Projektthread Treptow-Köpenick

  • Tja, was soll man sagen...Wären dafür nicht mehrer Gründerzeitler draufgegangen und stünde gegenüber nicht bereits ein recht weitläufiges EKZ, könnte mans einfach hinnehmen und über die recht einfallslose Gestaltung hinwegsehen :fiddle:...

  • Sehe ich ähnlich: Schade um die Altbauten ,die da vorher standen. Ich glaube ein oder zwei von denen sahen noch ganz gut aus und hätten einfach nur eine Sanierung nötig gehabt. Gewiss hätte man da auch etwas entwickeln können, was die Altbauten mit einbezogen hätte, ähnlich "Das Schloß" oder die Schönhauser Arkaden.

  • Passend zum Thema hat die "Welt" bereits am 19.08. einen langen Artikel veröffentlicht, der die Wirkung von Shopping-Malls auf die Umgebung und die Städte, die Immobilienmärkte und den Einzelhandel unter die Lupe nimmt.


    http://www.welt.de/politik/deu…i-der-Einkaufstempel.html


    Da dachte ich sofort an Köpenick und die Bahnhofstraße, die ich noch als Kind aus DDR-Zeiten kenne. Von der Lindenstraße bis zum S-Bahnhof war es eine lebendige Einkaufsstraße gewesen, in der man froh war wenn die Straßenbahn so langsam hindurch fuhr, dass man sich die Schaufenster aus der Bahn ansehen konnte. Nach dem an sich doch gelungen empfundenen Bau des "Forum Köpenicks" ist das untere Ende der Bahnhofstraße ausgestorben und das obere hat sich ladenmäßig sehr vereinfacht. Mal sehen wie das jetzt wird.


    Insbesondere sehe ich hier die Bölschestraße stark unter Druck, die auch schon lebendiger gewesen war.

  • Sehe ich ähnlich: Schade um die Altbauten ,die da vorher standen. Ich glaube ein oder zwei von denen sahen noch ganz gut aus und hätten einfach nur eine Sanierung nötig gehabt. Gewiss hätte man da auch etwas entwickeln können, was die Altbauten mit einbezogen hätte, ähnlich "Das Schloß" oder die Schönhauser Arkaden.


    nun vor allem der letzte altbau ganz links war von der qualität wohl nicht der schlechteste, zumal er zumindest hier bei google rel. frisch saniert ausgesehen hat...die restlichen waren nun nicht sonderlich speziell, historisch bedeutsam oder rein optisch irgendwie ansprechend und man muß nun nicht wirklich jedem altbau, der in berlin weichen muß eine träne nachweinen.
    ich muß allerdings zugeben, das ich in den letzten 9 jahren wohl kaum öfter als 5x in der ecke gewesen bin und sie immer recht abweisend, kühl, ohne charme und aufenthaltsqualität empfand.
    zum einen lag es sicher an den billigen dönerläden, den späties und den 0815-marktständen für omis ab 80 aufwärts, zum anderen aber auch sicher daran, das der elcknerplatz definitiv keine aufenthaltsqualität besaß.
    ob sich das nun ändern wird...ich laß mich überraschen (sollte ich dieses jahr mal wieder da unten sein).
    im großen und ganzen ist das ein belangloses projekt, das überall stehen könnte, allerdings sicher allein durch die lage durchaus erfolgreich sein wird, saugt es doch kundenströme direkt von der sbahn und tram ab und ist eine ergänzung zum gegenüberliegenden center. denke das wird wohl ähnlich wie das ringcenter in fhain/lberg funktionieren.

  • Zustimmung.
    Der Elknerplatz ist sicherlich auch nicht die attraktivste Wohnlage gewesen. Ein wirtschaftlicher Unterhalt der Altbau-Wohnhäuser ist wohl nicht einfach gewesen. Auch das Eck-Geschäftshaus war eine für die exponierte Lage eher ungünstige Lösung mit wenig Geschossfläche und geringer Representativität. Es war ja schon totsaniert worden.


    Dafür wird die Wohnlage der Seelenbinder Vorstadt deutlich attraktiver und die dortigen Sanierungen im übrigen meist geschlossenen Gründerzeitviertel vielleicht höherwertiger?

  • Auf dem Gelände der ehemaligen Fotochemischen Werke wird eifrig gebaut. Hier errichtet die Estavis Filmfabrik GmbH & Co.KG durch die Umnutzung von Industriegebäuden aus der Zeit um 1923/24 230 Wohnungen. Die Planung stammt vom Büro Gnädinger Architekten aus Berlin. Die ersten Gebäude sind schon fertig und bezogen, weitere Gebäude sind im Bau. Insgesamt machen die Wohnungen einen sehr guten Eindruck, die Wohnungen sind sehr hell, es gibt große Küchen und Bäder mit Fenstern, in einem Teil der Wohnungen gibt es sehr schöne Ausblicke auf die Spree. Zudem verfügen die Gebäude über Aufzüge. Billig ist der Luxus allerdings nicht: Die Kaufpreise liegen zwischen 3000 und 3400 Euro pro Quadratmeter.



    Der kleine Turm (links), der große Turm und die Atrium-Villa (rechts) sind bereits fertiggestellt.



    Die alte Werbeaufschrift wurde durch den Einbau der Fenster beschädigt, aber ich denke, dass eine andere Lösung die Attraktivität der Wohnungen zu stark eingeschränkt hätte. Rechts sieht man den Anbau des Aufzuges.










    Dieses Gebäude nennt sich "Park-Villa" und dürfte bald fertig werden.





    Hier haben die Bauarbeiten gerade begonnen.



    Direkt neben den Altbauten hat der Bau des Neubauprojektes "Wasserterrassen Köpenick" begonnen. Hier soll ein Neubaus mit 15 Wohnungen entstehen. Der Bauherr ist die H. W. Citybau GmbH aus Würzburg. Der Kaufpreis beträgt hier ab 2762 Euro pro Quadratmeter. Die Fertigstellung ist für Ende 2013 / Anfang 2014 geplant.



    Noch keine Bauarbeiten sind dagegen im Kabelwerk Köpenick festzustellen. Hier sieht man nur regelmäßig Filmteams, die das morbide Ambiente der ehemaligen Produktionshallen schätzen.




    Alle Fotos: Klarenbach

  • In Köpenick werden derzeit eine ganze Reihe von Wohnungsbauprojekten realisiert. Ein Projekt in Köpenick ist der Neubau Kaulsdorfer Straße 245, Hoernlestraße 73-79. Auf diesem Gelände befand sich bis vor kurzem ein leer stehender Gewerbebau, der abgerissen wurde. Hier sollen 43 Wohnungen entstehen, außerdem sollen in dem Neubau Gewerberäume, Arztpraxen und eine Cafeteria untergebracht werden. Der Bauherr ist die Wohnungsbaugenossenschaft Köpenick Nord e.G., die Planung stammt von Sypereck Architekten aus Berlin. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2013 geplant.


    Diese Projekt verfolgt unter anderem das Ziel, das Wohnungsangebot im Bereich Köpenick Nord etwas vielfältiger zu gestalten. Derzeit wird das Gebiet sehr stark durch um 1960 errichtete Großblockbauten des Typs Q 3A geprägt. Die Wohnungen in diesen Blöcken sind durchaus beliebt, allerdings fehlt es an altersgerechten Wohnungen mit Aufzügen und entsprechenden Serviceeinrichtungen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Köpenick e.G. verfolgt die Strategie, diesen Mangel durch den Neubau von altersgerechten Wohnungen zu beheben. Daher hat sie schon 2006 einen Wohnblock mit 77 altersgerechten Wohnungen errichtet. Dieser Weg wird nun fortgesetzt.






    Ein größeres Projekt wird auch an der Hämmerlingstraße 103-109 verwirklicht. Hier entstehen vier Wohnhäuser mit insgesamt 123 Wohnungen. Bauherr ist der Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick e.G. (BWV), die Planung stammt vom Büro WEP Effinger Partner Architekten (Berlin). Die Fertigstellung ist für Ende September 2013 geplant. Die Motivation dieses Projektes dürfte ähnlich sein wie die des Projektes in der Kaulsdorfer Straße. Der BWV verfügt rund um die Hämmerlingstraße über Bestände aus der Zeit um 1930, die ebenfalls nicht altersgerecht sind. Dieses Manko soll durch die Neubauten behoben werden.





    Gebaut wird auch an der Charlottenstraße 15. Auch hier befand sich vor kurzer Zeit ein Gewerbebau, der abgerissen wurde. Dort errichtet die Wohnungsbaugenossenschaft Amtsfeld e.G. eine Wohnanlage mit 65 Wohnungen. Die Planung stammt von der Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH (Berlin).




    Alle Fotos: Klarenbach

  • Ein interessantes Sanierungsprojekt der letzten Zeit ist die Sanierung der Preußensiedlung in der Preußenstraße in Altglienicke. Die Siedlung wurde von 1910 bis 1914 nach Entwürfen des Berliner Büros Bel & Clement (1. Bauabschnitt) und Hermann Muthesius (2. Bauabschnitt) errichtet. Die ganze Wohnanlage war damals als Modellprojekt für die Schaffung von gesunden und attraktiven Arbeiterwohnungen gedacht. Daher waren alle 44 Wohnungen in Reihenhäusern mit Gärten untergebracht. Die städtebauliche Anlage folgte dem Leitbild einer aufgelockerten und durchgrünten Gartenstadt und sollte die Abkehr von der Mietskasernenstadt auch städtebaulich veranschaulichen.


    Nach 1990 war die Siedlung allerdings einem zunehmenden Verfall ausgesetzt, selbst einfachste Reparaturarbeiten wurden nicht mehr ausgeführt. Erst die Nürnberger Terraplan GmbH, die die Siedlung 2008 erwarb, begann mit der Sanierung der Anlage. Die Sanierung der Häuser erfolgte unter Leitung des Berliner Architekten Thomas Kubeneck. Außerdem wurde die Siedlung durch zwei Doppelhäuser nach einem Entwurf des Berliner Architekten Peter Brenn ergänzt. Die Bauarbeiten wurden in diesem Frühjahr abgeschlossen.


    http://www.preussensiedlung.de


    Im Vordergrund sieht man die Häuser von Bel / Clement:



    Dieser Abschnitt stammt von Hermann Muthesius:






    Alle Fotos: Klarenbach

  • Klarenbach, vielen vielen Dank.


    Bilder aus meinem Heimat"dorf" Altglienicke.


    Endlich ist diese schöne Anlage wieder hergestellt. Ich gehe mal davon aus, das ein wenig Farbe noch fehlt und ein paar Fensterläden und Palisadenzäune?


    Auf dem Platz kommen ja scheinbar auch noch ein paar Bäume.
    Ich freue mich drauf es um die Feiertage auch mal wieder in natura zu sehen.

  • Preußensiedlung

    Auch von mir vielen Dank für die vielen Beiträge, auch aus den "Randgebieten" der Stadt, Klarenbach!


    sebiart : Der grau-beige Putz wird wohl so bleiben. Wenn die Vegetation dort demnächst etwas üppiger ist, wird's auch weniger grau rüberkommen. Die Fensterläden vermisse ich allerdings auch, die waren ursprünglich vorhanden, wie alte Fotos zeigen:


    http://www.openpr.de/images/ar…00824bec219f48eecd6_g.jpg


    Hier noch ein Bild vom Zustand vor der Sanierung:


    http://3.bp.blogspot.com/_L__H…M/s1600/dscn0072klein.jpg

  • Auch aus Treptow-Köpenick gibt es Neuigkeiten zu berichten. Mittlerweile wurde mit dem Umbau des alten Umspannwerkes Lindenstraße 33 zu einem Wohnkomplex begonnen. Das Umspannwerk wurde 1928/29 nach Entwürfen des BEWAG-Architekten Hans Heinrich Müller errichtet und steht unter Denkmalschutz. In diesem Gebäude sollen 28 Eigentumswohnungen entstehen. Außerdem soll ab Mai 2013 mit dem Bau eines Neubaus mit 17 Eigentumswohnungen direkt an der Spree begonnen werden. Der Bauherr ist die Hasta GmbH aus Schönefeld, die Planung stammt von Andreas Melms (Süpitz). Die Altsbausanierung soll Ende 2013 fertiggestellt werden, die Fertigstellung des Neubaus ist für Mitte 2014 geplant.







    Ein weiteres Bauprojekt wurde an der Dörpfeldstraße 75 begonnen. Hier errichtet die Wohnungsgenossenschaft Treptow Süd e.G. drei Neubauten mit insgesamt 34 Wohnungen. Die Planung stammt vom Büro Wernecke & Jahn Architekten (Berlin). Alle Wohnungen sollen mit Balkon oder Terrasse sowie Aufzügen ausgestattet werden. Die Fertigstellung ist für 2014 geplant.


    Diesem Projekt liegt eine ähnliche Problematik wie dem Projekt der Wohnungsbaugenossenschaft Köpenick Nord in der Hoernlestraße zugrunde. Die Wohnungsgenossenschaft verfügt über große Bestände an Wohnblöcken des Typs Q 3A, die nicht altersgerecht sind. Dieses Defizit soll durch den Neubau altersgerechter Wohnungen kompensiert werden.



    Hier sieht man im Hintergrund die Q 3A-Blöcke.




    Eine weitere Baustelle befindet sich Am Schlossberg 1. Hier entsteht das Wohn- und Pflegeheim "Haus Müggelspree". Hier entstehen 22 Wohneinheiten, 6 Hausgemeinschaften, 1 betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung und eine Cafeteria. Bauherr ist die St. Elisabeth Diakonie gGmbH, die Planung stammt vom Entwurfs- und Planungsbüro Kirsch - Architektur- und Ingenieurgesellschaft (Berlin).






    An der Wendenschlossstraße 68 wird der Wohnpark Köpenick - Klein Venedig errrichtet. Das Projekt umfasst die Sanierung eines Altbaus und den Neubau von fünf Stadtvillen. Insgesamt sollen 17 Wohnungen entstehen. Der Bauherr ist die GbR Wohnpark KKV, die Planung stammt vom Büro m2v - architekture (Berlin).




    Ein kleineres Projekt ist der Umbau der ehemaligen Betriebspoliklinik des Transformatorenwerkes TRO in der Reinbeckstraße 4. Die Poliklinik wurde 1953 errichtet und stand jahrelang leer. Jetzt wurde sie zu einem Studentenwohnhaus mit 98 möblierten Apartments umgebaut. Bauherr ist die Spreeufer Wohnungs- und Immobilienverwaltungs GmbH (Berlin). Die Planung stammt vom Büro Carlo Witte Architekten (Berlin). Die zwischen 15 und 34 Quadratmeter großen Einheiten werden für Warmmieten ab 270 Euro vermietet.





    Alle Fotos: Klarenbach

  • Wohnen am Hochdamm, Kiefholzstraße in Treptow

    Bald schon kann man "Wohnen am Hochdamm" (s. auch Beitrag #16). Siehe auch www.wohnen-am-hochdamm.de


    Lage G.Maps


    Die wenig spektakulären Häuser wurden mit hässlichen verzinkten Brüstungen versehen, diese passen immerhin zur Warenanlieferung des benachbarten Nettos.


    Die südlichen Gebäude sind noch im Rohbau. Hier ein paar aktuelle Bilder, zunächst von der Kiefholzstraße aus aufgenommen:






    Blick vom Bahndamm aus:




  • Der Tagesspiegel vom 5.1. berichtet von zwei Wohnungsbauprojekten in Köpenick.
    Einerseits soll das Projekt Puerto Verde an der Regattastraße nun endlich umgesetzt werden. Der Verkaufsstart ist für Mai dieses Jahres geplant, entstehen sollen 550 bis 600 Wohnungen. Weiterhin soll das Projekt um das Nachbargrundstück Regattastraße 51 erweitert werden. Dort sind nochmals 80 Wohnungen geplant.
    Das zweite Projekt betrifft das Grundstück Lindenstraße 35, also das Areal neben dem Umspannwerk Lindenstraße. Dort sind 240 Wohnungen geplant. Bauherr ist in beiden Fällen die BUWOG Meermann GmbH, die die insolvente Meermann-Chamartin-Gruppe übernommen hat.


    http://www.tagesspiegel.de/wir…grundstuecke/7585176.html

  • Bald schon kann man "Wohnen am Hochdamm


    Wieso stehen die Häuser eigentlich nicht in der Straßenflucht, sondern um 90° verdreht? Es kommt ja laut Projektseite auch kein Riegel weiterer Riegel davor an die Straße. Damit wird die ganze Straßenflucht zerstört. Warum wird so etwas heute noch genehmigt? Das ist schließlich nicht grüne Wiese sondern ein ansonsten geschlossener Straßenzug.

  • ^ Ich geb dir ja recht, eine Ausrichtung der Häuser parallel zur Straßenflucht wäre städtebaulich evt. besser gewesen.


    Aber von der Zerstörung einer Straßenflucht kann man nicht unbedingt reden. Okay, die Südwestseite dieses Teils der Kiefholzstraße weist einen weitgehend geschlossenen Altbaubestand auf, die Nordostseite zum Bahndamm aber gar nicht. Da sind Brachen, ein Nettomarkt, ein Parkplatz und weiter gen Norden nur Bäume.


    Vielleicht soll so mehr Licht zu den Fenstern gelangen oder man will den "Durchblick" zum Bahndamm erhalten, was weiß ich. Bei der eh sehr anspruchslosen Gestaltung dieser Bauten ist es mir auch relativ egal.

  • Das Haus steht nichtmal am Müggelsee. Es steht drei Parallelstraßen landeinwärts von der Hauptpromenade Bölschestraße entfernt inmitten einer Gartenstadt. Diese Meldung habe ich auch nicht verstanden. Das Haus wirkt dort völlig deplaziert, falsch dimensioniert udn ist auch nicht ambitioniert gestaltet. ich denke mal es ist in die Zeitung gekommen weil der Architekt es entsprechend Vitamin B-mäßig angeleiert hat. Denn Friedrichshagen hat an sonsten einiges zu bieten. Dieser Neubau fällt doch deutlich ab.

  • Sanierung des Bahnhofs Schöneweide

    Die Berliner Zeitung berichtete heute über die bevorstehende Sanierung des Bahnhofs Schöneweide. Demnach sollen ab kommendem März bis zum Jahr 2018 neben dem Bahnhofsgebäude selbst auch die dazugehörigen Bahnsteige, Gleise und Brücken erneuert werden - Kostenpunkt: ca. 45 Millionen Euro.