Beiträge von Micha81

    Heute ist das Ostend an der Reihe - bei Arbeiten wurde eine 50-Kilo-Fliegerbombe in der Franziusstraße entdeckt. Bei der Entschärfung scheint Eile geboten, um 14 Uhr soll es losgehen. Schnell kann es sicher auch deswegen gehen, weil relativ wenig Menschen von der Evakuierung betroffen sein dürfte, insbesondere keine Wohnbebauung. Auch der Umkreis ist mit 250 Metern eher klein.


    Der zu evakuierende Bereich:


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    (Feuerwehr Frankfurt/NINA)

    Die Aussage von Golden Age im Vor-Vorbeitrag, es gebe im Flair kein einziges gastronomisches Angebot, ist so nicht richtig. Mit dem Club Social Mexicano und der Taquería „La original” gibt es zwei Restaurants inklusive Bar auf über 400 Quadratmetern. Auch das Moxy Hotel hat eine öffentliche Bar, die auch gut angenommen.

    Es ist an dieser Stelle eher bewundernswert, dass sich ein Gastronom an diese Flächen wagt - bei den astronomischen Mietpreisen für solche Top-Flächen. Umsätze in der Gastronomie sind aktuell kaum sicher vorherzusagen, sei es in der Betrachtung der Besucherfrequenzen als auch durch volatile Kosten bei Lebensmitteln und Wirtschaftsgütern.

    Für die Sanierung der rund 5.500 Quadratmeter umfassenden Schirn-Fassade, siehe auch Schmittchen #65, stehen nun die Muster bereit. Egal auf welche der beiden Varianten die Wahl fällt oder bereits gefallen ist, wird es optisch im zumindest im Neuzustand eine doch relativ auffällige Veränderung geben. Der Sockelbereich soll wohl wie bisher durch die Wahl eines anderen Steins abgesetzt werden.

    Einen Blick auf den Ist-Zustand gewährt Epizentrums Vorbeitrag.


    Beide Varianten im Überblick und Eindruck der aktuellen Fassade.

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    Die Varianten im Einzelnen und im Detail.

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    Alle Fotos selbstgemacht.

    Taunusstraße 52-60


    Ja, es geht hier nicht besonders zügig voran, was penultimo zuletzt zu seiner Frage hier bewegte.

    Und manchmal wächst das Gras doch schneller, wenn man daran zieht - heute zeigt sich ein erster Teil der Front zur Taunusstraße entrüstet.

    Ich finde, das lässt durchaus Vorfreude auf den Abschluss der Arbeiten zu und das Warten ist nicht völlig vergebens. Siehe da:


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    Foto von mir.

    „Wo habbe Se denn den Preis her? Von unserer Internetseite? Ja aber hier simmer ja net im Internet!“

    Für mich eines der Musterbeispiele, warum der stationäre Handel unbeliebt ist: Unflexibel, schlecht geschultes und wenig motiviertes Personal, chaotische Produktpräsentation. Wenn dann noch die Preisklarheit nicht gegeben ist und die online geführten Bestände nicht zu denen im Markt passen (out of stocks) - warum sollte ich in dem Falle den stationären Handel unterstützen? Und ich kaufe wirklich gerne persönlich ein - so denn der Händler irgendetwas positives zu bieten hat.


    Zum konkreten Fall: Auch hier und in der unmittelbaren Nachbarschaft täte der Zeil eine Aufwertung der Bausubstanz gut, wie eine gelungene Eck-Gestaltung aussehen kann, erleben wir ja gerade bei der Ex-Sportarena.

    Mod: Verschoben, Frage bezieht sich auf diese Fotos.




    Eine Frage am Rande: Kann jemand etwas zur Bedeutung des mächtigen gelben "Trägers" sagen, der auf den Fotos von Skyview gerade in den Kern von T1 eingehoben wird? Ein weiterer liegt im Bereich des T2 parat. Zusätzliche Aussteifung? Verbindungsstück (zwischen ...?)? Danke.

    (Kann dann auch gerne weg.)

    Fertiggestellt: Freiligrathstraße 35-39

    Das Projekt der Nassauischen Heimstätte nach einem Entwurf von Landes & Partner in der Freiligrathstraße ist fertig, die Wohnung sind zumindest teilweise bezogen. Schmittchen zeigte hier vielversprechende Visualisierungen.

    Lange sah es für mich auch nach einem wirklich tollen Projekt aus. Eine Hommage an die vielen Altbauten im Viertel, der Hof zur Straßenseite. Das gut gestaltete und proportionierte Dach, die relativ unscheinbaren Tiefgaragenöffnungen. Die zweigeschossigen Eingänge, die an Durchgänge zu Innenhöfen erinnern, der gestaltete Sockelbereich, die Symmetrien.

    Und ja, das meiste davon gibt es auch in der finalen Umsetzung. Nur leider wirkt es, als sei auf den letzten Metern die Luft raus gewesen, das Budget aufgebraucht. Kubatur, Dach, Symmetrie, alles vorhanden. Aber. Der Sockel in Standardputz setzt sich durch ein emotionsloses Grün ab, das war's. Den Fenstern hätten - wenn auch nur aufgemalte - Faschen sehr gut getan, die Brüstungen der französischen Balkone wirken äußerst einfach. Die Lüftungsauslässe der Tiefgarage im vorderen Hof sind sehr präsent, die Abfahrt zur Tiefgarage hat aufgenietetes Lochblech, das schon jetzt verbogen daher kommt. Und so wirkt dann die Rückseite des Baus in weiß, mit seinen Balkonen auf mich stimmiger und wertiger als die "Schauseite" zur Straße hin.

    Alles in allem immer noch ein sehr lobenswerter Ansatz, gerade in diesem altbaugeprägten Umfeld. Ich hätte mir in der Ausführung zur Straße hin jedoch etwas mehr von dem erhofft, worauf die Visualisierung Lust gemacht hat.


    Straßenseite.

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    Hofseite.

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    Detail Tiefgarageneinfahrt.

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    Bilder: selbstgemacht.

    Berger Straße / Ringelstraße, "Gaumer-Areal" - Serendip zeigte uns zuletzt hier den Status Ende Oktober.

    Die Baustelle ist recht unübersichtlich, das Gelände vor allzu neugierigen Blicken gut geschützt - nichtsdestotrotz ein Update.


    Von der Ringelstraße.

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    Von der Berger Straße (Ex-Klabunt).

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    Bilder: selbstgemacht.

    Ziemlich zügig realisiert wurde das Projekt "Wohnen am Ostpark" an der Ecke Saalburgallee/Am Buchwald, siehe auch hier oder hier. Ende Januar 2021 wurden erste Kranelemente in die Baugrube gehoben, dieser ist schon länger wieder abgebaut, heute arbeitet man an den letzten Feinheiten.

    Ein für das Immobilienkonzern Vonovia ganz ansehnlicher Bau ist entstanden, finde ich. Die Erhöhung zur Ecke hin, ein wenig Variation im Putz, Fenster jenseits des sonst sehr plakativen kunststoffweiß.


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    Bilder: selbstgemacht.

    Der Osthafenplatz ist in meinen Augen ein erneutes Top-Beispiel für eine meiner Lieblingsaussagen: Frankfurt kann keine Plätze. Thomas benennt es mit Parkplatz sehr richtig. Ein Parkplatz mit umlaufend je zwei Fahrspuren. Das betoneingefasste Beet zur Hanauer Landstraße hin bietet weder durch die Einfassung, noch deren Höhe Sitzmöglichkeiten. Selbst der Raum mittig zwischen den zwei Fahrzeugreihen ist versiegelt. Parkplätze finden sich im nahen Umfeld eigentlich nicht gerade wenige - insbesondere im Verlauf der Lindleystraße Richtung Osten sind viele meist unbenutzt.


    Bereits jetzt, aber gerade mit Bezug der Flächen und Wohnungen auf dem Oststern-Areal hätten hier viele Menschen einen Platz für ihre Mittagspause oder ein Zusammenkommen nach Feierabend gefunden - die bereits bestehende Gastronomie hätte davon ebenso profitiert wie noch kommende. Auch eine einheitliche Gestaltung gemeinsam mit dem entstehenden Platz auf dem Oststern-Areal über die Hanauer hinweg hätte ein tolle Wirkung gehabt.


    Die Stadt vermeldete das Projekt unter dem Titel „Umgestaltung des Osthafenplatzes“ und als Teil der Maßnahme „Verbesserung der verkehrstechnischen Erschließung im Entwicklungsbereich Frankfurter Osten“. Nun - selbst diesem Anspruch wird man meiner Meinung nach nicht gerecht, abgesehen von neuem Asphalt und teuren Pflastersteinen als Parkgrund hat sich hier weder für die Allgemeinheit, noch für die Verkehrsteilnehmer irgendetwas spürbar verbessert.

    Und so reiht sich der Osthafenplatz ein und es bleibt dabei: Frankfurt kann keine Plätze.

    Für mich deutet das zunächst mal nur auf eine vermutlich recht tiefe Baugrube hin, die Bewehrungskörbe werden in die entstehende Bohrpfahlwand eingehoben (die Drehbohrgeräte haben ja auch schon eine auffallende/entsprechende Höhe).

    Die Visualisierung einer Studie hat die Stadt nun veröffentlicht. Parallel dazu teilt man mit, dass der Magistrat den Beschluss aus 2010 aufgehoben habe, das Loch zu schließen. Insbesondere da die Sanierung der Station Hauptwache nicht vor dem Jahr 2030 beendet werden könne, möchte man nicht länger warten.

    Den ausführlichen und genauen Wortlaut der Pressemitteilung der Stadt finden wir hier: Link.


    Den verfolgten Ansatz halte ich selbst für nicht schlecht und pragmatisch. Die Barrierefreiheit dürfte bei den gegebenen Platzverhältnissen gerne auch z.B. über eine Rampe hergestellt werden - wir wissen um die „Behaglichkeit“ öffentlicher Aufzüge.

    Alles in allem bleibt die große Frage, in welchem Umfang die Stadt Frankfurt sich bei der Pflege engagieren wird - das dürfte maßgeblich über die Aufenthaltsqualität entscheiden, ganz gleich, wie die Feinheiten in der Ausführung aussehen werden.


    Es folgen die beiden Visualisierungen.


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    Copyright Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

    Im Überblick vom Mainufer über den Hafenpark geblickt heben sich die beiden Wohntürme nun langsam deutlich aus dem Ensemble heraus.

    Insbesondere der Hotelteil und hier die Fassadengestaltung wollen mir so überhaupt nicht gefallen. Die Materialien wirken auf mich weder besonders hochwertig, noch greifen sie irgendetwas in der Umgebung auf. Wir befinden uns in ehemaligem Hafengebiet, die Großmarkthalle ist der direkte Nachbar. Viele Gebäude, auch Neubauprojekte, greifen dies in ihrer Gestaltung und den Fassaden auf. Hier nicht.

    Was ich sehe, sind grobschlächtig über das Gebäude verteilte schwarze Löcher (Fenster und deren "Rahmen"), umgeben von mal mehr, mal weniger fast weißen Platten, über eine riesige Fläche. Der umlaufende, die Gebäudeform aufgreifende und betonende Abschluss an der "Dachkante" (irgendwann waren hier einmal die Fassadenplatten geplant) wurde nicht realisiert. Das ist zwar seit einigen Generationen von Renderings ersichtlich - gerade aus etwas größerer Entfernung wirkt der Baukörper dadurch jedoch nach oben ungefasst und ausgefranst. Dazu hängen in den oberen Bereichen nun also Fassadenbereiche, die ob ihrer Materialität massiv wirken sollen, durch die Verschiebung des Rasters nahezu "in der Luft". Es wirkt auf mich unschön, unnatürlich, einfallslos.


    Hierzu ein ähnlicher Ausschnitt wie gestern von bratz gezeigt, der gerade meine letzten Gedanken verdeutlichen soll.


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    Die - hoffentlich - Schokoladenseite des Projekt vom Mainufer über den Hafenpark schauend betrachtet, einmal mit EZB, einmal etwas näher herangeholt.


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    Der Blick entlang der Mayfarthstraße, baubedingt stark von Gerüsten geprägt.


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    Fotos von mir.

    Hanauer Landstraße 136a


    Auf dem Grundstück Hanauer Landstraße 136a hat sich neben Tiefbaugerät auch ein Baukran eingefunden. Dieser wiederum steht jedoch ebenerdig auf dem Baugrund. Es handelt sich um eine Baulücke, eigentlich an der Lindleystraße gelegen, zwischen dem Wohn-Neubau am Osthafenplatz und der Audi-Niederlassung. Die Vorderseite, HL 136, wird vor allem von Ikarus genutzt.

    Weitere Infos zum Vorhaben konnte ich auf die Schnelle nicht finden.


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