Die "Verschwörungstheorie" kannst du entkräften, wenn du mir erklärst, warum eine offensichtlich sehr populäre Variante, deren Ausgestaltung auch jedem völlig klar ist und die jeder Bürger als erstes im Kopf hat, nicht adäquat zur Wahl gestellt wurde.

    Warum hat das der Ausschreibungsleiter nicht sichergestellt? Bei einem als demokratischen Musterprozess vorgestellten Verfahren? Insbesondere angesichts des ganzen Feedbacks, das er auf den verschiedenen Plattformen bekommen hat.

    Ich habe selbst an Duzenden Ausschreibungen teilgenommen und ich denke ich weiß, wie sowas läuft.

    Ich halte diese Fehlentwicklung nicht für das Ergebnis von Inkompetenz. Das war so gewollt.


    Mod: Zum Beitrag von Golden Age. Bitte keinen vollständigen Beitrage "zitieren".


    Keines von den Beispielen, die du hier aufführst, hat irgendwas mit meinen Aussagen zu tun.

    Es ging um die Causa Paulskirche und sonst nichts.

    Ausschreibungen werden gesteuert, dafür gibt es Verantwortliche.

    Deren Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die Ausschreibung ihren Zweck - in diesem Fall den Bürgerwillen abzubilden - erfüllt.

    Darin ist die Politik krachend gescheitert, totales Versagen. Und ich bin mir aus dem Gesamtkontext sehr sicher, das war nicht Inkompetenz, sondern böser Wille. Man wusste, dass die Reko für die Bürger eine sehr attraktive Option ist, wollte aber - aus welchen Gründen auch immer (sind ja viele Architekturideologen in den relevanten Rollen) - nicht, dass es eine Reko wird. Deswegen hat man das Verfahren entsprechend ausgesteuert.

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    Mit 3090 können sicher viele hier leben, zumindest ich kann das.

    Das war offensichtlich so gewollt von den Ausrichtern.

    Das eine Reko (insbesondere im Frankfurter Kontext der letzten 20 Jahre) eine populäre Variante ist, war insb. auch durch das online-Feedback offensichtlich. Es wäre Job der Politik/der Ausschreibung gewesen, einen entsprechenden Entwurf anzubieten, bei dem das dann auch vernünftig rausgearbeitet wird.

    Stattdessen hat man nicht nur den vermeintlich demokratischen Entscheidungsprozess und das Vertrauen in Frankfurter Insitutionen, sondern auch das Stadtbild der Frankfurter Altstadt sabotiert.

    Kleine Randnotiz: In der B-Ebene geht der Innenausbau der dortigen Shopping- und Gastrostrecke (Nordflügel) jetzt tatsächlich in die Endphase.

    Ich gehe davon aus, dass Rossmann, Eifler, McDonalds, Pizza Hut und Co in den nächsten zwei Monaten öffnen werden.

    Es wird übrigens ab 2027 dann in der B-Ebene auch einen Rewe geben, ich weiß nicht ob das schon bekannt war.

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    Ein hochwertiges Hochhaus mit öffentlicher Erdgeschosszone, Hotelnutzung, Gastronomie, vielleicht ergänzenden Wohnungen in den oberen Etagen und einer überzeugenden architektonischen Gestaltung könnte diesen Ort massiv aufwerten.

    Ohne Zweifel wäre das traumhaft: ein städtebauliches Highlight. Mit Chance auf eine signifikante Verbesserung der Gegend und aus Sicht Frankfurts absolut zu begrüßen.

    Es ist eben nur leider nicht realistisch, dort die notwendigen Spitzenmieten zu realisieren. Der Aufwertungseffekt wäre bei weitem nicht stark genug um das zu einer guten Gegend werden zu lassen und Frankfurt platzt nun derzeit auch nicht gerade aus allen Nähten, das man auf solche Lösungen zurückgreifen würde. Allenfalls öffentliche oder öffentlichkeitsnahe Institutionen wie die BuBa wären auf Druck dazu evtl. bereit, das lehne ich aber ab und ich bin mir sicher, nach dem EZB-Fehlschlag und dem (verhinderten) Bundesbankdesaster wird man sowas nicht machen.

    Man würde auf jeden Fall eine Spitzenmiete brauchen, um ein modernes Hochhaus für den Investor rentabel zu machen. Und diese wird man wohl nur in einer Top-Lage bekommen und diese ist das Areal heute nicht und ich sehe auch nicht, dass ein Investor in absehbarer Zeit darauf spekuliert, dass sich das Areal jemals in diese Richtung entwickelt.

    Unabhängig davon, wie die Zustände im Frankfurter Bahnhofsviertel sind, haben Haupt- und Busbahnhöfe einfach massive, strukturelle Nachteile um eine Topgegend zu werden.

    Es gibt viel bessere Alternativen in Frankfurt.