• Nächstes Jahr soll der U5 Lückenschluss eröffnet werden. Die Projektgesellschaft würde dann gerne neue Aufgaben angehen. Vor dieser Aussage gegen Ende eines Videos zeigt man Aufnahmen der Bauleistungen und Bahnhofsarchitekturen. Ist ganz sehenswert, das fünfminütige Filmchen, finde ich. Link

  • Dass die Bauarbeiten an der U5 Höhe Rathaus langsam dem Ende zugehen, lässt sich auch daran erkennen, dass die BVG-Werbung am Zaun, der das Baugelände abschirmte, gerade abgebaut wird. Der Zaun dürfte bald folgen.



    Stellenweise kann man auf das dahinterliegende Gelände schauen. Man scheint offenbar den Vorzustand wieder herzustellen, die Pflasterung ist die alte.



    Bilde von heute & von mir & gemeinfrei.

  • ^ Kann es kaum fassen. Seit ich in Berlin wohne (2014), war da immer nur Zaun. Kann mich an den Bereich ohne Absperrungen nur von früheren Besuchen erinnern. Nicht auszuschließen, dass irgendwann sogar die Gegend um die Schlossbrücke ganz ohne Baustelle zu genießen ist! ;)


    Was die Pflasterung betrifft: Bis vor Kurzem habe ich geglaubt, das historische (Gründerzeit-)Berlin hätte ausschließlich Schweinebäuche, Kopfstein- und Kleinpflaster gekannt – und die diagonal verlegten Gehwegplatten wären eine Einrichtung aus der Nachkriegszeit. Jetzt bin ich aber auf ein Foto des Kronprinzen (und späteren Nazis) Wilhelm gestoßen, das für 1908 eine Pflasterung belegt, die ich eher 1960 angesiedelt hätte. Falls hier jemand ist, der von der Geschichte der Berliner Bürgersteige Ahnung hat – ich bin gespannt.

  • So schön das ist,dass die Baustelle endlich kleiner wird, so zeigt sich auch hier mal wieder, wie sich die Lahmheit der Politik in höheren Kosten widerspiegelt: Soweit ich weiß, ist sowieso eine Neugestaltung des Rathausforums und Marx-Engels-Platzes geplant oder zumindest in Erwägung. Die deshalb eigentlich vorgesehene "öffentliche Debatte" lässt aber so lange auf sich warten, dass erstmal alles wieder so wird wie zuvor- nur um dann in ein paar Jahren wieder ausgetauscht zu werden.


  • Das war 2015.


    Das stimmt, ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich wollte darauf hinweisen, dass trotz dieser Leitlinien noch keinerlei Konzept für die Neugestaltung geschaffen wurde, die ja unter Berücksichtigung der Leitlinien dennoch mittelfristig geplant ist. Dieses "Bürgerforum" vor dem Rathaus und die anderen Vorschläge sind ja sinnlos, wenn sie nicht tatsächlich durch Wettbewerbe und darauffolgende Umsetzung in die Realität übertragen werden.

  • "Museumsinsel"

    Der gesamte „Lückenschluss“ sei nun dicht: https://www.projekt-u5.de/de/b…-museumsinsel-nimmt-form/
    Demnach wurden am neuen U-Bahnhof "Museumsinsel", im Zuge des kontrollierten Auftauens der bislang größten innerstädtischen Bodenvereisung Europas, letzte Undichtigkeiten "verpresst". Unterdessen laufen dort die Rohbauarbeiten (Treppen, Notausstiege und auch die Bahnsteigkante) demnach weiter, man halte am Ziel einer Inbetriebnahme Ende 2020 fest.


    Luftbild der "Museumsinsel"-U-Bahnhofsbaustelle vom 11.08.19:
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-429932.html



    Die U5 sollte einmal die "modernste U-Bahn in Deutschland" werden, stattdessen hat Nürnberg seit 2008 die ersten vollautomatischen U-Bahnlinien: https://www.tagesspiegel.de/be…r-u5-und-u8/24962772.html
    2 Linien fahren demnach in der Nürnberger Innenstadt auf der gleichen Strecke und können dort dank dem vollautomatischen - sogar fahrerlosen - Betrieb in einem dichteren, nämlich 100-Sekunden-Takt zusätzliche Fahrgäste befördern.
    In Berlin dagegen sollen erst ab 2025 Züge der beiden Linien U5 & U8 mit moderner Sicherungstechnik ausgerüstet werden, auf den Großprofillinien 5 und 8 würden außerdem gerade elektronische Stellwerke installiert werden.


    .. Die U2 wird die Linie sein, deren Takt als erstes verdichtet wird, sobald Züge da sind. ..


    Alle seit 1995 gekauften Züge der BVG seien für eine Techniknachrüstung hinsichtlich eines automatischen Betriebs vorbereitet.

  • Die Berliner Zeitung berichtet folgendes:


    Die U5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor soll Ende 2020 eröffnet werden, also vermutlich zum alljährlichen Fahrplanwechsel Mitte Dezember.
    Dabei wird am Bahnhof Museumsinsel vorerst noch nicht gehalten, da man dort, wegen Verzögerungen aufgrund der notwendigen Vereisung, noch nicht fertig ist.


    Geplant ist nun, dass der Bahnhof Museumsinsel Mitte 2021 fertig gestellt wird und dann dort auch die Züge halten.

    3 Mal editiert, zuletzt von Baukörper () aus folgendem Grund: inhaltlicher Fehler geändert!

  • ^ "Mitte 2021" soll "Museumsinsel" demnach fertiggestellt werden - und somit ein bereits 2018 angedachter "Plan B" zum Tragen kommen, dass die U-Bahn dort voraussichtlich ein halbes Jahr lang ohne Halt hindurchfährt.
    Absehbar sei, dass der "Museumsinsel"-Innenausbau und die Anlagen an der Oberfläche 2020 noch nicht abgeschlossen werden können.


    Ab Mitte 2020 werde dagegen auf der Straße Unter den Linden damit begonnen, die Baustelle abzubauen; das Bezirksamt Mitte werde den Boulevard wieder so herstellen wie vor Beginn der Bauarbeiten.

  • Also, das ist ein etwas einfältiger Artikel. Wir werden pünktlich fertig aber doch nicht ganz. Die verharmlosend dargestellte Verzögerung an der Haltestelle Museumsinsel wird dazu führen, dass noch bis mindestens 2021 das Humboldtforum an seiner prominentesten Seite von einer Baustelle bedrängt sein wird, zu der sich die des Einheitsdenkmal noch gesellen wird.


    Für wie blöd hält man in Berlin die Leute eigentlich?!


  • In Berlin dagegen sollen erst ab 2025 Züge der beiden Linien U5 & U8 mit moderner Sicherungstechnik ausgerüstet werden, auf den Großprofillinien 5 und 8 würden außerdem gerade elektronische Stellwerke installiert werden.


    Alle seit 1995 gekauften Züge der BVG seien für eine Techniknachrüstung hinsichtlich eines automatischen Betriebs vorbereitet.


    Ein elektronisches Stellwerk wird für die U5-Verlängerung in Betrieb genommen. Dieses Wochenende geht das ESTW für die Strecke Britz-Süd - Rudow in Betrieb. Das was nach 2025 auf den Linien U5 und U8 errichtet wird ist CBTC (Communication-based-train-control). International keine Neuheit, aber wenn man so will, die nächste Innovationsstufe nach den ESTW. Damit ist automatisches Fahren möglich, aber...


    Neben den dazu fähigen Zügen müssen Bahnsteige und Strecken gesichert werden. Zum automatischen Fahren gehört wesentlich mehr als CBTC. Aber damit kann man immerhin zuverlässiger sein und Energie sparen. CBTC bietet auch zusätzliche Sicherheit. Automatisches Fahren muss sich vor allem rechnen (das tut es in Nürnberg übrigens nicht).


    Seit den Zugtypen H und HK (1990er Jahre) sind Berliner U-Bahnen theoretisch für einen automatischen Betrieb vorgerüstet. Therotisch. Es werden Kabeltrassen für Bordfgeräte freigehalten. De facto wird man aber ein CBTC-System nur in neuen Zügen einrichten. Erst wenn man den Anbieter hat und weiß, wie die Technik aussieht, kann man ein Konzept für den Einbau in Züge erstellen.


  • Ab Mitte 2020 werde dagegen auf der Straße Unter den Linden damit begonnen, die Baustelle abzubauen; das Bezirksamt Mitte werde den Boulevard wieder so herstellen wie vor Beginn der Bauarbeiten.


    Museumsinsel kann auch fertiggestellt werden, wenn die Oberfläche wieder hergestellt ist => Innenausbau mit Logistik über Streckentunnel.

  • Ab Mitte 2020 werde dagegen auf der Straße Unter den Linden damit begonnen, die Baustelle abzubauen; das Bezirksamt Mitte werde den Boulevard wieder so herstellen wie vor Beginn der Bauarbeiten.


    Soll heißen, der groß angekündigte Plan von R2G zum autofreien Umbau war nichts als heiße Berliner Luft?

  • ^ Es war m.W. nicht von einem "Umbau" die Rede, sondern von einer "Sperrung" für Privatautos. Kann natürlich sein, dass dieses Vorhaben still und leise begraben wurde (etwa weil Verkehrsgutachten ergeben haben, dass die Sache nicht funktioniert) – aus der Wiederherstellung des alten Querschnitts allein kann man das aber nicht ableiten. Denkbar z.B. auch: UdL bleibt als Entlastungsstraße offen, bis die Bauarbeiten am Mühlendamm abgeschlossen sind, wird danach aber dicht gemacht.

  • ^ und ^^


    Eine andere Quelle, nämlich die "Berliner Morgenpost" vom 17.10.2019 führt hierzu aus, aktuell sei nicht mehr die Rede von einer Umgestaltung des Boulevards in eine autofreie Zone; eine U5-Geschäftsführerin wird so zitiert, man werde den Boulevard in den Zustand bringen, in dem er sich vor Baubeginn befand - alles andere sei Sache des Bezirks Mitte und des Berliner Senats.

  • Ein "Bautagebuch"-Eintrag vom 04.11.2019 zeigt 50 cm dicke Stahl-Wehrtore, die im Notfall zwischen Gleiswechselanlage und Bahnhof "Museumsinsel" herunterfahren und somit andere Bereiche vor einem Wassereinbruch schützen können sollen.


    Die 44-minütige Dokumentation und Reportage U-Bahn unterm Sternenhimmel (rbb, 12.11.2019) ist insbesondere dem neuen U-Bahnhof "Museumsinsel" und dessen Entstehen bis in den Spätsommer 2019 hinein gewidmet. Max Dudler als dessen Architekt äußert sich darin (in der 40. Minute) auch zur möglichen Fertigstellung des "Sternenhimmels", nämlich im Frühjahr 2021.

    Fun fact: Zur Beschleunigung des Auftauens der Bodenvereisung nutzte man demnach Fernwärme.

  • Tolle Videos. Mir war nicht mehr bewusst dass der Bahnhof Französische Strasse geschlossen wird, was aber eigentlich logisch ist.


    Ich hoffe dass dies architektonisch ansprechend gelöst wird...

  • So schön der Bahnhof Museumsinsel auch sein wird, finde ich es etwas schade, dass die Deckenhöhe doch recht niedrig sein wird, entsprechend die Raumwirkung leidet. Klar, die Lage unter dem Spreekanal und die eh schon schwierigen Bodenbeschaffenheit an dieser Stelle in Berlin hätten die Kosten nochmal immens steigen lassen, von daher nachvollziehbar.

    Beim Umsteigebahnhof Unter den Linden hat man das Problem anscheinend nicht so gehabt, von daher fiel der wesentlich geräumiger aus.