Beiträge von TwistedRoad

    Was ist denn dein Vorschlag Klarenbach, eine Errichtung der Bauakademie als Staudenhof?

    Vielleicht keine schlechte Idee...


    Im Ernst, bei der Bauakademie ist es ja so, dass diese in ihrem Ursprung eine Vorgängerin der Technischen Universität war.

    In Berlin kann man an 3 verschiedenen Stellen Architektur studieren und die TU Architektur ist in ihrem eigenen Gebäude am Ernst Reuter Platz beheimatet.


    Eine Bauakademie als Lehranstalt ist also überhaupt nicht mehr zu gründen!

    Warum nicht für ein paar Wochen die Bombenschäden durch eine schwarze Verkleidung der zerstörten Fassadenteile und der Kuppel sichtbar machen? Der 80. Jahrestag des Kriegsendes im kommenden Mai würde sich dafür anbieten.


    Das hätte keine irgendwie zu begründende Notwendigkeit. Aber warum es, wie Metamizol im Nachbarstrang meint, "irrsinnig" wäre, erschließt sich mir auch nicht. Man könnte die Verhängung sogar in einer feierlichen Zeremonie entfernen und hätte einen "Auferstanden aus Ruinen"-Moment – auch wenn der sicher nicht im Sinne der Initiatoren wäre.

    Sorry aber wäre das nicht auch irgendwie die Banalisierung von Krieg an sich?

    Während in verschiedenen Teilen der Welt gerade tatsächlich ganze Landstriche zerbombt werden spielt Berlin ein bisschen Krieg am Schloss?

    Zeittafeln mit Bildern von Zerstörungen oder auch verschiedenen Widmungen des Areals durch die Jahrhunderte können ja verschiedene Zeitschichten anzeigen. Das fände ich sinnvoller.

    Man muss schon einen speziellen Humor haben um eine Rekonstruktion einer Ziegelfassade aus Umweltschutzgründen abzulehnen - wo erst kürzlich das Humboldt Forum direkt gegenüber eingeweiht wurde - in dessen Fassade 3 Millionen Ziegel verbaut wurden.

    Gegen den nun präsentierten Bau der wie ein Umspannwerk oder eine gigantische Trafostation wirkt ist das Alexa ja noch Gold!

    Das darf nicht so kommen! Ich dachte die Stiftung wäre dazu da, den Entschluss des Bundestages umzusetzen, nicht ihn mit allen Mitteln ins Gegenteil zu verwandeln. Ich verstehe das nicht!

    ... Preis in Paris Ist seit 2012 Planung und der aktueller Bau Betrug damals von 20 Milliarden Euro jetzt bis zur 36 Milliarden Euro, wenn es so bleibt! ( nicht ganz "billig" )


    ...was Paris ein Vorbild sein kann, auch wenn es nicht leicht Ist & Wirtschaftlich. Gebaut wird in Paris nicht nur in Zentrum sondern auch außerhalb der Stadt, wo viele Einwohner leben.

    Was in dem Zusammenhang ja interessant ist, ist die Frage, wie Paris den U Bahnbau finanziert. Und zwar mit einer zusätzlichen U-Bahn Steuer, die erhoben wird für z.B. Büro Immobilien, Hotel, Gewerbe etc., was jährlich 800 Millionen Euro einbringen soll.

    Leider werden ca. 1400 Mitarbeiter deren Job verlieren. Welche davon sind in Deutschland gibt es noch keine Info.

    Naja, vielleicht gilt hier: "Lieber ein Ende mit Schrecken als..."


    Den Mitarbeiter:innen möchte man doch zurufen: "Mensch es ist so toll, dass Ihr mit Eurem ständigen Verzichten auf Gehalt und das Einverständnis auf Unterbezahlung in den letzten 10 Jahren es möglich gemacht habt, die pünktliche Zahlung der fetten ( und häufig überhöhten Mieten) zu gewährleisten um wenigstens die Bereicherung Einzelner möglich zu machen!

    In Zukunft dürft Ihr sogar noch an den Sonntagen dafür sorgen, dass der Ein oder Andere seine Schäfchen ins Trockene bringen kann!"

    Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB), neues Abfertigungsgebäude

    Zuletzt hier ff.

    Vor allem die heute oft üblichen nackt an der Decke verlegten Haustechnikelemente und Kabel wirken eher unschön und provisorisch, ähnlich wie am T2 am BER.

    Danke für die tollen Bilder Backstein.

    Die unschön gelegten Technikaufbauten Außen hast Du gnädig weggelassen bei den Außenaufnahmen ;)


    Als ich zuletzt dort war, dachte ich, dass es kein großer Wurf ist, die Funktionalität der Bussteig Überdachung ist auch etwas fragwürdig. Es ist insgesamt eine Verbesserung der vorherigen Situation aber gleichzeitig verpasste Chance.

    ABER: Optisch steht und fällt das gesamte Ensemble nun mit dem völlig abgerockten IBIS Hotel, da wäre eine Sanierung absolut notwendig.

    Aber was schade Ist, das dieser Bhf ca 2028 nicht mehr Existiert , sondern Paar Meter weiter der neue kommt ( der zzt . In Bau Ist)

    In Berlin ist das mit Provisorien ja oft so eine Sache, die Meisten bleiben ewig oder wesentlich länger als geplant. Wenn jetzt der Abriss für 2028 geplant ist, wird es dann 2035...


    Man ist ja auch nicht mehr in der Lage, zu festen Zielen wie z.B. "zur EM im Sommer" fertig zu werden.

    Allein deshalb würde ich z.B. keine Olympischen Spiele mehr in Berlin wollen.


    Sehr merkwürdig ist der Eingang zum S-Bahnhof gestaltet, diese schwarze Haube, als wenn man in ein schwarzes Loch absteigt, das hätte man schon freundlicher gestalten können.

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    Sorry, aber diese Lärmschutzwand-Orgie ist absolut krank! Man sieht als Fahrgast überhaupt nichts mehr von der Umgebung, ausser vollgeschmierte Wände! Aber passt zu Berlin, der erste Eindruck ist immer der richtige! ;)
    PS: Ich wohne selbst in unmittelbarer Nähe der Berliner Stadtbahn, inklusive ICE Strecke.

    Das ist überhaupt nichts Berlin typisches. Sobald man auf ICE Schnellstrecken auf Stadtgebiet unterwegs ist, fährt man durch solche Lärmschutzwand Korridore, z.B. auf der Strecke Berlin - München, durch Erlangen, etc.


    In den Niederlanden gibt es auf einigen Strecken die gläserne Version....die dürfte etwas kostspieliger sein.

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    Der Artikel befindet sich leider hinter einer Bezahlschranke.


    Frei verfügbar ist jedoch der Artikel zu den neuen Öffnungszeiten zweier Museen auf der Museumsinsel:


    Neue Öffnungszeiten


    Jaaa, es ist wieder Gemecker, aber durchaus berechtigt, finde ich.

    Am Kultur Forum wird ein neues 500 Millionen Euro Plus Museum errichtet (mit voraussehbar millionenteuren jährlichen Unterhaltungskosten) und Zwei Museen der Museumsinsel haben an Zwei Tagen in der Woche geschlossen, weil das Geld für Personalkosten nicht reicht ??


    Und das ausgerechnet im Frühjahr/Sommer wenn die Zahl der Touristen und möglichen Besucher steigt!


    Wie kann das sein?

    Eine nüchterne Betrachtung kommt im Vergleich zu anderen Städten auch zum Schluss, dass Berlin ganz klar ein weit überdurchschnittliches Problem mit einem rücksichtslosen Umgang von Teilen der Bewohner mit öffentlichen Gütern hat - und zwar ein wachsendes.

    Also das nehme ich ganz anders wahr! Es fallen ganze Horden von Graffiti Künstlern aus halb Europa in Berlin ein weil sich der Mythos hartnäckig hält, dass Graffiti sprayen hier generell legal ist.

    Bei uns im Hansaviertel wird sehr auf Sauberkeit und gepflegtes Grün geachtet, was einzig durch campierende Obdachlose beeinträchtigt wird, das können wir als Bewohner aber nicht beeinflussen, bzw. wollen es auch nicht.

    Die letzte große Zerstörung des Strassengrüns fand durch die Treckerdemo statt und grundsätzlich gibt es ein hohes Müllaufkommen bei Veranstaltungen an der Siegessäule, bzw. Großen Stern.


    Ein großer Teil des Drecks und der Zerstörung ist also importiert.


    Bei den neuen Sitzmöbeln frage ich mich warum man sich im Design nicht an den Sitzgelegenheiten der Terrassen orientiert hat und statt dessen hier wieder ein neues Element einbringt. Das wirkt unruhig und provisorisch. Ohne den "Anker" von Schattenspendern wirken die Elemente auch ziemlich verloren.


    Bei den kolportierten Gartenzwergen kam mir allerdings irgendwie die Assoziation der Oranierfürsten ...

    Ich weiß nicht ob man mit der Diskussion um eine abweisende Atmosphäre von Bauten in diesem Teil Berlins dem gesamten Viertel nicht Unrecht tut.

    Es hat eben nicht jeder Teil Berlins eine Atmosphäre wie im Kiez oder in den Einkaufsstraßen.

    Es ist halt das Botschaftsviertel welches sich nach dem Mauerfall wieder komplettiert hat. Und Botschaften sind nicht für ihre allgemeine Öffentlichkeit und Zugänglichkeit bekannt.

    Die große Ausnahme sind die nordischen Botschaften mit vielen öffentlichen Aktionen.

    Irgendwie mag ich die Atmosphäre einer distingierten Abschottung hier, in der man gerne mal am Sonntag durch den Tiergarten spaziert und dieses Viertel streift.


    Ich finde die Höhe des Turmes angemessen, zwei oder drei Stockwerke höher wäre unproportional zur Initialen Bebauung. Und die Initiale Bebauung mit ihrer charakteristischen Dachkonstruktion ist der, m.M.n. nachvollziehbare Grund, warum man hier in die Tiefe baute, eben um möglichst viel vom Ursprungsbau sichtbar halten zu können. Das ist doch gelungen!

    Ich möchte nochmal zurück zur Funktionalität und Aufenthaltsqualität. Der alte ZOB hatte eine Überdachung die zwar nicht mehr zeitgemäß war und ja, vom Empfangsgebäude zu den Steigen kam man nicht bedacht. Aber: Die Steige waren komplett überdacht!

    Heute ist es so, dass man wegen der hohen und schmalen Überdachung durchaus nass wird wenn es mehr als senkrecht nieselt und vor Allem: Reisebusse werden von zwei Seiten mit Koffern bestückt, es ist ja nicht so dass nur Reisegäste ein - und aussteigen. Die der bedachten Seite abgewandte Seite muss im Regen bestückt werden, Busfahrer fluchen regelmäßig darüber und das wird sich auch nicht ändern also selbst dieser Teil des ZOB der ja schon länger fertiggestellt ist, hat sich nicht bewähren können.

    Wie schon erwähnt, es geht noch primitiver wie eben in Frankfurt wo es gar kein Dach gibt, aber dort wurden auch keine 44 Millionen Euro ausgeben.

    Also, Moment mal jan85 . Niemand hat behauptet, dass ein Großprojekt wie München hier gewünscht gewesen wäre! Klar, der Münchner ZOB ist zusätzlich ein Einkaufszentrum, davon gibt's in Berlin eh zu viele. Es geht bei den Beispielen lediglich darum, was man für eine bestimmte Investition erhält.

    Dein Argument, dass Berlin ganz andere Infrastrukturprojekte zu wuppen hatte als z.B. Hamburg ist ein Todschlagsargument mit dem man jegliche Mittelmässigkeit oder Fehlplanung in Berlin begründen kann.

    Und die "grüne Wiese" gab es nur in München?? Also bitte, an jedem der großen Berliner Bahnhöfe und in deren Umfeld wurde in den letzten Jahrzehnten umfangreich umgebaut, saniert, ganze Stadtviertel neu darum hochgezogen. Man hätte einen Standortwechsel durchaus überlegen und einplanen können.

    Von einem Skandal habe ich gar nicht gesprochen, ich habe lediglich meine persönliche Meinung vertreten, dass dieses Projekt in Berlin weit unter den Möglichkeiten geblieben ist.

    ZOBs sind ja nicht generell vernachlässigt weil Busreisen nicht "Premium" sind. Die Aufwendungen in ansprechende oder aufwendige Architektur reichen von NICHTS wie z.B. Frankfurt, über STYLE in Hamburg, Hannover, Leverkusen, Ratingen (in Planung) bis Grosser Knotenpunkt in München.

    Berlin liegt da weit unter dem Durchschnitt. Vor dem Umbau zitierten Google Bewertungen "die Hölle auf Erden", jetzt finden die meisten es einfach nur hässlich. Daran hat, meiner Meinung nach, aber auch das heruntergerockte Hotel seinen Anteil, das das gesamte Ensemble nach wie vor dominiert.

    Die grösste Chance, die man vertan hat, ist aber eigentlich die der beibehaltenen Lage. Es gibt kaum einen ZOB einer Metropole, der dezentraler gelegen ist als der Berliner ZOB.

    Einzelhandel und Immobilien sind dann doch sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle.

    Ich habe weder Ahnung vom Immobilienhandel noch vom Einzelhandel. Ich habe es so verstanden , dass Karstadt/Galeria horrende, man kann auch sagen völlig überzogene, Mieten bzw. Pachtzahlungen an Signa hat leisten müssen, also haben die Kaufhäuser Signa Geld zugescheffelt, damit Signa liquide blieb um weitere Immobilien ankaufen zu können. Im Gegenzug wurden die Warenhäuser unter anderem auch durch den Steuerzahler am Leben gehalten, als "Geiseln" funktionierten die Beschäftigten.

    Solches Geschäftsgebaren hat im Grunde mit dem Einzelhandel und seinen Problemen an sich doch gar nichts zu tun?

    Aber wie gesagt, ich bin wirtschaftlich ahnungslos...

    Beim Umbau des KaDeWe wurde ja Großes angekündigt, aber die Umsetzung schleppt sich gefühlt ewig hin und überzeugt auch nicht, allein die unterschiedliche Farbe der Steinfassade lässt das ganze Haus unfertig erscheinen und das wird sich auch nicht mehr ändern.

    Berlin wurde aus dem Kahn erbaut. Die Erfindung des Ringofens durch Berliner Baumeister in Fürstenwalde und Stettin machte den Ausbau Berlins zur Industriemetropole ja erst möglich.

    Dass ab den 30er Jahren die Zwangsarbeit die Produktionssteigerung garantierte ist der unvermeidliche schwarze Fleck in der Geschichte des Siegeszugs des Ziegels.

    Nun wird in Adlershof an Baustoffen aus Pilzmyzel geforscht. Also wäre der Ziegel als Fassadenmaterial einer rekonstruierten Bauakademie, in der die Ergebnisse der aktuellen Baustoffforschung präsentiert und diskutiert werden, doch ideal.

    Die Belassung der Musterecke kann ich mir nicht vorstellen. Sie ist halt...ein Muster und als solches in eine Rekonstruktion kaum integrierbar.