Beiträge von TwistedRoad

    Und du sprichst von Demokratisierung, regst dich aber über gelegentliche Wortmeldungen einzelner Nutzer auf, die es wagen grundsätzlich werden und ihren Unmut zu äußern.

    Nein es sind hier im Forum die immer gleichen Positionen, die immer wieder durchgehechelt werden: Moderne inclusive Bauhaus ist monoton und hässlich, Gründerzeit ist wundervoll. Das wird auch nicht gelegentlich angemerkt sondern ständig behauptet!


    Mit der Demokratisierung meinte ich die Art wie gewohnt wird, eben nicht mehr mit den Eliten in der Belletage und dem s.g. Pöbel im 2ten Hinterhaus!

    Und ewig grüßt das Murmeltier...Ich habe das Forum lange nicht besucht aber kaum liest man mit, stößt man auf die perpetuelle Diskussion um Historismus vs. Moderne, mit dem ewig gleichen Kanon von u.a. UrbanFreak: Und mag Verzierung und Ornamentik noch so verschwurbelt historistisch eklektisch daherkommen sind sie in jedem Fall einer Architektur der klaren Linien, schlichten Formgebung und einer klaren Farbkomposition vorzuziehen. Ein Mondrian wäre hernach auch keinen Cent wert.

    Dass sich der hier dargestellte wilhelminische Prunk in den Hinterhäusern ganz schnell verflüchtigt und demgegenüber die Bauhaus Wohnanlagen und Gartenstädte eine Demokratisierung bzw. Sozialisierung des Wohnens ermöglichte und jedem Stadtbewohner einen Zugang zu Luft, Sonne und Grün ermöglichte wird unterschlagen.


    Leider hat in der Tat das sozialistische Einheitsgrau z.B. der Wohnstadt Carl Legien (gebaut von Bruno Taut) nicht gutgetan. Schaut man sich aber die Teile des Viertels an, die nach den Originalplänen saniert wurden und die ihre ursprüngliche Bauhaus Farbgebung zurück erhalten haben, findet man sehr wohnliche und behagliche, vor Allem menschliche Architektur vor....

    Was mir speziell bei dieser Ecksituation, aber grundsätzlich bei vielen Neubauten in Berlin die auf Alt machen, nicht gefällt ist die Größe der Balkone, die auch so weit herausstehen. Bei Gründerzeitlern hat man es oft viel besser verstanden, Balkone oder Loggien zumindest teilgefangen zu bauen, bzw. durch offene Geländer leichter zu machen.

    Hier finde ich es etwas plump.

    Des Weiteren ist mir nicht ganz verständlich, was an diesem Gelände zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz nicht Filet sein sollte. So zentral, so sinnbildlich hätte es kein zweites Baugrundstück gegeben.

    Ja ist schon richtig, gehobene Wohnlage ist es natürlich schon und eine vergleichbar große freie Fläche im Zentrum zu finden war auch nicht leicht...

    Dass der öffentliche Balkon klammheimlich weggefallen ist, ist schon ein starkes Stück, ich dachte immer diese öffentliche Nutzung wäre eine Grundbedingung für die Baugenehmigung gewesen?

    Sorry, aber ein solches Mahnmal mitten in der turbulenten Innenstadt und ohne Bezug wirkt einfach nur grotesk. Gedenkstätten brauchen keine 1A Lage - das haben alle anderen Berliner Gedenkstätten auch nicht - sie brauchen einen Ort mit inhaltlichem Kontext, an dem man sich auf das Geschehene besinnen kann.

    Bist Du schonmal durch das Steelenfeld gewandert? Dann wird Dir ja aufgefallen sein, dass das Umfeld komplett verschwindet und man sich isoliert und desorientiert fühlt - ein gewollter Effekt der im Prinzip überall funktioniert.

    Ausserdem unturbulent ist die Gegend im Grunde auch nicht!

    Und wie schon Camondo bemerkte: Ohne Bezug ist das Mahnmal im Grunde nirgends, denn überall in der Stadt wurden die jüdischen Mitbürger deportiert, wurden jüdische Geschäftsleute enteignet: Hausvogteiplatz mit den jüdischen Schneidern. Die großen Kaufhäuser, etc. etc. Den Bezug gibt es an jeder Straßenecke in Berlin!

    Und der Standort des Holocaustdenkmals als Abstellort zu bezeichnen ist einfach nur grotesk,

    Aber ein Filetgrundstück der Stadt hat man für das Mahnmal nun auch nicht gerade geopfert und man hat sich offenbar keine Gedanken darüber gemacht wie die unvermeidbare Umgebungsbebauung aussehen soll. Eigentumswohnungen: zu profan, Geschäfte/ Restaurants: Dem Ort bzw. dem Ereignis der Erinnerung an die Shoah nicht angemessen...Büros: Noch profaner...

    weiss jemand was mit den ausserordentlichen Exponaten der Mittel- und Südamerika Abteilungen der Dahlemer Museen passieren soll? Werden die auch hier gezeigt? Immer dreht sich alles nur um die Holzschiffchen und die benin-Bronzen...

    Meinem Verständnis nach sind doch alle Abteilungen der Dahlemer Museen umgezogen.

    Die asiatische Abteilung wird ja auch zu sehen sein, incl. japanischem Teehaus.


    Das Luf Boot soll im Übrigen ja gar nicht zurück, die Nachkommen der ursprünglichen Besitzer freuen sich mehr über die Werbewirkung für ihr Land die das Boot an dem jetzigen Standort entfalten kann...

    Zu Beginn war ein Hafenbecken versprochen, nun eventuell ein paar Plätscheranlagen.

    Das verstehe ich nicht so ganz. Der Otto Weidt Platz liegt in der Mitte zwischen dem Nordhafen und dem Humboldhafen, dort liegen die entsprechenden Hafenbecken, oder nicht? Wozu sollte an dem Platz ein zusätzliches Hafenbecken entstehen?

    Es ist zwar ein wenig off topic: Wer sich in der Staatsoper die Zauberflöte mit dem Bühnenbild mit Schinkelschem Sternenhimmel anschauen möchte kann das tun, muss sich aber dessen Gewahr sein, dass es 2 Inszenierungen gibt, die die Staatsoper abwechselnd spielt! Man muss dann die Inszenierung nach August Everding wählen...so als fun fact :-)

    Ja das denke ich auch. Das Prinzip unten zu zeigen was es oben zu sehen gibt, gibt es in Berlin zuhauf, speziell auf der U8.

    Es gibt auch schon mehrere Stationen in rotem Ziegel, z.B.Zitadelle Spandau (U7)

    Was meinst Du hier U3 (echt alt) oder U7 (poppig 70er)?

    Also ich meinte die U7 mit der Pop Art Station :-), aber ich bin flexibel, ich mag auch die U2 Station Deutsche Oper , speziell die Jugendstil Säulen ...

    Es erinnert mich an die Diskussion um den BER: Zum Zeitpunkt der Auftragserteilung das Modernste und Schickste was ging, aber wenn zwischen Entwurf und Eröffnung 25 Jahre liegen, scheint es nicht ganz zeitgemäß...

    Vergleicht man unsere U 5 mit der "Schadowlinie" in Düsseldorf ist es hier gediegen staatstragend und dort ist es moderner, frischer, heller.

    Für mich persönlich muss es im Untergrund aber nicht immer licht und hell sein, daher mag ich z.B

    die Stockholmer U Bahn ( z.B. Djurgården) wo man meint in steinzeitliche Höhlen hinabzufahren.

    Solange die Ausschilderung und der Bahnsteig hell ist ist alles gut.

    Leider hat man in Berlin für meinen Geschmack bei der U5 vor Allem zu viel Strenge walten lassen, es gibt nichts spielerisches, fröhliches.

    Aber ok, ich mag halt auch Stationen a la Fehrbelliner Platz :P

    Die dargestellten Eindrücke, waren für mich dann doch ernüchternd.

    Es wirkt fast als ob Dudler sich seit den 90ern, gestalterisch wenig entwickelt hat -

    In dem erwähnten Tagesspiegel Artikel war aber auch zu lesen, dass an dem Entwurf festgehalten wurde der 25 Jahre alt IST, der Architekt aber nicht unbedingt glücklich damit ist...


    Der Schinkelsche Sternenhimmel kommt zwar im Bühnenbild der Zauberflöte vor, aber Schinkel hat sich da ja mehrfach selbst rezitiert so gibt es die Schinkelschen Sterne z.B. auch in dem kleinen Palais im Schlosspark von Schloss Charlottenburg, somit ist das Dudlersche Rezitat im U Bahnhof evtl. nicht nur auf die Zauberflöte beschränkt?

    Aber man sitzt doch auf der anderen Seite im Lustgarten auch unter lauschigen Bäumen und schaut zumindest aufs Zeughaus, dass der Ausblick dort ein Stockwerk tiefer schöner wäre, kann ich mir nicht vorstellen und die Situation auf Seite des Schlosses ist doch ähnlich?

    Ich finde auch nach wie vor die Aussicht in diesem tief gemauerten Kanal zu schwimmen absolut nicht nice... und wenn man das Flussschwimmbad der Kaiserzeit zitiert war das doch vor dem Bodemuseum plaziert, da ist die Spree breiter und offener.

    Ich krieg nach wie vor Beklemmungen bei dem Gedanken im Kupfergraben rumzupaddeln, aber gut, ich mag auch Schleusenfahrten im Gummiboot nicht, Andere sind da evtl. nicht so vorbelastet.