Ein herzliches Hallo an alle,
nach längerer Zeit des stillen Mitlesens möchte ich mich heute mit meinem ersten Beitrag einbringen. An dieser Stelle: Vielen Dank für die fundierten Diskussionen an den verschiedenen Stellen, welche mir in den vergangenen Jahren wertvolle Einblicke ermöglicht haben.
Ich teile die zuvor geäußerte Einschätzung weitgehend. Das Dialogverfahren war eine seltene Chance, eine ehemalige Industriebrache städtebaulich neu zu qualifizieren. Über die Zweckmäßigkeit einer privaten Schulnutzung lässt sich sicher streiten, ebenso über die LVZ-Berichterstattung, die zuletzt deutlich ambivalenter wurde.
Ein Konzept mit einem Drittel gestalteter, hochwertiger Freifläche in Kombination mit Bebauung hätte meiner Ansicht nach spürbaren Mehrwert für den Stadtteil geschaffen – deutlich mehr, als es die Flächen derzeit leisten.
Die aktuelle Situation ist bekanntlich durch Aufschüttungen aus dem Flughafenbau sowie Keller- und Altlastenflächen geprägt. Großbäume können sich dort kaum entwickeln, weshalb die ökologische und freiräumliche Qualität aus meiner Sicht sehr begrenzt bleibt.
Gerade im Sinne der doppelten Innenentwicklung ist daher Qualität wichtiger als Quantität: Ein professionell geplanter Park auf Teilflächen könnte ökologisch wie sozial viel mehr leisten, während eine gut eingebundene Bebauung die städtebauliche Struktur sinnvoll ergänzen würde.
Das die Stadt Leipzig daran interessiert ist, Lösungen zu entwickeln, zeigt das (meines Erachtens gelungene) Beispiel der Entwicklungsperspektive für die Flächen an der Kuhturmstraße, deren Potenziale bislang leider nur eingeschränkt ausgeschöpft sind. Gleichwohl die Situation hier einfacher war, da die Fläche im Eigentum der Stadt gelegen sind.
Ich freue mich darauf, künftig aktiv mitzudiskutieren.