Projektthread Treptow-Köpenick

  • Ich will ein paar aktuelle Informationen aus Köpenick beisteuern.
    Die Tour beginnt am ehemaligen Gebäude der Armaturenfabrik Mahlsdorfer Straße 106/107. Hier baut die Schütz-Bau GmbH ein Gesundheitszentrum mit 10 Arztpraxen, Sanitätshaus und Rehastudio. Derzeit sind Entkernungsarbeiten zu beobachten.




    An der Seelenbinderstraße 52 wird ein Wohnblock mit 21 Eigentumswohnungen errichtet. Der Bauherr ist die HZ-Hausbau, die Wohnungen sind zwischen 91 und 126 Quadratmeter groß und kosten zwischen 213.800 und 303.100 Euro. Insgesamt finde ich, dass der Entwurf sehr durchdacht ist und hervorragende Nutzungsqualitäten bietet. Der Wohnblock befindet sich am Rand des Bellevueparks, bis zum S-Bahnhof Köpenick und zur Altstadt ist es nicht weit. Gut ist auch, dass man den Block ein Stück weit von der Seelenbinderstraße abgerückt hat, auf diese Weise wird der Verkehrslärm gemildert. Die Wohnungen zeichnen sich durch eine sehr gute Besonnung und großzügige Grundrisse aus. Ein Pluspunkt ist, dass sämtliche Wohnungen über Bäder mit Fenstern verfügen.


    www.bellevuepark.de




    Hier will ich noch zwei Grundrisse zeigen:




    An der Gutenbergstraße 33 wird ein ehemaliges Bürohaus zu einem Wohnhaus mit 11 Eigentumswohnungen umgebaut. Der Bauherr ist die ImCentra Immobilien (Berlin), die Fertigstellung ist für den 31.10.2013 geplant.




    Noch keine Bauarbeiten gibt es an der Wendenschlossstraße 334. Hier ist der Wohnkomplex "Am Wendenschloss" geplant. Entstehen sollen 5 Häuser mit 50 Wohnungen, Bauherr ist die Ziegert Bank- und Immobilienconsulting (Berlin). Auch hier soll es Eigentumswohnungen geben. Das Baugrundstück zeichnet sich durch die Lage direkt an der Dahme aus, gleichzeitig gibt es fast vor der Haustür eine Straßenbahnhaltestelle. Ich denke also, dass dieser Standort sehr attraktiv ist.


    www.mein-wendenschloss.de




    Das nächste Projekt befindet sich am Peter-Gast-Weg 2. Hier wird ein ehemaliges Bürohaus zur Seniorenwohnanlage "Park-Residenz Levita" umgebaut. Es entstehen 25 Mietwohnungen, ein SPA-Bereich, ein Cafe´ und ein Restaurant. Den Mietern sollen diverse Dienstleistungen und ein Freizeitangebot nach dem "Club House-Konzept 50+" geboten werden. Die Planung stammt vom Planungsbüro Brenker, Hoppe, Tegethoff GbR (Dortmund).




    Und hier ein Blick vom Wasser:



    Das letzte Projekt befindet sich am Neuen Weg 1. Hier errichtet die Best Homes Project GmbH (Schönefeld) das "Hirschgartenufer" aus 8 Stadtvillen umit 87 Wohnungen. Der Entwurf stammt vom Büro Faskel-Architekten (Berlin). Die ersten Bauarbeiten haben begonnen.


    Ein Vorteil dieser Wohnanlage ist die Wasserlage direkt an der Spree. Sicher ist die Lage, wenn man die Berliner Innenstadt als Bezugspunkt nimmt, nicht so zentral. Andererseits gibt es gute Verbindungen nach Köpenick und Friedrichshagen, wo es auch diverse Attraktionen gibt. Weiterhin gibt es auch hier gute Grundrisse, Bädern mit Fenstenr gehören zum Standard.


    www.hirschgartenufer.de





    Alle Fotos: Klarenbach

  • Grünau ist ein sehr idyllischer Ortsteil, der zwischen Wald und Wasser liegt. Daher ist es nicht überraschend, dass hier einiges gebaut wird.
    An der Dahmestraße 7, 8 werden zwei Wohnhäuser mit 18 Eigentumswohnungen gebaut. Der Bauherr ist die Projektentwicklungsgesellschaft Dahmestraße 7-8 mbH & Co.KG. (Hamburg). Eine Wohnung von 68,5 m2 kostet 191.800 Euro, für 119,5 m2 sind 382.400 Euro zu zahlen. Das Grundstück liegt direkt an der Dahme, allerdings bieten nicht alle Wohnungen einen Blick aufs Wasser. Kritikwürdig finde ich auch, dass das Ufer nicht öffentlich zugänglich gemacht werden soll.


    www.wasserblick-inklusive.de






    Ein kleines Projekt wird an der Königseestraße 1 realisiert. Hier entsteht ein Haus mit 6 Wohnungen. Der Bauherr ist die GbR Königseestraße 1, die Planung stammt von Petra - Marie Urzendowsky (Berlin).




    An der Regattastraße 94 wird derzeit ein verfallenes Kleinod im Schweizerhaus-Stil zu neuem Leben erweckt. Dieses Gebäude wurde um 1885 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Jetzt sind Sanierungsarbeiten zu beobachten, es gibt allerdings kein Bauschild.




    An der Regattastraße 75 entsteht wieder ein kleiner Neubau. Die Planung stammt hier vom triprojekt architektur- und ingenieurbüro (Berlin).



    Ein Stück weiter, an der Wassersportallee 12, sind noch keine Bauarbeiten zu sehen. Allerdings kündigt ein Bauschild ein neues Wohnhaus an. Der Bauherr ist die Trimm-Immobilien (Berlin), die Planung stammt von Regina & H. J. Klauner Architektur & Projektentwicklung (Verden).




    Eine Sanierung ist an der Sportpromenade 3 zu finden. Hier befindet sich das "Haus der Athleten", das von 1978 bis 1980 als TSC-Trainingszentrum errichtet wurde. Dieses Gebäude wird derzeit energetisch saniert, inklusive dem Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems und dem Einbau neuer Fenster.




    An der Regattastraße 275 wird schon seit Jahren ein Wohnungsneubau angekündigt. Bis jetzt ist aber noch nichts passiert, und das, obwohl das Grundstück direkt am Wasser liegt. Ein Problem ist offenbar, dass der Bezirk Treptow-Köpenick an diesem Standort keine "normale" Wohnbebauung genehmigt, weil das Grundstück direkt an der Trainingsstrecke der Ruderer und Segler liegt. Der Bezirk möchte daher Klagen von Anwohnern gegen die ja auch geräuschvollen Trainingsaktivitäten vermeiden.




    Allerdings gibt es in Grünau auch einige Sorgenkinder. Ein Problem sind die ehemaligen Gaststätten "Riviera" Regattastraße 161 und "Gesellschaftshaus" Regattastraße 167. Die "Riviera" wurde 1895 errichtet, das "Gesellschaftshaus" folgte 1898. Beide Gaststätten waren früher beliebte Ausflugslokale und stehen heute unter Denkmalschutz. Das Problem ist nun, dass es für dermaßen große Gaststättenkomplexe heute offenbar keine Nachfrage mehr gibt. Daher findet sich kein Investor, der die Gebäude sanieren will. Folgerichtig vergammeln die Gebäude.
    Hier ist die Riviera:




    Das ist das Gesellschaftshaus:




    Schwierig ist auch die Situation des ehemaligen Bootshauses der Danatbank Regattastraße 277, das ebenfalls unter Denkmalschutz steht. Dieses Gebäude wurde 1929-1930 von Otto Zbrzezny errichtet, während der DDR-Zeit wurde das Gebäude als Rundfunkschule genutzt. Nach 1990 begann dann der Leerstand. Immer wieder gab es neue Besitzer, die große Sanierungspläne verkündeten, aber passiert ist bis jetzt noch nichts.





    Ein weiteres Problem ist das ehemalige Gebäude der jüdischen Rudergesellschaft "Undine" in der Dahmestraße 15. Dieses Gebäude wurde während der DDR-Zeit als Kindergarten genutzt, nach 1990 folgten der Leerstand und eine Brandstiftung. Mittlerweile erscheint eine Sanierung unwahrscheinlich.



    Alle Fotos: Klarenbach

  • Ruinen in Grünau

    ^ Vielen Dank für die interessanten Fotos. Romantische Ruinen, mal was anderes als die Sanierungen in Großsiedlungen am Stadtrand. Da sind ja echte Schmuckstücke darunter, insbesondere das Bootshaus von Otto Zbrzezny. Da juckt es einen doch in den Fingern. Leider fehlt mir das nötige Kleingeld.


    Aber da wird sich doch wohl ein Liebhaber finden lassen. Um einige der anderen Bauten steht es wohl leider eher schlecht.

  • Der Südosten boomt


    Laut Berliner Zeitung ist Treptow-Köpenick ein Stadtteil der mit Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Mitte Boomt!


    Bis 2030 soll sich die Einwohnerzahl von derzeit 244.000, um 8,4% erhöhen.


    Besonders wird dies laut Bericht wegen des BER Flughafens deutlich werden.
    Aber ich denke auch, weil es auch ein sehr gut gelegener Stadtteil ist.


    Rund 10.000 neue Wohnungen werden entstehen.

  • ^^ Nicht verwunderlich, da TK recht viele einfach zu erschließende Freiflächen hat, z.B. Adlershof oder die alten Industriebrachen an der Spree.

  • ^
    Es ist nur zu hoffen, daß im Zuge dieses Bevölkerungswachstums dann auch Ecken, wie Oberschöneweide endlich mal besser werden.


    Gerade die Strecke Edisonstraße zwischen Wulheide und Wilhelminenhofstraße sähe mit einem Grünstreifen für die Straßenbahn und sanierten Altbauten einfach besser aus (ähnlich wie Teile Prenzlauer Bergs). Da stehen im Moment Altbauten leer, wo die Leute in anderen Bezirken Schlange stehen würde. Siehe: https://maps.google.de/maps?q=…pKxBivw&cbp=12,348.6,,0,0


    In dieser Gegend ist so viel Potential: Altbauten, Wassernähe, sehr gute Anbindung.

  • Wow, danke für die Bilder, Klarenbach! Ich bin in der Dahmestraße 29 aufgewachsen und kenne diese ganzen Gebäude noch von früher. Den Kindergarten in der Undine kenne ich von innen, und aus die Riviera kenne ich noch, wie dort rauschende Feste gefeiert wurden, allerdings nur von außen ^^ Gegenüber war der einzige Eisladen Grünaus, dort gab es nur 3 Eissorten und trotzdem wurden die Damen um Sommer überrant! Auch das Strandbar Grünau und die Tribüne kenne ich noch von früher. 1996 sind wir da weg gezogen. Grünau ist eine Perle, ein echter Geheimtip. Quasi ein Erholungs-Kurzort mit Wasseranschluss, S-Bahnanschluss und Straßenbahn. Eigentlich perfekt!


  • Gerade die Strecke Edisonstraße zwischen Wulheide und Wilhelminenhofstraße sähe mit einem Grünstreifen für die Straßenbahn und sanierten Altbauten einfach besser aus


    Das dürfte kaum funktionieren, da die Straße viel zu eng und quasi vollständig versiegelt ist. Da ist schlicht kein Platz für ein richtiges Gleisbett - es sei denn man entfernt den ohnehin sehr schmalen Gehweg... ;)
    Weiß auch garnicht, ob da überhaupt was wachsen würde, ist ja doch meist ziemlich duster.

  • Container-Studentendorf im Plänterwald

    Die Abendschau hat gestern über das hier schon recht ausführlich thematisierte Container-Studentendorf berichtet, das in der Eichbuschallee entstehen soll. Auf dem Grundstück werden derzeit die dort vorhandenen Baracken abgerissen, ab September soll dann mit dem Bau der Anlage begonnen werden.

  • Geplante Erschließung des ehemaligen Rangierbahnhofs Schöneweide

    Die Deutsche Bahn und der Senat planen Medienberichten zufolge die Errichtung eines Gewerbegebiets auf dem brachliegenden Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs in Schöneweide. Das 48 Hektar große Areal, das von den S-Bahnhöfen Schöneweide und Adlershof sowie dem Adlergestell und dem Groß-Berliner-Damm eingerahmt wird, soll für 25 Millionen Euro umgebaut werden. Insbesondere durch die unmittelbare Nähe des Geländes zum erfolgreichen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannistal sowie durch seine gute Anbindung an die City verspricht man sich offenbar viel von diesem Projekt. Angelockt werden sollen hiermit v.a. expandierende Firmen aus dem Innenstadtbereich, die mehr Platz benötigen, diesen dort aber nicht finden.


    Um das Gelände erschließen zu können, muss die Bahn eigens ein für Gütertransporte genutztes Gleis verlegen, was im Jahr 2015 erfolgen soll. 2016 will man dann mit dem Verkauf der einzelnen Gewerbeflächen beginnen, bevor 2017/2018 im Bereich des Areals eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Bahngleise und das Adlergestell errichtet werden soll. Zudem ist die Schaffung zahlreicher neuer Grünflächen geplant.


    Artikel in der Berliner Zeitung
    Artikel im Tagesspiegel
    Beitrag der heutigen Abendschau

  • Update: Müggelturm

    Der Müggelturm scheint mit Matthias Große, einem Projektentwickler aus Köpenick, einen neuen Investor zu bekommen.
    Dieser möchte aus dem maroden Ausflugziel in den Müggelbergen samt Nebenanlage eine moderne Multifunktionaanlage schaffen. [...]


    Es muss bloss noch der Kaufvertrag mit dem jetzigen Besitzer rückabgewickelt werden und dann das Gericht entscheiden..


    Wie die Abendschau heute berichtete, ist man hier leider immernoch keinen Schritt weiter. Mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf über die Zukunft des Müggelturms wird erst im Oktober gerechnet.

  • Auch aus Treptow-Köpenick gibt es Neuigkeiten zu vermelden.
    Eines der interessantesten Wohnungsbauprojekte ist die "Neue Gartenstadt Falkenberg", die derzeit an der Lindenblütenstraße realisiert wird.


    http://www.1892.de/siedlungen/…rtenstadt-falkenberg.html


    Der Bauherr ist die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 e.G. Der erste Bauabschnitt südlich der Lindenblütenstraße mit 60 Wohnungen wurde von 2011 bis 2012 errichtet. Die Planung stammte vom Büro hertfelder & montojo planungsgesellschaft mbH (Berlin), die Landschaftsplanung kam vom Büro Georg Wasmer Landschaftsarchitekten (Berlin).







    Der zweite Bauabschnitt mit 95 Wohnungen ist derzeit im Bau. Die Planung stammt hier von der Blumers Architekten Generalplanung und Baumanagement GmbH (Berlin), die Landschaftsplanung kam wieder vom Büro Georg Wasmer Landschaftsarchitekten (Berlin).






    Die große Stärke des Projektes besteht darin, dass hier die unterschiedlichsten Wohnformen gemischt werden. Es gibt Reihenhäuser mit Gärten, Geschosswohnungen mit Balkonen oder Terrassen, altersgerechte und barrierefreie Wohnungen. Weiterhin zeichnet sich die Siedlung durch eine großzügige Struktur mit viel Grün aus, dank derer die Wohnungen sehr hell sind. Weitere Vorteile sind die Nutzung der Erdwärme, zudem wurde an einen Kindergarten und einen Jugendclub gedacht. Auch die Lage ist nicht so abgelegen, wie es scheint. Zum S-Bahnhof Altglienicke sind es nur fünf Minuten, und die Arbeitsplatzkonzentrationen in Adlershof und rund um den Flughafen sind schnell erreichbar. Außerdem bietet der Standort noch viel erschlossenes Bauland, wie man bei einem Blick in die Johannes-Tobei-Straße leicht sehen kann.



    Ein kleineres Projekt wird an der Dörpfeldstraße 33-35, am Adlershofer Markt, realisiert. Hier entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus mit 10 Wohnungen, Büro- und Praxisräumen sowie Geschäften. Der Bauherr ist Henryk Berler (Berlin), die Planung stammt von Thomas Baumann (Berlin).




    Rohbaufertig ist mittlerweile das Neubauprojekt der Wohnungsgenossenschaft Treptow Süd an der Dörpfeldstraße 75 (zuletzt hier). Es umfasst 3 Wohnhäuser mit 34 Wohnungen. Die Planung stammt vom Büro Wernecke & Jahn Architekten (Berlin).




    Ein etwas weiteres Projekt mit dem Namen "Stern Trio" wird am Sterndamm 66 realisiert. Hier entstehen 69 Eigentumswohnungen. Das Vorhaben umfasst einerseits die Sanierung und den Umbau eines Sportlerwohnheimes aus der Zeit um 1955 zum "Haus Königsheide" Die Arbeiten umfassen Grundrissänderungen, den Anbau von Balkonen und den Dachgeschossausbau:






    Andererseits werden zwei Neubauten ("Haus Sterndamm" und "Haus Johannisthal") errichtet. Hier ist der Keller im Bau.



    Die Preise für die Wohnungen reichen von 188.000 Euro für 93 Quadratmeter bis 240.000 Euro für 109 Quadratmeter.


    www.stern66.de


    Dann wird noch an der Gondekerstraße 7 in Baumschulenweg gebaut. Hier entsteht das Pflegeheim "domino-world Club Treptow" mit 200 Zimmern. Der Bauherr ist domino world (Birkenwerder), die Planung stammt von Dieter Schaarschmidt (Solingen).


    http://www.domino-world.de/






    Alle Fotos: Klarenbach

  • Hier gibt es noch ein paar Neuigkeiten aus dem Köpenicker Raum.
    Das Projekt am Cardinalplatz hat Bato schon vorgestellt. Hier will die Nova Liegenschaften GmbH 40 Eigentumswohnungen und 10 Townhouses errichten. Die Planung stammt vom Büro Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten mbH. Derzeit gibt es auf dem Gelände nur ein Bauschild und einen Verkaufskiosk. Außerdem sind Räumungs- und Rodungsarbeiten auf dem ehemals kleingärtnerisch genutzten Gelände im Gange.


    www.cardinalplatz-berlin.de





    Ein Stück weiter, in der Joachimstraße 8, will die Degewo neu bauen. Hier sollen 42 Wohnungen errichtet werden. Die Ausschreibung im letzten Jahr hat das Büro Gewers & Pudewill Architekten (Berlin) gewonnen. Das früher mit einem Gewerbegebäude bebaute Grundstück wurde mittlweile beräumt, in diesem Jahr soll mit dem Bau gegonnen werden. Langfristig will die Degewo auch die Grundstücke Joachimstraße 1-7 (bis zur Lindenstraße) bebauen.




    Dann zur Wasserstadt Spindlersfeld. Dieses Projekt zählt zu den größten Wohnungsbauvorhaben in Berlin, am Ende sollen hier auf einem ehemaligen Wäschereigelände rund 800 Wohnungen entstehen. Im Frühjahr hatte ich schon den Eindruck, dass das Projekt gestorben wäre, aber jetzt sind doch wieder Bauarbeiten zu sehen.


    www.wasserstadt-spindlersfeld.de


    Mittlerweile fertiggestellt ist das Gebäude der ehemaligen Betriebspoliklinik, die im vorigen Jahr zum Wohnhaus "Casa Medici" umgebaut wurde.




    Derzeit im Bau ist das ehemalige Pförtnerhaus, das ebenfalls zu einem Wohnhaus umgebaut werden soll. Das ist ein etwas älteres Foto noch ohne Gerüst:



    Und hier ist das aktuelle Foto:



    Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der ersten beiden "Spindlertowers" mit jeweils 21 Wohnungen begonnen werden. Bis vor kurzem befand sich hier noch ein Werkstattgebäude, dieses wurde mittlerweile abgerissen.



    Ebenfalls in diesem Jahr soll der Umbau der ehemaligen Druckerei zum Wohnhaus "Spreelofts" mit 25 Wohnungen beginnen. Diese Wohnungen sollen bereits verkauft sein. Laut einem Bericht aus der Berliner Zeitung vom 27.7.2013 wären 50 Prozent der Käufer Berliner, denen der Prenzlauer Berg oder der Friedrichshain zu eng und zu schmutzig wäre. Der Rest käme aus anderen Teilen Deutschlands.




    Dann gibt es noch ein paar Impressionen vom Hauptgebäude des ehemaligen Wäschereikomplexes Rewatex. Man kann gut erkennen, welche Potenziale dieses Gebäude bietet und dass hier tolle Wohnungen entstehen könnten. Ein weiterer Pluspunkt ist die fantastische Lage, das Gelände liegt direkt an der Spree. Gleichzeitig sind es bis zum S-Bahnhof Spindlersfeld und zur Straßenbahn nur fünf Minuten. Von hier aus gelangt man schnell zur Wissenschaftsstadt Adlerhof, in die Altstadt von Köpenick und an den Müggelsee.





    Hier gibt es ein paar Innenaufnahmen vom Hauptgebäude:








    Zum Schluss sind mir noch Bauarbeiten am Stellingdamm 4-5 in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Köpenick aufgefallen. Hier wird eine Baugrube ausgehoben. Weitere Informationen zu dem Projekt habe ich allerdings nicht gefunden.




    Alle Fotos: Klarenbach

  • Update: Containerdorf "Frankie & Johnny"

    Die Berliner Zeitung berichtet, dass Ende dieses Monats die ersten 20 Studierenden in das Containerdorf "Frankie & Johnny" in Plänterwald (siehe zuletzt hier) einziehen werden. Die Nachfrage nach den Frachtcontainer-Wohnungen scheint recht groß zu sein, bislang hätten sich 160 Interessierte um eine solche beworben. Das komplette Dorf soll dann - wie berichtet - im Sommer 2014 bezugsfertig sein.

  • Ich war neulich mal vor Ort, und ich denke daß "Frankie und Johnny" eine sehr gute Antwort auf einen Nachfragescheitel in einem sehr volatilen Wohnungsmarktsegment wie Studierendenunterkünfte sind.
    Die Containerbauten sind schnell errichtet, bieten pro Person mit 26 qm deutlich mehr Wohnfläche als die gleich teuren Wohneinheiten im z. Zt. auch in der Planung befindlichen Studentendorf in Adlershof (18 qm, außerdem auch erst in einem Jahr fertig) oder die Einzelappartments des Studentenwerks , es wird einen Badeteich, Flächen für Urban Gardening, Sonnenterassen und Beachvolleyballfelder auf dem Grundstück geben, es ist nicht weit nach Neukölln zum ausgehen, man ist schnell in Schöneweide beim HTW-Campus und auch nach Adlershof sind es sowohl mit Fahrrad wie auch S-Bahn nur 20-30 Minuten, und 2 Supermärkte gibt es auch noch direkt nebenan.
    Und wenn in ein paar Jahren die doppelten Abijahrgänge durch sind und es wegen der schwachen Jahrgänge die dann kommen gar nicht mehr soviel Nachfrage gibt können die Container auch schnell und problemlos demontiert werden und gegebenenfalls woanders zum Einsatz kommen.

  • Neue Hoffnung für den Müggelturm

    Der Müggelturm scheint mit Matthias Große, einem Projektentwickler aus Köpenick, einen neuen Investor zu bekommen.
    Dieser möchte aus dem maroden Ausflugziel in den Müggelbergen samt Nebenanlage eine moderne Multifunktionaanlage schaffen. [...]


    Es muss bloss noch der Kaufvertrag mit dem jetzigen Besitzer rückabgewickelt werden und dann das Gericht entscheiden.. [...]


    Der Weg für die Revitalisierung des Müggelturms scheint endlich frei! Nach Auskunft von Matthias Große hat das OLG Düsseldorf einen Berufungstermin mit dem Vorbesitzer der Liegenschaft, dem Krefelder Gastronom Marc Förste, gestrichen und ihm signalisiert, dass seine Klage gegen die vom Berliner Liegenschaftsfonds erzwungene Rückabwicklung seines Kaufvertrags keinen Erfolg haben wird. Somit sei Großes zwischenzeitlich mit dem Liegenschaftsfonds geschlossener Vertrag jetzt rechtskräftig und er wolle nun schnellstmöglich seinen Bauantrag beim Bezirksamt einreichen.


    Artikel des Tagesspiegel
    Bericht im Berliner Kurier
    Artikel in der Berliner Woche

    2 Mal editiert, zuletzt von Mosby87 () aus folgendem Grund: Bericht in der Berliner Woche nachträglich verlinkt.

  • ^ Der Liegenschaftsfonds tritt nun ein wenig auf die Euphorie-Bremse, was die Rettung des Müggelturms betrifft. So muss der Noch-Eigentümer der Liegenschaft erst deren Rückübertragung im Grundbuch an das Land Berlin veranlassen, damit der neue Kaufvertrag mit Matthias Große wirksam wird.


    Große selbst hat eigenen Angaben zufolge die Unterlagen für den Bauantrag beim Bezirksamt "fast fertig" und geht von einem Baubeginn frühestens im April des kommenden Jahres aus.


    Artikel in der Berliner Zeitung