Zentrale Landesbibliothek [in Planung]

  • Eine ernst zu nehmende Standortvariante, für die übrigens schon bauliche Vorleistungen erbracht wurden, ist völlig aus dem Blickfeld geraten: Humboldtforum/Neuer Marstall/Stadtbibliothek. Die derzeitige Berlinausstellung, deren Schließung ernsthaft diskutiert wird, nutzt Räume, die baulich als Bibliothek vorgesehen waren. Es wurde sogar ein Tunnel zum Büchertransport zum Neuen Marstall gebaut, dessen Nutzung durch die Musikhochschule immer nur als Zwischenlösung gedacht war. Was viele nicht wissen, der Hauptstandort der Hochschule befindet sich der Charlottenstraße.

    Man könnte also durch die bestehende Stadtbiblbliothek auf den Marstall und das Humboldtforum erweitern, landeseigene Flächen nutzen und so ein lebendiges Kulturquartier errichten, anstatt einem Investor Millionen für einen teuer zu sanierenden Gerwerbebau hinterherzuwerfen.

  • Wie manche Quellen in Berlin berichtet haben, auch das RBB , schließt das Galeries Lafayette früher als geplant. Der Termin ist auf Ende Juli Normweise wäre die Schließung Ende dieses Jahres. Nach 18 Jahren ist dann endgültig für Kunden Schluss.Gründe für das frühere Aus nannte das Unternehmen leider nicht.

    Unter anderen, möglicher neuer Standort

    ⬇️⬇️

    Mehr Info zu lesen auf :

    RBB ( Quelle)

    Unter anderen ( BZ) gestern dieses Thema

    Lafayette-Architekt könnte Bibliothek noch verhindern

  • ZLB im Galeria Alexanderplatz

    Wie die Berliner Morgenpost heute berichtet gibt es Pläne, wonach die ZLB in das

    Galeria Kaufhaus am Alexanderplatz einzieht.

    Es gibt ein 23-seitiges Dokument das von Hausinvest, Commerz Real und CBRE erstellt wurde.

    Die ZLB könnte in den oberen Etagen des Kaufhauses untergebracht werden.

    Galeria1.webp

    © CBRE

    Es ist eine Doppelnutzung mit dem Kaufhaus geplant.

    Der Umzug der ZLB könnte nach Fertigstellung des Hochhauses Mynd erfolgen.

    Info nebenbei, die Bauarbeiten für das Hochhaus sollen Ende 2025 beendet sein.

    Die ZLB wäre im 4. Stock sowie im zweigeschossigen 5. Stock untergebracht.

    Die Entwürfe zeigen Bilder mit Rolltreppen in den 5. Stock, sowie einem Aufzug neben

    den Haupteingängen. Die Besucher können so die Bibliothek außerhalb der Galeria-Öffnungszeiten

    erreichen.

    Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist ein Umzug in das Kaufhaus am Alexanderplatz

    günstiger als ein Umzug ins Galeries Lafayette.

    Die Senatskulturverwaltung bestätigt, dass es erste Gespräche zwischen Commerz Real und dem

    Kultursenator Chialo gegeben hat.

    Entscheidendes Problem ist der Platz, die ZLB braucht 35.000 Quadratmeter. Bei einer doppelten

    Nutzung müsste das Kaufhaus deutlich verkleinert werden.

    Quelle:

    https://www.morgenpost.de/berlin/article…anderplatz.html

  • Absichtserklärung

    Am heutigen Donnerstag, den 17.09.2026 wurde im Roten Rathaus eine Absichtserklärung
    unterzeichnet, in der angestrebt wird, dass die ZLB ins Galeria-Kaufhaus einzieht.

    Die Pressemitteilung:

    https://www.berlin.de/sen/kultgz/akt…ung.1715349.php

    Der Eigentümer Commerz Real sichert zu, das ehemalige Warenhaus bis 2030 für den
    Einzug der Bibliothek zu modernisieren und umfassend zu erneuern.
    Bis Ende 2027 wird Commerz Real mit keinem anderen Interessenten über die Nutzung des
    Warenhauses verhandeln.

    Laut Planung sind 43.000 Quadratmeter für die ZLB vorgesehen und 14.000 Quadratmeter
    für ein Warenhaus, Einzelhandel und Gastronomie.
    Um die Finanzierung sicherzustellen, müsste die neue Landesregierung bis Juni 2027 einen
    Nachtragshaushalt aufstellen.

    Grundlage für die Planung ist ein Konzept der beiden Architekturbüros Atelier Oslo und
    Lundhagem Arkitekter Oslo:

    Konsum + Kultur sollen den Platz positiv verändern

    ausja7iy.jpg

    Vorgesehen ist in dem Konzept auch der Abriss der Verbindungsbrücke um mehr Zugänge und Licht
    im Gebäude zu ermöglichen:

    dtne8wxs.jpg
    bno9h2mt.jpg


    5bwd38eq.jpg

    Wie im The Berlinian-Thread schon erwähnt ist auch bei diesem Konzept eine öffentliche Dachterrasse mit Restaurant
    vorgesehen:

    qkftemze.jpg

    qqauyzbe.webp

    So könnte die ZLB aussehen:

    z2i5v5sw.webp


    ox59z6jv.jpg


    43slbgv5.jpg

    Bilder © Atelier Oslo | Lundhagem

    Weitere Infos:
    https://www.rbb24.de/politik/beitra…erklaerung.html
    https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/b…9420481bd214978

  • Danke Merlin … gut finde ich den Abriss des Verbindungsbauwerks. Ausgezeichnet finde ich die Dachlandschaft mit den kleinen Tonnengewölben. Das bricht die vorherrschende Strenge angenehm. Das Innere nunja, in 4 Jahren ist die Farbgebung und Materialwahl schon wieder von Gestern, da muss man aufpassen um am Ende nicht was altbacken dazustehen.

  • Beim Tonnengewölbe schließe ich mich in der Bewertung an. Das ist eine sehr gute Lösung, um ein Flachdach nach Dach aussehen zu lassen. In den 1950ern war das ein beliebtes Gestaltungsmittel. Generell bin ich für jede Rundung am Alex dankbar.

    Die Verdächtigung, altbacken auszusehen, trifft bei mir die wild durcheinandergewürfelten Fensteröffnungen. Das Gebäude zeichnet sich durch klassische Strenge aus, Symmetrie ist dafür essenziell. ich bin generell kein Freund von diesen Versätzen, aber für dieses Haus und auch in Bezug auf die Umgebung halte ich es für besonders unpassend, die Fenster unsystematisch auf die Fassade auszukippen.

    Ich hoffe sehr, dass die vertikalen Fensterteilungen nur in der Visualisierung wegfallen. Die verleihen den Fenstern eine gewisse Eleganz. https://kleihues.com/galeria-kaufhof-berlin/

    Der Anschluss zum Hochhaus wird hoffentlich besser gelöst als in der Visualisierung.

  • Bei aller verständlichen Diskussion über Fassadenraster und Fensterteilungen: Entscheidend ist am Ende auch, welche Raumatmosphäre dieses Vorhaben im Inneren erzeugt.

    Wenn die ZLB tatsächlich an den Alexanderplatz zieht, darf hier kein unterkühlter, seelenloser Modernismus entstehen. Genau das passiert leider heute schnell – wie etwa bei der Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart: Ein klinisch weißer, monochromer Raumtrichter, der auf Architekturfotos beeindruckt, im Alltag aber die Kälte und Distanz eines Operationssaals ausstrahlt.

    Dass es ganz andere Vorbilder für echte Buchkultur gibt, zeigt der Blick auf die traditionsreichen Bibliotheken Europas:

    https://www.reisebloggerin.at/2026/08/schoen…theken-europas/

    Ob man an die großen britischen Säle denkt oder an historische Lesesäle mit Holzvertäfelungen, warmen Lichtzonen und Rückzugsnischen: Es sind genau diese behaglichen, fast sakralen Räume, die Geborgenheit ausstrahlen, die Fantasie anregen und zum wirklichen Verweilen und Lesen einladen.

    Gerade am hektischen, grauen und zugigen Alex braucht Berlin im Inneren keinen weiteren kühlen Funktionsraum. Wenn dieses Projekt gelingen soll, muss es ein einladender, warmer Zufluchtsort mit Seele werden – ein Gegenentwurf zur Kälte draußen auf der Platte.

    Ein Ort, der alle abholt: die alteingesessenen Berliner genauso wie das internationale, akademische Publikum. Vor allem aber ein Raum, der neugierig macht, statt einzuschüchtern und zugänglich und offen für junge Generationen aus wirklich jeder Bevölkerungsschicht ist. Ein Haus, das die typische Berliner Wesensart baulich einlöst: robust, unprätentiös, mit viel Herz und schaffendem Pragmatismus.

  • Bin überzeugt, dass der Umzug der ZLB an den Alex, den Platz positiv belebt. Vieles in den Entwürfen angedachte geht in die richtige Richtung. Beim Innendesign müsste noch nachgeschärft werden. Mit dunklerem Holz , mehr Pflanzen, und weniger Ikea-Studentenbude Atmo könnte man hier deutlich mehr zeitloses Design erzeugen.

    Noch wichtiger: Der Platz vor der ZLB müsste umgestaltet und begrünt werden. Der schrottige Brunnen könnte auch mal ausgetauscht werden. Ich bin auch noch skeptisch ob die riesige Freitreppe tatsächlich so viel Sinn macht bzw so angenommen wird. Gibt es dafür Vorbilder ? Wer will sich denn auf den eher unbequem aussehenden Sitzgelegenheiten dauerhaft niederlassen ?

  • Dekoratives Anführungszeichen

    … Der Platz vor der ZLB müsste umgestaltet und begrünt werden. Der schrottige Brunnen könnte auch mal ausgetauscht werden. Ich bin auch noch skeptisch ob die riesige Freitreppe tatsächlich so viel Sinn macht bzw so angenommen wird. Gibt es dafür Vorbilder ? …

    … der Platz heißt übrigens Alexanderplatz. Und ja, wir haben hier ja schonmal die Frage einer Rückkehr der Berolina- Figur ob Original oder Neuschöpfung, diskutiert. Hier wäre der ursprüngliche Standort.
    …. Und begrünt … begrünt war der Alex nur während des letzten Krieges undzwar mit Kohlköpfen. Why not …

    Für die Freitreppe für mich ist es eher eine Sitztreppe, gibt es fast überall in Berlin Vorbilder zum Beispiel im Edge … die finde ich mittlerweile auch etwas inflationär verwendet.

  • Wenn die Türme stehen und die ZLB fertig ist entsteht auf dem Vorplatz erstmals ein für Berlin nie dagewesenes Ensemble aus Fußgängerzone und Wolkenkratzerflair inclusive eher zahlungskräftigen, kultivierten Passanten. Eine Berolina im alten Gewand und vermutlich auch im neuen Stil wäre hier eher fehl am Platze. Ein neuer Blickfang plus Wasserspiel anstelle des jetzigen Brunnens wäre da angemessen.

    Wie wäre es mit einem weltweit einmaligen "Berliner" Teddybärbrunnen ? ^.^ Der wäre Instagramtauglich UND Berlintypisch !

  • ^ Wie wäre es, wenn man den Weltkugelbrunnen am Breitscheidplatz abbaut und hier am Alexanderplatz wieder neu aufstellt?

    Damit könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Erstens: Arty Deco würde einen neuen Blickfang plus Wasserspiel am Alex bekommen.

    Zweitens: Ohne Wasserklops gäbe es am Breitscheidplatz eine hässliche Bausünde weniger.

  • Also gegen einen geschredderten und in kleine rote Granit-Steinchen zerkleinerten Weltkugelbrunnen am Alex hätte ich nix. Das Granulat könnte man vielleicht noch als Mulch für einen Steingarten verwenden. 8)

  • …. Es gibt bereits einen sehr schönen Großen Brunnen hier, den Brunnen der Völkerfreundschaft. Ich wüsste jetzt nicht warum ein zweiter Brunnen hier dringend erforderlich wäre.
    Einfach mal sachkundig machen werte Mitforisten. Dies ist im übrigen der Strang für die zentrale Landesbibliothek und nicht für den Alex im Allgemeinen.

    Ansonsten ist die Diskussion mal wieder auf Kindergartenniveau angekommen, herzlichen Dank an Architektur-Fan und Arty Deco für die wertvollen Beiträge.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bru…ft_Berlin_1.jpg

  • Da das eine Umnutzung im bestehenden Betonskelett wird und kein Neubau, fangen bereits hier die planerischen Hürden an.

    Atelier Oslo und Lundhagem verweisen gern auf Deichman in Oslo. Das war allerdings ein Neubau, bei dem Lichtschächte, Decken und Akustik von Beginn an aus einem Guss für eine Bibliothek konstruiert wurden.

    Überträgt man dieses Prinzip nun auf ein Kaufhaus, schneidet man offene Lufträume in massive Stahlbetondecken. Warenhäuser sind schallhart und wurden gebaut, um Licht draußen zu halten. Eine Landesbibliothek braucht dagegen für hunderte Arbeitsplätze, Büros und Leseräume zwingend Tageslicht und Sichtverbindung nach außen. Dass man die geschlossene Hülle dafür aufbrechen muss, ist schlichte Notwendigkeit im Bestand – völlig unabhängig davon, wie man die versetzte Anordnung der Fenster optisch bewertet.

    Das größere Problem sehe ich bei der Vertikalakustik: In der Theorie schlucken Holz und Textilien den Schall. In der Praxis eines solchen Massenbetriebs verbieten sich empfindliche Teppichböden in den Hauptzonen eigentlich schon aus Unterhalts- und Reinigungsgründen von selbst. Wenn auf den Laufwegen am Ende wischbarer Estrich oder Kautschuk liegt, fehlt unten jeder Trittschallabsorber – dieser Lärm wandert über herausgeschnittene Decken und offene Sitztreppen ungefiltert nach oben. Nach VDI 2569 verträgt sich das schlicht nicht mit den Anforderungen an einen ruhigen Lesesaal.

    Eine Sitztreppe taugt als Tribüne für Veranstaltungen, als tatsächlicher Arbeitsplatz kollidiert sie mit dem Publikumsverkehr. Ob man in diesen tiefen Geschossen die nötige Ruhe für konzentriertes Arbeiten hinbekommt, ohne das offene Raumkonzept nachträglich mit Glaswänden zu zerpflücken, wird man an den Detailplänen erst noch beweisen müssen.

  • Was ist denn überhaupt die Aufgabe einer zentralen Landesbibliothek der 2030er, 2040er Jahre? Die meisten Standard-Informationen sind digital verfügbar. Literatur und Zeitungen sind für alle Bevölkerungsschichten relativ niedrigschwellig erreichbar. Die Zeit der großen Lesesäle, in denen Menschen mit ernsten Mienen die Tageszeitungen studieren oder mucksmäuschenstill in dicken Wälzern recherchieren, auch weil es woanders überhaupt nicht möglich ist, ist vorbei.

    Natürlich wird es auch zukünftig Bedarf an ruhigen Arbeitsplätzen und Zugang zu spezieller Fachliteratur geben, aber die Staats- und Universitätsbibliotheken dürften dafür die ersten Anlaufstellen sein. Sicherlich wird das auch in der ZLB ermöglicht, aber ich sehe eine viel diversere Nutzung, die den sozialen Aspekt in den Vordergrund rückt. Mit Lernplätzen und Gruppenräumen, Workshops und kulturellen Veranstaltungen, Coworking-Bereichen und Maker-Spaces. Die ZLB als Ort der Zusammenkunft und Bildung. Auch als Ort für kuratierte und verlässliche Informationen und für die Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses.

    Daher wir das zentrale Foyer augenscheinlich nicht als ruhiger Lesesaal konzipiert und die große Treppe nicht als klassischer Arbeitsplatz, aber ich würde fest davon ausgehen, dass man für diese Bedarfe an anderen Stellen entsprechend gestaltete Räumlichkeiten einrichtet.

  • Korrekt. Das Wissen, dass eine neueinzurichtende Bibliothek eine vielschichtigere Aufgabe hat als vor dem Internetzeitalter gibt es seit 20 Jahren. Nur sieht man davon etwas auf den heutigen Visus ? Immerhin ist eine Dachterasse mit Gastro vorgesehen. Und sonst ? Man könnte hier eine Art Lesebühne einrichten. Die Sitztreppe könnte Publikum aufnehmen. Momentan gibt es jedoch keine Indizien dafür.

  • Dass moderne Bibliotheken keine reinen Lesesäle mehr sind, sondern Maker-Spaces, Gruppenarbeit und Veranstaltungen brauchen, steht völlig außer Frage.

    Das Problem ist nicht das Konzept, sondern die Bauphysik offener Lufträume: Man kann Lärm und Ruhe nicht im selben Luftvolumen stapeln.

    Schall macht an Brüstungen nicht halt. Sobald man über mehrere Stockwerke Decken aufreißt, wirkt dieser Trichter nach oben wie ein Lautsprecher. Wenn unten reger Publikumsverkehr herrscht, Workshops laufen oder auf der Treppe geredet wird, steht dieser Pegel auf allen Galerien bis unters Dach.

    Die Annahme, man verlege die stillen Arbeitsplätze einfach in andere Bereiche, klingt in der Theorie logisch. In der Baupraxis heißt das aber: Man muss diese Bereiche komplett einhausen. Wenn man dafür nachträglich schwere Schallschutz- und Glaswände einzieht, ist das großzügige, offene Raumgefühl aus den Entwürfen sofort wieder dahin.

    Entweder man hat den offenen Trichter mit dem Dauerpegel aus dem Sockel – oder man baut Wände ein. Beides zusammen geht nicht.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ... Das Problem ist nicht das Konzept, sondern die Bauphysik offener Lufträume: Man kann Lärm und Ruhe nicht im selben Luftvolumen stapeln.

    Schall macht an Brüstungen nicht halt. Sobald man über mehrere Stockwerke Decken aufreißt, wirkt dieser Trichter nach oben wie ein Lautsprecher. Wenn unten reger Publikumsverkehr herrscht, Workshops laufen oder auf der Treppe geredet wird, steht dieser Pegel auf allen Galerien bis unters Dach....

    Entweder man hat den offenen Trichter mit dem Dauerpegel aus dem Sockel – oder man baut Wände ein. Beides zusammen geht nicht.

    Ich wäre da nicht so absolut, was den Lärm und das offene Treppenhaus anbelangt.

    Ich war am Sonntag in der BNU (Bibliothèque nationale et universitaire) in Strasbourg. Ein wilhelminischer Bau, nicht ganz unähnlich dem Berliner Reichstag. (Nur eine Nummer kleiner).

    Innen wurde er vor ein paar Jahren entkernt und modern gestaltet mit einem offenen Treppenhaus und diversen offenen Lesebereichen. Selbst am Sonntag, dem Journée Européennes du Patrimoine in Frankreich mit viel Publikumsverkehr, war es in den Lesebereichen erstaunlich ruhig.

    Hier ein paar Bilder von mir, wie gesagt – nicht exakt mit der ZLB in Berlin zu vergleichen:

    20260920-125244.jpg


    20260920-125255.jpg


    20260920-125327.jpg


    20260920-125350.jpg


    20260920-125819.jpg

    (Leider funktioniert Postimages momentan nicht. Deshalb die alternative Bilddarstellung)

  • Schöne Bilder aus Straßburg, KaBa1 – Vielen Dank dafür! 🙂 Konstruktiv ist das dennoch eher ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.

    Die BNU und der Reichstag sind wilhelminische Monumentalbauten: meterdickes Mauerwerk, schwere Sandsteinfassaden und im Kern eine riesige, vertikale Kuppelhalle. Wenn da eine schlanke Spindeltreppe drin hängt, dient die nur zum Hoch- und Runtergehen. Der Schall verpufft im massiven Raumvolumen.

    Am Alex haben wir ein flaches 60er-Jahre-Kaufhaus: reines Stahlbetonskelett, niedrige Geschosshöhen, schallharte Decken. Wenn man da Löcher reinschneidet und eine breite Sitztreppe reinklatscht, ist das kein sakraler Kuppelraum, sondern eine Tribüne mit direktem Anschluss an die Etagen.

    Dazu kommt das Publikum: Die BNU ist eine klassische Forschungsbibliothek, wo man Stecknadeln fallen hört. Die ZLB am Alex soll ein wuseliger „Dritter Ort“ mit Maker-Spaces, Veranstaltungen und zwei Etagen U-Bahn-Shopping samt Gastro direkt im Sockel werden.

    Massives Mauerwerk mit reiner Erschließungstreppe funktioniert akustisch anders als ein offenes Betonskelett mit bespielter Sitztribüne.

  • Seit Kurzem wird am Galeria Kaufhof ein Werbestopp für die geplante ZLB präsentiert. Sozusagen wirbt Commerz Real mit einem Wandbild für die ZLB am Alexanderplatz ,den Einzug der Zentral und Landesbibliothek. Im Oktober sollen Miete und Umbaukosten verhandelt werden.

    © Johannes_9065 / heute.

    heeefmtu.jpg

    &

    zi5733ja.jpg&

    nhz8hmqe.jpg&

    zuf94k6c.jpg