Dresdner Stadtgespräch

  • Dresdner Stadtgespräch

    Nach ein wenig Nachforschung im Internet bin ich auf das Stadtbahnprogramm 2020 gestoßen.
    Dieses beinhaltet
    - die Erweiterung der Linie 11 von Bühlau bis nach Weißig ab 2015
    - die Umstellung der Buslinien 61 und 62 ab Strehlen bis nach Löbtau auf Straßenbahn
    - neue Linie 5 von Plauen nach Johannstadt über Pirnaischer Platz
    Der Gesamtkostenpunkt beträgt ca. 124 Millionen €.
    -neuer Haltepunkt Linie S3 "Nossener Brücke".
    Nähere Infos unter:
    http://www.dvb.de/de/Aktuelles/DVB-Projekte/stadtbahn-2020/


    Hoffe auf gute Diskussionen!
    Bis bald.

  • Dresden: Immobilienmarkt und -wirtschaft

    DNN-Online, 20.09.2013
    http://www.dnn-online.de/dresd…n-steigen-enorm-102838901


    Bauwirtschaft und Immobilien
    Mietpreise für Wohnen und Verkaufsflächen in gefragten Gegenden in Dresden steigen enorm
    Uwe Hofmann


    Das Urteil des Immobilienverbands Deutschland (IVD) Mitte-Ost über den Immobilienmarkt in Sachsen und Sachsen-Anhalt lautet „sehr stabil“ und „sehr differenziert“:
    http://www.ivd-mitte-ost.net/n…n-und-sachsen-anhalt.html


    Die Mieten in Dresden ziehen laut dem jüngst veröffentlichen IVD-Mietpreisspiegel leicht an. Erwartet werden steigende Preise sowohl für Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Eigenheime als auch für Gewerbemieten. Hat z.B. eine Altbau-Wohnung in einer mittleren Wohnlage 2012 noch sechs Euro Kaltmiete gekostet, so sind dies laut aktuellen IVD-Preisspiegel nun 6,20 Euro.


    In "Toplagen" wird der Wohnraum knapp. Hierzu gehören der Studie zufolge Weißer Hirsch, Neumarkt, Loschwitz und die Altstadt. Der Mietanstieg fällt in diesem Segment deutlicher aus, von 9 Euro im Jahr 2012 ging es auf 11,80 Euro Kaltmiete hoch. Damit gehört Dresden zu den teuersten Pflastern in Mitteldeutschland und wird nur von Leipzig mit 12 Euro übertroffen. Der sprunghafte Preisanstieg in den Toplagen beruht laut IVD Mitte-Ost auf einem immer knapperen Angebot. Auf Anfrage der DNN bestätigte Dresdens größtes Wohnungsunternehmen Gagfah diese Entwicklung. Auch nach dessen Einschätzung gehe der Leerstand in den beliebtesten Gegenden gegen Null.


    Laut IVD Mitte-Ost würde der Wohnraum insgesamt jedoch nicht knapp und der Engpaß bei den gefragten Wohnlagen kein Problem. Der Regionalvorsitzende des IVD Mitte-Ost Karl-Heinz Weiss, selbst Eigentümer eines Immobilienunternehmens, verweist auf andere Stadtteile, die nun eine Aufwertung erfahren werden und nennt konkret Friedrichstadt und Plauen. „Auch alles entlang der S-Bahnlinie zwischen Heidenau und Radebeul ist attraktiv, weil es verkehrsgünstig ist.“ Der Mietboom in einigen Stadtteilen könne sich ausbreiten, jedoch sei es noch nicht so weit.


    Mit Blick auf die Einwohnerprognosen läßt sich allerdings vermuten, dass es in den nächsten Jahren mit den Mietsteigerungen so weiter geht. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes werden 2030 mehr als 550 000 Menschen in Dresden leben (aktuell 525 671), wohingegen das Umland weiter Einwohner verliert. Nach den Prognosen soll der Landkreis Bautzen bis 2030 50 000 Menschen verlieren, der Landkreis Meißen 30 000 und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 20 000. Dieser Zustrom nach Dresden wird zwangsläufig für einen Anzug auf dem Wohnungsmarkt sorgen.


    Eigentumswohnungen bleiben weiter sehr gefragt. 2012 wurden in Dresden 3862 Eigentumswohnungen verkauft und 470,3 Millionen Euro umgesetzt, was einen Zuwachs um 15,6 Prozent bedeutet. Damit belegt die Stadt laut Accentro-Wohneigentums-Report deutschlandweit den siebten Platz bzw. beim Umsatz den 10. Platz . Der durchschnittliche Verkaufspreis von 121 776 Euro liegt im Bundesvergleich allerdings nur im Mittelfeld.


    Bei den Gewerbemieten ist das Ergebnis zwiespältig. Während Ladenmieten teilweise enorm gestiegen sind - in Bestlage sind die bei kleinen ebenerdigen Räumen von 35 Euro auf 100 Euro Kaltmiete gestiegen - stagnieren Büromieten. Laut IVD Mitte-Ost weißt Dresden zehn Prozent Leerstand in Bürogebäuden und 15 Prozent ungenutzte Ladenfläche auf. Davon sind auch Innenstadtlagen betroffen, vor allem Altmarkt- und Centrum-Galerie. Der IVD-Hauptberichterstatter Karl-Heinz Weiss bezeichnet das Problem als hausgemacht. Wenn solche 1a-Lagen nicht vermietet seien, agiere das Center-Management nicht richtig.

  • Sächsische Zeitung, 05.10.2013
    http://www.sz-online.de/nachri…-vor-wohnnot-2678528.html


    Immobilienbranche warnt vor Wohnnot
    Bis 2025 werden Tausende neue Wohnungen gebraucht. Damit mehr gebaut wird, soll die Stadt unbürokratischer handeln.
    Von Tobias Winzer


    Anders als der IVD Mitte-Ost sieht Frank Müller, Mitteldeutschland-Chef des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), in dem etwa 40 Dresdner Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertreten sind, die Stadt bereits jetzt auf eine Wohnungsnot zusteuern. „Wenn es so weitergeht wie jetzt, kommen auf uns Wohnungsmangel und auf Normalverdiener unbezahlbare Mieten zu.“


    Er schätzt, z.T. anders als die offiziellen Prognosen der Verwaltung, dass sich das aktuelle Bevölkerungswachstum auch in den kommenden zehn Jahren ungemindert fortsetzen wird. Demnach könnten im Jahr 2025 bereits rund 580.000 Menschen in Dresden, die 320.000 Wohnungen benötigen. Dies sind rund 20.000 Wohnungen mehr als bislang von der Stadtverwaltung prognostiziert. Deren Statistiker gehen davon aus, dass sich das Bevölkerungswachstum nach 2020 abschwächt und 2025 maximal rund 550.000 Menschen in Dresden leben.


    Der BFW fordert unbürokratisches Handeln von der Stadt, um den Wohnungsneubau voranzubringen. Da dies schneller gehen würde, sollten Müller zufolge Bebauungspläne für neue Wohngebiete künftig nicht mehr von der Verwaltung, sondern von den Investoren selbst erstellt werden. Die Stadtverwaltung solle die Konzepte dann nur noch "ansegnen".


    Desweiteren fordert der Lobbyverband mehr innerstädtisches Bauland. Besonders geeignet seien Grundstücke am geplanten Kulturkraftwerk und in der Friedrichstadt.


    Im Hinblick auf bezahlbare Mietwohnungen sieht der Mitteldeutschland-Chef des BFW nicht die freie Wohnungswirtschaft in der Pflicht, sondern setzt auf die Genossenschaften, da diese keine Gewinne erwirtschaften müssten. „Wir brauchen eine Aufgabenteilung in der Stadt“, sagte er. Um die drohende Wohnungsnot zu verhindern, seien künftig regelmäßige Treffen mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) geplant.

  • DNN-Online, 17.09.2013
    http://www.dnn-online.de/dresd…t-unrealistisch-333801929


    Bauwirtschaft und Immobilien
    Dresdner Bauunternehmer: Flächendeckender Neubau von Mietwohnungen ist unrealistisch


    Auch der Dresdner Bauunternehmer und Mitinitiator des Lokalen Bündnisses für Familie in Dresden ( http://familie.dresden.de/ ) Frank Wießner sieht einen beginnenden Wohnungsmangel in Dresden. Jedoch hält er den flächendeckenden Bau von Mietwohnungen für illusorisch. Unter einem Quadratmeterpreis von 10 Euro würde sich das Bauen schlicht nicht lohnen. Selbst Sanierungen seien unter 8,50 Euro nicht wirtschaftlich. Dies erläuterte Wießner auf einer Veranstaltung der Neustadt-SPD.


    Als Grund für die hohen Mietpreise nennt er die zahlreichen Regelungen wie zum Brandschutz, der Wärmedämmung oder zum Schallschutz. „Das treibt den Preis um rund 20 Prozent“. Um günstiger zu bauen, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder wird das Niveau der Bausubstanz gesenkt oder man erleichtere Bauherren mit Zinserleichterungen oder Abschreibungsmöglichkeiten die Finanzierung.


    Vorrangig würden Eigentumswohnungen gebaut, da Investoren damit höhere Renditen erzielen. Der Preistrend würde dadurch verstärkt, dass Grundstücke aus rechtlichen Gründen zwingend an den Meistbietenden verkauft werden müssten.


    Allerdings sind nach Ansicht von Wießner die Zustände in Dresden "noch immer luxuriös". Nach der Wende sei dank hoher Abschreibungsmöglichkeiten massiv gebaut worden, zudem zogen mehr Menschen aus Dresden weg als neu hinzukamen. Ein Umschwung sei erst um 2005 eingetreten. „Die Dresdner hatten sich an die paradiesischen Zustände gewöhnt“. Hierzu gehören freie Auswahl, geringe Mieten und keine Maklerprovision. Doch diese Verhältnisse ändern sich jetzt.


    Bei der gleichen Veranstaltung gab Christian Demuth vom Verein Bürger Courage an, dass mittlerweile nur noch 18 Prozent der Dresdner Wohnungen für Geringverdiener bezahlbar seien. Der SPD-Stadtrat und Bundestagskandidat Thomas Blümel hält diese Situation für „selbstverschuldetes Elend“. Die Stadt habe viel zu spät mit dem Wohnungsabriss aufgehört und versäume es weiterhin, Investoren den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen zur Auflage zu machen. Außerdem fordert Blümel, dass der Wohnungsbau direkt gefördert wird.

  • 61 wird zur Bahnlinie

    Ich finde dieses Stadtbahnprogramm wirklich äußerst spannend. Ich bin generell dafür, dass man den ÖPNV weiter ausbaut und so noch viel mehr Menschen dazu bewegt, mit der Bahn zu fahren. Das Fahrradnetz ist ebenso wichtig und hätte man mir nicht mein Fahrrad geklaut, würde ich auch ständig durch Dresden radeln. Die Stadt hat einfach die perfekte Größe dafür.
    Für den Abschnitt der Nürnberger Straße wurden mittlerweile verschiedene Varianten ausgearbeitet, wie man sich den Straßenkörper in Zukunft vorstellt. Auf der Seite der DVB gibt es ausführliche Informationen zu diesem Teilabschnitt.


    Variante 1 sieht vor, dass man die Straßenbahnen auf den beiden inneren Fahrbahnen d.h. straßenbündig fahren lässt. Das wäre gleich mein haushoher Favorit.


    Bei der Variante 2 bekommt die Straßenbahn ein eigenes Gleisbett, das zwischen beiden Fahrtrichtungen angelegt wird.


    Und in der Variante 3 soll es ebenfalls ein von der Fahrbahn getrenntes Gleisbett geben, welches aber auf der nördlichen Seite gebaut werden soll. Dort ist im Moment eh ein breiter Grünstreifen, der sich dafür eignen würde. Diese Variante kommt in Dresden an vielen Stellen vor: Albertstraße, Sankt-Petersburger Straße, Fritz-Löffler-Straße und andere.


    Ich persönlich kann dieser Variante neben der zweiten aber am wenigsten abgewinnen. Das liegt aber daran, dass ich es generell nicht gut finde, dass Straßenbahnen ein eigenes Gleisbett bekommen. Der Straßenraum wird dadurch zu stark aufgeweitet und das ohne besonderen Grund. Durch die Verkehrsbetriebe wird oft das Argument gebracht, dass die Straßenbahnen durch den motorisierten Verkehr häufig gestoppt werden und daher ihren Fahrplan nicht exakt einhalten können oder es zu Unpünktlichkeit und Ungenauigkeit kommen kann. Ich sehe darin eher den Vorteil, dass durch eine gemeinsame Nutzung der Fahrbahn durch Auto und Straßenbahn stärker der Autoverkehr ausgebremst wird. Aber das muss von Fall zu Fall wohl neu betrachtet werden.
    Ich fahre täglich mit dem Bus durch die Nürnberger Straße. Das Verkehrsaufkommen ist schon sehr hoch, aber durch die Größe der Verkehrsanlagen gibt es hier nie Staus und der Verkehr fließt (in beide Richtungen gleich gut). Sogar in Richtung Nürnberger Platz, wo die Linie 8 auf der inneren Fahrbahn fährt, gibt es keine Probleme. Daher sollte es auch zu keinen Störungen kommen, wenn der Busverkehr auf Bahnverkehr umgestellt wird und sich Auto und Bahn die Fahrspuren teilen.


    Da fällt mir gerade das Beispiel Freiberger Straße ein, die letztes Jahr (oder schon 2011?) saniert worden ist. In dieser Straße ist so ein geringes Verkehrsaufkommen und dennoch hat man der Straßenbahn ein eigenes Gleisbett verpasst. Das Ergebnis ist ein unverhältnismäßig stark aufgeweiteter Straßenraum, der kaum genutzt wird. Eine üble Fehlentscheidung in meinen Augen. Als damals die Sanierung dieser Straße begonnen wurde, hatte ich gehofft, man würde sie um einige Meter schmälern und ihr so eine angemessene Breite geben, aber leider ist das nicht passiert.
    In der Nürnberger Straße möchte ich gleich die beste Lösung umgesetzt wissen und das wäre Variante Nummer 1. Bisher hat sich der Busverkehr perfekt an den Autoverkehr angepasst und es gab keine Probleme. Dann sollte die Bahn das auch schaffen.


    Ich hätte noch eine technische Frage und hoffe, dass mir da jemand weiterhelfen kann. In Dresden (und sicher auch in vielen anderen Großstädten) fahren die Straßenbahnen immer auf den inneren Fahrbahnen, sofern jeweils zwei Fahrspuren in beide Richtungen vorhanden sind. Dadurch sind immer beide Spuren blockiert, wenn die Bahn hält und die Passanten ein- und aussteigen (das ist zum Beispiel auf der Kesselsdorfer Straße so). Diese Art der Anordnung ist hier bei der Nürnberger Straße auch zu sehen.
    Ist es technisch nicht möglich, dass die Straßenbahnen bei einer vierspurigen Straße die äußeren Fahrspuren nutzen??
    Dadurch könnte auf den inneren Spuren der Verkehr die ganze Zeit über fließen, während auf den Gehwegen die Fahrgäste in aller Ruhe umsteigen können. So bestünde für alle Verkehrsteilnehmer keine Gefahr mehr. Und aufweitende Halteinseln in Mittellage müssten nicht geschaffen werden, weil hier einfach die Gehwege an den Seiten mitgenutzt werden....

  • Ich finde, die Idee mit der Bahn auf der äußeren Fahrspur ist eine gute Idee, allerdings müsste man dort alles wieder umbauen. Da baut man lieber Haltestelleninseln, weil so der Verkehr nicht ausweichen muss. So wird ohne behindernde Einordnung der Fahrzeuge ein flüssiger Verkehr bewerkstelligt. Es ist außerdem billiger, eine Haltestelleninsel anzulegen, als komplett die Gleise zu verlegen. Klar an den Stellen wo das zu eng für eine Insel ist ist das eine gute Idee, aber hier spielt auch wiederum das Geld eine Rolle.
    Ich finde es an sich besser, Straßenbahnen auf eigenem Gleisbett in Dresden rollen zu lassen. Solange Dresden an seiner Straßenbahn festhalten möchte und sofort aus allen Lagern verdammt, die S-Bahn wirklich zur S-Bahn auszubauen, fände ich es gut, wenn die Straßenbahn wenigstens hauptsächlich Stadtbahncharakter haben würde. In der Innenstadt ist das schon sehr gut umgesetzt, auf den Trassen Hauptbahnhof-Albertplatz, Postplatz-Karcher Allee und Hauptbahnhof-Kongresszentrum existiert das so, wie ich mir das vorstelle. Aber vor allem in den Straßen, wo man es bauen könnte, z.B. Schillerplatz Richtung Fetscherstraße fände ich es gut.
    Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19 km/h einer Straßenbahn, die auch noch den restlichen Verkehr aufhält, ist wohl kaum akzeptabel.
    An mancher Stelle würde es auch ohne Mittelstreifen recht gut laufen, da hast du Recht. Aber man sollte auch beachten, das Dresden rasant wächst und jetzige leere Straßen wie Freiberger Straße bald vielleicht voller Verkehr sind. Dort wird zum Beispiel sowohl die Gegend nördlich als auch südlich der Bahntrasse attraktiv gemacht.
    Wenn man jetzt nicht aufpasst und vorausplant, kann es einem in 10 Jahren auf die Füße fallen.
    Nebenbei macht eine schnellere Straßenbahn den ÖPNV noch attraktiver, was auch der Umwelt zu Gute kommt.

  • Die Sächsische Zeitung schreibt über:


    Stadt verkauft ihre Top-Grundstücke
    Auszug:
    Konkret sucht die Stadt Käufer für Grundstücke am Sachsenplatz, am Altmarkt hinter dem Holiday Inn,
    auf Teilen des Ferdinandplatzes, am Postplatz neben dem Schauspielhaus
    sowie auf dem Gewandhausvorplatz an der Ringstraße.


    Überwiegend sind die freien Grundstücke für eventuelle Wohnbauvorhaben sowie Geschäftsneubauten angedacht.
    Die Grundstücke werden auf der Immobilienmesse in München angeboten.
    Hier dazu der ganze Bericht.


    Eigentumswohnungen in Dresden gut nachgefragt


    Immobilienverband IVD Mitte-Ost sieht steigende Preise in den sehr guten Lagen..


    Dazu hier der Beitrag zum Thema..

  • ^ bzgl. Straßenbahn auf innerer oder äußerer Spur bei mehrspurigen Straßen:


    Die Straßenbahngleise auf der äußeren Spur (also die zu den Gehwegen) hätten den Nachteil, dass jedes Kfz, dass in eine Einfahrt abbiegen will oder aus einer herauskommt, die Gleise queren oder aber kurz blockieren muss. Das gleiche gilt für das Ein- und Ausparken am Straßenrand. Bei einem sehr dünnen Takt kann man damit leben, bei dichteren Takten käme es dabei ständig zu Konflikten. Zudem fahren LKW, Busse usw. überwiegend auf der rechten Spur, was auch zu mehr Konflikten mit den Straßenbahnen führt.


    Für die Reisegeschwindigkeit, und die ist ja wichtig für die Akzeptanz des ÖPNV, sind Straßenbahngleise auf eigener Trasse von großem Vorteil. Auch wenn das manchmal zu optischen Verbreiterungen von Straßen und zu weniger Querungsmöglichkeiten für Fußgänger führt. Ich finde zwar durchaus Straßenbahngleise in schmalen Gassen gemütlicher oder bei schönen Altstadtgassen auch romantischer, aber wenn man als Tourist nicht gerade spazieren fährt, ist das flotte Vorankommen doch wichtiger.


    Bei schmalen Straßen ist es eh zwangsläufig so, dass sich Autos, Radfahrer und Straßenbahnen den (knappen) Platz dann teilen müssen. Auf breiten Straßen ist m. E. eine Trennung besser.

  • Backstein, Sie sprechen mir aus dem Herzen bezüglich der getrennten Fahrwege. Genau so sehe ich das auch.
    In der Altstadt, z.B. am Theaterplatz sind Schienen ja immer noch so vorhanden, wie sie mal historisch angelegt werden. Ich sehe eine Kombination mit so vielen eigenem Fahrweg der Straßenbahn wie möglich als gute Lösung an.


    Mit den Gleisen am Gehweg: Das stimmt, an so was habe ich gar nicht gedacht. Da sollten die Gleise am besten so bleiben wo sie sind. :-)

  • Dresdner Stadtgespräch und Debatten

    In einem Vortrag im Militärhistorischen Museum warnt der amerikanische Stararchitekt Daniel Libeskind vor einer Barockbesessenheit in Dresden, so berichtete die DNN.
    "Ich liebe Dresdens Altstadt sehr und finde es gelungen, wie der Neumarkt bisher umgesetzt wurde bzw. wird. Aber Dresden muss aufpassen, dass es nicht zu sehr nur am Alten festhält. Die gelungene Mischung aus rekonstruiertem und saniertem Barocken und gelungenem Modernen, so wie am Neumarkt, macht es aus."
    Da spricht mir einer aus dem Herzen! Ein wahrer Meister.

  • Am Mythos Dresden hat der Barock unter August dem Starken nur einen Anteil. Viel schwerer wiegt sicher das 19.Jhd, in dem Dresden zur Metropole und zur fünftgrößten Stadt des Dt. Reiches heranwuchs. Erwähnt sei hier die Semper-Nicolai-Schule, die sich an wiederkehrenden Motiven der ital. und dt. Renaissance orientierte oder die süddeutsch wirkenden Bauten von Hans Erlwein im frühen 20. Jhd. Die strengen Bauvorschriften, die im Barock ihren Anfang hatten und im 18/19.Jhd stetig erweitert wurden, haben Dresden erst zu "Elbflorenz" werden lassen.


    Die Aussage Libeskinds ist mir ein bissl zu platt. Es ist sicher nicht verkehrt, sich dieser Vergangenheit bewusst zu sein um daraus eine Moderne zu entwickeln, die diese Motive modern aufgreift, interpretiert, damit spielt, was eben typisch Dresden ist. Ob es die Mansarddächer sind, der Sandstein in allen Variationen, die warmen Farbtöne. Wichtiger als ein Nebeneinander von Architektur (also von "neu"barocken Neumarkt und dem Rest der Innenstadt), erscheint mir nämlich das miteinander. Da ist eine gewaltige Aufgabe, die sich sicher nicht mit Solitärbauten à la Libeskind lösen lässt. Diese können ein Teil sein, aber wohl nur ein sehr kleiner. Den für die sehr heterogene Innenstadt so wichtigen Städtebau bzw. die Verdichtung möchte ich jedenfalls nicht in Form von lauter dekonstruktivistischer Kuben und Keilen sehen. Nix für ungut.

  • Da spricht mir einer aus dem Herzen! Ein wahrer Meister.


    Meister der medialen Selbstinszenierung auf jeden Fall. In den letzten Monaten habe ich viel Freizeit dem Fotografieren seines Düsseldorfer Kö-Bogens gewidmet - das fertige Ding erweist sich beim näheren Hinschauen als klobig und uninspiriert - leicht könnte ich ein Dutzend interessanterer Einkaufszentren wie Frankfurter MyZeil nennen. Wahrscheinlich würde er gerne mit ähnlichem 0815-Meisterwerk ein barockes gewachsenes Ensemble zerstören, doch nach all den Kriegs- und DDR-Wunden (als Kind und Jugendlicher war ich sehr oft in Dresden) sollte man das auf keinen Fall zulassen.


    Bezeichnend finde ich, dass als Hauptstar der feuerlichen Eröffnung des Kö-Bogens eine Schauspielerin eingeladen wurde, die einzig aus einem 33 Jahre alten Film bekannt ist, der oft als Softporno gilt und ihr die Goldene Himbeere einbrachte. Dies symbolisiert irgendwie den Wert des Liebeskind'schen Werks - viel medialer Lautstärke, enttäuschende Wirkung des real Gebauten. Die barocke Architektur kann sich hingegen auch nach Jahrhunderten behaupten, ohne TV-Interviews der beteiligten Architekten.

  • Ich weiß auch, die Aussage Libeskinds ist ein bisschen zu oberflächlich. Das könnte vielleicht daran liegen, dass es ein zusammenfassender Artikel ist, in dem nur das wichtigste steht, das muss aber nicht sein.
    Was mir vor allem so zugestimmt hat, war die Aussage zum Neumarkt. Meiner Meinung ist der wirklich sehr schön geworden, eine gute, jedoch geplante Mischung aus Barock und naja Moderne. Wenn die letzten Lücken gefüllt werden, wird das sicherlich noch mehr wirken, denke ich.
    Was ich allerdings nicht verstehe, ist, dass manche die vielen Rekonstruktionen als provokant empfinden.
    Meiner Meinung nach hat man in Dresden von der Grundstruktur her einen guten Anfang gemacht. Von der barocken Innenstadt mit kleinen Gassen leiten 50er Jahre-Bauten im großen Stil in Richtung Prager Straße in die Moderne über.
    Wo man bestimmt noch was tun kann, ist die Architektur. Es muss nicht überall etwas supermodernes und interessantes entstehen, doch so etwas sollte schon hier und da zu finden sein. Die restlichen modernen Gebäude sollten dann aber auch auf einem gewissen Niveau sein, und nicht einfach nur Lückenfüller, die sich auf das notwendigste beschränken.
    Wenn Dresden sich noch etwas mehr Mühe bei der Moderne gibt, wird es sicherlich zu einer hervorragenden Stadt werden.

  • Dresdner Stadtgespräch und Debatten

    Ich will der Idee von Cowboy noch mal folgen und einen Stadtthread erstellen.
    Falls ihr über allgemeine Sachen wie Bevölkerungsentwicklung etc. und über organisatorisches im Dresden-Forum sprechen wollt, BITTE IN ZUKUNFT HIER REIN!
    Danke an alle im Voraus.

  • steimles hiebe sind gut für die satire-unterhaltung, jedoch fern jeder sachlichkeit. er benennt die "steinwüste postplatz", eine streitbare ansicht, verweist jedoch gleichsam auf die "zugigkeit" dieses platzes, gibt also zu, dass man vielleicht doch mal auf eine vollständige bebautheit warten müsste, um den gesamtentwurf beurteilen zu können.
    desweiteren wird die OB, der finanzbürgermeister und eingekaufte berater kritisiert, was ja ok ist, jedoch höchstens als weiterleitung auf den stadtrat verweist, jedoch schon mal gar nicht auf die verwaltung. rat und verwaltung werden ständig in einen topf gehauen, haben aber miteinander nichts zu tun. selbst diese OB als qua amtes verwaltungschefin torpediert als cdu-parteisoldatin des öfteren ihre eigene verwaltung. spielt also eine falsche rolle als rats-politikerin und nicht ihre eigentliche amtsrolle.


    ich mag den steimle auch gerne, aber er hat eben nur begrenzt durchblick, was ja auch nicht schlimm ist, denn er soll ja seine sachen gut machen. seine klo-aktion ca. 2007 war lustig und nachdenklich, und daraufhin kamen dann auch diese grünbeete. die problemlage am postplatz ist eigentlich eine ganz andere.

  • zur vorababklärung schlage ich vor, den strang "tiefbau" in "strassen- und tiefbau-projekte" umzubenennen, wo zB auch große fernwärme-projekte oder dergleichen hineinkämen.
    desweiteren fehlt noch ein strang für alle sonstigen "infrastrukturprojekte" (bzw. "sonstige Infrastrukturprojekte"), wo u.a. die investitionen der deutschen bahn platziert würden (einschließlich der bahnhöfe und s-bahn-stationen, leider ausser strang Hbf), die bisher gar nicht erwähnt wurden, jedoch milliardenumfang ausmachen. diesbezüglich wäre dringend zu überlegen, den strang "u-bahn / metro" dafür umzubenennen, da die fixierung auf dieses unrealistische szenario sowie das auslassen der sonstigen wichtigen dinge zu schade wäre.


    möglich wäre auch ein umfassender strang "infrastruktur-projekte" anstelle "tiefbau" und "u-bahn".


    ich bitte um eure meinung, damit diese strukturveränderung einvernehmlich zustande kommen kann.

  • @ Elli Kny


    Es wäre aber auch schön gewesen, wenn man konsequent an Schürmanns Planungen für den Postplatz festgehalten hätte. Jedoch wird seine Konzeption durch die Verschiebung des Baufeldes MK9 ad absurdum geführt. Statt ein Tor zur Altstadt zu schaffen, sucht man eine Fortführung der Wilsdruffer- in die Freiberger Straße. Dafür wird nun der Altstadtring, der über den Platz geführt werden sollte, abgeschnürt. Und die Postplatzfläche, die durch den Riegel des Motel One und den Kubus an der Ostra Allee geschaffen werden sollte, bleibt durch Wegfall des Letzteren vollkommen unbehaust. Ziel verfehlt!

  • heutzutage "konsequent an etwas festzuhalten" ist oft zu illusorisch. hier ist die stadt in einer zwangslage (wie so oft): entweder man baut geringfügig anders oder gar nichts wird gebaut. so einfach ist das. wir können ja noch 300 jahre warten bis der platz mal fertig ist. zu über 90 prozent bleibts aber sogar beim schürmann-plan. die verschiebung ist ohnehin relativ gering, eine grobe abweichung vom konzept sieht anders aus.


    die kubusfläche neben dem schauspielhaus ist übrigens ein sträucherbeet, welches durchaus noch bebaut werden kann. falls statements dazu gefallen sind, sind es eh nur momentaufnahmen.


    weiteres bitte im postplatzstrang

  • Schienen-Infrastrukturprojekte

    Bezüglich des neuen Stranges über Projekte des ÖPNV.
    Es kam der Vorschlag, den Thread in "Projekte im ÖPNV und sonstigem Verkehr" umzubenennen. Ich finde die Umbennung an sich gesehen in Ordnung. Aber ich finde "sonstiger Verkehr" etwas zu allgemein. Habt ihr Vorschläge, das noch etwas genauer zu formulieren?


    Ich habe generell noch eine Frage, weil ich die Aufteilung noch nicht so ganz verstehe.
    Soll es so laufen, dass in dem neu angelegten Strang nur Projekte gezeigt oder diskutiert werden, die die Strecken der Deutschen Bahn betreffen? Weil das Wort ÖPNV ja auch auf die Straßenbahn verweist.


    In dem Strang "Tiefbau in Dresden" wurden bisher Straßenbauprojekte gezeigt. Das betraf Straßen mit und ohne Beteiligung des DVB. An dieser Stelle würde ich auch keine Unterteilung vorschlagen, da die Sanierung des Straßenbahnnetzes nie ohne die Sanierung der Straße einhergeht. Und selbst wenn es nur um die Ausbesserungen einzelner Gleise geht, ist das ja nicht so relevant, dass sich ein Beitrag entweder nicht lohnt oder wenn jemand berichtet, würde das ja den Tiefbau-Strang nicht negativ beeinflussen.


    Das bedeutet, der neue Strang bezieht sich ausschließlich auf Projekte der Deutschen Bahn oder des VVO....
    Wahrscheinlich habt ihr euch das auch so vorgestellt, aber dann würde ich den Namen des Stranges noch viel genauer formulieren.


    Bei "Projekte im ÖPNV und sonstigem Verkehr" würde ich zuerst an die Straßenbahnen denken, aber die sind ja im Tiefbau-Strang.


    Vorschläge?