Beiträge von Micha81

    Auch wenn sich beim Great East noch Eisen in die Höhe reckt, nach Geschossen sollte die Endhöhe erreicht sein - 3 Geschosse oberhalb der letzten "Verjüngung". Aus diesem Anlass zwei Aufnahmen von heute.


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    Fotos von mir.

    Im Überblick vom Mainufer über den Hafenpark geblickt heben sich die beiden Wohntürme nun langsam deutlich aus dem Ensemble heraus.

    Insbesondere der Hotelteil und hier die Fassadengestaltung wollen mir so überhaupt nicht gefallen. Die Materialien wirken auf mich weder besonders hochwertig, noch greifen sie irgendetwas in der Umgebung auf. Wir befinden uns in ehemaligem Hafengebiet, die Großmarkthalle ist der direkte Nachbar. Viele Gebäude, auch Neubauprojekte, greifen dies in ihrer Gestaltung und den Fassaden auf. Hier nicht.

    Was ich sehe, sind grobschlächtig über das Gebäude verteilte schwarze Löcher (Fenster und deren "Rahmen"), umgeben von mal mehr, mal weniger fast weißen Platten, über eine riesige Fläche. Der umlaufende, die Gebäudeform aufgreifende und betonende Abschluss an der "Dachkante" (irgendwann waren hier einmal die Fassadenplatten geplant) wurde nicht realisiert. Das ist zwar seit einigen Generationen von Renderings ersichtlich - gerade aus etwas größerer Entfernung wirkt der Baukörper dadurch jedoch nach oben ungefasst und ausgefranst. Dazu hängen in den oberen Bereichen nun also Fassadenbereiche, die ob ihrer Materialität massiv wirken sollen, durch die Verschiebung des Rasters nahezu "in der Luft". Es wirkt auf mich unschön, unnatürlich, einfallslos.


    Hierzu ein ähnlicher Ausschnitt wie gestern von bratz gezeigt, der gerade meine letzten Gedanken verdeutlichen soll.


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    Die - hoffentlich - Schokoladenseite des Projekt vom Mainufer über den Hafenpark schauend betrachtet, einmal mit EZB, einmal etwas näher herangeholt.


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    Der Blick entlang der Mayfarthstraße, baubedingt stark von Gerüsten geprägt.


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    Fotos von mir.

    Hanauer Landstraße 136a


    Auf dem Grundstück Hanauer Landstraße 136a hat sich neben Tiefbaugerät auch ein Baukran eingefunden. Dieser wiederum steht jedoch ebenerdig auf dem Baugrund. Es handelt sich um eine Baulücke, eigentlich an der Lindleystraße gelegen, zwischen dem Wohn-Neubau am Osthafenplatz und der Audi-Niederlassung. Die Vorderseite, HL 136, wird vor allem von Ikarus genutzt.

    Weitere Infos zum Vorhaben konnte ich auf die Schnelle nicht finden.


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    Fuß- und Radweg Niederräder Brücke

    Im April 2019 wurde der Fußgänger- und Radfahrerweg an der Niederräder Brücke gesperrt, Tunnelklick berichtete hier. Nach über einem Jahr Vorlaufzeit konnte mit den Arbeiten begonnen werden.

    Schlappe zwei Jahre nach Sperrung verkündet die Stadt heute, dass der Steg saniert und wieder freigegeben wurde. Auf 240 Metern Länge sind nun Gitterroste aus glasfaserverstärktem Kunststoff verlegt, das Geländer wurde erhöht, die Kosten lagen bei knapp 2 Millionen Euro.

    Forster hat hier wirklich ganz viele Themen auf den Punkt gebracht. Klar, der ein oder andere Seitenhieb auch auf Kollegen ist mit dabei, aber alles in allem sachlich und konstruktiv. Der Umgang der Stadt mit ihren Plätzen und öffentlichen Räumen ist vielfach bedauernswert und wäre mit einfachen Mitteln deutlich zu verbessern - auch kurzfristig.

    Ich bin fast schon geneigt, manches wieder zu verdrängen, sonst tut es - wie Forster sagt - weh. Er stellt eine sehr gute Frage: "Warum ertragen wir diese Situationen?".

    Bei dunstiger Sicht vom Universitätsklinikum gesehen stehen Spin, Grand Tower, One und Messeturm nahezu auf einer Linie.

    (Reichlich traurig wirkt aus dieser Perspektive das Hafenbogen, das insbesondere mit seinem doch sehr einfachen Dachaufbau gegenüber dem Werfthaus abfällt.)


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    Kreisler / Baseler/Gutleutstraße


    Bewegung kommt offensichtlich in die Sache Kreisler an der Ecke Baseler/Gutleutstraße, denn die Stadt kündigt heute per Pressemitteilung an, dass die Straßenverhältnisse sich per 25. Mai 2021 bis Ende 2023 verändern werden.

    Zum Projekt finden sich Informationen u. a. hier von Epizentrum: Klick und klick.

    Dauerhafte Einspurigkeit der Baseler Straße in Richtung Hauptbahnhof

    (ffm) Wegen einer privaten Hochbaumaßnahme wird die Baseler Straße in Fahrtrichtung Hauptbahnhof von Dienstag, 25. Mai, bis Ende 2023 einspurig. Eine Umfahrung ist, je nach Fahrtziel, bereits ab Kennedyallee über Sachsenhausen und Untermainbrücke möglich.


    Zusätzlich kann aus der Gutleutstraße kommend nicht nach rechts in die Baseler Straße abgebogen werden. Hier erfolgt eine Umleitung über Karlsruher Straße und Mannheimer Straße. Radfahrer und Fußgänger werden entlang des Baufeldes geführt.


    Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter https://mainziel.de im Internet.

    Wasserweg 17


    Vor einem knappen Jahr berichtete Epizentrum hier vom Umbau des Hauses Wasserweg 17.

    Ein Jahr später sieht es aus wie folgt. Der Umbau benötigt nicht nur Zeit, sondern insbesondere durch die gewölbten Glasscheiben sicher auch den einen oder anderen Euro. Ein schönes Detail.


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    Villa Kennedy verkauft - Option auf Seniorenresidenz geprüft

    Wie unter anderem die Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung berichtet, wurde die Villa Kennedy von DIC Asset/GEG an Conren Land verkauft. Der Käufer hat sich dabei unter anderem von der DPF AG unterstützen lassen, die für den Betrieb von Luxus-Seniorenzentren bekannt ist. Die DPF AG hat die Möglichkeiten einer Umnutzung zur Seniorenresidenz geprüft, für den Fall, dass der Betrieb als Hotel sich durch die C-Krise weiterhin schwierig gestaltet.

    Der Kaufpreis wird mit "im oberen zweistelligen Millionenbereich" angegeben.


    Gerüchte darüber, dass Rocco Forte, derzeit Betreiber der Villa Kennedy als Luxushotel, den Betrieb einstellen könnte, kamen bereits Mitte vergangenen Jahres auf.

    Übernachtungsstätte im Ostpark - Erweiterung - Abbruch Parkblick

    Im Beitrag #289 zeigte uns main1a die fertiggestellte Übernachtungsstätte des Frankfurter Vereins im Ostpark. Das mit relativ einfachen Mitteln effektvoll gestaltete Gebäude hat sich ganz gut etabliert, zumindest empfinde ich das so.

    Nun steht der nächste Schritt an, eine Erweiterung um 40 Plätze in der Übernachtungsstätte ist geplant. Das entstehende Gebäude soll den Komplex aus Kiosk, Toiletten und Umkleiden aus den 1950er Jahren ersetzen, der mittlerweile in einem recht runtergekommen Zustand dasteht. Etwas schade trotz allem um den eigentlich schönen und seiner Zeit gemäßen Kiosk.

    Sowohl Kiosk, als auch Umkleiden und öffentliche Toiletten sollen im Nachfolgebau gemeinsam mit den Übernachtungsplätzen unterkommen.

    Die Zeit des Abbruchs scheint gekommen, der Kiosk ist in Container vor dem Gebäude umgezogen.


    Der Kiosk "Parkblick".

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    Das Nachfolgegebäude und das Infoschild vor Ort.

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    Luftbilder vom 30. März 2020

    Die Stadt lässt uns wissen, dass die neuen Luftbilder, Stand 30. März 2020, angeschaut werden können, wie gewohnt auf dem GeoInfo-Portal: https://geoinfo.frankfurt.de


    Ein Auszug aus der Mitteilung:

    ... Mike Josef. „Interessant ist, wie die aktuellen Luftbilder auch die Auswirkungen des Lockdown zeigen.“
    So sind beispielsweise im Vergleich zu den Luftbildern aus dem Vorjahr (Befliegung vom Dienstag, 16. April 2019) wesentlich weniger Fußgänger auf der Zeil oder auf dem Römerberg zu erkennen. Die Tische in den Außenbereichen der Restaurants sind leer und verwaist. Die Aufnahmen von 2019 und 2020 wurden jeweils um die Mittagszeit gemacht.
    Auch auf den Straßen Frankfurts sind weniger Fahrzeuge unterwegs. Das ist sehr gut an der Kreuzung von Mainkai und Alter Brücke zu sehen. Hier sieht man auch eindrucksvoll die neue rote Radwegemarkierung. Und die Auswirkungen auf den Flugverkehr am Flughafen Frankfurt sieht man in der zum Parkplatz für Flugzeuge umgestalteten Nordwest-Landebahn. Sehr schön sind auch die Fortschritte beim Bau der S-Bahn nach Bad Vilbel bei Bockenheim im Vergleich mit dem Luftbild von 2019 zu sehen.

    Berger Straße / Ringelstraße, "Ex-Gaumer-Areal"

    Es ist bekanntlich die Zeit der kleinen und der großen Wunder - und in diesem Jahr bleibt davon auch das ehemalige Gaumer-Areal an der Berger/Ecke Ringelstraße nicht ausgenommen. Es wird gebaggert, gebohrt, gegründet:


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    Eigenes Foto.

    Exakt weil die Aufstockung sich nicht anpassen, nicht einfügen möchte, finde ich sie gut. Es wurde nicht versucht, irgendetwas hilflos anzupassen, in einen alten Schein zu bringen, sondern selbstbewusst ergänzt. Auch, dass das Geschoss über die Kante hervorlugt - ich mag es.

    Um bei diesem Bau zu bleiben: Deutlich unpassender fällt mir die Gestaltung des EG auf - der Versuch, sich anzupassen, jedoch viel zu stark vereinfacht, wirkt missglückt und nicht gerade wertig.

    Kohlbrandstraße 33, 35 & 37.

    In der Kohlbrandstraße errichtet die ABG 38 Wohnungen in 2 Baukörpern, Schmittchen berichtete in #227.

    Mittlerweile ist man bei den letzten Handgriffen im Außenbereich angelangt, daher Fotos. Positiv betrachtet: Die ABG hat sich durchaus einen optischen Wiedererkennungswert geschaffen. Wer die Ecke kennt weiß - gegenüber geht's viel schlimmer zu, massiver Sanierungsstau an den Hochhäusern.


    Der kleinere, obere Baukörper:

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    Frontal:

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    Die Straße hinauf im schmeichelnden Herbstlicht:

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    Berger Straße / Ringelstraße, "Gaumer-Areal"

    Das unter anderem in #213ff. vorgestellte Projekt auf dem Ex-Gaumer-Areal Berger-/Ringelstraße, quasi ein Jahrtausendprojekt, geht (wieder) in eine neue Phase. Auf dem Gelände befinden sich 1 Bagger, 1 mobile Toilettenkabine und 1 paar Sträucher weniger.

    Bleiben wir gespannt.

    Den Mainkai um jeden Preis zu schließen - da bin ich selbst nicht unbedingt ein Verfechter von. Es gäbe vor allem Möglichkeiten, die sehr schnell und einfach umzusetzen wären. Erste Schritte, die einerseits die Vorteile größtenteils autofreier Straßen/Zonen erlebbar machen, aber nicht sofort einen revolutionären Umbruch (Umbau) notwendig machen.


    No-Brainer sind für mich Straßen wie die Braubachstraße. Hier rühmt man sich, ein paar Bänke mit Blick auf des OBs liebstes Gefährt, die Tram, aufgestellt zu haben. Ohne jeglichen Aufwand oder Verlust wäre die Braubachstraße für den Verkehr zu schließen und als Fahrradstraße auszuweisen.

    Ähnlich sehe ich den Bereich Bleidenstraße /Töngesgasse. Den Weckmarkt und die südliche Fahrgasse. Straßen also, an denen bereits heute durch vorhandene Gastronomie und kleinteiliges Gewerbe eine Form von Aufenthaltsqualität gegeben ist, die der Mainkai im Bereich der Straße nicht bietet. Straßen, an denen das Konzept Fahrradstraße / autofrei schnell überzeugt.


    Noch wichtiger, als den Mainkai um jeden Preis zu schließen, wäre für mich ein Umbau der Berliner Straße. Hier ist der Wechsel der Straßenseiten an deutlich mehr Stellen interessant, als am Mainkai, wo Fußgänger überwiegend auf Höhe Pfarrturm und Fahrtor kreuzen - um länger am Main zu verweilen. Die Berliner ist geprägt von Einzelhandel und hat ein enormes Potential - wäre sie denn eben besser „zugänglich“ und würde sie zum Aufenthalt einladen.


    So kann ich mir - zugunsten der Schließung kleinerer Straßen - durchaus den Mainkai als auch die Berliner Straße offen, jedoch auf je zwei Spuren reduziert vorstellen. Dazu entsprechende Tempolimits, die insbesondere auf der Berliner Straße auch kontrolliert werden. Breite Rad- und Fußwege, ein wenig Straßenbegleitgrün. Für all das ist Platz. All das macht keine Öffnung der Zeil für den Straßenverkehr notwendig, all das macht keine zwingende, kurzfristige Sperrung des Mainkais notwendig. Und all das lässt Raum für so viel mehr Aufenthaltsqualität und Entwicklung an den Stellen, die heute bereits einiges zu bieten haben.

    „Interne Quellen“ der Messe besagen auch, dass insbesondere der Wegfall der IAA große Chancen bietet, das Messegelände deutlich besser auszulasten und damit spürbar höhere Umsätze zu erwirtschaften - und dadurch keine Trauer auslöst.

    Die wochen-, in vielen Bereichen monatelange Blockade durch die enorm zeitaufwendigen Aufbauten zur IAA haben viele potentielle andere Veranstaltungen komplett unmöglich gemacht. Das angegliederte Catering-Geschäft kam in dieser Zeit quasi komplett zum Erliegen.

    Prestige und große Namen sind eben allzu oft nicht das, womit verdient wird.