• Dekoratives Anführungszeichen

    Das Gebäude auf dem Bild könnte die alte Schmiede sein, die zum Gutsgelände gehört.

    Die alte Schmiede wurde zwischenzeitlich übrigens durch einen Ersatzneubau für pädagogische Tagesbetreuung (Bewegungs- und Musiktherapieräume etc.) ersetzt. Der Altbau war nicht mehr wirtschaftlich sanierbar.

    Google Streetview

    Bei der Vereins-Website gibt es ein paar Bilder, unter anderem dieses hier:

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    Die Säulen wurden als "Blickfang" an die Kastanienallee versetzt.

    Bild- und Textquelle: Unser erstes Jahr in der (neuen) Alten Schmiede - Wohnen plus gGmbH - betreutes Wohnen - Schloss Schönefeld

    Im vorangegangenen Entwurf waren die Fenster zur Straße hin noch etwas traditioneller (vgl. zu Google Streetview). Dennoch finde ich das Endergebnis überzeugend.

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    Alte Schmiede Schloss Schönefeld - Verein Schloss Schönefeld e.V. Leipzig

    Nun fehlen noch die Stallungen an der Kastanienallee, die aber auch saniert und den Wohn- und Bildungscampus ergänzen sollen. Ich finde es enorm, was der Verein leistet, und das schlägt sich auch in der hohen architektonischen Qualität wider.

  • "

    Die Mühle sieht man nicht, die liegt verborgen im Grund. Das Gebäude auf dem Bild könnte die alte Schmiede sein, die zum Gutsgelände gehört."

    Dann müsste ja zwischen dieser alten Schmiede und der Simulation der Förderschule die Volbedingstraße in ihrer langen Kurve verlaufen. Dargestellt sind jedoch Sitzsteine und Bäume an einer Hanglage.

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    Ein Jahr nach der Eröffnung macht der Schulcampus Ihmelsstraße zusammen mit dem dahinter liegenden Stadtteilpark Rietzschkeaue einen guten Eindruck:

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    ©empirica

  • Blick auf den neuen Bildungscampus am Lene-Voigt-Park. Ein Verwaltungsgebäude des ehemaligen Eilenburger Bahnhofes wurde in den Neubau integriert.

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    Er ist direkt mit dem neuen Schulgebäude verbunden. Die Fassadengestaltung passt sich dem Umfeld an.

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    Die Riemchenverkleidung hat mehr Struktur als dies bei vielen Gebäuden aus den letzten Jahrzehnten der Fall ist. Die Umfriedung wurde modern wiederhergestellt.

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    Einen interessanten Eindruck macht auch die Fassade des neuen Sportkomplexes am Gerichtsweg. Die rautenförmige Struktur der Fassade - aus ungewöhnlich hellen Klinkern - wird beim entsprechenden Sonnenstand besser sichtbar.

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    Einmal editiert, zuletzt von Marco Leone (31. August 2025 um 22:15)

  • Grund zum Feiern? Ich weiß nicht ...

    Die LIS bietet internationen Mitarbeitern (siehe "Fachkräfte") ein Lehrangebot für deren Kinder. Ob der Verzicht auf den Neubau unter dieser Prämisse ein Grund zum Feiern ist, bleibt fraglich.

    Der Umbau zu einem großen Park wäre Aufgabe der Stadt - und die hat auf absehbare Zeit sicher kein Geld dafür (siehe "Haushaltslage").

    Ich weiß auch nicht, ob das so stimmt:

    Dekoratives Anführungszeichen

    „Es handelt sich nicht um eine Grünfläche, sondern um einen voll versiegelten Gewerbestandort in Privateigentum“, sagt Marko Mühlner zum juristischen Stand der Dinge. Er ist der zuständige Projektleiter bei der Stadtbau AG.

  • Grund zum Feiern sehe ich da auch nicht! Schule und Internationalität sind zwei Dinge, die auch hier in Sachsen bitter nötig sind. Gerade vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung sollte man schon die Frage stellen dürfen, ob es so ein großer Erfolg ist, wenn ein Bildungsträger da quasi aus ideologischen Gründen vertrieben wird...

  • ^Dem stimme ich komplett zu, aber diese Fläche bebauen zu wollen, war schon immer ein Fehler. Allein auf dem Bild sieht man, wie gut es sich als Grünanlage machen würde, jetzt, wo es ringsum gefasst ist. Ein anderer Standort ließe sich sicher finden, wenn man will.

  • Bleiben der Aufwand - Fläche ist wohl versiegelt und kontaminiert - und der derzeitige private Eigentümer, die dem Thema Grünfläche im Wege stehen

  • Ich bin bei dem Thema zwiegespalten. Ein reiner Park wäre in der besten aller Welten die naheliegendste Lösung. Plagwitz ist als Industrieviertel traditionell arm an repräsentativen, weitläufigen Parkanlagen.

    Andererseits:

    • Mit Karl-Heine-Kanal, Stadtteilpark Plagwitz, Henriettenpark und Bürgerbahnhof gibt es durchaus grüne Erholungsflächen im unmittelbaren Umfeld.
    • Das Grundstück ist in Privatbesitz und die Stadt Leipzig ist klamm bei Kasse.
    • Die Schule hat offenbar aufgrund ihrer guten Arbeit erhöhten Platzbedarf.

    Da schien es mir ein guter Kompromiss, einen Teil der Fläche als Park zu ertüchtigen (was sie derzeit nicht ist) und einen Teil als Schulcampus zu entwickeln. Auch wenn mich die konkreten städtebaulichen Entwürfe nicht so recht überzeugten.

    Ich bin für Qualität statt Quantität, Stichwort: doppelte Innenentwicklung. Die ehemalige Industriebrache hat heute weder ökologischen Nutzen, noch einen Freizeitwert, der ihrer Größe angemessen ist. Ein Drittel der Fläche könnte in beiderlei Hinsicht viel mehr leisten, wenn dort ein richtiger Park entstünde.

  • Vor dem Hintergrund, dass das Areal mit der Tram 14, einer leicht verschwenkter Linienführung der Linie 60, S1 und Regionalbahn bestens angebunden ist, wäre es eine Verschwendung, dort keine publikumsintensive Nutzung zu ertablieren.

    Gleichzeitig sind Frei- und Grünflächen auch klimatisch wichtig. Leider gibt es bisher keine Beispiele, wie Neubauten wenigstens die Versiegelungsfläche neu auf Dächern oder Fassaden als Grünfläche wirksam verlagern.

    Vor Ort ist das Band des Kanals eine gut erlebbare und auch entsprechend genutzte Grünfläche. Der exRangierbahnhof kann gleiches werden. Weitere Maßnahmen können die einzelnden Grün-->Inseln wirksamer vernetzen, für Menschen und Tiere.

    Die Schule mit rund 1.000 Schülern platzt aus allen Nähten. Wenn Leipzig weitere Forschungsinstitute ansiedeln will, offene Stellen bestens besetzen will oder aus dem Mief tiefster Provinzialität heraus klettern will, ist noch viel mehr Platzbedarf erforderlich, um im internationalen Standortwettbewerb mithalten zu können.

    Ich habe den Eindruck, dass beide Ansprüche an diesem Standort gegeneinander ausgespielt wurden und anstatt der Zwänge und Fachargumente jede Seite einen Alleinanspruch vertrat. Der städtebauliche Entwurf überzeugte mich deshalb nicht, weil andere Schulneubauten (J.-Moosdorf-Schule) zeigen, dass flächensparend mit mehr Höhe gebaut werden kann. Die Karl-Heine-Str. hat die leipzig-üblichen Baukubaturen als Maßstab, also Gründerzeithäuser mit ca. 5 Ebenen, das Westwerk als hohen Industustriebau, BIC und Garage sind ebenfalls hoch genug für eine übliche Fassung der Straße.

  • Ein herzliches Hallo an alle,

    nach längerer Zeit des stillen Mitlesens möchte ich mich heute mit meinem ersten Beitrag einbringen. An dieser Stelle: Vielen Dank für die fundierten Diskussionen an den verschiedenen Stellen, welche mir in den vergangenen Jahren wertvolle Einblicke ermöglicht haben.

    Ich teile die zuvor geäußerte Einschätzung weitgehend. Das Dialogverfahren war eine seltene Chance, eine ehemalige Industriebrache städtebaulich neu zu qualifizieren. Über die Zweckmäßigkeit einer privaten Schulnutzung lässt sich sicher streiten, ebenso über die LVZ-Berichterstattung, die zuletzt deutlich ambivalenter wurde.

    Ein Konzept mit einem Drittel gestalteter, hochwertiger Freifläche in Kombination mit Bebauung hätte meiner Ansicht nach spürbaren Mehrwert für den Stadtteil geschaffen – deutlich mehr, als es die Flächen derzeit leisten.

    Die aktuelle Situation ist bekanntlich durch Aufschüttungen aus dem Flughafenbau sowie Keller- und Altlastenflächen geprägt. Großbäume können sich dort kaum entwickeln, weshalb die ökologische und freiräumliche Qualität aus meiner Sicht sehr begrenzt bleibt.

    Gerade im Sinne der doppelten Innenentwicklung ist daher Qualität wichtiger als Quantität: Ein professionell geplanter Park auf Teilflächen könnte ökologisch wie sozial viel mehr leisten, während eine gut eingebundene Bebauung die städtebauliche Struktur sinnvoll ergänzen würde.

    Das die Stadt Leipzig daran interessiert ist, Lösungen zu entwickeln, zeigt das (meines Erachtens gelungene) Beispiel der Entwicklungsperspektive für die Flächen an der Kuhturmstraße, deren Potenziale bislang leider nur eingeschränkt ausgeschöpft sind. Gleichwohl die Situation hier einfacher war, da die Fläche im Eigentum der Stadt gelegen sind.

    Ich freue mich darauf, künftig aktiv mitzudiskutieren.

    2 Mal editiert, zuletzt von Smuerre (19. September 2025 um 22:48)

  • Die Sporthalle am Dösner Weg wurde am 8. September offiziell übergeben. Das Umfeld muss noch gestaltet werden.

    Das große Wandbild an der Südseite des Gebäudes befindet sich noch im Entstehungsprozess.

  • Ende August wurde der Ersatzneubau für die Grundschule Großzschocher eingeweiht. Interessante Infos dazu gibt es hier:

    https://www.leipzig.de/newsarchiv/new…-bildungscampus

    Ein großer Unterschied zur Visualisierung ist, dass die senkrechte Lamellenfassade (Keramikplatten) so montiert wurde, dass die Rillen durchgehend verlaufen, nicht horizontal versetzt.

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    Woltereck Fitzner Architekten

    Ausblick auf unseren Schulersatzneubau - Schule Großzschocher - Grundschule der Stadt Leipzig

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    ^ Die Ringe im Vordergrund sind "Kunst am Bau", von der Stadt als "Pilotprojekt" gepriesen.

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    Für mich hat die Schule ein bisschen Knast-Atmosphäre. Alles ist irgendwie steril. Als Grundschüler hätte mich der große Kasten, der tief über den Fußweg ragt, eingeschüchtert. Dennoch gibt es viele architektonische Details und Gestaltungswillen. Der Schulhof ist durch eine graue Betonmauer eingefasst. Musste das sein?

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    Sehr gut gefallen mir die üppig mit Stauden bepflanzten Außenanlagen.

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    (eigene Fotos)

  • Danke für die aktuellen Bilder! Ich bin neulich selbst vorbeigelaufen und muss sagen: Der Vorplatz an der Dieskaustraße tut in seinem jetzigen Zustand schon richtig gut. Auf den Sitzstufen hielten sich tatsächlich Menschen auf – und das sogar an einem Sonntag. Ich bin gespannt, wie es nach der endgültigen Umgestaltung und der neuen Straßenführung wirken wird.

    Kunst am Bau? Nun ja, die Ringe wirken fast schon wie ein kleiner Vorgeschmack auf die Olympiabewerbung ;)

    Die aktuelle Bepflanzung ist insgesamt gelungen, und ich freue mich schon darauf, wenn bald auch die Bäume richtig groß werden.

    Was mich allerdings bis heute stört, ist die merkwürdige Abtreppung im Dachgeschoss der Nordfassade. Sicher, da wurde Material gespart – aber gestalterisch ist das ein Graus, zumal man diese Seite auf dem Weg nach Süden immer im Blick hat.

    Mit dem Fassadenmaterial selbst kann ich gut leben, auch wenn eine heterogenere Gestaltung – wie in den Visualisierungen angedeutet – sicher charmanter gewesen wäre.

    Alles in allem ist dort schon ein ziemliches „Ufo“ gelandet, aber WOLTERECK FITZNER Architekten haben insgesamt einen guten Job gemacht.

  • Man sollte auch berücksichtigen, dass die unmittelbare Umgebung ein Graus ist und die Schule somit eine deutliche Aufwertung.

    Auch als ich da war, war der Vorplatz durch Passanten belebt.

    Hier mal die Nachbarschaft gegenüber:

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    "Guter Job" ist dennoch relativ. Auch hier wäre mit gleichem Mitteleinsatz eine freundlichere Architektur möglich gewesen.