Vielen Dank für die Bilder. Ich war in Thüringen im Urlaub (In diversen Ortschaften) aber für Dresden hat es leider nicht mehr gereicht. Deine Bilder sind da eine Entschädigung dafür. Ich war vor 25 Jahren zuletzt in Dresden, Wahnsinn was sich seit dem getan hat.
Dresden: Neumarkt
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Ein Paar Bilder von gestern, 31.10.2025.
Der Fußweg auf der Rampischen Straße ist nun frei.
Richtung Neumarkt:


und in Richtung Kurländer Palais:


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^ Thnx an alle, die hier gepostet haben! Unfassbar, die Wiederauferstehung der Rampischen Straße mit ihrer spektakulären Vielfalt an Details miterleben zu dürfen!
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Das stimmt! 4/6 Häuser sind ja auch gelungen.
- Das neue Palais Riesch: Perfektion (bis auf das keine Ziegel als Fassadendämmung verwand wurden)
- Rampische 14: AUA!
- das gelb/ beige Haus zwischen Rampischer 12&14: unauffällig, aber trotzdem langweilig hoch 10
- Rampische 12: 10% weniger Schmerz für meine Augen, als die Rampische 14
- dann das barocke Stelzenhaus: was auch immer da im Sockelbereich passiert is, irgendwelche random Säulen, dahinter nen Glaskasten mit nem Art-Déco Tor und draußen ne barocke Fassade davorgekracht. Wenn sich das über die Jahrhunderte so entwickelt hätte, ok, aber das hat allen Ernstes jemand so gewollt...
- und dann noch das 1328: sehr gelungen, auch innen!
Ich denke aber, es wird erst richtig kuschelig, wenn im EG der Häuser leben Einzug gehalten hat

Ich geb dem Ganzen mit knirschenden Zähnen ne 6/10...
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städtebaulich würde ich das Ensemble aufgrund der Raumwirkung der Gassen höher bewerten.
Was sehr auffällt ist, dass die neuen Fassaden in der Seitenansicht deutlich weniger Plastizität aufweisen, sie sind sehr flach. Es sind kaum Erker, Versprünge, Fassadenschmuck in der Weise vorhanden, dass dies zu einer 3 D Wirkung führt.
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Was sehr auffällt ist, dass die neuen Fassaden in der Seitenansicht deutlich weniger Plastizität aufweisen, sie sind sehr flach.
Das entspricht dem historischen Stadtbild. Abgesehen vom Palais Riesch ist die heutige Südseite der Straße vielleicht sogar aufwändiger gestaltet als vor dem Krieg. Das gilt unabhängig davon, ob einem die neuen Fassaden gefallen oder nicht.
Siehe Walter Möbius: Dresden-Altstadt. Rampische Straße. Blick von der Frauenkirche, 1930
https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71076037
Ein paar Giebel über den Fenstern lassen sich auf dem Foto erahnen, aber ich glaube, diese Straßenseite ist (wohl nicht grundlos) sehr schlecht dokumentiert.
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Wenn ich das alte Foto richtig interpretiere, waren es früher 5 Parzellen zwischen dem Riesch und dem rekonstruierten rosa Haus. Jetzt wurden diese 5 mit 3 modernen Gebäude bebaut. Gab es für diese Abweichung /Zusammenlegung einen Grund? Ich denke, dass eine Stadt von einer möglichst großen Kleinteiligkeit profitiert, wenn auch in diesem Fall modern.
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Das ist richtig. Auf der gegenüberliegenden Seite, also der Nordseite, wurden ebenfalls Parzellen zusammengezogen. Ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich das finde.
Einerseits bin ich ein großer Fan von Kleinteiligkeit, weil damit gestalterische Vielfalt einhergeht.
Allerdings ist die Kleinteiligkeit in der heutigen Rampischen Straße für unsere Sehgewohnheiten und auch im Kontext der heutigen Dresdner Innenstadt bereits enorm. Wäre die städtebauliche Körnung hier noch kleiner gewesen, wäre der Bruch mit der Umgebung noch krasser, also der Kontrast zu Altmarkt und Wilsdruffer Straße und allem, was entlang der St. Petersburger noch zu erwarten ist. Zudem sind die Bauten des 19. Jahrhunderts, die selbst heute noch deplatziert mächtig wirken, Antithesen zum Neumarkt. Dies alles zusammengenommen, hat der Neumarkt etwas Irreales, was ja auch eine gewisse Kritik provoziert hat. Die Flut an visuellen Informationen, auf die das von allgegenwärtiger Primitivität abgestumpfte Auge trifft, hat etwas Überforderndes. Oder, banaler formuliert: wir sind so viel Schönheit nicht mehr gewohnt. Da bieten die großen, langweiligen Fassaden etwas Ruhe. Allerdings: die konkrete Gestaltung dieser neuen Entwürfe lässt doch einiges zu wünschen übrig.
Zweiter Vorteil von Kleinteiligkeit ist die damit einhergehende Vielfalt von Eigentümern und Nutzungen. Das hat sich allerdings durch den Verkauf riesiger Grundstücke und die Entwicklung ganzer Quartiere durch wenige Investoren erledigt. Die Nutzungsvielfalt am Neumarkt ist trotzdem ungeheuer hoch. Auf so engem Raum dürfte es kaum irgendwo sonst eine so multiple Mischung geben.
Fazit: ich kann gut damit leben, dass die Kleinteiligkeit rund um den Neumarkt heute weniger ausgeprägt ist als vor 1945. Das betrifft auch die inneren Strukturen der Quartiere, die ja wahnsinnig zugebaut waren, noch mehr als heute, wie man auch auf dem Foto sieht. Lediglich der Garten des Palais Hoym ist ein Verlust, der aber schon durch den rücksichtslosen Bau des Polizeipräsidiums eingeläutet wurde. Dessen riesige Brandwand sieht man auf dem Foto ja auch. Ein Zustand, den zu rekonstruieren schwer vermittelbar war. Schon Löffler hat bedauert, dass die Herrlichkeiten im Feuersturm untergingen und die Banalitäten, dazu zählt auch das Präsidium, überlebten.
Für die Zukunft ziehe ich folgende Schlüsse: An der Schießgasse sollte eine ähnliche städtebauliche Kleinteiligkeit wie am Neumarkt festgesetzt werden. Kurländer Palais und Landhaus sollten Bezugspunkte sein, deren Bedeutung durch einen kleineren Maßstab im Umfeld Rechnung getragen wird. Polizeipräsidium und Albertinum bleiben die Elefanten im Raum. Für die St. Petersburger kann ich mir etwas großzügigere Parzellen gut vorstellen, die zwischen DDR-Bestand und Neumarkt vermitteln. Charmant fände ich eingestreute, ganz kleine Grundstücke für Baugemeinschaften. Generell sollte endlich die einseitige Fokussierung auf Großinvestoren und der damit verbundene Wertabfluss aus der Stadt unterbunden werden. Dresden ist heute nicht mehr in der Situation, Investitionen auf Teufel komm raus anlocken zu müssen. Die Mischung macht's. Grundstücke über Konzeptvergaben zu verkaufen oder zu verpachten, in Leipzig schon seit etlichen Jahren rege praktiziert, ist in Dresden ja inzwischen auch angekommen.
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^^^ Ziegel tut mir wirklich leid, aber wo sind diese angeblich "modernen" Neubauten aufwändiger gestaltet??
- Es gibt weniger Kleinteiligkeit: von 5 auf 3 Häuser
- die Dachlandschaft ist 100 mal passender als die jetzt derzeitige!
- und zoom mal ins Bild rein, da sind einige schmucke Fassaden dabei (vorallem die 3 mittleren der 5 Häuser rechts vom Riesch)
Also tut mir leid, aber diese Aussage ist mehr als zynisch! Und so sollte unser Herangehen beim Wiederaufbau deutscher Städte nicht herangegangen werden!!
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Was siehst du da, was ich nicht sehe? Das helle Haus scheint aufgemalte Giebel zu haben, die anderen beiden plastische. Ob es Stuckornamentik gibt, ist nicht erkennbar, es wirkt auf mich aber nicht so. Bessere Ansichten dieser Straßenseite wären hilfreich, vielleicht hast du welche?
Gut sichtbar sind aber die anderen Häuser, die gar keinen Schmuck aufweisen, null. Dahingehend sind die neuen Fassaden mit dem Bogenmotiv, dem Materialwechsel und den Abschrägungen bei den Fenstergewänden oder den Fensterfaschen schon ein Mehr an Gestaltung. Der Ausreißer ist das "1328", das den Vorkriegsbau deutlich übertrifft und schon aufgrund seiner prominenten Lage alles aufwiegt, was die östlich anschließenden Fassaden vielleicht vermissen lassen.
Mir leuchtet auch nicht ganz ein, warum die frühere Dachlandschaft, so charmant sie war, für uns heute "100 mal" passender gewesen wäre. Finde ich den so deutlich überstehenden Giebel der Nr. 4 unübertrefflich? Ist die Schleppgaube daneben besser als die heutigen Einzelgauben? Hier und da habe auch ich einiges zu kritisieren, aber ebenso war der Zustand um 1930 auch kritikwürdig. Und das Stadtbild um 1930 war ohnehin nicht wiederholbar, nicht (nur) aus bösem Willen, sondern aus unendlich vielen Gründen.
Ich würde mir ohne jeden Zynismus sehr wünschen, dass in deutschen Städten hier und da wenigstens ein kleines bisschen so vorgegangen würde wie bei der Rampischen. Das betrifft die Kleinteiligkeit ebenso wie die Architektur. Die drei hier so gescholtenen Fassaden wären ein paar Meter weiter in der Schweriner Straße ein Hochgenuss, allein schon die Sockelbereiche. In der Rampischen sind sie streitbar, hier wäre sogar weniger mehr gewesen. Deshalb finde ich die unauffällige beige Fassade noch am besten. Aber auch die anderen beiden fügen sich ein und bringen noch ein bisschen Originalität mit.
Unangenehmes Seitenstechen verschafft mir nur der Sockel der Nr. 4 (die fliederfarbene Rekonstruktion). Das hätte es wirklich nicht gebraucht, vor allem die über dem Sockel im Nichts endenden Lisenen hätten dem Architekten doch auffallen müssen. Aber auch hier tröstet der Blick auf ein Foto um 1900, auf den damals auch nicht besonders tollen Sockel, die fehlenden Spiegelfelder, die gründerzeitlichen Fenster. Das ist heute wirklich schöner als im untergegangenen Dresden!
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Bebauungsplan Q6 - Hotel Stadt Rom - wurde im vorletzten Verfahrensschritt vom Bauausschuss beschlossen,
SäZ pay berichtet, hier die Ratsvorlage V0384/25.
Mit dem Beschluss wurden der Entwurf des B-Plans bestätigt sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragt.
Nun kommt es drauf an, dass keine schwerwiegenden Einwände vorgebracht werden. Erst dann kann der Abwägungs- und Satzungsbeschluss erfolgen.
Die Schütz-Residenz war ja gegen das Stadt Rom, weil es ohne Verschiebung sehr eng zu denen gebaut wäre und die Objektnutzung mindere.
Die Eigentümer der Schütz-Residenz werden sich die Sache genau angeschaut haben, sie waren eventuell auch nicht gänzlich gegen einen Neubau,
allerdings vermute ich daß sie - allein der Chance wegen - die Verschiebung zwingend einforderten. Da jene nun längst verbrieft ist, hoffe ich dass es keine
weiteren Einwände seitens derer gibt. Unbenommen eines monetären Einvernehmens im Hintergrund natürlich.
Die Position am Steigenberger Hotel de Saxe allerdings kenne ich nicht, denn nun rückt das Stadt Rom ihnen näher.
Im Grunde ist es wegen nicht im Vorfeld festgeschriebener Unterschreitungen von baurechtlichen Abstandflächen nun stets notwendig, Einvernehmen auch bei einem B-Plan-Verfahren herzustellen. Und ich sagte es schon vor Jahren: entweder ein verschobenes Stadt Rom, oder eben keines!
Die Verschiebung ergibt sich witzigerweise aber zudem aus der heutigen städtebaulichen Situation sowie den Wegeführungen.
Daß ein Palais de Saxe dereinst und mit nun schmalerer Moritzstrasse nicht möglichs sei, teile ich nicht. Ich würde dazu vorschlagen, hinter dem Stadt Rom wieder die Strasse etwas zu verbreitern (Stadt Rom wäre also Kopfbau an Engstelle), aber nicht mittels einer Kante sondern baulich gelöst innerhalb der Folgebau-Fassade. Das nur mal so als Zukunftsmusik, falls man doch noch mal einen Durchbruch zur Wilsdruffer erziehlen könnte.
heutiger Beifang - letzte Gerüste am Hoym-Rücken weg, und der Vorplatz ist fertig




Neu-Riesch - auch gerüstfrei und fertig

Mittags auf der Rampischen



Bonusblick

alle fotos elli kny
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Schlagt mich, aber das Palais ist rückseitig wirklich bemitleidenswert in dieser Nachbarschaft. Eingepfercht in erdrückende und vor allem erschütternd simple Klötze, die man sich bisweilen nicht einmal im sozialen Wohnungsbau traut (zentrales Gebäude). Hier beißt sich alles und ich frage mich, ob der ganze Aufwand an dieser Stelle nicht verschenkt ist?
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Tatsächlich finde ich, dass Fotos den Eindruck vor Ort unzureichend widerspiegeln. Die Atmosphäre dort erinnert mich an einen gewachsenen Stadtraum, obwohl ja alles aus einem Guss gebaut wurde. Die Rückfassade des Palais ist sehr prachtvoll und wird meines Erachtens, darüber staune ich selbst, von den hohen und schlichten Nachbarn nicht erdrückt. Im Gegenteil wirkt es eher so, als hätte dieser Palais-Schatz in seinem Versteck die Zeitläufte überlebt.
Man muss auch sehen, dass hier eine Mischkalkulation notwendig war. Das Palais Hoym wurde wirklich mit sehr hohem Anspruch ausgeführt, wie es kaum irgendwo am Neumarkt zu finden ist. Oben sieht man zum Beispiel auf Ellis ersten beiden Bildern rechts den Flügel mit der ehemaligen Wagenremise. Hierfür war keine Fassadengestaltung überliefert. Man hätte es sich einfach machen können, aber es wurde eine sehr einfühlsame und aufwändige Fassade neu entworfen. Ich vermute, niemandem von euch ist aufgefallen, dass das ein zeitgenössischer Entwurf ist.
Ich hatte im Stadtbild-Forum schon versucht, ein bisschen Verständnis dafür zu wecken, was hier im Kontext der wirtschaftlichen Gegebenheiten möglich gemacht wurde.
Für euch noch ein paar Bilder, schon ein paar Monate alt, dafür aus seltener Perspektive. Schwenk von rechts (Neu-Riesch von Tobias Nöfer) bis nach links (Dachlandschaft des Hoym). Ich finde die Vielfalt der Gestaltungen und Perspektiven sehr reizvoll:



(eigene Bilder)
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Hoym ist jetzt verpackt

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^ Ach so, sie haben es verpackt, um es zum Advent als Weihnachtsgeschenk auszupacken - wenn auch noch nicht ganz.
Palais Hoym - Fassade teilweise frei





alle fotos elli kny
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Tagsüber konnte ich bereits vorige Woche beobachten, wie der fertige Boden im Eingangsbereich des zur Landhausstraße liegenden Gebäudeteils platziert wurde. Es scheint also auch im inneren Bereich an die letzten Arbeiten zu gehen.
Gibt es denn einen aktuellen Fertigstellungstermin?
Wie sieht es mit den Gewerbeflächen auch auf der Rampischen Straße aus?
Und einen Hauptmieter/käufer für das Hoym, wird es das angekündigte Hostel?
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Offenlage Stadt-Rom-B-Plan beginnt - Webseite.
Hoffentlich meldet sich dort niemand, dann ist der Weg frei. Sorry für meine Farbspielerei in der Abbildung aus dem Informationsplan.

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Hoyms Balkon heute:




Bonus



alle fotos elli kny
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